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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 573 mal aufgerufen
 Allgemeines zum Asatru
Sigurd Offline

Altrabe


Beiträge: 1.900

25.12.2008 16:43
Vertrauen antworten

Hallo an alle,

was denk Ihr zu dem Thema Vertrauen? Für mich persönlich is Vertrauen auch ne Tugend genau so wie Freundschaft. Ne Freundschaft basiert auf Vertrauen. Is kein Vertrauen mehr da, wird es schwer ne richtige Freundschaft aufrecht zu halten.
Auch wenn es net zum Asatru gehört, is diese Tugend sehr wichtig für uns Menschen...

Liebe Grüße
wotan


Die Zeit etwas zu tun, ist erst dann gekommen, wenn wir damit anfangen!!!
(Sigurd W.)

Mein Online-Fotoalbum: http://sigurd-1980.magix.net/


Nachtfalke Offline

Altrabe


Beiträge: 1.168

25.12.2008 16:48
#2 RE: Vertrauen antworten

Hallo Wotan,

bevor ich jemanden vertraue muss mich diese Person respektieren. Sie muss mir genügend Respekt erweisen, dann kann ich langsam anfangen zu vertrauen. Je nachdem....
Mir selbst fällt es schwer zu vertrauen. Ich kann mich aktuell genau zwei Menschen anvertrauen. Also diesen zwei Menschen erzähle ich alles was mich bewegt, sie würden ihr Leben für mich geben (und umgekehrt).

Ich glaube nicht das Vertrauen eine Tugend ist. Allerdings ist Respekt vor jedwedem Lebewesen eine Tugend die glaube ich auch im Asatru von großer Bedeutung ist.

Das wären dann meine vorläufigen Gedanken dazu.

Gruß
Nachtfalke

Chaos ist die höchste Ordnung

Radegunde Offline

Altrabe


Beiträge: 957

25.12.2008 17:39
#3 RE: Vertrauen antworten

Hallo Wotan,
Ich persönlich finde es schwierig, jemandem vollkommen zu vertrauen, aber das hängt vielleicht mit meinem Verständnis des Wortes Vertrauen zusammen.
Das Problem ist, dass eben niemand wirklich perfekt ist, noch alles weiss. Also, wenn ich darauf vertraue, dass alles, was mir eine Vertrauensperson nach bestem Wissen und Gwissen mitteilt, auf jeden Fall wahr ist, dann bin ich eben manchmal angeschmiert und sage mir, ich hätte diesen Worten eben kein Vertrauen schenken sollen. Die entsprechende Person kann nämlich auch falsch informiert sein oder etwas falsch interpretiert haben, aber trotzdem wird mein Vertrauen in Frage gestellt.
Infolgedessen habe ich die nervige Angewohnheit entwickelt, ständig alle Aussagen selbst zu überprüfen. (Zum Beispiel selbst nachzugucken, wenn mein Herzallerliebster mir mitteilt, es gäbe keinen Kaffee mehr im Haus - und meistens finde ich dann tatsächlich noch eine Tüte irgendwo im Schrank!) Einerseits ist mein Mann dann freudig überrascht (schliesslich braucht er nicht auf seine Lieblingsdroge zu verzichten), andererseits stellt meine Handlung sein Wort in Frage, was er natürlich nicht so toll findet.

Ich glaube, so einfach ist es nicht mit dem Vertrauen. Wenn man sich ein Problem vorstellt, das etwas schwerwiegender ist, als fehlender Kaffee, und ich würde ihm (oder ihr) blind vertrauen und hinterher stellt sich heraus, er (oder sie) hat sich geirrt, dann könnte das unter Umständen das Ende der Beziehung oder Freundschaft bedeuten, weil nämlich: "ich habe dir vertraut und du hast mich enttäuscht und deshalb "ganz viele Schuldgefühle mach' ".

Wenn man sein Gegenüber von vornherein als fehlbar einschätzt (und eben nicht vollkommen vertraut), ist Verzeihung möglich und damit bleibt die Freundschaft erhalten.

Soweit meine Gedanken dazu

Viele Grüsse
Radegunde


Krächz

Samina Offline

Altrabe

Beiträge: 1.893

26.12.2008 00:17
#4 RE: Vertrauen antworten

Hallo Wotan,

In Antwort auf:
was denk Ihr zu dem Thema Vertrauen? Für mich persönlich is Vertrauen auch ne Tugend genau so wie Freundschaft. Ne Freundschaft basiert auf Vertrauen. Is kein Vertrauen mehr da, wird es schwer ne richtige Freundschaft aufrecht zu halten.
Auch wenn es net zum Asatru gehört, is diese Tugend sehr wichtig für uns Menschen...

Wie Radegunde schon schreibt, Vertrauen ist ein sehr weitreichender Begriff. Hat einmal jemand (aus welchem Grund auch immer) das Vertrauen 'gebrochen' so beinhaltet es als nächstes das Verzeihen üben in alle Richtungen damit die Freundschaft wieder eine Freundschaft wird oder bleibt. Wer das nicht übt, der hat bald keine Freunde mehr .

In Antwort auf:
Also, wenn ich darauf vertraue, dass alles, was mir eine Vertrauensperson nach bestem Wissen und Gwissen mitteilt, auf jeden Fall wahr ist, dann bin ich eben manchmal angeschmiert und sage mir, ich hätte diesen Worten eben kein Vertrauen schenken sollen. Die entsprechende Person kann nämlich auch falsch informiert sein oder etwas falsch interpretiert haben, aber trotzdem wird mein Vertrauen in Frage gestellt.

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Auch andere "Freunde" werden fehlgeleitet, können sich irren oder täuschen (auch in einem Rat, den sie uns vielleicht geben).

Wenn wir dann aber immer alles über Bord kippen, stehen wir bald alleine da.

Wobei Du natürlich auch Recht hast
In Antwort auf:
Ne Freundschaft basiert auf Vertrauen.

Das ist immer der Anfang (einer Be~ziehung).

Und für mich hat Vertrauen nichts mit einer Tugend zu tun. Vertrauen ist eine innere 'Erwartungshaltung'. Sie beinflußt unser Verhalten und hat für mich mit dem Thema Angst zu tun. Angst, daß sich etwas nicht erfüllt und man nachher mit leeren Händen da steht (Verlust).

Zu vertrauen ist immer ein Risiko ~ eben genauso wie die Liebe zuzulassen.

Soweit meine Gedanken dazu.

Liebe Grüße
*samina*


~~~
Einen anderen zu heilen ist nicht schwer. Es genügt, ihn zu lieben, ihn zum wichtigsten Wesen der Welt zu machen, sich ihm ganz hinzugeben und sich selbst dabei zu vergessen. (Indianische Weisheit)

Tharen Offline

Altrabe


Beiträge: 1.468

26.12.2008 09:41
#5 RE: Vertrauen antworten
Zitat von Samina
Wie Radegunde schon schreibt, Vertrauen ist ein sehr weitreichender Begriff. Hat einmal jemand (aus welchem Grund auch immer) das Vertrauen 'gebrochen' so beinhaltet es als nächstes das Verzeihen üben in alle Richtungen damit die Freundschaft wieder eine Freundschaft wird oder bleibt. Wer das nicht übt, der hat bald keine Freunde mehr .



*hüstel*
Morgen

Nun, dazu sage ich folgendes:
Wenn Vertrauen, durch eigene, egoistische Zwecke immer und immer wieder gebrochen wird, dann ist dort nie Freundschaft gewesen. Muss ich jedermann zum Freund haben? Nö!
Klar, kann ich verzeihen. Einmal, zweimal auch ein drittes mal. Aber iwann ist auch mal gut. Die Liebe zu mir selbst bin ich mir wert zu leben, als dass ich die unerwiderte Liebe von "Freunden" höherstelle.
Und keine Freunde mehr! Hm, na und? Dann eben nicht ^^
Dann waren es die Menschen mitunter nicht wert oder wussten nicht die Freundschaft, die ich ihnen entgegenbrachte zu schätzen.
Ich muss nicht jedermann zum Freund haben! Da lob ich mir eine innige Freundschaft, bevor ich 30 falsche habe. Und selbst wenns diesen einen nicht gibt:
Shit happens!
Gibt auch andere Zeiten wieder! Die Zeiten, in denen wir leben, sind nicht gerade mit Eigenschaften wie Vertrauen, Geborgenheit, geschweige denn Liebe gekrönt. Ich sag ja nicht, dass es gut ist. Aber es ist nunmal so.
Luthien

Unordnung ist wahrscheinlicher als Ordnung.
(physikalischer Grundsatz)
Seltene Menschen werden immer rarer.
(Verfasser unbekannt)

Corva Offline

Rabe


Beiträge: 194

26.12.2008 10:28
#6 RE: Vertrauen antworten

Zitat von wotan
was denkt Ihr zu dem Thema Vertrauen? Für mich persönlich is Vertrauen auch ne Tugend genau so wie Freundschaft. Ne Freundschaft basiert auf Vertrauen. Is kein Vertrauen mehr da, wird es schwer ne richtige Freundschaft aufrecht zu halten.
Auch wenn es net zum Asatru gehört, is diese Tugend sehr wichtig für uns Menschen ...


Hallo Wotan,
interessant, dass Du gerade jetzt die Frage nach dem Vertrauen stellst! Wir haben nämlich beim Wintersonnwendritual nach dem zentralen Wort für das Jahr 2009 gefragt und bekamen über verschiedene Kanäle übereinstimmend das Wort "Vertrauen". Nachdem "Vernetzung" das Wort des Jahres 2008 war und in vielfältiger Weise gelebt wurde, ist also nun anscheinend ein Lernschritt in puncto Vertrauen dran.
Vertrauen ist stets ein Wagnis. Es gibt immer tausend Gründe, skeptisch zu sein, bei sich selbst und bei anderen. Also gehört dazu auch Mut!
Dann kann sich alles schrittweise entwickeln und vertiefen:

- unser Selbst-Vertrauen,
- das Vertrauen der Götter in uns,
- unser Vertrauen in sie,
- unser Vertrauen untereinander.

Und das ist auch nötig. Es bringt die besten Kräfte in uns zum Reifen und stärkt uns für alles, was im Neuen Jahr auf uns warten mag.
Das wünsch ich uns allen!

Herzliche Grüße
Corva

*

clauga Offline

Rabe


Beiträge: 78

27.12.2008 17:35
#7 RE: Vertrauen antworten

hallo raben,

eine interessante diskussion. also meiner meinung nach kommen wir alle mit einem sogenannten urvertrauen auf die welt und unsere interpretation zu dem wort vertrauen ändert sich mit unseren erlebnissen und mit unserer erwartungshaltung - soetwas hat ein neugeborenes jedenfalls nicht und es m u s s uns blind vertrauen um zu überleben.

eure

clauga

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