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Guten Morgen zusammen, lieber Ansuz, der Juni war echt alles andere als langweilig - Wechselbäder der Gefühle ist da noch nett formuliert. Einige Male war ich mir sicher: "So, nu is gut. Hast das Schlimmste überstanden. Jetzt geht's wieder aufwärts." - Da kam die nächste Klatsche.  ... und wie gut tut es da zu lesen, daß der Juli von Sowilo und Mannaz begleitet wird. Mit Sonnenkraft auf ins zweite Halbjahr! Jawoll! 
In Antwort auf: Im speziellen würde mich persönlich interessieren, was "Krapp" ist? Krapp kannte ich bisher nur in Verbindung mit Balko. 
LOL 
Ich hab selten Donnerstagsabends eine Folge verpasst, vor allem wegen Krappi.  Was die Pflanze "Krapp" angeht, hab ich mich vorhin mal ein bissi schlau gemacht:
Name: Rubia tinctorum Familie: Rubiaceae Eine 50 - 120 cm hohe Staude, die von Juni bis Juli blüht. Der Färberginster trägt gelbe Blüten, seine Blätter sind elliptisch bis lanzettlich und fast immer ungestielt. Er kommt auf Heiden, Halbtrockenrasen und auf lichten Waldstellen vor. Krapp ist neben Indigo einer der ältesten Pflanzenfarbstoffe. Im Grab des ägyptischen Herrschers Tutenchamun um 1337 vor Chr. ließen sich Spuren des roten Farbstoffes Alizarin auf einem Gürtel nachweisen. Die Verwendung von Krapp In Mitteleuropa ist seit dem 5. Jahrhundert belegt. Im 15. Jahrhundert lag das Zentrum des Krappanbaus in den Niederlanden, wo er aufgrund des sandigen Bodens leicht zu ernten war. Früher war Krapp der wichtigste Naturfarbstoff neben dem heute noch als Jeansfarbstoff verwendeten Indigo Größte Berühmtheit erlangte jedoch ein Färbeverfahren der Türken: Durch einen komplizierten Färbevorgang erreichten sie ein feuriges Rot von außergewöhnlicher Farbechtheit, das sogenannte „Türkischrot“ mit dem sie den Fez färbten. Die Heimat des Krapp ist in Vorderasien und im östlichen Mittelmeergebiet. Der beste Krapp stammte aus Izmir in der westlichen Türkei. Außerdem finden wir ihn in Kleinasien, Kaukasus, China, Japan, Mexiko, Südamerika und in Mitteleuropa teilweise verwildert. Der Farbstoff des Krapp befindet sich in den Wurzeln. An der Färbung können bis zu neun Farbstoffe beteiligt sein - die wichtigsten sind Alizarin und Pseudopurpurin. Die 20 bis 30 cm langen Wurzeln werden im Frühling und Herbst gesammelt, getrocknet und schließlich geschnitzelt oder gemahlen. Die rote Farbe entwickelt sich aber erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke Das Färben von Baumwolle und Flachs mit Krapp ist ein kompliziertes Verfahren. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde eine wirklich brillante Rottönung erreicht. Aber Krapp war neben der Färbewirkung auch für seine Heilkräfte bekannt; er galt als harntreibendes und abführendes Heilmittel. 
Sieht eigentlich ziemlich unspektakulär aus, oder? Aber diese Pflanze hat's wohl in sich. 
Liebe Grüße und allen einen guten Start ins Wochenende, *winke*
Othala
<<Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich auch ein Singvogel darauf niederlassen>> (aus China)
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