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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Das Prinzip des Vatan
Faolin Offline

Besucher

Beiträge: 9

29.12.2006 12:08
Adlergespräche antworten

Hallo liebe Raben,
ich möchte hier einen Beitrag (mit freundlicher Genehmigung des Autors) aus dem Jahr 1992 einstellen.
Wertungsfrei gelesen, kann er bestimmt einige Anregungen liefern.


WANDERER: Sprich mir von den Religionen, denn verwirrend ist ihre Vielfalt und es dünkt mich, daß sie Schlimmes für den Menschen der Erde bewirken.

ADLER: Die große Zahl der Religionen und Bekenntnisse auf Erden, läßt sehr leicht den Überblick verlieren. Die Versuche der Religionswissenschaftler hier eine Ordnung aufzustellen, muß ihrer beschränkten Betrachtungsweise entsprechend, unvollkommen ausfallen.

Vom Vatan aus gesehen, sind wirkliche Religionen, Wege zur göttlichen Quelle. Da es aber in den unteren Welten so viele Wege und Möglichkeiten gibt, sind Entgleisungen und daraus resultierend Konflikte zwischen den verschiedenen Bekenntnissen vorprogrammiert. Keine dieser "Religionen" möchte sich in die Karten sehen lassen. Jede versucht sich im besten Lichte darzustellen. Jede ist die einzig Wahre. Jede bekämpft die andere offen oder versteckt. Jede möchte soviel Seelen wie möglich auf ihrer Seite haben. Jeder Versuch einer Aufklärung über das wahre Wesen einer Religion verletzt die Gefühle ihrer Anhänger. Das alles trägt nicht zur Wahrheitsfindung bei.

Im Vatan der Lehre Deiner Ahnen, verwendet man zur Einordnung von Religionen und Kulten eine besondere Einteilung. Sie ist anders, als man es von der Religionswissenschaft her kennt.

Es besteht ein grundlegender Irrtum unter den Menschen. Sie glauben, daß eine Religion immer von einem Gott gestiftet wird. Sie glauben, daß sie vom Himmel gefallen ist um dem Menschen zu helfen. So versuchen es zumindest die Priester nach der Etablierung einer Religion, den Gläubigen beizubringen.

Die erste Religion des Menschen entsteht auf natürliche Weise aus Angst, Not und Hilflosigkeit, unerklärlichen Naturerscheinungen gegenüber. Wenn man feststellt, daß etwas bedrohen kann, willkürlich Schaden zufügen kann, mächtiger ist, dann neigt der Verstand dazu, sich diesem Etwas zu unterwerfen.

Man versucht durch ein entsprechendes Verhalten, dieses Etwas sich geneigt zu machen, es zu besänftigen. Diese Versuche bringen eine Vielfalt von Unterwerfungsgesten und erniedrigende Verhaltenweisen hervor. Alle diese so entstehenden Unterwerfungs- und Kultvarianten bezeichnet man im Vatan als LUNARKULTE.

Sie stehen in direkter Beziehung zur Astralebene. Die Charakteristik dieser Kulte besteht darin, daß sie die Seele zur Hingabe an etwas, scheinbar Mächtigeres, Stärkeres animieren. Es sind Kulte, welche von ihren Anhängern eine Unterordnung verlangen. Es sind passive Kulte.

Mit dem Begriff Lunarkulte, sprechen wir gleichzeitig eine Möglichkeit an, eine besser Ordnung in das Chaos der Bekenntnisse zu bringen. Jeder Körper des Menschen ist Bewohner einer bestimmten Welt. Jede dieser Welten hat ein Gleichgewichtszentrum das man als Gottheit bezeichnet. Jede dieser Gottheiten in der Dualität hat die Aufgabe ihre Welt in Ordnung zu halten. Da sie es mit Seelen in verschiedenen Bewußtseinszuständen zu tun hat, kann sie sich durch Aufteilung in begreifbare Teilgottheiten, den einzelnen Bewußtseinszuständen entsprechend darbieten. Diese zentrale Gottheit einer Welt hat Anteil an jedem entsprechenden Körper des Menschen und an dessen Funktionen.

Wir können nun jedem dualen Körper, jeder dualen Ebene und der entsprechenden Gottheit, eine besondere Form von Kult zuordnen. Lunarkulte stehen mit der Astralebene in Verbindung. Solarkulte mit der Mentalebene. Die Kausalebene bringt den Kult der schwarzen Sonne hervor. Die Archetypenebene ist der Bereich der Abkehr von Kulten. Die Seelenebene beschäftigt sich lediglich mit der göttlichen Quelle, mit der Seele und der Verbindung des HEID.

Je nach dem Bewußtseinsstand eines Volkes, wird es einen Kult pflegen, der einer oder mehreren dieser Ebenen entspricht. Dabei gibt es selbstverständlich auch Mischformen. Bevor wir jedoch darauf eingehen, müssen wir uns erst mit den reinen Basismöglichkeiten beschäftigen.

Bleiben wir also bei einem reinen Lunarkult. Solche Kulte finden wir bei den Naturvölkern. In einen solchen Kult inkarnieren sich z.B. auch Seelen aus dem Tierreich. Es kann also sein, daß eine Seele aus dem Wolfsbereich sich hier zum ersten Mal als Mensch inkarniert. Dieser Mensch wird eine natürliche Symphatiebeziehung zu Wölfen haben. Er wird diese Beziehung in seinen Kult mit einbeziehen. Wenn er mit einer Frau, welche ebenfalls aus dem Wolfsbereich inkarnierte, eine Familie, und evtl. einen Stamm gründet, so wird dieser Stamm sich den Wolf als Totem wählen. Man wird u.U. noch sehr vielfältige Beziehungen zu den Wölfen unterhalten. Auch die Wölfe werden diese Verbindung pflegen, ist dieser Stamm doch die Eingangspforte zum Reich der Menschen. Dies ist nur ein kleiner Bereich eines Lunarkultes. Voodoo, Macumba und Umbanda sind z.B. solche Lunarkulte.

Aber auch alles, was mit dem eigentlichen Tod, dem Überwechseln in die Astralebene zu tun hat, also auch der Ahnenbereich, fällt in diese Kultkategorie. Auch jegliche Form von ekstatischem Kult, worin man sich einer Form von Orgie hingibt, z.B. durch eine Droge oder Tanz usw., ist hier einzuordnen.

Alle Lunarkulte sind von ihrer Natur her weiblich. Sie neigen zur unkontrollierten Selbsthingabe, zum Chaos. Ordnungsprinzipien und geregelte Ritualabläufe ergeben sich spontan aus den Situationen, oder aus der Erfahrung, im Laufe der Zeit. Solche Kulte können sehr leicht ausufern und dann radikal und blutig werden. Sie neigen zur Grausamkeit und zur Zerstörung.

Ein reiner Lunarkult will nicht wissen, wie die Schöpfung funktioniert. Man lehnt die aktiven Eingriffe in die natürlichen Vorgänge ab. Man will sich einer Gottheit oder mehreren Gottheiten hingeben. Man will sich unterwerfen und die Gottheit soll Besitz ergreifen. Nur wenn die Gottheit es will, dann darf in die Natur eingegriffen werden. So pflegt man dann auch meist die niedere Naturmagie. Was die Gottheit sagt ist Gesetz. Damit hat man dann seine Verantwortung abgegeben und auf sie übertragen.

Da in dem Werk "Vatan, der Pfad des Nordens" über die Qualität von Gottesbereichen und Batterien geschrieben wurde, ist es vorstellbar, was dabei alles möglich ist. Das komplette Spektrum der Natur, angefangen vom höheren Tierbereich, über die niedersten menschlichen Regungen, über Tier- und Menschenopfer bis hin zu positiven Fruchtbarkeitsriten kann alles vorhanden sein.

Die Lunarkulte sind die einzigen, natürlich gewachsenen Kulte in der Schöpfung. Wenn eine Gesellschaft sich in der Schöpfung verrannt hat, wenn ihre Religion in Dogmen erstickt, wenn ein religiöses Gefühl kaum noch möglich ist, so sehnt man sich nach dem Lunarkult. Es ist die Sehnsucht nach der Unschuld, nach dem Mutterleib. Man will in die natürliche Geborgenheit zurück. Man möchte den ganzen, angesammelten, unnützen Krempel von Zwängen und religiösen Gesetzen loswerden und zur Natur zurückkehren. Man schaut auf das Tier, das unschuldig und "frei" sein Leben lebt.

Diese Erscheinung können wir, zwar getarnt, aber doch sichtbar, u.a. zur Zeit in der Esoterik beobachten. Aber auch sonst findet man Indizien dafür, daß der Mensch sehr wohl noch unbewußt in einem Lunarkult steckt. Man glaubt immer man wäre aufgeklärt, jedoch die menschliche Sprache verrät den wirklichen Bewußtseinsstand des Menschen.

Wer kennt nicht die Aussage in den Medien: "Der Wirbelsturm Berta hat zehn Opfer gefordert." Ein interessanter Satz. Da war also ein Wirbelsturm, dem man den Namen Berta gab, der brauchte zehn Opfer und bekam sie auch. Oder noch genauer. Ein Wirbelsturm bekam göttlichen Status und wurde personifiziert. Er bekam einen Namen wie es sich für ein als Person gedachtes Wesen üblich ist. Man setzt voraus, daß dieses Wesen mächtig ist, und nach alter Manier sich, nachdem man ihm freiwillig keine Opfer darbringt, sich diese selbst holt.

Tatsache ist, daß hier eine Naturerscheinung vorliegt, deren Auswirkungen dazu führte das zehn Menschen zu Tode kamen. Aber statt dessen heißt es weiterhin wie in alten "primitiven" Zeiten: "Die Überschwemmung forderte 120 Todesopfer, es sind 31 Opfer zu beklagen", oder, "über die Zahl der Opfer ist noch nichts bekannt", usw. usf. Die Menschheit opfert also zwangsweise der Natur, wie es sich in einem Lunarkult so gehört.

Wenn ein Lunarkult lange genug sich entfalten konnte, ist das Chaos meist sehr groß. Ein Leben ist hier nicht sehr viel wert. Die Köpfe sitzen recht locker. Menschenopfer sind keine Seltenheit. Die Menschen leiden darunter. Eine kulturelle Entwicklung wird als unnütz und verbotenen Eingriff in die Natur betrachtet. Man darf Gott und die Natur nicht imitieren. Da die Natur heilig, mächtig und dominant ist, soll dies nicht geschehen. Eine lunare Gesellschaft hat die Tendenz, auf der Sammler- und Jägerstufe hängen zu bleiben.

Dies ist der Zeitpunkt, wo die Gottheit der Mentalebene eine Bewußtseinsausschüttung in die männlichen Vertreter eines Volkes vornimmt. Es kann in seltenen Fällen auch sein, daß sich aus der Mentalwelt eine Seele mit genauen Instruktionen inkarniert. Diese Seele hat die Aufgabe einen Solarkult zu gründen. Was sich dann abspielt, können wir mit aufmerksamem Blick in die Vergangenheit der Menschheit erkennen. Ein vorhandener Lunarkult wehrt sich und muß mit Gewalt in einen Solarkult überführt werden. Im Gegensatz zu Lunarkulten, welche man gerne als Religionen aus dem Bauch heraus bezeichnet,denen immer etwas Ursprüngliches anhaftet, ist ein Solarkult immer stärker eine mentale Angelegenheit. Hier werden religiöse Gesetze aufgestellt, Moral, Ethik und Verhalten nüchtern definiert und vorgeschrieben.

Vom Standpunkt dieser Religionen aus wird ein Lunarkult als negativ betrachtet. Man bekämpft ihn und hält ihn für einen Rückfall in die Primitivität und in den Trieb- oder Tierbereich.

Ein Solarkult will alles unter Kontrolle haben. Es wird eine männliche Priesterkaste begründet. Sie maßt sich die Alleinvertretung einer oder mehrerer Gottheiten an. Da jedoch ein Lunarkult auf natürliche Weise gewachsen ist, läßt er sich nie ganz ausrotten. Es haftet ihm das Ursprüngliche an. Obwohl man alles daran setzt, wird der Lunarkult heimlich und versteckt in einem Volke weiter praktiziert. Diesen Ungehorsam der neuen "wahren" Religion gegenüber, lastet man vorwiegend der Frau an. Man betrachtet sie als die Quelle dieses Übels. Man versucht sie zu unterdrücken. Ja man verfolgt sie u.U., schreibt ihr einen Schleier vor, läßt sie keinesfalls priesterliche Funktionen übernehmen und verbrennt sie schließlich auf dem Scheiterhaufen, wenn man anders ihrer nicht Herr werden kann.

Da jeder Angehörige einer Solarreligion auch einen Astralkörper besitzt, besteht in diesen Religionen immer eine heimliche Sehnsucht nach dem Lunarkult und gleichzeitig eine Angst davor. Nun kann man meist interessante Abläufe in der Geschichte einer Solarreligion feststellen. Selbstverständlich ist da die männliche Priesterschaft, welche alles diktiert. Aber diese muß langsam Kompromisse eingehen. Sie ist genötigt, das fehlende weibliche Element einzuführen. Betrachten wir dazu einmal den europäischen Raum und seine religiösen Bereiche.

Zu Beginn war das ursprüngliche Wissen um die Wechselwirkung von göttlicher Quelle, Heid und der Seele, aus dem hyperboreischen Einweihungsstrom. Der Kernbereich dieses Einweihungsstromes ist schwer greifbar und deckt vorwiegend die religiösen Bedürfnisse der Seele ab. Also richtete man für jede Ebene der Schöpfung eine Kultform ein. Dies taten die Hyperboreer in perfekter Weise mittels Yantur-Vida, der Wissenschaft der Schöpfungstechnik. Diese ursprüngliche Religion kannte die göttliche Quelle, kannte die Seele, besaß das Wissen um die Verbindung zwischen beiden.

Dazu kam für den Archetypenkörper und seine Welt ein abstrakt- philosophisches System der Metaphysik, das höchste Ansprüche an die Menschen stellte. Für den Kausalkörper bestand ein Kausalkult, welcher dem Menschen die Verantwortung für sich und die Welten übergab, ihn zum aktiven Mitarbeiter der Schöpfung machte. Für den Mentalkörper gab es einen perfekten Solarkult, mit allem, was notwendig ist, um auch diesen Körper in harmonischer Weise in die Schöpfung zu integrieren. Es gab aber auch den Lunarkult für den Astralkörper. All dies zusammen stellte ein perfektes religiöses System dar, welches keinen vorhandenen Bewußtseinsstand unterdrückte oder ausklammerte.

Dieses System funktionierte so lange perfekt, solange für jede Bewußtseinsebene stabile Vertreter und Wissende darüber wachten, daß der Gravitation, welche auf allen dualen Ebenen zu spüren ist, nicht nachgegeben wird. Dabei müssen die Eingeweihten jeder Ebene grundsätzlich jede andere Ebene als berechtigt anerkennen und sie fördern. Wenn hier nicht vollständige Balance aufrecht erhalten wird, so wird das System abrutschen und irgendwann zusammenbrechen.

Dies geschah mit dem hyperboreischen System immer dort, wo niedere Bewußtseinszustände sich gegen höhere auflehnten, nicht mehr in der Lage waren den wahren Kern und den Aufbau der Schöpfung zu begreifen. Jede vorhandene Kultform, vorwiegend die Solar- und Lunarkulte isolierten sich. Der Kausalkult wurde zur Geheimreligion, das reine Wissen um Heid ging dem Menschen verloren.

Durch die Grausamkeiten der Solar- und Lunarkulte untereinander, wurden die komplexen Göttersysteme, bzw. Götterbatterien entsprechend degeneriert und mit erdgebundener Bluternergie gesättigt. Der Mensch, für den ein religiöses System eine Hilfe, Hoffnung und Freude sein sollte, rutschte in den Angstbereich ab. Die Kulte wurden teilweise zur Geisel der Menschen, Werkzeuge zu ihrer Unterdrückung durch machtgierige, grausame, bestechliche Priester und Magier. Das reine Wissen um die Schöpfung wurde verfälscht und degenerierte zum Aberglauben.

Dies ist immer der günstigste Zeitpunkt für eine fremde Lehre oder einen machtgierigen, neuen Solarkult sich als Ordnungsschaffer anzubieten. Von einem zusammengebrochenen religiösen System bleiben am Schluß immer diese Bereiche übrig, welche auf natürliche Weise entstanden sind. Dies ist der Lunarkult. Er ist ohne seinen Ausgleich, den Solarkult, entsprechend chaotisch. Er klammert sich an die Materie, führt letztendlich mehr zur Materie, als zur göttlichen Quelle hin. Die Menschen leiden unter ihm und sehen im Auftauchen einer neuen Solarreligion einen Hoffnungsschimmer. Die Führer eines Volkes greifen danach wie nach einem Strohhalm. Sehen sie doch darin eine Möglichkeit ein Volk wieder in ein besser funktionierendes Gemeinwesen überzuführen, manchmal auch besser zu unterdrücken. Sie sind im Irrtum. Da in so einem verfahrenen Stadium, ein Lunarkult nicht zurücktreten will, wird er mit Gewalt bekämpft. Statt ihn lediglich auf das richtige Maß zu reduzieren und bestehen zu lassen, versucht man ihn auszurotten. Wenn es endlich mit viel Blutvergießen scheinbar gelungen ist, ist auch bereits der Solarkult in eine, Phase getreten, wo er aus dem Ruder laufen kann, und meist auch wird.

Betrachten wir nun Europa. Man versuchte mit dem Christentum, die grausame jüdische Gottesbatterie Jahwe zu korrigieren, indem man den, einst exportierten, hyperboreischen Irminenkult, den Kult um den Sonnenlogos, einen Solarkult zu etablieren versuchte. Wie man das gemacht hat, wissen wir aus der Hexenverfolgung und all den christlichen Grausamkeiten dieser Zeit. Da ein Solarkult ohne Lunarkult, sprich Frau, sprich Astralbereich, immer entgleist, war man genötigt, diesen Bereich durch ein Hintertürchen wieder einzuführen. Dies geschah durch die Madonnenverehrung.

Da ein Solarkult kaum Erfahrung und großes Interesse am Lunarbereich hat, schließlich sind seine Vertreter ja Männer, die ihre Gefühle unter "Kontrolle" haben, verwendete man hier nicht die nötige Sorgfalt. Typisch männliche Träume von der Jungfräulichkeit und allerlei naturfeindliche Dinge wurden damit verbunden. Man hat nicht die Frau an sich, sondern die idealisierte Mutter postuliert, nicht wissend, daß die Mutter üblicherweise den Sohn dominiert. So ist genau das passiert, was man eigentlich vermeiden wollte. Man hat die Muttergöttin, welche den Mann dominiert, etabliert. Nun sind aus dem ursprünglichen Solarkult große Teile in den Lunarbereich abgerutscht. Nicht umsonst steht die Madonna in den klassischen Darstellungen auf der Mondsichel. Der Marienkult ist bei genauer Betrachtung noch das Einzige, was an dieser Religion lebendig ist. Ihre Priesterzunft hat den Vatergott scheinbar vergessen. Handelt es sich doch um Jahwe, auf den man nicht sehr stolz sein kann, wenn man seine Äusserungen aus der Bibel kennt und die Art, wie er mit seinem auserwählten Volke bisher umgesprungen ist. Er wird so nebenbei selten noch in Ritualen manchmal erwähnt.

Dem Sohn gegenüber hat man ein sehr schlechtes Gewissen, schließlich ist er ja für die Sünden der Gläubigen gestorben. Er ist so entrückt, daß es ratsam erscheint sich gleich an dessen Mutter zu wenden, weil sie die Einzige ist, die den ganzen Zirkus auf der Erde einigermaßen versteht und wie jede Mutter eben mitfühlen kann und weiß was Schmerz bedeutet. Sie wird beim Sohn ein gutes Wort einlegen und der wird es dann durch die Erlösung richten. Und so sind alle wieder in den Mutterleib, das Ziel ihrer Sehnsucht zurückgekehrt. Ganz tief drinnen jenseits des Begreifens für die meisten Menschen jedoch ist der sogenannte Vatergott, wenn auch getarnt durch Sohn und dessen Mutter, doch vorhanden. Es ist Jahwe der alte Wüstendämon, blutrünstig, verschlagen, bösartig, immer gierig nach Energie ganz gleich welcher Qualität.

Selbstverständlich gibt man sich nach wie vor als Solarreligion. Man pflegt weiterhin die solare Tradition, auch wenn man meist vergessen hat, wie das Ganze einmal anfing. Man treibt Scholastik, stellt ethische und moralische Regeln für die Gläubigen auf und betont gleichzeitig, daß alle Menschen sind, die immer wieder hinfallen und auf Gnade angewiesen sind. Der ursprüngliche Sonnenheros als fruchtbare Idee für eine perfekte Batterie des mentalen Bewußtseinszustandes, ist in sich vollkommen und stolz. Er duldet eigentlich keine Unvollkommenheit. Aber wie gesagt, man ist ja Mensch und darf über einen versteckten Lunarbereich auch mittelmäßig und schwach sein.

Gehen wir wieder weg von diesen traurigen Sachverhalten, welche immer nur brutal vereinfachend und unvollkommen dargestellt werden können. Überlegen wir besser, was man diesem Bereich, der darüberhinaus auch noch ein Fremdimport aus der Wüste darstellt, entgegensetzen könnte.

Eine vollkommene Religion kann nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden. Sie muß bestimmte Bedingungen erfüllen. Sie muß jeden Seinsbereich des Menschen, vom Physischen bis zur Seele erreichen. Nur die menschliche Unwissenheit kann glauben, daß man einen Bereich der Schöpfung heraus nehmen kann, um ihn zum Ziel einer wirklichen Religion zu machen. Damit legen wir nur den Grundstein für weitere Systeme, welche nicht zur Freiheit, zur göttlichen Quelle führen. Zu dieser Unwissenheit gehört auch der Glaube, daß ein Lunarkult niederer zu bewerten ist als ein Solarkult. Eine typische Sichtweise von Anhängern eines Solarkultes. Ein Hausdach ohne Fundament und Haus, ist eine sinnlose Angelegenheit. Aber ein Haus ohne Dach ist nun einmal auch nicht das Richtige.

Man nennt die Lunarkulte, geringschätzig Kulte aus dem Bauch heraus. Man sollte bedenken, daß der Bauch sehr wichtig ist. Ohne Nahrung wird das, so wichtige, Gehirn nicht mit Nährstoffen versorgt. Dies ist dann das Ende aller mentalen Funktionen, aller, noch so schönen Theorien, Moralgrundsätzen, und philosophischen Systeme. Man hat dann nur noch Hunger und unter der dünnen Decke der Zivilisation bricht das Raubtier wieder hervor, das jederzeit seinen Nachbarn aufessen würde, wenn es nicht mehr anders geht.

Im Vatan ist das Idealbild einer Religion immer bekannt gewesen. Je nach Möglichkeit hat man sie zu verwirklichen gesucht.

Die oberste und wichtigste Basis ist Heid, die göttliche Stimme, welche in allen Welten ertönt. Heid ist die Verbindung zu unserem Ursprung, der göttlichen Quelle, die buchstäblich überall ist. Unser Archetypenkörper, die erste Hülle der Seele, treibt keinen Kult, weil er die Illusion hat, daß er selbst anbetungswürdig ist. Seine Religion ist sehr abstrakt und berührt die Metaphysik und die göttliche Mathematik, eine sehr wichtige Domäne des Vatan. Die Pythagoreer haben diese Form von Religion von den Hyperboreern erhalten und praktiziert. Sie stellt das letzte Sprungbrett zur Seelenebene dar. Unser Kausalkörper hat, seiner Qualität entsprechend, die Macht und Erfahrung, als Kanal der göttlichen Quelle und als ihr Mitarbeiter zu fungieren. Das oberste Gesetz hier ist, daß man die volle Verantwortung für jegliche Aktion und schöpferische Tätigkeit in der Dualität übernimmt. Dies ist die Religion des Kausalkörpers, welcher Anteil an der Kausalwelt hat. Dies ist der wahre Kult der schwarzen Sonne. Zugegeben keine sehr attraktive Religion, denn wer will in der heutigen Zeit schon Verantwortung übernehmen, sei es für sich selbst oder gar als Gott für eine Schöpfung. Zwar möchte jeder Macht haben, jedoch die Verantwortung, - na ja. Hier ist die Heimat der Hansas (i. Sanskrit auch Hamsa), der göttlichen Schwäne, der Hüter des hyperboreischen Einweihungsstromes. Jeder Vertreter dieses Kultes ist ein sogenannter Schwanenritter oder eine Fee. Feen, die hohen Damen dieses Kultes kann man in mittelalterlichen Gemälden daran erkennen, daß sie einen kleinen Drachen an einem Halsband mit Kette mitführen. Manche sogenannte christliche Heilige, war eine hohe Dame. Wer auf der Seite der göttlichen Quelle steht und in einer Situation unrecht behandelt wird, kann mit der Hilfe eines Schwanenritters, bzw. einer Fee aus der Kausalebene, rechnen. Wer als Hansa diesen Bereich in Richtung göttliche Quelle verläßt, gilt als Paramhansa, ein Titel, welcher im indischen Yoga noch in Gebrauch ist. Santur, die schwarze Sonne ist der vielmißverstandene Mythos, dessen Kult seit langer Zeit nur noch im Geheimen praktiziert wird. Es wäre bitter notwendig, daß man diesem Kult wieder zu seinem Rechte verhilft.

Damit kommen wir in bekanntere Bereiche. Der Mentalkörper als Bewohner der Mentalebene ist der Sitz der patriarchalen Religionen. Hier sind im unteren Teil die sogenannten "monotheistischen" Religionen plaziert. Hier ist der Sitz des Sonnenheros, des Sonnengottes, der alleine alles beherrschen will. Hier ist der Glaube vorhanden, daß der Übervater, der Vatergott alle Probleme für seine Kinder lösen kann. Wohlbemerkt nur die niedere Mentalwelt praktiziert diesen Irrtum. Die Kulte der oberen Mentalwelt heben die Muttergottheit auf die gleiche Stufe wie den Vatergott. Diese Kulte beschützen auch die Lunarkulte, weil sie deren heilsame Wirkungen auf den Menschen und die Natur kennen.

Dies ist auch der Grund, warum kluge Hexen in ihrem Coven immer einen männlichen Pol, den sogenannten Gehörnten, verwenden. Er hält eine gewisse Balance aufrecht, ohne die Freiheit der Damen groß zu beschränken. Umgekehrt, räumt jeder perfekte Solarkult der Frau, ebenfalls zur Herstellung der Balance, eine hohe Stellung ein, ohne sie zu unterdrücken. Leider wird der obere Bereich der Mentalebene nur noch selten von einer Religion erreicht. Diese Ebene ist auch der Sitz der Gottesbatterien, welche sich auf natürliche Weise ergeben oder welche künstlich geschaffen wurden.

Der Astralkörper hat als Bewohner der Astralwelt Beziehungen zu den weiblichen, den natürlichen Wachstumwelten. Die Qualität der Religionen dieser Ebene ist wie alle anderen grundsätzlich erst einmal Positiv. Sie kann jedoch für sich alleine betrachtet ausufern und schnell degenerieren. Hier sind ursprünglich alle Fruchtbarkeits- und Wachstumskulte zu Hause. Alle Mysterien um die physische Geburt und den physischen Tod gehören in diesen wichtigen Bereich.

Alle diese Bereiche sind vom Menschen, welcher diese Körper und den physischen Körper besitzt ausfüllbar. In einem Volke sind alle diese Bewußtseinsbereiche vorhanden. Eine perfekte Religion sollte also auch alle diese Bereiche beinhalten. Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, daß das Heidentum jemals wieder wirksam und dauerhaft etabliert werden kann, wenn wir nicht alle Bereiche darin berücksichtigen. Dies kann lediglich durch Zusammenarbeit geschehen, denn zumindest die lunare- und die solare Ebene ist im heutigen Heidentume schon vorhanden. Sie bekämpfen sich leider nach wie vor wie in alten Zeiten des Niederganges, als ob es keine größeren Sorgen gäbe.

In einer perfekten Religion findet jeder Angehörige eines Volkes seinen Platz. Er erkennt ihn und wächst in ihn hinein. Es gibt so, keine Randgruppen, keine unterdrückten Minderheiten, keine mißachtete Natur. So ein Land kann aufatmen. Die Erde und ihre Bewohner sind dort Partner. Da wir diese ideale Religion noch nicht etabliert haben, müssen wir bei uns selbst und im kleinen Kreise beginnen.Geben wir jedem unserer Körper seinen Kult, wenn er danach verlangt, aber betonen wir nicht einen, auf Kosten der anderen. Begreifen wir auch, daß es keinen Vielgötterglauben gibt, in dem der Eingottglaube nicht latent, versteckt vorhanden ist. Diese beiden Bereiche haben ihre berechtigten Plätze in der Schöpfung. Alle Götter bestehen aus Heid, das aus der Quelle kommt. Wenn ich zehn eiserne Zahnräder vor mir habe, so werde ich doch deshalb nicht das Eisen ablehnen aus dem sie geschaffen sind, nur weil ich in den Zahnrädern, den bestimmten Nutzen besser erfaßen kann.

Wenn man in einer Religion keinen Kern mehr hat, welcher die Seele und alle anderen Bereiche fasziniert, anzieht und damit anhebt, ist man leider gezwungen, diese Religion nur über die Ablehnung des Anderen zu definieren. Man ist dann Heide, weil man kein Christ ist, weil man Dinge praktiziert, die dort nicht erlaubt sind, weil man Dinge ablehnt, die dort vorgeschrieben sind. Eine solche Religion besteht dann im Schielen nach dem Nachbar, in der Praktik der Opposition zu ihm, im praktizieren des Andersseins als er. Besser wäre es dem strahlenden Mittelpunkt seiner Ahnen, dem göttlichen HEID, der göttlichen Stimme, wieder die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Dann ist man sowieso anders als alle, die die Stimme der göttlichen Quelle inzwischen vergessen haben. Man braucht dann nicht unnötige Energie dafür zu verschwenden, der Welt zu zeigen was man tut. Sie sieht es. Sie wird feststellen, daß dies eine wunderbare Form ist mit Gott und der Schöpfung in Einklang zu leben, sie wird es auch haben wollen.

Nie darf man vergessen, daß nicht ein Ritual, die Verehrung eines Gottes, irgend eine äußere Praktik, bestimmte Gewänder, den Kern der nordischen Religion darstellen können. All diese Dinge entstehen aus einem Kern auf natürliche Weise, und unter wissender Hand weiser Menschen. Diese Dinge wachsen aus dem Kern und gruppieren sich in harmonischer Weise um den strahlenden Kern. Wenn man umgekehrt vorgeht, füttert man das Pferd beim Schwanze. Die Religion ist für die Seele, den Kern des Menschen da, und nicht die Seele, bzw. der eigentliche Mensch für die Religion. Mag die aufdämmernde Heimdallzeit in dieser Hinsicht mehr Einsicht bringen.

Dies spricht der Adler, der Hüter deines Volkes.
Behalte diese Worte in deinem Herzen.



--- Wer für alles offen ist kann nicht ganz dicht sein ---

Othala ( gelöscht )
Beiträge:

30.12.2006 13:08
#2 RE: Adlergespräche antworten
Hallo Faolin,

wir hatten unlängst eine Diskussion über Urheberrechte und korrekte Quellenangaben, deshalb möchte ich Dich bitten, letzteres vollständig anzugeben (Name des Autors etc.), um zu verhindern, daß man Dir, bzw. dem Admin dieses Forums auf's Dach steigt. Danke.

Liebe Grüße,

Othala
_______________________________________


Es ist das Herz, das gibt.
Die Hände geben nur her.

Faolin Offline

Besucher

Beiträge: 9

30.12.2006 13:43
#3 RE: Adlergespräche antworten

Hallo Othala,

wie gewünscht, die Quellenangabe zu obigem Text :

Author : Edmund von Hollander.
Medium : als Text per Post erhalten.
Datum : ca. 1992 (Original nicht mehr vorhanden).

viele Grüße
Faolin
--- Wer für alles offen ist kann nicht ganz dicht sein ---

Othala ( gelöscht )
Beiträge:

30.12.2006 14:35
#4 RE: Adlergespräche antworten

Hallo Faolin,

besten Dank.

Hoffentlich hast Du den mörderlangen Text nicht mit der Hand abgetippt !

Die Religionen der Erde


Liebe Grüße,

Othala
_______________________________________


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Faolin Offline

Besucher

Beiträge: 9

30.12.2006 17:17
#5 RE: Adlergespräche antworten

Hallo Othala,

nee, ich hatte den Text damals (19??) mit dem vi in eine TextDatei getippt ...

daß eine Web-Seite von Edmund irgendwann mal existierte, wußte ich zwar ... aber nicht wo ... die scheint ja asbach-uralt zu sein.

Ich hatte während meiner Zeit in München persönlichen Kontakt, später dann nur noch per Post und Telefon.
Aber sei's drum ... zuviel Arbeit ist besser als keine.

Faolin


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aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.439

03.03.2017 13:08
#6 RE: Adlergespräche antworten

Vielen Dank fürs Teilen Faolin

Sehr befreiend dieses Selbstverständnis verschiedener (Energie-)Körperkulte.

Blessed be

Ættna







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