Ausdeutung: Im germanischen Schicksalsverständnis können wir durch unsere Taten das Muster des vorgewebten Weges ändern. Brennende Not und Erlösung vom Elend (Die Not wird gewendet)
Element: Feuer, Erde
Heilkraut: Löwenzahn, Wiesenknöterich
Baum: Traueresche, Buche
Tier: Luchs
Körperbereich: Psyche, Herz, Knochen, Nervensystem, Immunsystem, Haut
Astrologie: Mond im Skorpion, Sonne im 2. Haus, Steinbock, Waage
Tarot: Gerechtigkeit, Teufe (ich persönlich sehe hier auch den Gehängten)
Farbe: Hellgrün, braun, schwarz
Stein: Smaragd, Malachit, Bernstein
Duft: Benzoe, Hanf
Blume: Krokus
Naudhiz ist nicht gerade eine "leichte" Rune. Wie die Tarotentsprechungen "Gerechtigkeit" und "Teufel" schon ausdrücken, hat Naudhiz zwei Seiten. Es gilt, nicht nur die Not zu sehen, sondern sie auch zu wenden, nicht nur den Schatten zu erkennen, sondern ihn anzunehmen, Gerechtigkeit nicht nur walten lassen, sondern auch einzufordern.
Naudhiz ist Schicksal als Chance, wenn wir nicht "freiwillig" lernen, was das Leben uns sagen will, bekommen wir noch eine Lektion aufgebrummt, so lange, bis wir erkennen und erlöst werden. Naudhiz ist das aktive Trauern, und somit auch das Loslassen.
Naudhiz taucht auf, wenn wir an einer Gabelung des Weges stehen, entscheiden müssen.
Naudhiz hilft magische Willenskraft zu entwickeln und verstärkt diese. Wo Hass und Streit herrschen, kann Naudhiz das Bedürfnis nach Frieden, Freundschaft und Ordnung entwickeln und stimulieren. Wo Unverständnis herrscht, bringt Naudhiz Erkenntnis. Sie mahnt uns aber auch, das Schicksal nicht unnötig herauszufordern und warnt uns vor Verbitterung, Selbstmitleid und Flucht in Krankheiten.
Die Kraft der Rune wird eingesetzt als Abwehr gegen psychische und magische Attacken. Sie hilft in der Liebesmagie bei der Suche nach dem richtigen Partner, kann dem Liebesleben neue Impulse schenken. Im negativen Sinn bringt sie in Beziehungen Mangel an Flexibilität
Sie hat beschützende Funktion und hilft uns "weiszusagen"
Als Amulett hilft Naudhiz ausgewogene und unvoreingenommene Urteile zu fällen.
Naudhiz ist wirklich eine "anstrengende" Rune, aber jeglicher Einsatz lohnt sich.
Grüne Grüße Brigid
^^^^^^^^ Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)
jetzt hab ich mir so eine Mühe gemacht, zuhause alles vorgeschrieben und auf CD gebrannt. Nun sitze ich hier bei der Arbeit und unser Admin im Geschäft hat am Rechner doch tatsächlich das Laufwerk deaktiviert .
Ich hoffe ich kann heute noch meinen Beitrag zu den Monatsrunen leisten.
Vielen Dank für Deine Mühe. Deine Worte und Erläuterungen sind sehr interessant, bergen für mich als Anfänger sehr viel Denkstoff wenngleich teils auch ein erstes Verstehen.
Mein Fragenkatalog dazu wird kommen, wenn ich alles habe auf mich wirken lassen...
Liebe Gruesse, Barbara
Unser Gefühl für Natur gleicht der Empfindung des Kranken für die Gesundheit (Schiller)
hast du zu Othala auch schon was geschrieben? Dann warte ich mal ab, sonst stelle ich gerne heute oder morgen die Rune rein. Naudhiz hatte ich eh schon auf meiner Festplatte, es war eine leicht perönliche Auslegung, die ich für eine Freundin erarbeitet hatte.
Grüne Grüße Brigid
^^^^^^^^ Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)
Ich hab mir auch ma Gedanken zu unseren Monatsrunen gemacht. Und ich mag es ja kaum schreiben, aber mir kommt es fast so vor, als wenn diese beiden Runen sowas wie den christlichen Weg beschreiben. Aber gut, ich will da mal ganz unvoreingenommen rangehen:
Othala sehe ich als sowas wie das Ziel, das heilige Land, was auch immer es für den einzelnen bedeuten mag. Vielleicht sogar etwas, was jeder schon hat, aber eben nicht weiß. Ist ja auch egal, kann ganz unterschiedlich sein. Mit Ziel meine ich also nicht nur dieses heilige Land zu finden, sondern, wenn man es denn für sich gefunden hat, es auch zu pflegen, sich behutsam, aber dennoch frei darin zu bewegen. Naja ich denk ma, ihr wisst was ich meine. Helruna hat es ja auch sehr schön gegen Ende seines Beitrages beschrieben. Und in so nem heiligen Land kann man auch durchaus Quatsch machen, also heilig nicht im Sinne von nur andächtig und so sein.
So und jetzt kommt Naudhiz dazu, die Notrune, von daher also auch die Rune des Fortschritts, der Entwicklung, der Evolution. Ist ja nun mal so, Not macht eben erfinderisch. Und- jeder kennt das - gerade in Krisenzeiten, also ich meine jetzt so richtige Scheißzeiten, z.B. wenn Menschen oder Tiere, die einem sehr nahe stehen krank sind, oder auch sterben. In solchen Zeiten entwickelt man doch immer so eine ganz besondere Sensibilität für Menschen. Man fühlt dann viel genauer als sonst, ob jemand wirklich ehrlich zu einem ist. Genauso wie man dann ganz deutlich fühlt, wenn Leute nur Floskeln ablassen. Von daher kann ich gut verstehen, daß Naudhiz auch die Rune ist, die einem hilft, den richtigen Partner zu finden. Das muß jetzt natürlich nicht immer nur in der Not sein, aber mit Hilfe von dieser Rune, ist diese Art der Sensibilität gegeben.
Ähh und was wollte ich damit sagen ? Ach ich kann das nicht richtig ausdrücken. Bräuchte jetzt nen gesalbten Schlusssatz so mit Schicksal und so, aber mir fällt jetzt nix mehr ein.
vielen Dank für Eure Gedanken zu den Monatsrunen. Diesen Monat ist es schon sehr interessant, wie unterschiedlich vor allem Naudhiz wahrgenommen wird. Eure Gedanken werde ich sicher noch eine ganze Weile auf mich wirken lassen, zumal der Einweihungsweg von Max nun wieder ganz andere Denkansätze bietet.
Das ist aber das schöne und Einzigartige an den Runen
Liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
nun ist es schon fast ein Jahr her, dass wir uns das letzte Mal über die Monatsrunen im November unterhalten haben Aber ich meine, dass sie von ihrer Aktualität nichts eingebüßt haben und wer weiss, vielleicht finden wir ja noch weitere Erkenntnisse im November 2006.
Viele Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
Nehmen wir Othala für das Ziel oder die Reise und Naudhiz für die Not(Notwenigkeit).
Meiner Meinung nach könnte man dann sagen, dass es notwendig ist, einen "bestimmten" Weg zu finden oder aber auch, das Schicksal zu wenden und einen neuen Weg zu gehen. Es könnte aber auch bedeuten, das Schicksal etwas herauszufordern und einen neuen Weg zu gehen. Ich persönlich sehe auch in der Natur eine Art "neuen" Weg. Der November ist eine kalte Jahreszeit. Die Bäume werfen (oder haben schon) ihr Laub ab und bereiten sich auf das nächste Jahr vor, um wieder zu neuem Leben zu erwachen. Vielleicht ist dieses "Vorbild" der Natur eine Art Aufforderung für uns Menschen, dass wir immer wieder neu "erwachen" müssen, um zu unserem Ziel zu kommen.
Ich weiß, das hört sich alles etwas verwirrend an aber besser kann ich es im Moment nicht ausdrücken . Vielleicht kommen mir noch passendere Worte zu diesem Thema .
Liebe Grüße wotan28
Nur dem, der sich selbst helfen kann, is es möglich auch anderen zu helfen. (Sigurd W.)
ich sehe heute Abend mal auf meiner Festplatte nach, vielleicht schlummert da ja schon die ein oder andere Pflanze zu Othala, und ergänzen kann ich die Zuordnungen dann auch gleich.
Grüne Grüße Brigid
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