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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 1.017 mal aufgerufen
 Über Raben
Othala ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2005 14:46
Kleines Rabengedicht antworten

Die Raben (Georg Trakl)

Über den schwarzen Winkel hasten
Am Mittag die Raben mit hartem Schrei.
Ihr Schatten streift an der Hirschkuh vorbei
Und manchmal sieht man sie mürrisch rasten.

O wie sie die braune Stille stören,
In der ein Acker sich verzückt,
Wie ein Weib, das schwere Ahnung berückt,
Und manchmal kann man sie keifen hören

Um ein Aas, das sie irgendwo wittern,
Und plötzlich richten nach Nord sie den Flug
Und schwinden wie ein Leichenzug
In Lüften, die von Wollust zittern.


Liebe Grüße,

Othala


<<Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich auch ein Singvogel darauf niederlassen>>
(aus China)

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.165

27.09.2005 20:43
#2 RE: Kleines Rabengedicht antworten

Liebe Othala,

ein wirklich schönes Gedicht!!

Liebe Grüße
Ansuz

P.S. und ein wundervolles Bild (schmacht)



"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

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