ich finde immer wieder die Aussage, dass es sinnvoll wäre sich vor bestimmten Tätigkeiten zu erden. Was soll ich genau darunter verstehen? Als ehemaliger Elektriker kann ich schon vorstellen was damit verbunden ist, aber dies ist dem Zusammenhang wohl nicht gemeint? Auch für diejenige, die jetzt schmunzeln . ich hätte es doch gerne etwas präzisier erklärt!
Gruss
Naudhiz
Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe. L.A. Seneca d.J.
soo verkehrt liegst du nicht, wenn du das mit Strom vergleichst. Für mich ist Erden Spannung abbauen. Das kann durch Atemübungen, Musik (ich bevorzuge dann indianische) oder Meditation sein. Heute vormittag war ich total neben den Schuhen, ich beschloss dann spontan eine schamanische Reise zu machen. Ich habe mich dann mit meiner "Healing drums"-CD und einer reinigenden Räucherung geerdet, damit ich die Reise überhaupt antreten konnte.
Es gibt aber sicher noch viele andere Methoden, ich bin auch gespannt, was die anderen Raben so machen.
Viele Grüße Brigid
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ Is glas na cnoic i bhfad uait. Die Berge in der Ferne sind stets grüner.
die Sache mit dem Strom und dem Erden finde ich auch ganz passend, wobei ich den Begriff Erdung eher als "hier in der Alltagswelt (oder welchen Begriff man nun dafür verwenden mag) komplett mit beiden Füßen wieder ankommen" definiere. Ich sehe das Erden also eher als etwas, das nach einer Reise notwendig ist.
Hier kann man sich durch verschiedene Hilfsmittel erden. Um eine Reise abzuschließen gibt's, wenn man die entsprechende Musik verwendet oder selbst trommelt, den sogenannten Rückruf, einen veränderten Trommelrhythmus am Ende der Reise. Dies ist schon der erste Teil der Erdung. Bei anderen Entspannungsübungen oder Meditationen gibt es die Rücknahme. Sie fällt, je nach Art der Entspannungsübung, d.h. je nach "Schule und Stil" meist etwas anders aus. Ist dieser erste Teil des Wieder-Erdens abgeschlossen, helfen z.B. Schokolade, salzige Brühe, salziges Gebäck o.ä. wieder komplett anzukommen. Auch hilfreich ist es, mit dem laut gesprochen Satz: "Ich bin hellwach" wieder aufzustehen - und sich zu strecken und danach zu bewegen.
Eine andere Definition von Erdung bezieht sich dagegen auch oft auf generelle Charakterzüge eines Menschen. Manchmal wird gesagt, ein Mensch sei gut oder schlecht geerdet, womit dann häufig gemeint ist, er oder sie ist eine bodenständige Person - oder eben auch nicht. Eine gewisse Bodenständigkeit, d.h. ein guter Stand in der Alltagswelt ist in meinen Augen notwendig, wenn man sich eingehender mit Meditation, schamanischen Reisen o.ä. beschäftigen möchte. Manchmal wird dies leider vergessen oder vernachlässigt.
Wieder eine andere Definition bezieht sich rein auf die Verbundenheit zur Erde, wie sie z.B. bei einer Meditation im Stehen (Baummeditation), beim Tai Chi oder auch beim Stellen von Runen benötigt wird.
Es gibt also, soweit ich weiß, mehrere Möglichkeiten, den Begriff "Erdung" zu definieren.
Liebe Grüße Bärin
"Die erste Regel ist, einen ruhigen Geist zu bewahren. Die Zweite, den Dingen ins Gesicht zu sehen und sie als das zu erkennen, was sie sind." (Marcus Aurelius)
"Denken Sie nicht, ich weiche... ich nehme nur Anlauf." (Friedrich Nietzsche)
erstmal vielen Dank für eure Ausführungen! Werde sie mir in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Dann muss ich mich noch mal für meine "etwas" grammatikalischen "Grausamkeiten" entschuldigen. Man sollte doch, wie schon mal erwähnt, die Beiträge, die man verfasst, vorher durchlesen .
Viele Grüsse
Naudhiz
Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe. L.A. Seneca d.J.
Lieber Naudhiz, erden heißt für mich,mich mit Mutter Erde zu verbinden,ich mache dann gerne die "Baumübung",also,ich visualisiere,daß aus meinen Füßen Wurzeln wachsen,die immer tiefer in die Erde dringen,bis sie im Erdmittelpunkt ankommen und von dort die Energie hochsaugen bis zu mir,diese Energie fließt dann durch mich nach Oben.Es gelingt mir nicht immer,auch fange ich zu schwanken an,weil es schon recht viel Energie ist,die da fließt.Und was auch noch sehr schön erdet,ist Tanzen!
Schöenen Feiertag noch!
Grüßles Schakara
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.
Tja,Othala, das ist auch der Grund,warum wir Frauen eigentlich immer geerdet sind,immer mit beiden Beinen im Leben
Grüßles Schakara
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.
verallgemeinern würde ich das jetzt allerdings nicht.
Ich kenne auch Frauen, die ihre Hausarbeit weitesgehend erledigen, denen aber trotzdem der Realitätsbezug fehlt.
Mir persönlich helfen einfache körperliche Tätigkeiten (also solche, bei denen man nicht viel denken muß), wenn ich meinen Kopf frei kriegen will, ich Zerstreuung suche oder im "Hier und Jetzt" ankommen will, aber jeder hat da ja so seine eigene Methode.
Liebe Grüße,
Othala
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Es ist das Herz, das gibt. Die Hände geben nur her.
Hihi,Othala, war ja nur ein wenig Spaß .Ich putze am liebsten,wenn ich so richtig schön wütend bin,dann klappts am Besten.
Grüßles Schakara
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.
ich möchte hier kurz auf das Erden bei magischer Arbeit eingehen. Das Erden bei magischer Arbeit bedeutet ein Gleichgewicht zwischen der vorhandenen und der benötigten Energie herzustellen. So erdet man sich z.B. wenn man mehr Energie benötigt als man im Moment zur verfügung hat genauso wie man ein zuviel an Energie abgeben kann.In der Seidh-Magie kann es u.U. dazu kommen, dass man einem zuviel an Energie ausgesetzt ist, was sich z.B. durch Schüttelkrämpfe u.ä. zeigen kann. Hier ist es dann wichtig, den Überschuß loszuwerden. Also verbindet man sich dann mit der Erde und gibt die nicht benötigte Energie ab. Genauso funktioniert es wenn man ein mehr an Energie benötigt. Hier ist die schon angesprochene Baummeditation ein gutes Beispiel. Hierzu kann ich gerne noch näher darauf eingehen. Wenn man Energie benötigt, ist es wichtig, genau zu wissen woher diese Energie kommt. Es bringt eurem Nachbarn ja nichts, wenn ihr ihm seine Energie raubt, da ihr sie halt von "oben" holt und er ausgerechnet über euch wohnt .
Aus den Sprüchen des Hohen habe ich entnommen "Du solltest die Erde heraufbeschwören wenn du trinkst, denn die Erde nimmt das Bier auf" Warum heraufbeschwören? Denn ein Erden bedeutet Energie fliessen zu lassen. Und beim Trinken Energie fliessen zu lassen bedeutet nach den Sprüchen des Hohen "Denn Feuer macht dich beim Trinken krank" Also: Ein extremes Beispiel beim Erden: Ein Forstwirt bei der Bahn fällt einen Baum. Dieser Baum bleibt an einer Stromleitun hängen und Strom fliesst durch den Baum in die Erde. Der Forstwirt tritt aus dem Stromkreis mit einem Bein, ist geerdet und bekommt das ganze Feuer zu spüren. Im Klartext er stirbt an dem Strom. Deshalb ist eine Erdung schon ein Energielieferant. Doch muss wohl überlegt sein. Deshalb sollte man auch die Erde im "magischem Sinne" heraufbeschwören. Denn diese Erdung bedeutet. "Wie viel vertrage ich, mit welchen Beinen stehe ich im Leben, kann ich es mir leisten noch eines zu trinken" Es ist wohl ein großer Unterschied sich zu erden und die Erde heraufzubeschwören. Meine Gedanken zu dem Thema zur Zeit.
Gruß Isa
-----Bin ich ein Abbild Gottes, kann ich auch ein Universum erschaffen-----
war ich also doch nicht soweit mit meiner Vermutung entfernt. Am Anfang etwas schwer vorstellbar, wenn man aber die Essenz aus den Beiträgen zieht, wird es doch klar. Helrunar hat es dann auf den Punkt gebracht. Mit meinen Worten gesagt, ich bringe mich innerlich zur Ruhe, konzentriere mich auf dass, was vor mir liegt, visualisiere mir eine Kraftquelle und beziehe von dort die Energien für meine entsprechende Tätigkeit, z. B. Runenwerfen. Nach Beendigung wird dann der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt, vermutlich genauso ruhig und langsam. Warum nicht auf einmal ? Würde sonst meine Körper / Geist schlagartig in sich zusammen fallen?( da ist er wieder, mein "Strom" ) Kleiner Hinweis, ich beschäftige mich seit kurzem mit diesen Themen, aber deshalb bin ich ja in diesem Forum
Gruss von
Naudhiz
Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe. L.A. Seneca d.J.
In Antwort auf: Nur den Rest kannst ersatzlos streichen!
Das kann ich so nicht ganz stehen lassen!
Ich verfolge diesen Thread seitdem Naudhiz ihn ins Leben gerufen hat, mit großem Interesse und bin irgendwie doch sehr überrascht, wie unterschiedlich die Erdung aufgefasst wird. Kann man nicht grundsätzlich für die Erdung auch den Begriff Einklang wählen? Der Einklnag ist es doch, den wir, gleich vor welcher Arbeit, zu erreichen versuchen.
Du hast den folgenden Satz gebracht, der mich wirklich zum Nachdenken anregte..
In Antwort auf: Es bringt eurem Nachbarn ja nichts, wenn ihr ihm seine Energie raubt, da ihr sie halt von "oben" holt und er ausgerechnet über euch wohnt
Dies ist exakt die Art und Weise, wie ich mich auf ein Ritual einstimme. Ich empfange die Kraft mit über den Kopf erhobenen Händen zuerst in den Fingerspitzen. Dein Satz hat mich insofern nachdenklich gemacht, ob es sich in solchen Fällen ggfs. um eine abgewandelte Energie handelt und ist es nicht so, dass grundsätzlich jedes Ritual aus eben jenem Grund im Freien ausgeführt werden sollte?
Meiner Meinung nach gibt es hier keinen "Königsweg". Jeder versucht die für ihn angenehme Art und Weise zu wählen, die letztlich zum Ziel führt.
Viele Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
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