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Hallo liebe Raben, heute will ich mich der Esche widmen, die ihren Namen vermutlich von der altgermanischen Bezeichnung "Esch" bekommen hat. Darunter verstand man ein meistens mit einer Hecke umfriedetes Grundstück. Dieses Wort in "Desch" umgewandelt, ist heutzutage im Schwabenlande noch die Bezeichnung für die Abteilung Grunsstücke. Da nun gewöhnlich zur Umfriedung und Begrenzung des Ackerlandes die strauchartig gezogene Esche verwendet wurde, so erhielt sie daher ihren Namen, der also soviel wie Grenzbaum bedeutet. Auch Wundbaum wurde sie genannt, weil man glaubte, dass ihr Holz, wenn es in der Johannisnacht geschnitten wurde, alle Wunden heilen könne. Nachgewiesen ist es aber, dass sie schon in den allerältesten Zeiten der Geschichte das Holz zu den Speeren der Krieger lieferte. Auch trank man im Altertum den aus der Esche gepressten Saft gegen Schlangenbiß und träufelte ihn ebenfalls in die Bißwunde. Bei den heidnischen Dänen und den anderen nordischen Völkern nahm die Esche eine höchst wichtige Stellung ein. Sie war ihnen der Baum des Lebens, der Erkenntnis und des Verhängnisses. Auch bei unseren Ahnen genoß sie die Verehrung und sie wußten ihr Holz zu schätzen. Das Holz der Esche ist fest und zäh oft sehr schön geadert und geflammt. Daher eignet es sich nicht nur zum brennen sondern auch für schöne Tischler und Drechslerarbeiten. Ihre Rinde kann zum gerben dienen; die Blätter aber werden gern von Rindern, Schafen und Ziegen gefressen; allerdings sollen sie der Butter einen wiederlichen Geschmack verleihen. Früher glaubte man, dass wenn eine Ziege Eschenblätter in großer Menge fraß, diese niemals krank würde. Viele von Euch kennen sicher die großstämmige Eschge und wißt, dass sie zu den schönsten Bäumen des Waldes gehört. Sie gehört wie der Olivenbaum, zu den Ölbaumgewächsen und kann bis zu 200 Jahre alt werden. Durch ihre schönen, grünen gefiederten Blätter, deren Fiederblättchen gesägt und lanzettförmig zu 7, 9, 11 oder 13 an langen Stielen einander gegenüberstehen, besticht sie durch ihr prächtiges Aussehen. die gemeine oder Hochesche kommt in ganz Süddeutschland und Südeuropa vor. Dagegen wächst die Manna-Esche, welche den in der Heilkunde benutzten Manna-Zucker liefert, nur in Südeuropa, genauer auf Sizilien. Hin und wieder findet man sie bei uns in Parkanlagen. Dieser Baum schwitzt entweder von selbst oder durch den Stich einer Zikade oder auch durch anritzen der Rinde einen braunen Saft aus, der an der Luft schnell zu einer weißen Masse antrocknet, die Manna genannt wird. Manna wirkt leicht und milde abführend und wird (seines süßen Geschmackes wegen) hauptsächlich bei Kindern verabreicht. Aber auch die gemeine Esche ist nicht ohne.... Anwendungen Die Esche liefert uns in ihrer bitteren, herben und zusammenziehenden Rinde ein sicheres Fiebermittel; ihre Blätter dienen bei Gicht und Rheumatismus. Der Samen ist wassertreibend und in starker Dosis abführend. Rezepte: 1. Mit 30 bis 60 Gramm Rinde auf einen Lieter Wasser bereitet man einen Absud, den man zwischen den Anfällen der Wechselfieber dem kranken nach und nach zu trinken gibt. 2.Man erreicht dasselbe auch mit 10 bis 20 Gramm gepulverter Rinde die man 3 bis 4 Mal tagsüber reicht. 3. Bei Gicht und Rheumatismus hat sich ein Absud aus 50 bis 100 Gramm getrockneter Blätter auf einen Lieter Wasser, die den man 2-3 mal je eine kleine Tasse, tagsüber trank, als heilkräftig erwiesen. Die Trauereschen sollen einer Legende nach entstanden sein, die ich Euch auch nicht vorenthalten möchte  Ein Bauer wär sehr erbost über das Zwergenvolk, die auf einem seiner Aecker gar mutwillig sich herumtrieben und drohte ihnen mit der Rute. Das wiederum ärgerte die Zwerge sehr und sie pflanzten ihm höhnend das Feld voll Eschenreiser. Darüber ergrimmte der Bauer heftig, und lauerte ihnen auf, um einen der Übeltäter in die Hände zu bekommen und ihn zur Warnung für die anderen zu züchtigen. Lange war es vergebens, aber schließlich fing er einen der Zwerge und tötete ihn im Zorne Jammernd und wehklagend zogen die anderen nun endgültig aus der Gegend weg und ließen zum Andenken an ihren toten Kameraden aus den aufgesteckten Ruten Trauereschen wachsen. Die Eberesche die Eberesche ist ein Strauch oder kleiner Baum mit hohem Stamm und rundlicher Krone. auch ihr Holz wird von Tischlern und Drechslern geliebt. Das ganze Jahr hindurch erfreut die Eberesche, Zuerst mit zartem Blattgrün ahnlich dem Eschenlaub, von dem sie ihren Namen erhielt; später mit weißen Blütendolden; im Herbst mit braunroten Blättern und gelb bis scharlachroten Früchten. Im druidischen Baumalphabet (nach Graves) ist die Eberesche der zweite Baum. sie stand in enger Beziehung zum Orakel und zu den Sehern. auch bei den Germanen war sie ein heiliger Baum und galt als glückbringend. Aber wie viele vorchristliche heilige Symbole, wurde auch die Eberesche ins böse umgedeutet, bekam etwas Hexenhaftes. Bereits in ihrem Namen "falsche Esche" (Eber=Aber=Falsch) zeigt sich zwielichtiges. Ihr anderer Name ist Vogelbeere, denn die Eberesche ist ein beliebtes futter unserer heimischen Vögel. Früher wurden die Beeren als Lockmittel beim Vogelfang eingesetzt. Die Beeren sind auch für Menschen genießbar, allerdings muß ich Euch vor einer Überdosierung warnen. Die Beeren enthalten reichlich Vitamin C allerdings auch Blausäure, die jedoch beim Kochen verschwindet bzw. inaktiv wird. In der Heilwirkung entspricht sie der Esche. Liebe Grüße Silke
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