Ich habe auch versucht, mich schlau zu machen und bin dabei auf die Antwort gestoßen, dass das Feiern des Geburtstags überhaupt ursprünglich als heidnischer Brauch angesehen wurde und bis ins 4. Jhdt. als Festtag von den Christen abgelehnt wurde. In einem anderem Forum wurden mir erstmal die Augen geöffnet: Ohne einen genauen Tageskalender konnte man bis in die Neuzeit sowieso keinen genauen Geburtstag festlegen! Alle Sitten und Bräuche (sofern es sie überhaupt gibt, ich hab zu dem Thema nur persönlich festgelegte Rituale gefunden) stammen also mehr oder weniger aus unserer Zeit. Insofern wird es wohl schwierig sein, überhaupt Bräuche aus der "Originalzeit" zu finden... Naja, wie dem auch sei, ich hoffe du findest die Antwort, ich versuche auch mal noch weiter etwas herauszufinden. Mfg Laerd
Den Geburtstag zu feiern war übrigens sogar bis ins 19. Jahrhundert verpöhnt (bis dato feierte man unter Christen, vor allem Katholiken, den Namenstag), vergesst meine vorige Angabe, ich kann sie jetzt leider nicht mehr ändern, da ich mich schon selbst "beantwortet" habe.
Mir ist aufgefallen, dass meine Theorie doch etwas paradox ist: Wie kann man etwas verbieten, was nicht existiert? Warum sollte die Kirche überhaupt das Feiern des Geburtstages als heidnisch verhämen, wenn aufgrund etwaiger Ungenauigketen in der Datierung eine korrekte Festlegung des Geburtstages unmöglich ist? Seit wann gibt es vernünftige Kalender? Es muss anscheinend doch irgendwelche Mittel gegeben haben, den Geburtstag anzugeben, und in diesem Fall muss es bestimmt auch Sitten gegeben haben.
"vernünftige" Kalender gibt es seit mehreren Jahrtausenden. Sei es bei den Phöniziern, Babyloniern oder alten Ägyptern, den Aztekten und Maya. Diese Völker haben nachweisbare Kalender hinterlassen, oft in Stein gehauen.
Die Frage kann man vielleicht eher umwandeln in: seit wann ist dem Menschen das Feiern der eigenen Geburt etwas wert?
Keine Ahnung
Fest steht, und das kann auch für die germanischen Völker gelten, dass eher das erreichen eines bestimmten Status im Leben zelebriert wurde: Namensgebenung, Mannbarkeit etc..
Dass die christliche Kirche den Namenstag vor den Geburtstag stellt und das Feiern desselben lange vepönte, hat auch seinen Sinn: der Mensch steht nicht über Gott. Die Geburt Christi und das Feiern des Namens des Heiligen, den man tragen darf ist da nur logisch.
Danke für eure Antworten, nun bin ich wieder etwas schlauer geworden.
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