einige hatten ja INteressa daran bekundet, wie die Jahreskreisfeste nach dem Mondjahr berechnet werden.
Dabei zunächst das Einfachste: Die Sonnenwenden und Tag-und Nachtgleichen sind natürlich fixe Termine, die man problemlos an die bekannten Daten knüpfen kann.
Die Berechnung der großen Feste ist etwas komplizierter. Meine Quelle ist: Vicky Gabriel/ William Anderson: Wege zu den alten Göttern (Mond 6)
Vicky erklärt zuerst, dass ein Mondmonat immer mit einem Schwarzmond endet, also dem Tag, an dem der Mond völlig im SChatten der Erde verborgen liegt und der allgemein als Neumond bezeichnet wird. Neumond ist in den Naturreligionen aber ein Tag nach Schwarzmond, wenn die erste zarte Sichel am Himmel erscheint. Dieser Neumond ist der erste Tag des Mondmonats!
Das Mondjahr dagegen beginnt am Tag nach einem Vollmond, also zwei Wochen vor Beginn des ersten Mondmonats eines Mondjahres
Vicky Gabriel rechnet Schritt für Schritt vor: ° Sie wählt zuerst als astronomischen Fixpunkt die Wintersonnenwende, weil das Jahr nach dem natürlichen Sonnenkalender einen Tag später beginnt (die Tage werden von nun an wieder länger)
° Sie geht von da aus zurück zum letzten Schwarzmond davor und erklärt ihn für die Berechnung des kommenden Mondjahres zum nullten Schwarzmond. Der Tag auf den darauf folgenden Vollmond (er wird als nullter Vollmond bezeichnet) ist der Beginn des neuen Mondjahres. Der Anfang des Mondjahres liegt daher meistens im Dezember.
° Der erste MOndmonat beginnt vierzehn Tage später, einen Tag nach dem nächsten Schwarzmond. Dieser liegt dann zwar vor dem ersten Mondmonat, wird aber trotzdem als erster Schwanzmond des Mondjahres definiert.
° die Mondmonate müssen davon ausgehend nur noch durchnummeriert werden. Der letze Mondmonat eines Mondjahres wird für die Berechnung des nächsten Jahres dann automatisch wieder zum nullten.
° Die Feste bestimmen: Imbolc: an Vollmond des 2. Mondmonats Beltane: an Vollmond des 5. Mondmonats Lughnasad: an Vollmond des 8. Mondmonats Samhain: am 11. Neumond! des Mondjahres
So, jetzt seid ihr wahrscheinlich genauso verwirrt wie ich^^ Aber wenn man es zweimal langsam durchgearbeitet hat, ist es gar nicht sooo konfus Viel Spaß dabei
Corvina
erwachend durch das Beben breitet der schwarze Vogel weit seine Schwingen aus, öffnet seiner Seele ein Fenster atmet die Liebe und fliegt hinaus dem Erkennen entgegen, aus dem Schutz der Dunkelheit mutig hinein in die Schatten
In Antwort auf:Die Sonnenwenden und Tag-und Nachtgleichen sind natürlich fixe Termine, die man problemlos an die bekannten Daten knüpfen kann.
Wieso das?
Mir kam es in den letzten Jahren oft so vor, als wenn sich die Jahreszeitenwechsel "nach hinten" verschoben haben...
will heißen: ich empfinde unseren ganzen Kalender als nicht mehr ganz stimmig... also nicht mehr mit dem tatsächlichen Jahreszeitenwechsel übereinstimmend... Ich dachte schon oft, daß der Winter eigentlich viel später eingeläutet wird, als unser Kalender das vorsieht... Genauso wie mit den anderen Jahreszeiten
Kommt das nur mir so vor? Oder hab ich da einfach nur nen Denkfehler drin?
Sowas müßten doch eigentlich Bauern ganz gut beurteilen können???? Weiß da jemand vielleicht was drüber?
Oder hat einer ne Erklärung warum mir das so vorkommt?
es geht mir genauso wie dir. Allerdings kann man das sehr gut mit dem Treibhauseffekt erklären glaub ich. Es wird -global gesehen- wärmer. Und es ist garantiert um einiges wärmer als es vor ca. 2000 Jahren war. Das wirkt sich dann auch auf die Jahreszeiten aus, sprich ein kurzer kalter Winter, ein langer oft sehr heißer oder schwüler Sommer und kaum vorhandene Übergangszeiten (was ich persönlich am meisten vermisse, denn Frühling und Herbst liebe ich über alles).
Die Pflanzen- und Tierwelt richtet sich auch danach aus. Raben zum Beispiel waren vor einigen Jahrzenten noch in Sibirien und Russland heimisch und kamen nur als Zugvögel zu uns. Inzwischen sind sie auch in unserem Breitengraden durch und durch zuhause.
Und bevor jemand schreit "böser Mensch" - nein, ich glaube es musste früher oder später so kommen. Der Mensch hat diese Veränderung maximal beschleunigt. Mein Gefühl sagt mir dass das alles aus dem Erdinneren kommt und weniger von den äußeren Einflüssen. Alles ist im Wandel, so auch unser Klima und unsere Welt. Das find ich im Großen und Ganzen auch sehr gut so, sonst gäbe es keinen Fortschritt sondern nur Stagnation --> Tod/ Stillstand.
Insofern ist unser "Kalender" auch nicht mehr so ganz aktuell ;-)
Gruß Nachtfalke
"Die alten Götter sind nicht tot, sie denken vielmehr, dass wir es seien!" (Altes Sprichwort der Hexen)
ich wollte mit den Terminen der "kleinen" Feste nicht unbedingt sagen, dass sich hier nicht auch etwas wandeln kann, denn dass sich unser Jahreskreislauf verändert, merkt glaub ich jeder...
Es ging mehr um die relativ einfache Möglichkeit herauszufinden, wann Tag und Nacht gleich lang sind, bzw. die Sonnenwenden stattfinden. Diese Feste werden nicht nach der Methode des Mondkalenders berechnet. Sorry, wenn ich mich da etwas missverständlich ausgedrückt haben sollte.
Corvina
erwachend durch das Beben breitet der schwarze Vogel weit seine Schwingen aus, öffnet seiner Seele ein Fenster atmet die Liebe und fliegt hinaus dem Erkennen entgegen, aus dem Schutz der Dunkelheit mutig hinein in die Schatten
ich würde gerne dieses Thema wieder hochholen und ein wenig bohren..... oder einfach auch nur in die Runde Fragen.....
Ist die Rechenmethode nach Vicky Gabriel "die" Methode schlechthin?
Ein Nullter Vollmond, bzw. ein Nullter Schwarzmond fühlt sich für mich so "nicht existent an", so, als könne man den nicht für voll nehmen....eine Null eben.
Beltane am 28.4. zu feiern klingt auch für mich passender als am 27.05...
Ich kenne Leute, die würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn von den "gängigen" Terminen abgewichen würde, also Beltaine am 30.04. oder so. Andere stehen vielleicht eher auf solche Berechnungen, wie oben angegeben.
Ich halte das eigentlich eher etwas chaotisch. Wenn ich alleine etwas machen will, dann richte ich mich nach meinem Gefühl, wenn es um eine gemeinschaftliche Feier geht, dann spielen oft Faktoren wie Wochenende oder Feiertage eine Rolle, damit man praktischerweise am nächsten Tag nicht arbeiten muss... Geht man zu offiziellen Veranstaltungen, so liegen die oft an den allgemein bekannten Terminen...
Ich finde das nicht mehr so wichtig. Anfangs war es oft eine Art Orientierungshilfe, heute fühle ich den Jahreskreis ziemlich deutlich in mir. Daran ändert keine Berechnungsmethode etwas^^
lieben Gruß Corvina
der einzige Mensch, den ich zum Überleben brauche, bin ICH!
also meistens feiern wir an den fixen Terminen. Allerdings hat es sich im Zuge unserer größer werdenenden Gruppe und auch den Wünschen dahin entwickelt, dass wir die berechneten Termine nehmen.
Allerdings braucht es da echt Übung und soweit sind wir noch nicht, aber ich arbeite dran *g*
Was das Erspüren angeht, so gibt es oft Momente, an denen ich spüre "ja, genau jetzt ist ....." dann nehme ich mir gerade da wo ich bin, Zeit und denke über das Fest nach, ehre das Fest etc. und später oder vorher habe ich ja dann auch richtig rituell gefeiert.
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