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Dieses Thema hat 47 Antworten
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 Märchen, Sagen und Legenden
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Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

04.02.2009 00:40
#31 RE: Runenranken antworten
Hallo Sachse, tut mir Leid aber das wird immer mal wieder durch kommen. Essen muss
ich leider aber ich dürfte so vieles eigentlich nicht futtern.

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Hans ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2009 10:17
#32 RE: Runenranken antworten


Hallo Druidin,

Das ist aber eine Überraschung.

Danke für die Fortsetzung.

Freundliche Grüsse
Hans

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

04.02.2009 10:35
#33 RE: Runenranken antworten
Hallo Hans, ich hoffe dass euch meine Geschichte gefällt, denn jetzt geht es
los mit den Runen. Und- schön dass ihr das hier weiter verfolgt.
Die Druidin

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Hans ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2009 12:57
#34 RE: Runenranken antworten


Hallo Druidin,

Ich bin echt begeistert von ihr.
Lese gerne so Geschichten.

Freundliche Grüsse
Hans

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

04.02.2009 13:36
#35 RE: Runenranken antworten
Fortsetzung:

Für Candaree bestand der Alltag in den ersten 4 Monaten zum größten Teil aus: Samen, Kräuter und Beeren sammeln. Heizmaterial besorgen, putzen und kochen, die Tiere verpflegen und all den Dingen, die sie von Zuhause kannte. Nicht einmal dachte sie zurück an Zuhause. Doch bald allerdings begann für sie das Neuland.
Eines Abends rief sie Candaree zu sich und reichte ihr einen Lederbeutel.
Warla legte ihr den Lederbeutel in die Hand und meinte dazu:“ In diesem Beutel liegt das Wissen der Welt in deinen Händen, du musst es nur zu lesen verstehen. Öffne den Sack und schütte sie auf dem Tisch aus. Sage mir, was du siehst.“
Candaree zog die Öffnung des Beutels auseinander und spürte dabei, dass das, was darinnen war, sehr lebendig war. Es bewegte sich. Oder bewegte sie sich? Sie wusste es nicht genau.
Die Beutelöffnung war nun ganz offen. Sie griff mit einer Hand den Beutelrand und mit der Anderen den Beutelboden und kippte den Inhalt aus. Eines der Teile wollte scheinbar nicht raus und so schüttelte sie noch mal kräftig nach.
Nun lagen auf dem Tisch 24 Holzteile. Runde Holzteile mit eingebrannten Symbolen darauf.
„Ich sehe viele kleine Holzteile. Einige liegen so dass ich die Symbole nicht sehen kann und einige Symbole sind zu sehen. Wenn ich jetzt wählen dürfte, würde ich die Holzteile raus nehmen, auf denen ich die Symbole sehen kann.“
„Dann tu das“ Sagte Warla und beobachtete sie neugierig.
Candaree zog alle Symbole raus und legte sie im Kreis aus.
„Was sind das für Teile? Und zu was sind sie nutze?“ Fragte Candaree
Warla sagte, leicht abwesend: “Sie sind Worte, sie sind Weissagungen aber auch die älteste und kraftvollste Magie die es gibt. Sie heißen Runen, sagt dir das was?“
„Jaa... das Buch von dem ich dir erzählte, dort stand etwas über Runen doch ich habe davon nicht viel behalten.
„Du hast einen Kreis gebildet. Warum?“
„Der Kreis- ich weiß nicht, das ging ganz automatisch. Ist das falsch?“
„Das was du ohne viel nachzudenken machst, ist bestimmt nicht falsch, denn es kommt aus deinem tiefsten Inneren. Deinem Urwissen. So macht es für mich auch einen Sinn. Sage mir weiter, was du siehst.“
Candaree steckte die anderen Holzstücke wieder in den Sack und sah sich den Kreis genauer an. Ging um den Kreis herum. Betastete mit den Fingern die einzelnen Riefen.
Dann nahm sie eine der Runen in die Hand und meinte: "Sie ist nicht rund und doch hat sie kein Ende. Sie hat ein Loch und doch scheint es mir als ob es kein Loch sondern eher eine Art Ei oder Samen wäre. Hm- kein Anfang und kein Ende und eher ein Ei. Das ist das was ich in dieser Rune sehe.“ Sie legte die Rune wieder an seinen Platz in dem Kreis und wollte sich schon der Nächsten zuwenden als Warla fragte:“ Was sagt dir diese Rune? Wenn du etwas wissen willst aus der göttlichen Sicht?“
„In einem Ei steckt ein Kücken. In einem Samen steckt eine Pflanze oder ein Baum. Beides ist am Anfang seines Lebens und hat sein ganzes Leben noch vor sich. Ein Leben von dem keiner sagen kann, welches es werden wird. Es ist der Anfang. Das noch unschuldige Leben. Die Geburt von, was auch immer.“
„Ja, das ist es. So kannst du es bezeichnen. Diese Rune heißt Ingwaz. Sie steht für die Buchstaben N und G und für Neuanfang, für Vollendung, für Fortpflanzung und Nachkommen. Du hast diese Rune zuerst gezogen und so kannst du sie als die Rune betrachten, die dir genau das sagen will.
Etwas Neues beginnt für dich oder etwas geht der Vollendung entgegen. Beides stimmt wenn ich deinen jetzigen Lebensstandort betrachte. Mach weiter.“

Candaree nahm sich die nächste der 12 Runen zur Hand und betastete sie.
„Sie ist so wie die vorherige aber sie hat unten noch zwei leicht gespreizte Beine. Ich würde sagen, sie sieht einer Zaunlatte ähnlich. Zäune bestehen um Grundstücke, Gärten und großen Landsstücken auf denen Vieh lebt. Vieh ist die Existenz einer ganzen Familie und allen, die bei ihnen leben. Wenn wir die Tiere nicht gut behandeln werden sie es uns danken mit wenig Milch, Butter und Käse. Wenn wir sie verwöhnen mit gutem Futter und sauberen Ställen, gibt es genau das Gegenteil. Der Zaun ist ein Schutz vor hungrigen Wölfen, gierigen Nachbarn und allen Dieben. Alles was meine Eltern gut bewacht und verwart haben, und was sie uns darüber beigebracht haben, werde ich oder eine meiner Schwestern einmal erben. Damit sind dann unsere zukünftigen Familien abgesichert und so weiter. Alles was wir seit Urzeiten tun um unsere Herden zu schützen ist übergegangen in tägliche Handhabungen, ja- in Traditionen. Dazu gehört auch, die Götter zu besänftigen, ihnen zu danken und ihnen zu huldigen.“
Candaree war selbst erstaunt, wie sie sich in diese Rune hineinversetzt hatte. Sie sah Warla zweifelnd an.
„Zweifel nicht. Du machst das genau richtig. Denke dich in diese Form hinein, lasse die Bilder in deinem Kopf zu und sprich sie aus. Alles was du bis jetzt zu dieser Rune gesagt hast, ist wahr. Sie heißt Ohtala. Sie steht für den Buchstaben O und für Erbe, Ländereien, Tradition, Sippe und Spirituelles Erbe.
Was glaubst du, will sie dir sagen?“
Candaree schaute auf das Symbol und meinte zögerlich: „ Hm- Erbe. Meines Vaters Besitz werde ich bestimmt nicht erben, nach dem, was ich ihm angetan habe. Doch das traditionelle Wissen kann mir keiner mehr nehmen. Das steckt in meinem Kopf. Meine Sippe- die ist… nicht wirklich meine Eltern und meine Schwestern, zumindest hatte ich nie das Gefühl. Aber spirituelles Erbe? Ich weiß nicht… was ist ein spirituelles Erbe? Das was der Wanderprediger in seinem Kopf hat? Was beim Beten vor sich geht? Sag du es mir.“

Liebe Raben- und hier seid ihr ein wenig gefordert. Ich brauche eure Hilfe.
An euren antworten wird es liegen, wie die Geschichte weiter geht!
Was ist für euch Spiritielles Erbe?

Liebe Grüße Die Druidin

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Hans ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2009 16:28
#36 RE: Runenranken antworten


Hallo Druidin,

Für mich ist spirituelles Erbe, was
mich meine Grosseltern und meine Eltern
erzählt und gelernt haben.

Freundliche Grüsse
Hans

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

04.02.2009 17:25
#37 RE: Runenranken antworten

Hallo Hans, so ist das bei mir auch. Die Zeit bei meiner Großmutter
hat mir sehr geholfen.
LG Druidin

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

05.02.2009 00:58
#38 RE: Runenranken antworten

Hi
Meine Urgrossmutter hat mir immer und immer wieder die Niebelungen erzählt,ich bin es nie leid gewesen,konnt nich genug davon kriegen.
Ja,dass sehe ich auch so,Hans.Das ist Erbe.
Sachse

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

05.02.2009 19:46
#39 RE: Runenranken antworten

Hier eine Fortsetzung:

„Was beim Beten vor sich geht? Wer hat dir denn etwas übers Beten beigebracht? Von wem hast du dein Wissen?“
„Von Großmutter, sie hat mir gezeigt was ich machen muss und wen ich, wofür anbeten sollte. Sie glaubte an sehr viele Götter. Sie versuchte, mir beizubringen was es mit unseren Göttern auf sich hat und warum wir zu ihnen beten. Sie hat es von ihrer Großmutter beigebracht bekommen. Und die wiederum von ihrer. Also, das ist mein spirituelles Erbe!
Leider starb sie recht früh. Da war ich gerade mal neun oder zehn Jahre alt.
Großvater betete nur zu Thor. Er sprach wenig und war tagsüber meist auf dem Feld und bei den vielen Tieren die wir hatten. Er war der Letzte, der noch nach der alten Weise lebte.
Mein Vater betet gar nicht. Das überlässt er den Frauen, sagt er. Die seien für so was zuständig. Mutter betet auch nicht. Sie glaubt mehr an die Macht des Geldes und der weltlichen Macht, so wie meine Schwestern.
Ich scheine die Einzige zu sein, die sich dafür interessiert.“
Nachdenklich sah Candaree Warla an und meinte dann: "Das ist doch kein Zufall, oder? So wenig wie unsere Begegnung? Wenn ich also etwas erbe, dann doch eher von dir. Was immer du mir beibringst, wird mein Erbe sein, nicht war?“
„So ist das, denn was dir deine Großmutter beibringen wollte, ist unvollständig. Aber, verstehst du, was dir diese Rune sagen will?“
Warla sah Candaree fragend an und stellte befriedigt fest, dass das Mädel scheinbar recht gut verstand.
„Oh Ja, mein Erbe häuft sich langsam an zu Reichtum.“ Dabei grinste Candaree bis über beide Ohren und legte nun die zweite Rune wieder an ihren Platz.
Warla lachte und zeigte auf den Runenkreis: „Na, dass ist aber noch ein langer Weg und das braucht noch jede Menge Arbeit. Zieh jetzt die dritte Rune.“
Candaree zog die nächste Runen, gegen den Uhrzeigersinn. Auch diese wurde wieder gedreht und gewendet, befühlt und betrachtet.
„Diese hat einen geraden Balken nach oben, ein dreieckiges Fenster an der rechten Seite und ein leicht gespreiztes Bein darunter. Dazu fallen mir unsere Pferde zu hause ein, wenn sie ihren Huf heben um loszutraben.
Pferde sind ausdauernd, schnell und sind Fluchttiere.
Sie legen etliche Kilometer im Jahr zurück beim Grasen. Wir nutzen sie um sie vor unsere Karren zu spannen. Als Vergleich gesehen, wäre ich zuhause eine Art Pferd, so wie meine Schwestern.
Wir reisen mit und durch sie und gelangen so von A nach B. Sie sind misstrauisch und am liebsten in großen Verbänden zu finden. Sie haben eine sehr harte Art, in ihrer Sippen zu zeigen, was sie wollen oder nicht.“
Wieder sah Candaree zu Warla und wartete auf ihre Beurteilung.
„ Ja… das ist so schon sehr gut. Vor allem der Vergleich. Was waren denn die Pferde für unsere Altfordern?“
„Sie waren sehr wichtig für die Fortbewegung und selbst mein Großvater hielt, so glaube ich, mehr von seinen vier Pferden als von meiner Großmutter. So manch einer der ersten Reiter hat mit seinem Pferd bestimmt eine besondere Freundschaft geführt.“
Warla nickte und meinte lächelnd: „Ja, da waren die Wichtigkeitsgrade noch anders verteilt.
Diese Rune heißt Raidho und steht für den Buchstaben R, für Beziehungen, für Lebensrhythmus und Reisen. Was denkst du, will dir diese Rune sagen?“
„Das ist etwas leichter. Das Thema Beziehung ist ein Thema mit dem ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht habe. Im Bereich Lebensrhythmus kenne ich mich nur in der Natur und bei den Ziegen aus. Da hätte mein Großvater warscheinlich eher was zu sagen gehabt. Mein eigener ist mir noch nicht so klar. Bei dem Thema Reisen kommt mir schon eher eine Idee. Im Augenblick bin ich auf der Reise. Auch wenn ich jetzt hier wohne, bin ich auf einer Reise. Und sie ist bis hier her alles, nur nicht langweilig gewesen."
Fortsetzung folgt.

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

05.02.2009 21:11
#40 RE: Runenranken antworten
Fortsetzung:

Du bist also auf der Reise. Seit wann?“
Candaree sah Warla lächelnd an und meinte: „Du willst mich aufs Glatteis führen. Also- eigentlich bin ich seit meiner Geburt auf dieser Reise.“
„Das ist richtig. Wir sind immer auf der Reise. Auch wenn wir aus unserem Dorf nie raus kämen.“
Es war spät geworden und die Nacht lugte schon durch die Fenster.
„Lass es gut sein für heute. Du musst nicht alles an einem Tag lernen. Der Tag ist nicht weit und ich habe morgen viel vor. Die Runen werde ich, so wie du sie gelegt hast, auf meinen kleinen Tisch im Schlafraum legen. Dort wirst du sie immer sehen können, so wie sie liegen. Morgen Abend machen wir weiter.“



Für Candaree bestand der Alltag in den letzten Monaten zum größten Teil aus: Samen, Kräuter und Beeren sammeln. Heizmaterial ins Haus schleppen, putzen und kochen, die Tiere hinterm Haus verpflegen, den Garten vor dem Haus bearbeiten und all den Dingen, die sie von Zuhause kannte.
Nicht einmal dachte sie zurück an Zuhause, als hätte es nie ein Band zwischen ihr und ihrer Familie gegeben.
Warla sagte ihr ausdrücklich, welche Bücher sie lesen sollte.
Unter anderem das Kräuter.- und Samenbuch, das Buch der einheimischen Tiere und das Buch der Götterwelt. Sie zeigte ihr wie sie morgens das Feuer zu schüren hatte und welche Rituale sie beide im Laufe des Tages vollziehen mussten.
Heute war Warla jedoch lange aus dem Haus und sie mit dem Haushalt fertig.
Dann streifte sie um das Haus herum das von Außen nicht zu erkennen war.
Wie oft war sie schon ums Haus gegangen um die Fenster zu finden doch sie fand nur Felsen, Moos und Bäume.
Und dann streifte sie durchs Haus, in dem es soo geräumig war.
Es hatte zwar nur einen Raum aber der war sehr breit, fast weitläufig und so lang dass wirklich alles darin Platz fand. Gleich hinter dem Eingang befand sich der große Küchenbereich. Kräuter und Pflanzen hingen von der Decke. Viele Regale mit Geschirr und Behältern für Zucker, Salz, Mehl und Anderem, standen darauf. In der Mitte stand ein großer, dicker Tisch mit sechs Stühlen. Tatsächlich gab es ein schönes Fenster, und darunter eine Bank zum Sitzen. Ein Wasserhahn mit Pumpvorrichtung war direkt daneben angebracht und ein großer klobiger Spültisch stand darunter.
Auf der anderen Seite, die Feuerstelle, in der ein großer Topf hing.
Dahinter begann der Arbeitsbereich, nur abgeteilt durch sehr dicke Balken an den Seiten, die dem Raum Stabilität gaben. Regal an Regal bis unter die hohe Decke, mit vielen Großen Folianten und einem breiten Tisch unter einem kleineren Fenster, standen darin.
Darauf eine Lampe und ein aufgeschlagenes Buch.
Dahinter lag dann der Schlafbereich. Auch dieser Raum hatte ein Fenster.
Zwei Betten standen sich an den Seitenwänden gegenüber. An jedem Bett stand ein Stuhl und in der Mitte ein kleiner Tisch, auf der ihr die Runen entgegenblickten, die sie gestern Abend gezogen hatte.
Die ganze hintere Wand war bedeckt mit einem Schrank.
Irgendwann war einfach alle Arbeit getan und immer wieder streifte sie durchs Haus und an dem offenen Buch vorbei.
>Ein kurzer Blick hinein, nur um zusehen, um was es sich bei dem Inhalt handelt, wird ja wohl nicht schaden < dachte sie und näherte sich dem Buch.
Es war in braunem Leder gebunden, so wie alle Bücher in diesem Haus.
Sie setzte sich an den Tisch und wollte gerade hineinsehen als das Buch ganz leicht anfing zu leuchten von Innen.
Es strahlte immer mehr und der Radius in dem es leuchtete wurde schnell weiter. So wurde Candaree ganz eingehüllt in den Lichtkreis.
„Wer bist du, du bist nicht meine Herrin. Sag erst, wer du bist.“
Hörte sie ganz deutlich eine kleine Fistelstimme sagen.
Das Buch klappte mit lautem Knall zu, ein Metallriegel schloss sich an der Seite und auf dem Buchdeckel wurde ein Auge sichtbar, dass in der Mitte eines Ornaments angebracht, sie unverwandt anstarrte.
„Wer bist du?“ Fragte Candaree ängstlich und saß, als sie schnell aufstehen und flüchten wollte, wie festgeklebt auf dem Stuhl.
„Ah, du musst die Neue sein, die Warla zur Hand geht. Hat sie dir erlaubt, in mir zu lesen?“
Das Auge blinzelte mit seinem Augenlid.
Candaree war zu verblüfft und antwortete gehorsam: „ Ich bin Candaree. Nein eine Erlaubnis habe ich nicht aber ich dachte auch nicht, dass ich die bräuchte. Wer bist du?“
„Ich bin Finny. Die Wächterin aller dieser Bücher hier im Haus. Was also willst von diesem Buch?“
„Ich wollte nur mal sehen, um welches Thema es sich handelt in diesem Buch. Ich wusste ja nicht, dass ich dafür eine Genehmigung brauche. Und nun lass mich von diesem Stuhl. Ich kann doch jetzt sowieso nicht mehr reinschauen.“
Sie hörte ein leises Kichern und erhob sich vom Stuhl.
„Lauf nicht weg! Ich will mit dir reden. Wieso bist du hier?“
Candaree sah das Auge auf dem Buch an und überlegte.
„Ich will zum kleinen Volk und ich denke, Warla wird mir das beibringen, das ich wissen muss um dort leben zu können.
„Was willst du da?“ Fragte Finny und das Auge blinzelte wieder kurz.
„Ich will das Kunstschmiedehandwerk lernen. Ich finde Metall und alles was man damit machen kann, wunderschön. Auch die Magie, die damit verbunden ist, ist für mich faszinierend. All das will ich lernen und vieles mehr. Aber warum bist du hier?“
Fortsetzung folgt.

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

08.02.2009 00:18
#41 RE: Runenranken antworten

Hmmmm Druidin
Toll,die alte Warla,die Höhle,die Runen,das Buch.Wieviel Zeit wird wohl unbemerkt vergehen?
Bin gespannt wie`s weitergeht.
Danke
Sachse

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

08.02.2009 23:24
#42 RE: Runenranken antworten

Leider muss ich morgen arbeiten und muss noch was vorbereiten.
Dienstag weiter.
Die Druidin

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

18.03.2009 01:01
#43 RE: Runenranken antworten

Hallo Druidin
Welchen Dienstag meintest Du eigentlich,in welchem Jahr?
Sachse

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

21.03.2010 00:48
#44 RE: Runenranken antworten

Ich hab mal wieder etwas Zeit gefunden, weiter zu machen-

Sekundenlanges Schweigen… dann ein Räuspern „ Ääh na ja, ich war auf dem Weg und wollte hier nur mal vorbei schauen…. Das Buch stand schließlich offen… und ich fand, dass das eine Einladung war. War es aber nicht. Ich blieb in dem Buch stecken weil Warla einen Schutzzauber ausgelegt hatte und nun bin ich immer noch hier und kann alles lesen was ich will. Ich brauche bestimmt ein Leben lang um alles gelesen zu haben.“
„ Du bist also auch auf dem Weg? Auf welchem Weg bist du?“
„ Ich will so viele Lebens- Geschichten lernen wie ich nur kann. Wenn ich dann alt geworden bin komme ich nach Hause und habe jede Menge Geschichten für die Kinder unseres Dorfes.
Sie brauchen mehr als nur das, was ihnen ihre Eltern und Großeltern vermitteln.“

Candaree stand auf und sagte im Weggehen: Dann kannst du mir bestimmt was dazu sagen, was in dem Buch steht?“
„Nein, das kann ich nicht." Rief Finny ihr hinterher. "Ich hab noch nicht alle Bücher durch und solange bleibe ich hier.“
Candaree grinste und ging in den Küchentrakt.

Als Warla nach Hause kam, war das Essen fertig und sie holte die Runen wieder so hervor wie Candaree sie zurück gelassen hatte.
„Nun lass uns weiter sehen, was du siehst in den Runen. Ziehe die nächste Rune und sag mir, was du siehst.“
Candaree nahm eine Rune in die Hand und betrachtete sie.
„Sie sieht aus wie ein schiefes Tor. Oder... wie eine Kuh oder ein Bulle der gerade aufsteht. Sieht noch sehr unreif, unfertig aus. So als wenn die Hörner hin und her geschwungen werden.
Stiere die so wild sind können viel anrichten.
Wenn man die aber hinter einen Pflug schafft, sind sie sehr ausdauernd und kraftvoll. Die Erde wird tief gepflügt und die Saat wird gut gedeihen.
Aber niemand hält sie wenn sie eine Kuh riechen, nicht mal eine Mauer.“
Und ein Bild entstand in ihrem Kopf wie der Sohn eines Nachbarbauern seinen Bullen vom Feld holte und an ein Landstück mit Kühen vorbei führte. Der Bauernsohn hatte ganz heftigst was abbekommen. Der Bulle war einfach durch den Zaun durch maschiert als gäbe es ihn nicht.
„Ja, so ist es richtig, es ist die Rune Uruz und steht für Kraft, Ausdauer und kraftvolle Taten. Was denkst du, sagt dir die Rune in göttlicher Hinsicht?“

„ Wenn ich dieser ungezähmte Bulle bin, dann habe ich Kräfte, von denen ich nichts weiß. So wie ein normaler Bulle auch nichts weiß davon. Er tut es einfach. Ich bin aber kein Bulle sondern ein Mensch. Also hat das mit der Kraft wohl etwas anderes zu bedeuten.
Wenn ich bedenke, dass ich kein Bulle bin sondern ein Mensch, dann will mir die Rune vielleicht sagen, ich soll genauer hinsehen, worin meine Kraft liegt. Welche Taten damit zu tun sind. Eines hab ich gelernt auf dieser Reise. Das alles ist auch mit Verantwortung verbunden.“

„Ja, das denke ich auch und ich glaube, die Runen sind ein Teil deiner Kraft. Nun nimm die nächste Rune.“
Candaree legte Uruz wieder hin und zog eine weitere Rune.

„Sie hat einen langen Strich und ein Dreieck an der Rechten Seite. Diesmal ohne das abgespreizte Bein. Jemand steht und winkt. Oder es ist eine Fahne oder ein Wappen.
Jemand der winkt und will dass ich mich ihm nähere, ist eher freundlich und freut sich, mich zu sehen.
Eine Fahne zeugt von einer Gruppe von Menschen, die zu einer Sippe gehören. Zu einer Familie. Familie ist auch Sicherheit und Erbe. Ein Wappen zeigt eigentlich eine Denk- oder Glaubensrichtung. Unser König hat ein Wappen. Unsere Kirche hat ein Wappen und der Doktor, der alle halbe Jahr bei uns vorbei fährt, hat auch so ein Wappen.
Wenn ich das jetzt auf mich münzen soll dann könnte das vielleicht heißen, dass ich „Flagge“ zeigen soll. Das ich mich entscheiden soll, was und wohin ich will.
Das verstehe ich.
Großvater war seehr klar als die Paffen an unserer Haustür waren und ihm sagen wollten, woran er jetzt zu glauben hatte.“
Warla war zufrieden.
Das war sehr gut. Diese Rune heißt Wunjo und steht für Freude, Harmonie, Liebe und dem Buchstaben W.“

„Erstaunlich, sie hat so viele Spitzen, wer das ins Fleisch bekommt, stirbt einen elenden langen Tod, sollte man meinen.“
„Nun, da zeigt sich einfach, dass alles erarbeitet sein will. Nichts bekommt man umsonst. Auch die schönen Seiten des Lebens sollten nicht ewig dauern. Na, ich denke, eine Rune können wir noch oder?“
Candaree zog also die nächste Rune.
„Oh es ist ein Baum oder Strauch. Eine Linie in der Mitte und rechts und links oberhalb ein Zweig der nach Außen zeigt. Wenn das ein Baum oder ein Strauch ist, dann ist all das aus Holz.
Holz ist für so vieles zu gebrauchen. Häuser, Ställe, Boote, Pfeil und Bogen, Zäune. Der Mensch bestimmt, was aus einem Baum wird. Die Erfahrung lehrte uns, was aus welchem Baum werden kann.
Na dann versuche ich mal wie ein Baum zu denken. Ich könnte mir vorstellen, ich bin neugierig, stur und kann einiges vertragen. Das könnte ein Haselstrauch sein.
Der ist etwas biegsam, verträgt einiges und wächst so schnell dass man meinen könnte er will unterwegs sein um Neues zu erfahren.“
„Sehr schön, das ist die Rune Algiz und steht für Verteidigung, Schutz, Bogen und dem Buchstaben Z. Holz war das erste Material das wir Menschen nutzen konnten für unseren Schutz.
Du kannst jetzt den Tisch wieder weg stellen. Ich bin zufrieden mit dir.
Was hat dir denn Finny heute erzählt?“
Candaree stieg die Röte ins Gesicht.
“Woher weißt du?“
Lachend meinte Warla:“Das Buch ist zugeklappt.“
„Ich wollte doch nur mal sehen, welches Thema das Buch hat.“
„Das kannst du,von jetzt an, wirst du jeden Tag einen Zauber der darin enthalten ist, auswendig lernen.
Wir werden dann das Gelernte zusammen üben.“ Sagte Warla und ging in den Schlafraum.

Fortsetzung folgt.

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

Gothica Offline

Rabe


Beiträge: 82

11.12.2011 00:00
#45 RE: Runenranken antworten

Ne, oder? Hier hört es einfach auf? Das darf es nicht geben ^^! Schön weiterschreiben. Ich weiß, ich hab erst jetzt damit angefangen und die anderen warten sicher schon viel länger auf die Fortsetzung, aber.... !

Deine Erzählung sehr gut und spannend.

Lg
Gohica

Dass mir der Hund das liebste ist,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde!
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde!

Franz von Assini

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