ich habe mir heute einmal die Rune Thurisaz vorgenommen und mir überlegt, welche Parallelen oder Eigenschaften und Assoziationen auf den Dezember anzuwenden wären.
Habt Ihr da spontane Einfälle? Es muss nicht zwingend zu begründen sein.
Ich bin jedenfalls mächtig gespannt
viele Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
Hej, Ansuz, ich habe mich mit vor einiger Zeit befasst, als ich über Samhain und das folgende Julfest nachdachte. Da ich zu Samhain die Reise in die Dunkelheit antrete (Hexenneujahr) und den Weg auf das Licht zugehe, sehe ich als ein Tor, welches ich mehrfach durchschreite und jedes Mal inne halte, der Stille dieser Zeit nachspüre und überlege, ob denn dieses Tor das wesentliche ist oder wieviele noch kommen, bis am Ende alles wieder hell wird. Hinter jedem Tor lauert das Ungewisse, und gleichzeitig lasse ich Dinge hinter mir, die belastend waren. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich neben auch die Tarotkarte "Das Gewebe" gependelt habe und so getrost auf die Wiedergeburt des Lichts warte; mit jedem weiteren Tor, welches sich öffnet und den Eintritt, den weiteren Weg gestattet. So habe ich nicht so konkret dem Dezember, sondern dieser Zwischenzeit zugeordnet. Liebe Grüße Tanith
aber spannend finde ich die Tatsache, dass Du Thurisaz offenbar nicht abwehrend empfindest und der Dorn Dich nicht zurückweichen lässt.
Die Vorstellung Thurisaz als Tor zu betrachten gefällt mir gut. Die Vorstellung läßt sich auch visualisieren, wenn man die Rune auf die Seite legt. Dann gibt es den Anschein einer Höhle
lieben Gruß Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
Hallo Ansuz, im Dezember - tja da fällt mir vor allen Dingen der Weihnachtsbaum ein mit seinen ganzen pieksigen Nadeln. bedeutet für mich auch Streit - und Weihnachten heisst zwar "Fest der Liebe", aber laut Polizei kommt es ausgerechnet an diesem Tag zu den meisten Familienstreitereien.
= Thurse = in diesem Fall der oder die Eis/Schnee/Winterriesen, für mich.
Meine Assoziation ist in diesem Zusammenhang in erster Linie "Kraft die sich einem entgegenstemmt". Schnee, Eis und Kälte behindern das Fortkommen, heutzutage eben mehr durch vereiste und verschneite Straßen und kaputte Autobatterien als durch schwer begehbaren Tiefschnee.
Ferner "stechen" Schnee und Eis bei mitunter doch recht unangenehm in die Haut, ähnlich dem Dorn in der zweiten Deutung des Runennamens.
In Antwort auf:aber spannend finde ich die Tatsache, dass Du Thurisaz offenbar nicht abwehrend empfindest und der Dorn Dich nicht zurückweichen lässt.
Das ist wahr. Ich stelle allerdings häufig fest, dass ich die Zeichen anders deute, als es landläufig gemacht wird oder der Literatur entwächst. Das liegt meiner Ansicht nach daran, dass ich früher viele Träume hatte, die ich allerdings erst später deuten konnte. Ich finde es nun wieder sehr spannend, dass du die Höhle "erkennst". Ich bin sehr erdgebunden und nehme die Zeichen, wie ich sie empfinde. Die meisten haben für mich keinen Schrecken, weil sie sich doch irgendwie immer die Waage halten. Liebe Grüße Tanith
In Antwort auf:bedeutet für mich auch Streit - und Weihnachten heisst zwar "Fest der Liebe", aber laut Polizei kommt es ausgerechnet an diesem Tag zu den meisten Familienstreitereien.
Ja, das stimmt!! Das erlebe ich beruflich tatsächlich jedes Jahr Es ist wirklich interessant, dass sich doch so einige Parallelen zwischen Thurisaz und dem Dezember finden lassen.
Ich bin schon gespannt, ob es da noch mehr gibt!
viele Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
Auch wenn dieser thread schon etwas älter ist,und es mehr dem Frühling entgegengeht,wollte ich mein zwiespältiges Empfinden zu Thurisaz kurz kundtun.Als Schutz hat sie mir schon öfter geholfen,mich sozusagen eingehüllt und vieles ferngehalten,was mir Schaden hätte zufügen können.Allerdings erinnert sie mich auch an die Eis- und Schneewehe,in der ich in der Nacht vom 24./25.12 2010 mit meinem Auto steckengeblieben bin...so ein wenig "Titanic-Erlebnis".Zum Glück ist weder mir noch dem Auto schlimmeres passiert...aber etwas hilflos kam ich mir schon vor. Doch wer weiß,wie's ohne göttlichen Schutz ausgegangen wäre???
HuldaMedea
All is one,and one is all. I can hear the Raven's call.
Zitat ich habe mir heute einmal die Rune Thurisaz vorgenommen und mir überlegt, welche Parallelen oder Eigenschaften und Assoziationen auf den Dezember anzuwenden wären
ich hatte beim Fertigen der Rune für den Rabenbaum . Eine Rune, die mir früher eher quer lag und die ich lieber wieder heimlich in den Beutel gesteckt hätte, wenn ich sie denn mal zog . Meine Interpretation vor der Fertigung war: er löst auf. Schützt in diesem Moment und hilft, den Weg weiter zu gehen. Es ist eben wie ein Gewitter. Man wacht auf, merkt, dass man die Fenster schließen muß und schaut den Blitzen zu, wie sie über einen hinwegzucken. Man fühlt die Energie der Blitze beim entladen. Wenn danach der Regen einsetzt, wird alles gereinigt und man kann tief die frische Luft einatmen und hat noch das pulsieren des Donners im Ohr. Doch bald schon kann man um so friedlicher wieder einschlafen, da man sicher und behütet in seiner Wohnung/seinem Haus ist.
Für mich bedeutet Thurisaz: Chaos. Damit für die kalte Jahreszeit/Winter: Schneechaos, wie Ihwar ja schon schrieb. Allgemein, das schlechte Wetter halt. Aber es gibt uns auch Schutz in diesen Zeiten, in denen alles gefroren ist. Es bedeutet auch Hilfe, die kommen wird, so wie HuldaMedea bereits schrieb. Es fühlt sich für mich an wie eine Energie, die ich benötige, um den Wandel zu packen. Also eine sehr aktive Rune, die mich zum handeln zwingt. Zeigt auch Parallelen zur kalten Jahreszeit. Ich muß durch diese kalte Jahreszeit durch. Wenn ich es nicht schaffe, dann kostet es mich das Leben an sich (war bestimmt früher mal so). Hier denke ich an ein Achtung-Schild, welches vor meinen Augen steht. Schau, daß Du genügend Vorräte hast, um durch den Winter zu kommen ~ als Interpretation für die dunkle Zeit.
Sonst fällt mir dazu spontan nur ein, daß ich bei Thurisaz als erstes Isa (Ich) sehe und Kenaz (Licht) schmiegt sich dort an. Kenaz ist aber geschlossen und damit fehlt ganz einfach das Licht (in mir). Es ist aber auch ein 'halbes' Inguz, was ich sehe. Also, ein sehr kleiner, enger und begrenzter Raum, um mich dort wirklich wohlzufühlen. Nun muß Isa (=ich) aufgelöst werden, um wieder mehr Licht und Raum zu bekommen. Also durchaus eine Rune für die dunkleren Zeiten, in denen ich Zeit habe zum nachdenken, Ideen sammeln, Pläne schmieden und mit der Kraft dieser Rune zum Ende der Dunkelheit (Jan./Febr.) vieles aufzulösen.
Ich hoffe, Du kannst mit diesem Querdenken etwas anfangen ...
Liebe Grüße, samina
~~~ So wie man die Strahlen der Sonne nicht zudecken kann, so kann man auch das Licht der Wahrheit nicht auslöschen.
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