vor einigen Tagen habe ich mich mit einem ehemaligem Nachbarn unterhalten und dieses Gespräch geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
Die Vorgeschichte: Im Jahr 1999 kauften meine damalige Frau und ich einen alten Fachwerkhof im Teufelsmoor in der Nähe von Gnarrenburg. Das Haus war nicht einsehbar und befindet sich auf einem wunderschönen Waldgrundstück von alten Eichen eingesäumt. (Die Kulisse könnt Ihr in "Hannahs Reise" nachlesen).
Der Vorbesitzer musste das Haus verkaufen, weil sich seine Frau von ihm trennte. Sie wurde geisteskrank, bemalte die Wände, litt unter Verfolgungswahn und verstarb dann wenige Monate später.
Mein Nachbar erzählte mir später, dass auch die beiden vorherigen Besitzer sich trennten. Bei der ersten Familie kam der Ehemann damit nicht klar und erhängte sich in einer der Eichen... Die Eiche wurde daraufhin gefällt.
Vor drei Jahren musste ich ebenfalls einsehen, dass dieses Haus einem die komplette Kraft kostet. Auch unser Ehe zerbrach, weil meine Frau sich einsam und von mir verlasen fühlte. Ich habe nur noch die Arbeit gesehen. Der Genuss des Frühjahrs litt Jahr für Jahr unter der Wald und Weidepflege (20000 qm) oder unter den notwendigen Reparaturen am Haus.
Der traurige Winter im Moor trug auch nicht unbedingt zu einer Harmonie bei. Es war wunderschön, aber es kostete und nahm mir alles. Wir trennten uns und mussten das Haus verkaufen....
Mein Nachbar erzählte mir nun, dass der neue Besitzer des Hauses von seiner Frau verlassen wurde und das Haus wieder zum Verkauf steht.
Ist das nicht irgendwie merkwürdig Irgendie ist das schon ein kraftvoller aber sehr trauriger Ort.
liebe Grüße Ansuz
P.s. Ich überlege gerade, ob ich da wohl wieder einziehen sollte
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
Lieber Ansuz, jetzt aber mal ganz ehrlich,ich würde versuchen,rauszufinden,was da in diesem Haus ist,das hört sich spannend an...... Hast du nie eine Wesenheit dort gespürt?Als wir unser altes Häuschen im Jahre 1988 kauften,stand es viele Jahre leer und war völlig verwahrlost,sollte abgerissen werden. Ich hatte zu der Zeit noch keine Ahnung von dem,was da in mir schlummerte,aber ich weiß noch ganz genau,daß ich oft bei den Renovierungsarbeiten still dastand und mit dem Haus gesprochen hab.Ich hab es gefragt,ob ihm das gefällt,was wir da machen,ob es sich freut,daß wir einziehen werden.Es fühlte sich immer richtig an. Mein Sohn der zu dem Zeitpunkt 8 Jahre alt war,liebte das Haus vom ersten Moment an.Er hatte schreckliche Alpträume,die bald nach dem Einzug verschwanden...... Die Wohnung,in der wir lebten,mochte er sowenig wie ich. Das ist auch der Grund,warum er,mit 27 Jahren,immer noch hier wohnt,er liebt das Haus....okay OT,sorry...
Aber die Beschreibung von dem Haus und der Gegend.....spannend.....
Grüßles Schakara,die alte Häuser liebt
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.
ein Schauer rieselt mir gerade den Rücken runter.. Solche tragischen Häuser gibt es immer wieder, und ich glaube, dass man ihr Geheimnis nie so ganz entschlüsseln kann. Aber anhand alter Grundbucheintragungen usw. kann man sicher einiges herausfinden. Solange man nicht in solchem Haus lebt... In Berlin hatten vielen Häuser, die oft nur knappe 100 Jahre als sind, solch ungute Ausstrahlung, dass man instinktiv einen großen Bogen um sie macht. Ich glaube, nicht das Alter eines Hauses, sondern das, was die Summe seiner Erlebnisse darstellt, sind dafür entscheidend. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass Häuser leben Und es geht ja nicht nur um das Haus, sondern um das ganze drumherum. Wie kommen Gegenden zu ihrem Namen? Moore können alte Opferorte sein usw... Nee, ich würd da nicht wieder einziehen an Deiner Stelle.
Ach ja, mein Schauer von eben erklärt sich so: ich gucke immer wieder gerne Immobilienseiten und schaue in Gegenden nach, in denen Bekannte, Verwandte und Freunde wohnen. Eine, die auch hier registriert ist *zwinker* wohnt im Raum Rotenburg/Wümme. Da bin ich auf das hier gestossen. Und das hat mich allein schon vom Ansehen gegruselt...
Huhu Alvara, warum hat dich das gegruselt?So was ist mein absoluter Traum! Das einzigste,was mich ein wenig gruselte,wär der Haufen Arbeit!Aber das Haus......was man da alles draus machen könnte... Wenn man das nötige Kleingeld hätte.....
Träumerische Grüßles Schakara
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.
das Haus, oder das Umfeld hat keine negative oder bedrohliche Ausstrahlung. Es gibt auf dem Land eine Fläche von ca 300 qm, die absolut unwirtlich ist. Es gedeiht dort nichts außer Brombeeren.
An diesem Platz kann man sich nicht lange aufhalten und selbst meine Hunde haben dort immer Fersengeld gegeben und zugesehen, diesen Bereich möglichst zu umgehen.
Der Rest strahlt eine absolute Wärme aus. Man ist unglaublich inspiriert von der Artenvielfalt der Waldbewohner.
Es gab da mal einen fiesen Orkan, und ich hatte mir einen Platz inmitten der Eichen gesucht, um dieses Schauspiel zu beobachten und Wind und Wasser auf dem Körper zu fühlen. In dieser Nacht wurde in der unmittelbaren Nachbarschaft eine Scheune abgedeckt.... Bei uns ist nichts passiert! Das Gefühl während des Sturms war aber unbeschreiblich!
Ich habe im Nachhinein den Eindruck, als wäre der Geist dieses Ortes eiversüchtig. Sobald man sich etwas anderem zuwendet, als diesem Haus/Ort Später, als ich irgendwann einmal mit dem Auto in der Nähe war, wurde ich regelrecht angezogen und hatte das Gefühl einen guten alten Freund zu besuchen...
Ich habe mit Sicherheit noch irgendwo Fotos!
liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
dass ein Ort eiversüchtig sein kann, daß glaube ich nicht, aber der Geist, der den Ort (vielleicht) seit vielen Jahren bewacht, hat vielleicht eine Erinnerung mit Euch verknüpft. In dieser Erinnerung fühlt Er (oder Sie??) sich wohl, wenn Du bei ihr bist und Dich um sie kümmerst.
Jetzt läuft mir gerade ein Schauer über den Rücken
Danke für die Geschichte "Hannas Reise", nun weiß ich auich was du meinst
Mich würde auch interessieren, warum ihr (und die anderen Ehepaare vor euch), in ein Haus in solcher Lage gezogen seid. Ich denke man zieht nicht einfach so an einen solchen Ort, sondern ist auf der Suche nach, oder auf der Flucht vor etwas. Da dies deiner Beschreibung nach doch nach einem irgendwie extremen Ort klingt, spekuliere ich das auch die Beweggründe extremer sind. Woraus folgt das auch die Auswirkungen des Ortes extrem sind. Nicht jeder Ort ist jederzeit für jeden. Möglicherweise hat dir der Ort dort etwas sehr wichtiges beigebracht. Und möglicherweise weißt du jetzt genau das, was du wissen musst um dort leben zu können.
Ihwar
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Nur weil man an etwas glaubt, heißt das noch lange nicht das es wahr ist. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.--.-.-.
ich würde es nicht "extrem" nennen Für die, die dort leben, ist es völlig normal. Für Menschen aus der Stadt hat die Einsamkeit sicher etwas von Kanada.
Im Winter bei Eis und Schnee musste man eine Urlaubsreserve einplanen, weil man eventuell nicht vom Hof kam
Im Nachhinein war es sogar ganz bestimmt eine Flucht...... Eine Flucht vor der Zivilisation, oder eine Art "dernaturnahseinwollen"
Und je länger ich darüber nachdenke, desto überzeugter bin ich davon, dass es eine egoistische Flucht meinerseits war....Aber sei es drum...
In Antwort auf: Möglicherweise hat dir der Ort dort etwas sehr wichtiges beigebracht.
Das stimmt, dieser Ort war mein Lehrer und ist es Heute noch
Danke für Eure Gedanken!
liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
.....lang ...lang ...ist es her...wir wollten im Hunsrück ein Haus kaufen...und integriert war eine Dorfkneipe, die hieß " Sei`s drum...was auch die Bezeichnung eines indischen Instrumentes ist...aber sei es drum...es war kurz und heftig..und hat mir einen Freund beschert... Aloha...aettna
Wer einmal sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf der Welt verlieren.
Hey Ansuz. Meine Wohnung ist so: Die Türe läßt sich manchmal fast unmöglich öffnen und manchmal gleitet sie auf wie Butter. Warum weiß ich auch nicht! Aber ich weiß, daß Menschen Geschichten gerne erleben, so wie bei diesem deinem ehemaligem Haus. Man wird auch von den Gedanken der Nachbarn und so beeinflußt die nur zu gerne ein Schauermärchen wahr haben möchten. Bin mir sogar sicher. Könnte aber auch was Anderes sein.
Zum Gruße euer Isa--- wer dazu gezwungen wird die Wahrheit zu finden, muß lügen
Hey Ansuz. Meine Wohnung ist so: Die Türe läßt sich manchmal fast unmöglich öffnen und manchmal gleitet sie auf wie Butter. Warum weiß ich auch nicht! Aber ich weiß, daß Menschen Geschichten gerne erleben, so wie bei diesem deinem ehemaligem Haus. Man wird auch von den Gedanken der Nachbarn und so beeinflußt die nur zu gerne ein Schauermärchen wahr haben möchten. Bin mir sogar sicher. Könnte aber auch was Anderes sein.
Zum Gruße euer Isa--- wer dazu gezwungen wird die Wahrheit zu finden, muß lügen
@Ansuz. Hupsa. Hatte bei der arbeit mein handy an und hab den text wohl nochmal getextet. Nein! Ich will nicht im Geringsten behaupten daß du lügst. Ich meine, daß Menschen durch ihre Gedanken viel erschaffen. So wie viele Menschen auf einem Konzert eine magische Athmosphäre zaubern, so kann ein Dorf einen Fluch weben (wie bei dem Haus). Da ist wohl einmal was passiert und schon wenden sich viele Blicke auf diesen Fleck und weben bewußte und unbewußte Zauber.
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