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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 755 mal aufgerufen
 Bräuche
Seiten 1 | 2
Valkyrja Offline

Altrabe
Beiträge: 972


21.01.2009 20:02
#16 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Hallo liebe Raben,

zu den Rauhnächten hab ich schon so manches gelesen, aber irgendwie sind sich alle nicht einig. Hab auch schon gelesen, dass es mehr als 12 Rauhnächte sien sollen, weiß aber leider die Quelle nicht mehr.
Es gibt auch für die meisten Versionen eine plausible Erklärung und von daher habe ich mich auch immer auf die Zeit nach Jul eingerichtet, nicht ausgehend vom 24. Dezember.

Finde eure Infos zum Tehma sehr interessant und werde wohl auch noch mal weiter recherchieren^^

Corvina





erwachend durch das Beben
breitet der schwarze Vogel weit seine Schwingen aus, öffnet seiner Seele ein Fenster
atmet die Liebe und fliegt hinaus
dem Erkennen entgegen, aus dem Schutz der Dunkelheit mutig hinein in die Schatten

Ourobo Offline

Rabe
Beiträge: 138


20.12.2011 09:37
#17 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Guten Morgen,
Verwirrung kenne ich bei diesem Thema auch.
Vom Gefühl her würde ich auch am 21.12. starten wollen, da es ja zumindest von der Sonne her der "Todes- und Wiedergeburtstag" ist. Soweit ich weiß, sind auch Newgrange und Grabstätten auf den Orkneys auf diesen magischen Tag ausgerichtet.

Gibt es von euch weitere Recherchen, die die Verwirrungen noch nähren können?

Gruß vom Wolf



Wo ein Kopf ist, ist meistens auch ein Brett...

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.123


05.01.2012 14:20
#18 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Hej, ih rlieben Raben,
hier im Norden - vermutlich auch noch weiter südwärts - toben die wilden Horden seit Tagen über den Himmel und verirren sich auch häufig in die unteren Ebenen - sicher mit Absicht. Was meinen kleinen Fleck hier auf der Erde betrifft, bin ich sicher maßgeblich daran schuld, dass es gerade hier in unseren Küchengärten heute Morgen so schlimm tobte. Stundenlanger heftiger Regen, nahezu Hagel, versperrte mir und den Katzen (eine ließ sich allerdings davon nicht abhalten, ihre Morgenrunde zu machen und kam völlig durchweicht wieder nach Hause) den Weg nach draußen. Und nun komm ich zu meinem Schuldgeständnis. Ich hatte doch tatsächlich entgegen den tausendfachen Warnungen Wäsche auf einem Ständer hängen. Ich habe mir gedacht, was hat es für einen Wert, die Wäsche, die ohnehin klitschnass ist, herein zu holen. Hätte ich es nur getan! All die Tage!!! Heute Morgen ist er umgefegt worden. Ichhabe es gegen 13 Uhr bemerkt und dann mit ganz schlechtem Gewissen und einer tiefen Entschuldigung die Stücke aufgesammelt und in die Wohnung getragen, wo sie den Weg eines "Recyclings" durch nochmalige Waschmaschinen-Kurzprozedur gegangen sind. Was soll ich sagen: Seit dem beruhigt sich das Wetter und zwischen den dicken tiefhängenden Wolken blitzt es stellenweise schon blassblau. Da hab ich dann ein paar Kerzen auf unserem kleinen Hausaltar zum Leuchten gebracht und fühle mich jetzt so richtig wohl. Es war nur ein kleiner Haufen Wäsche und deshalb ist wohl nichts Schlimmeres geschehen. Aber dennoch.... man sollte die alten Bräuche wirklich nie auf die leichte Schulter nehmen. Zu schnell bahnen sich Frau Holle und andere mit Kraft ihren Weg - auch in den kleinen Gärten.
Aber ich denke, heute beruhigen sie sich im Laufe der Nacht ohnehin, denn schließlich haben sie ihre Nächte gehabt und können nun getrost ein wenig Pause machen, oder?
Liebe Grüße
Tanith



"Sieh nach den Sternen - gib acht auf die Gassen."(Wilhelm Raabe)

HuldaMedea Online

Rabe
Beiträge: 114

05.01.2012 19:12
#19 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Oha,

da ich meine Wäsche auch gewaschen und dann tagsüber aufgehängt habe,tobt hier im Nord-Osten der Sturm mit allem was dazugehört...Hagel und Regensind auch dabei.Wenn ich genau lausche,kann ich Holle und Odin beinahe freudig juchzen und lachen hören.Schließlich sind sie ja auch bei Dir,liebe Tanith,nochmal heil davongekommen.

Heute nacht und dann morgen an ihrem Festtag,werde ich Holle noch einmal ehren und mich für die Erkenntnisse,das Runenziehen betreffend,bei ihr bedanken.

In diesem Sinne Euch allen noch eine letzte erkenntnisreiche Rauhnacht.

LG HuldaMedea



Es gibt immer einen Stein,der weiter fliegt....

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.123


05.01.2012 20:23
#20 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

...ich habe grad ihnen allen zu EHren ein nagelneues Sonett geschrieben. Ich hoffe, dass meine Entschuldigung nun angenommen werden wird.
Übrigens: Träume der letzten Rauhnacht sind oftmals Prophezeiungen, also esst nix, was schwer im Magen liegen könnte, zu Abend.
Liebe Grüße
Tanith



"Sieh nach den Sternen - gib acht auf die Gassen."(Wilhelm Raabe)

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.030


05.01.2012 20:31
#21 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

zu späääät

lieben Gruß
Ansuz





"Man erlangt die Erleuchtung nicht,
indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.123


05.01.2012 21:00
#22 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

...was? Meine Entschuldigung oder dein Essen? Vermutlich Letzteres, wenn ich die Popcorn -Tüte sehe.....
Ich wünsche eine traumreiche GUTE Nacht.
Liebe GRüße
Tanith



"Sieh nach den Sternen - gib acht auf die Gassen."(Wilhelm Raabe)

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.030


06.01.2012 04:34
#23 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Hallo Tanith,

ich meinte das schwere Essen

lieben Gruß
Ansuz





"Man erlangt die Erleuchtung nicht,
indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)

HuldaMedea Online

Rabe
Beiträge: 114

06.01.2012 11:03
#24 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Ihr Lieben,

war wohl auch nix, zu wenig gegessen zu haben,kann mich kaum an meine Träume erinnern...obwohl das sehr selten vorlkommt

Nun ist es erstmal geschafft,die Waschmaschine dreht sich ohne schlechtes Gewissen und die wilde Schar ist weitergezogen...beinahe windtsill heute.Die Runen liegen vor mir und warten auf meine Beschäftigung mit ihnen

LG HuldaMedea



Es gibt immer einen Stein,der weiter fliegt....

Ourobo Offline

Rabe
Beiträge: 138


06.01.2012 14:14
#25 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Ahoi.
Ich bin bei einem schamanischen Artikel bei Vigeno (von Alexander von Sagitarius) über eine mögliche Erklärung gestolpert, die die Diskrepanz zwischen Mittwinter und dem späteren Beginn der Rauhnächte erhellt:

Wir empfinden und begehen die Wintersonnwende als einen fünfzehntägigen Kreis, der einer Spirale aufsteigend, am 21. Dezember, der eigentlichen Sonnenwende, dem Fest „Alban Arthuan“ beginnt.
Diese erste Nacht, die Mutternacht der Kelten, gilt als die tiefste Nacht des Volkes, das aus der Dunkelheit kam und bis zu seiner Wiederkunft dort verharrt.
Es ist jene Nacht des Jahres, in der die Erdgöttin das Licht erneut auf die Welt bringt. Doch es bedarf eines letzten Kampfes in der Tiefe, ein Kampf zwischen dem Licht und der Finsternis, welcher drei Tage andauern wird, bis das wiedergeborene Sonnenkind am dritten Tage aufersteht (24. Dezember) und seinem Volk das neue Licht schenkt. Dieses Licht führt uns in den zwölf folgenden Tagen (bis zum 6. Jänner , Dreikönigstag) durch ihre Anderswelt, um die Orakel der kommenden zwölf Monde zu erfahren (das folgende Jahr).


Gruß vom Wolf



Wo ein Kopf ist, ist meistens auch ein Brett...

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.123


06.01.2012 17:00
#26 RE: Rauhnächte Zitat · antworten

Hej, Ourobo, liebe Raben,
es ist ein immer wiederkehrender Kampf zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis. Einem alten Hexensegen zufolge heißt es an Jul (eines der Feste mit leicht wechselndem Datum):

"Dies ist die Nacht der Sonnenwende, die längste Nacht des Jahres. Nun triumphiert die Dunkelheit; und doch gibt sie nach und wandelt sich zum Licht. Der Atem der Natur setzt aus:
Alles wartet, während im Hexenkessel der König der Finsternis n das Kind des Lichts verwandelt wird. Wir warten auf den Anbruch de der Dämmerung, da Nerthus, die Große Mutter, wieder das göttliche Kind Sonne gebiert, das uns Hoffnung und das Versprechen des Sommers bringt. Dies ist die Ruhe hinter der Bewegung, wenn die Zeit selber stille steht; von allem der Mittelpunkt, der gleichzeitig Umkreis ist. Wir sind wach inmitten der Nacht. Wir drehen das Rad, damit das Licht zu uns komme.
Wir rufen die Sonne aus dem Schoß der Nacht."
* Tod und Wiedergeburt - ewig dreht sich das Rad - die Furcht soll der Nacht übergeben werden - das Licht ward geboren und das Licht verlosch - alles verweht - alles vergeht - spüre den Atem des Todes *

Und danach setzt der Kampf noch einmal ein, die wilde Schar will nicht aufgeben und muss es doch. Schließlich greift auch der Mensch in das Geschehen ein, in dem er mit ihm eigenen Mitteln die Stille durchbricht (Silvester).

Liebe Raben, in diesem Sinn: Wir haben den Sturm einmal mehr überstanden und können uns am zunehmenden Licht freuen. Wir warten auf Imbolc.
Liebe Grüße
Tanith



"Sieh nach den Sternen - gib acht auf die Gassen."(Wilhelm Raabe)

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