Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 1.020 mal aufgerufen
 Über Raben
Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.159

21.06.2005 09:36
12.000 Krähen antworten

Liebe Rabenbäumlinge,

folgendes steht Heute in der Nordwest-Onlineausgabe:

In Antwort auf:
12000 Krähen bereits getötet
Hannover (jd-Eb.)
Vor der Tür des Umweltministeriums protestierten Vogelschützer: Das "sinnlose Abschlachten von Rabenvögeln" in Ostfriesland müsse endlich beendet werden, forderten sie am Montag, während drinnen Wissenschaftler Für und Wider des umstrittenen Projekts im Landkreis Leer diskutierten.

Das Institut für Wildtierforschung an der Tiermedizinischen Universität Hannover (TiHo) will herausfinden, ob sich die gefährdeten Bestände von Wiesenvögeln und Feldbrütern wie Kiebitzen und Uferschnepfen erholen, wenn es weniger Rabenvögel gibt. Bis zu 12000 Rabenkrähen und Elstern sind nach Angaben der Projektleiter in zehn Monaten getötet worden - rund die Hälfte der Population im Landkreis Leer, zählt man die in diesem Zeitraum neu geborenen Tiere nicht mit.
Kritiker wie der Naturschutzbund NABU und der Tierschutzbund blieben der Anhörung fern. Das Landwirtschaftsministerium sei an einem ergebnisoffenen Diskurs nicht interessiert, sagen sie. Staatssekretär Gerd Lindemann betonte hingegen, es werde erst im Juli entschieden, ob die Versuche wie geplant oder mit einem "neuen Untersuchungsansatz" fortgeführt oder sogar ganz eingestellt werden.

Umstritten blieb, ob es vor allem die Raben sind, die den Bestand der Wiesenvögel verringern. Franz Bairlein vom Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven bezweifelte dies; auch der Verlust von Lebensraum etwa durch Straßenbau und Landwirtschaft sei dafür verantwortlich. Projektleiter Professor Klaus Pohlmeyer verteidigte die Massentötungen, die mit einem "Abschlachten" nichts zu tun hätten. In speziellen Fallen würden die Tiere mit starkem Licht geblendet und dann mit einem "Rundholz" durch gezielte Schläge auf den Kopf getötet; diese an sich verbotene, für das Projekt aber genehmigte Tötungsart berücksichtige den Tierschutz.


Besonders den Satz: diese an sich verbotene, für das Projekt aber genehmigte Tötungsart berücksichtige den Tierschutz. empfinde ich als "Schlag ins Gesicht"

Irgendwie ohne Worte

Viele Grüße

Ansuz

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)

LOKI Offline

Rabe


Beiträge: 309

21.06.2005 19:44
#2 RE:12.000 Krähen antworten

Hallo Ansuz,

Grausam, wozu manche Mänschen in der lage sind. Die sollten mal überlegen, sie währen an deren stelle gewesen...

...SO GRAUSAM ICH KANN ES NICHT BESCHREIBEN...
__________________________ ____________ _________

Die Felsengründe waren sein, mit Gold verziert und Edelstein und Silbern köstlich ausgelegt, das Tor mit RUNENKRAFT Geprägt...( J.R.R. Tolkien )

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.159

21.06.2005 21:09
#3 RE:12.000 Krähen antworten

Hallo Loki,

In Antwort auf:
Grausam, wozu manche Mänschen in der lage sind. Die sollten mal überlegen, sie währen an deren stelle gewesen...

Diese Menschen überlegen leider nicht, wie sonst ist es zu erklären, einem Vogel mit einem Knüppel den Schädel einzuschlagen

Danke für Deine Zeilen Loki. Deine Meinung tut gut.

Viele Grüße

Ansuz

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)

Algiz Offline

Altrabe


Beiträge: 590

21.06.2005 21:39
#4 RE:12.000 Krähen antworten

Hallo Ansuz,
habe grade deinen Bericht gelesen, ich bin ja völlig fassungslos.
Mir fehlen die Worte
Deine Signatur ist hier sehr passend.Gandhi hat da ein paar ganz weise Worte gesprochen
Traurige Grüße
Algiz
________________________________

Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen
- Johann Wolfgang von Goethe -

LOKI Offline

Rabe


Beiträge: 309

21.06.2005 22:10
#5 RE:12.000 Krähen antworten

Hallo alle zusammen,"seufz"

In Antwort auf:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)
- von Ansuz ( Signatur )-

In Antwort auf:
Deine Signatur ist hier sehr passend.Gandhi hat da ein paar ganz weise Worte gesprochen
-von Algiz-

Meine Meinung ich sehe das genauso...

Gruß LOKI
__________________________ ____________ _________

Die Felsengründe waren sein, mit Gold verziert und Edelstein und Silbern köstlich ausgelegt, das Tor mit RUNENKRAFT Geprägt...( J.R.R. Tolkien )

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

21.06.2005 23:47
#6 RE:12.000 Krähen antworten

Lieber Ansuz,

mir ist auch ganz kübel

Das Schlimme an den Menschen ist, dass sie erst die Natur aus dem Gleichgewicht bringen, und dann, wenn sich zum Beispiel die Krähen (alternativ Füchse, Tauben, Rehe und und und) zu stark vermehren, dann im wahrsten Sinn des Wortes mit der Keule eingreifen. Unfassbar!
Grüne Grüße
Brigid

^^^^^^^^
Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.159

22.06.2005 08:25
#7 RE:12.000 Krähen antworten

Liebe Raben,

über Eure Resonanz habe ich mich sehr gefreut

gestern konnte man in der Onlineausgabe des Hamburger Abendblattes den folgenden Artikel lesen:

In Antwort auf:
Feldversuch: 16 000 Rabenvögel erschlagen

Hannover -
Im niedersächsischen Landkreis Leer sind binnen 16 Monaten 16 000 Rabenkrähen und Elstern gefangen und erschlagen worden. Das ist die Hälfte des Bestandes. Ein Treffen von Fachleuten gestern in Hannover hat die Diskussion zwischen Tierschützern und Jägerschaft darüber nicht entschärfen können, ob das ein notwendiger wissenschaftlicher Versuch oder ein sinnloses Abschlachten ist.

Letzteres behaupten Tierschützer und haben ihre Experten gar nicht erst zu dem Treffen geschickt, das vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium organisiert worden war. Staatssekretär Gert Lindemann bestritt nicht, daß selbst ohne kritische Tierschutzexperten die Meinungen der Fachleute darüber weit auseinandergingen, ob die Tötung mit dem Knüppel in Lebendfallen das richtige Mittel ist. Schon in der Frage, wie sehr Rabenvögel kleine und im Bestand gefährdete Wiesenbrüter wie Austernfischer, Kiebitz und Rotschenkel, aber auch den Nachwuchs von Feldhasen und Rebhühnern dezimieren, gingen die Meinungen auseinander. Prof. Klaus Pohlmeyer von der Tierärztlichen Hochschule Hannover pocht auf das dreijährige Projekt, um diesen Fragen nachzugehen. Er verteidigt auch die Jagdmethode mit Fallen, in die die Vögel geködert werden. Darin werden sie erschlagen. Ein Abschuß der Vögel wäre schwer und reichte nicht aus, ein weiteres Wachstum der Kolonien zu verhindern. Bis August will das Landwirtschaftsministerium zwischen drei Möglichkeiten
entscheiden: Der Versuch geht weiter wie bisher, wird wissenschaftlich erweitert oder abgebrochen. fert erschienen am 21. Juni 2005

http://www.abendblatt.de/daten/2005/06/21/450083.html


16000 Krähen! Die Krähen haben Brutzeit!!! Jetzt muß man nur noch 1 und 1 zusammen ziehen und kann sich ausmalen wieviele Jungvögel darüberhinaus verdursten oder verhungern werden.

In der letzten Zeit stelle ich jedoch vermehrt fest, dass die Bevölkerung und die Medien zunehmend Interese für diese fragwürdige und mehrfach widerlegte Studie entwickeln. Es bleibt also die Hoffnung für unsere schwarzen Freunde, dass der Druck auf die Politik wächst.

Die Befürworter dieses Massenmordes haben Ihrerseits bislang 8000 Unterschriften gesammelt. Die Natur und Umweltschützer wesentlich mehr (genaue Zahlen liegen mir im Moment nicht vor). In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei Euch und den Gästen des Rabenbaumes bedanken die die Rabenbaum-Unterschriftenaktion unterstützt haben oder immer noch unterstützen

Hier fällt mir ein Zitat ein, dass ich im NABU-Forum gelesen habe:

In Antwort auf:
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken

In Antwort auf:
Das Schlimme an den Menschen ist, dass sie erst die Natur aus dem Gleichgewicht bringen, und dann, wenn sich zum Beispiel die Krähen (alternativ Füchse, Tauben, Rehe und und und) zu stark vermehren, dann im wahrsten Sinn des Wortes mit der Keule eingreifen. Unfassbar!
Grüne Grüße


Hier hast Du absolut recht. Aber mit der Jagd läßt sich viel Geld verdienen. Und solange an der Jagdnovelle nichts geändert wird (wurde übrigens wieder einmal verschoben), werden die Predatoren (Fraßfeinde) wieter dezimiert, damit der besserverdienende Hobbymörder in grün im zeitigen Frühjahr genug vor die Büchse bekommt.

Bis bald

Ansuz

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)

 Sprung  

Dieses Forum ist Teil der Internetpräsenz www.rabenbaum.com.
Sollten Sie Fragen, oder Anmerkungen zu unserem Forum haben,
dann beantworten wir Ihnen diese gern telefonisch oder per E-Mail.
Sie finden unser Impressum unter anderem unter www.rabenbaum.com

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor