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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 831 mal aufgerufen
 Märchen, Sagen und Legenden
schnitzer Offline

Altrabe


Beiträge: 822

11.12.2008 23:06
Der Schmied und der Tod antworten

Es war ein mal ein Schmied.
Eines Nachts kam eine Fee zu ihm und bot ihm an, ihm drei Wünsche zu erfüllen.
Au ja, das ist prima dachte sich der Schmied und wünschte sich zu erst, das jeder der in seinen Kirschbaum klettert, festklebt und nur duch ihn selbst erlöst werden kann, weil zu viele Leute seine Kirschen klauen,die er doch so gerne isst.
"So solls sein" sagte die Fee.
Als zweites wünschte sich der Schmied, das einer seiner Stühle klebrig ist und jeder kleben bleibt, der sich auf den Stuhl setzt. Das wünsche er sich, weil die Leute immer nur kurz bei ihm blieben, er sich aber zu sehr über Besuch freut.
"So soll es sein" sagte die Fee und der Stuhl war klebrig.
Und als drittes wünschte sich der Schmied einen Sack, in dem alles was da reinkommt nur duch den Schmied wieder rausgeholt werden kann. Es wird einfach zu viel gestohlen, was man so am besten verhindern kann.
Auch diesen Wunsch erfüllte die Fee und verschwand.

Der Schmied in seinen besten Jahren hatte richtig viel Erfolg mit seiner Schmiede und dachte sich, das es an der Zeit wäre, sein Wissen und Können weiter zu geben und fing an, Lehrlinge auszubilden.

Eines Tages klopfte es an der Tür. Der Schmied öffnete und da stand eine schwarze Gestalt.
Diese sagte, "Guten Tag,ich bin der Tod und komme um dich zu holen. Leg dich hin und mach dich bereit".
Au ha, dachte der Schmied und sagte zu dem Tod, "geht klar, aber einen Wunsch hätte ich da noch, ich möchte gerne noch ein paar Kirschen essen, bevor ich mit dir gehe. Sei doch so nett und hol mir ein Pfund Kirschen von meinem Baum. Ich mach mich indess bereit für die Reise."
Der Tod dachte sich, was solls, so viel Zeit hab ich, ging los und kletterte in den Kirschbaum...und klebte fest.
Drei Tage später kam der Schmied zum Kirschbaum und fragte den Tod, "Na...wie gehts?" Und der Tod rief,"Erlöse mich, lass mich vom Baum runter ,ich hab doch so viele Thermine ,die ich jetzt alle verpasst habe. "Darauf hin sagte der Schmied," Ich lass dich runter, wenn du mir noch zehn Jahre Zeit gibst, denn meine Schmiede läuft sehr gut und ich bilde Lehrlinge aus".
Aus Verzeiflung stimmte der Tod zu und der Schmied erlöste ihn vom Kirschbaum.
Die Zeit verging,der Schmied bildete seine Lehrlinge aus und war dabei einen der Gesellen zum Meister auszubilden, als es an der Tür klopfte. Der Schmied öffnete und da stand der Tod, pünktlich zehn Jahre später.
"Schmied, mach dich bereit, leg dich hin, ich will dich heute mitnehmen."
Au ha, dachte der Schmied, "Du kommst völlig unpassend, ich bin doch grade dabei, einen Meister auszubilden, aber ich gehe mit dir. Setz dich auf den Stuhl da, wir trinken schnell noch einen Tee und dann kann die Reise losgehen". Der Tod setzte sich und blieb am Stuhl kleben. Der Schmied fuhr erst mal für drei Tage zu seiner Mutter, um sich zu entspannen. Nach Drei Tagen kam der Schmied zurück und hörte den Tod schon durch die Wand jammern..."Schmied, lass mich frei, ich hab doch so viele Thermine und die schaffe ich so niemals".
Darauf hin sagte der Schmied, "Gut,ich kann dich frei lassen, aber gib mir noch zehn Jahre, ich bin nämlich grad dabei, einen Meister auszubilden und ich hab einen Großauftrag bekommen. Der muß auch erst fertig gemacht werden."
Darauf hin sagte der Tod, "Gut, so solls sein, aber bitte mach mich frei. "Und der Schmied erlöste den Tod.
Die Zeit strich ins Land, der Schmied hatte 6 Gesellen und einen Meister und schon mehrere ganz große Aufträge erledigt. Das Geschäft florierte, als pünktlich zehn Jahre später der Tod wieder an der Tür klopfte.
Diesmal öffnete der Schmied die Tür nicht, sagte aber durch die Tür zu dem Tod, "Wenn du wirklich der Tod bist, kannst du auch durchs Schlüsselloch kommen. Kannst du das?"
Und der Tod rief zurück, "Ja klar kann ich das" und begann sich durchs Schlüsselloch zu zwängen. Auf der anderen Seite hielt der Schmied den Sack vor das Schlüsselloch und der Tod war im Sack gefangen.
"Du Schlaumeier", rief der Tod, lass mich aus dem Sack raus". Aber das wollte der Schmied auf garkeinen Fall machen. Stattdessen ging er in die Werkstatt mit dem Sack und sagte zu seinen Gesellen, "Schmiedet mir diesen Sack, aber fragt niemals warum". Und sie schmiedeten mit dem größten Hämmern zwei Stunden lang auf dem Sack herum.
Und aus dem Sack hörte man gar grausige Geräusche kommen, aber die Gesellen schmiedeten weiter.
Das ging so lange, bis der Tod genug hatte und dem Schmied jeden Wunsch garantierte.
Da wünschte sich der Schmied von dem Tod, doch erst dann zu kommen, wenn er vom Schmied gerufen wird. Und keine Sekunde früher.
Der Tod stimmte zu und verschwand.
So lebte der Schnied noch ganze 23 Jahre, bekam zwei Söhne, die die Schmiede übernommen haben.
Und so konnte der Schmied dann endlich den Tod rufen um auf die große Reise zu gehen.

Ob sie wahr ist die Geschicht.....das weiß ich nicht.

Wer verurteilt kann sich irren, wer verzeiht irrt nie!

Nachtfalke Offline

Altrabe


Beiträge: 1.168

12.12.2008 00:00
#2 RE: Der Schmied und der Tod antworten

Haha, sehr gut geschrieben!

Gruß
Nachtfalke

Chaos ist die höchste Ordnung

clauga Offline

Rabe


Beiträge: 78

13.12.2008 15:55
#3 RE: Der Schmied und der Tod antworten

hey schnitzer,

wirklich klasse. hast du sie selbst ausgedacht? zutrauen würde ich es dir.

clauga

Samina Offline

Altrabe

Beiträge: 1.893

13.12.2008 21:43
#4 RE: Der Schmied und der Tod antworten
Hallo Schnitzer,

gefällt mir ausgesprochen gut.

Liebe Grüße
*samina*

~~~
Einen anderen zu heilen ist nicht schwer. Es genügt, ihn zu lieben, ihn zum wichtigsten Wesen der Welt zu machen, sich ihm ganz hinzugeben und sich selbst dabei zu vergessen. (Indianische Weisheit)

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