ursprünglich kommt die Kapuziner-Kresse aus Peru und Mexiko wo sie wild wächst und als Salatpflanze geschätzt wird. 1684 wurde sie dann durch den Holländer "Bewerning" als "Indische-Kresse" nach Europa eingeführt. Von den Klostergärten wanderte sie alsbald in die Bauerngärten, allerdings wurde sie als Heilpflanze erst sehr spät entsprechend gewürdigt.
Zu damaliger Zeit schätzte man sie vor allem bei Skorbut (einer Vitamin-C Mangelkrankheit). Leider führt sie immer noch eher ein Schattendasein in unseren Gärten. Dabei sind von ihr sowohl die Blätter als auch die Blütten eßbar. Mit den pfefferartig schmeckenden Pflanzenteilen können sehr schmackhafte Salate hergestellt werden. Der aus den Blättern gepresste Saft dient in Fleischbrühe genossen, auch zu Frühjahrskuren. Aus den geschlossenen Knospen kann man mit Pfeffer und Salz in Essig eingelegt, die wohlschmeckenden "falschen Kapern" herstellen.
Medizinisch werden die frischen Blätter verwendet, deren antibiotische Wirkung sich bei Infektionen der Harn- und Atemwege sowie bei Bronchitis bewähren soll.
Kurioses zu Pflanze: Es handelt sich wohl eher um eine Glaubensfrage, dass folgendes Rezept eines Haarwuchsmittels tatsächlich wirkt
Man nehme 100 gr. frische Blätter der K-Kresse und füge einen Zusatz von Brennnessel und Buchsbaumblättern hinzu. Diese müssen dann 14 Tage in reinem Alkohol ziehen. Anschließend wird der Extrakt filtriert und mit Wasser gebrauchsfertig verdünt.
Eine weitere Kuriosität habe ich in meinem "Kräuterschätzchen" gefunden:
In Antwort auf:...ist sie eine kleine Feuerwerkerin. Ihr könnt nämlich an heißen Sommerabenden, wenn die Dunkelheit sich auf die Erde herabsenkt, bemerken, wie besonders die Blume der mehr ins rötliche spielende Kapuziner-Kresse von Zeit zu Zeit kleine feurige Funken entsendet, die in keiner Weise dem Leuchten im Dunkeln des faulenden Holzes entsprechen, sondern eher eine Art Elektrizitätsentladung sind und einem kleinen Blitze ähneln. (da haben wir doch die Nähe zu Uruz)
wieder einmal unheimlich interessant, besonders der Funkenflug Da fällt mir ein, dass ich dieses Jahr keine Kapuzinerkresse gepflanzt habe, denn unter Obstbäumen soll sie die Schädlinge fern halten. Ob`s stimmt?
Liebe Grüße Ansuz
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)
die Ausdünstungen sollen die Schädlinge fernhalten, Kapuzinerkresse zieht aber Blattläuse magisch an. Was hindert diese dann dran, "umzusteigen", wenn die Kresse nicht mehr ausreicht .
Es wird auch behauptet, dass Kohlweisslinge Kapuzinerkresse nicht mögen. Wenn ich aber eines sicher weiß, dann, dass früher an der Kresse vor unserem Hühnerstall die kleinen grünen Raupen genau dieses Schmetterlings waren und uns das Knabbern der Knospen und Samen mitunter verleidet haben.
Grüne Grüße Brigid
^^^^^^^^ Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)
In Antwort auf:Dabei sind von ihr sowohl die Blätter als auch die Blütten eßbar. Mit den pfefferartig schmeckenden Pflanzenteilen können sehr schmackhafte Salate hergestellt werden.
Das stimmt liebe Silke! Ich find die Blätter schmecken ein bisschen so wie die normale Kresse, die es in diesen kleinen Schachteln im Kaufmannsladen gibt. Aber die Blüten essen hm da hab ich immer so meine Probleme mit. Ich mein, es sieht super-hübsch aus, wenn man sie zum garnieren nimmt, aber sie dann zu essen, find ich irgendwie so.. ja brutal. Aber schmecken tun sie trotzdem.
Die kriechende Kapuzinerkresse kann man neben der Baumumpflanzung auch sehr schön zur Säumung von Wegen nehmen, genialstes Beispiel ist die Grande Allée in Monet´s Garten. Die rankenden Sorten sehen natürlich in alten Obstbäumen besonders hübsch aus. Bin mir jetzt allerdings nicht ganz sicher, ob man es damit den Schädlingen einfacher oder schwerer macht um an die Früchte zu kommen.
Da in einem Garten eine Farbe immer mindestes zweimal auftauchen sollte, da sich das Auge sonst irritiert fühlt, würde ich Ringelblumen dazunehmen. Die sind sowieso absolut dankbar, wenn man die einmal hat, kommen sie durch Selbstaussaat immer wieder und das geile ist ja, daß sie oftmals an Plätzen wachsen, auf die man selber nie gekommen wäre. Dadurch entsteht dann ein schönes Verhältnis zwischen Ordnung und Unordnung und die rankende Kapuzinerkresse sorgt dann auch noch für die orangen Flecken auf der höheren Ebene.
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