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 Kräuter
Samina Offline

Altrabe

Beiträge: 1.893

05.10.2008 12:14
Petersilie (Umbelliferae) antworten

Liebe Raben,

heute wollte ich über die Petersilie berichten. Jeder kennt sie und (fast) jeder ißt Teile davon ~ doch vielleicht gibt es auch hier das ein oder andere Neue zu erfahren ...


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Petersilie (Umbelliferae)Petersilie (Umbelliferae)

Von den Griechen hochgeschätzt, wurde Petersilie dazu ausersehen, Sieger bei den isthmischen Spielen zu bekränzen und Gräber zu schmücken, da sie Archemoros, dem Todesboten, zugeordent war. Obwohl die Griechen Petersilie als Heilkraut brauchten und Homer berichtet, dass Pferde damit gefüttert wurden, scheinen doch die Römer als erste das Kraut gegessen zu haben. Sie verzehrten grosse Mengen von Petersilie und hängten ihren Gästen Girlanden davon um, um Vergiftungen vorzubeugen und starke Gerüche zu mildern.
Es gibt viele ausgezeichnete Petersiliensorten, zum Beispiel Knollenpetersilie. Diese hat glatte Blätter und eine grosse, essbare, gutschmeckende Wurzel. Alle Petersilien sind reich an Vitaminen, Mineralien und antiseptischem Chlorophyll, sind also gesund und ausserdem hübsch als Garnitur. Stellen Sie täglich eine Schüssel Petersilie auf und genissen Sie den Geschmack, der als "der Inbegriff allen Grünzeugs" beschrieben worden ist.

Anbau:

Standort: Sonne oder Halbschatten.
Boden: Reich, feucht, gut bearbeitet.
Vermehrung: Vom Frühling bis Spätsommer säen. Um das Keimen zu beschleunigen, Samen über Nacht in warmes Wasser legen und vor dem Säen in Saatschalen oder draussen siedendes Wasser in die Rillen giessen, dann 21° C Wärme halten. Selbstversamend.
Pflege: Auf 23 cm Abstand ausdünnen oder verpflanzen. Bei kaltem Wetter schützen. Gedeiht gut im Haus.
Ernte: Blätter im ersten Jahr pflücken. Samen einsammeln, wenn reif. Wurzeln im Herbst des 2 Jahres ausgraben.
Aufbewahrung: Blätter trocknen oder einfrieren. Wurzeln trocknen oder blanchieren und einfrieren.

Verwendung:

Küche

Blatt
Roh zu Salat, Feingehackt über Sandwiches, Eierspeisen, Gemüsesuppen, Fisch oder gesottene Kartoffeln streuen. Zu Mayonnaise und anderen klassischen Saucen geben.
Gekoch verstärkt Petersilie andere Geschmäcke, sollte aber erst am Schluss beigefügt werden.
In Bouquet garni verwenden. In Suppen geben. Knollenpetersilie: Als Gemüse kochen, Roh in Salate raffeln.

Haushalt

Ganze Pflanze
Zu Rosen setzen, verbessert deren Gesundheit und Duft.

Kosmetik

Blatt
Aufgiessen als Haartonikum. Zu Gesichtsdampfbädern und Lotion gegen trockene Haut und Sommersprossen. Aufguss ergibt beruhigendes Augenbad.

Gesundheit

Blatt
Roh kauen, um Atem zu verbessern und gesündere Haut zu erlangen. Als verdauungsförderndes Tonikum aufgiessen. In Umschlag als antiseptischer Verband für Verstauchungen, Wunden und Insektenbisse.

Wurzel
Absud gegen Nierenbeschwerden und als mildes Abführmittel. Saft gegen Schwellungen einreiben.

Ihr milder Geschmack und ihre glänzendgrünen Blätter machen Petersilie zum nützlichsten und beliebtesten Küchenkraut. Zu einem Bouquet garni binden mit Lorbeer und Thymian. Gekocht verstärkt sie das Aroma anderer Lebensmittel und Kräuter. Um sie zur Geltung zu bringen, verwenden Sie sie reichlich und samt den würzigeren Stielen.


Beschreibung:

Samen: Klein, graubraun, sichelförmig mit cremeweissen Kanten, enthält Apiol, das giftig sein kann.
Blatt: Fein geschnitten, gekraust mit gezähnte Rändern, leuchtend grün, mit frischem Geschmack; reich an Vitaminen A, B und C, Eisensalzen, Kalzium, Magnesium und Chlorophyll.
Getrocknete Blätter: Bleiben am geschmackvollsten, wenn rasch getrocknet. Zum Kochen verbrauchen. Mit Stengel gesotten, entsteht ein gelbgrüner Farbstoff.
Stengel: Massiv, kantig, halbrund, verzweigt, mittelgrün. Hat stärkeren Geschmack als Blätter.
Wurzel: Dünn, gelbbraun, glatt. Pfahlwurzel mit winzigen Haarwurzeln. Hat stärksten Petersiliengeschmack.



Bild: glatte Petersilie


So, viel Spaß beim riechten, schmecken und ausprobieren.

*samina*


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Einen anderen zu heilen ist nicht schwer. Es genügt, ihn zu lieben, ihn zum wichtigsten Wesen der Welt zu machen, sich ihm ganz hinzugeben und sich selbst dabei zu vergessen. (Indianische Weisheit)

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