ich bin beim Stöbern gerade über einen der Götter gestolpert der mich sehr interessieren würde, nur finde ich nicht sehr viel über ihn. Was ich bisher gefunden habe ist folgendes:
Uller (altnord. Ullr: „der Ehrenhafte“; altengl. wuldor: „Glanz, Ruhm“), auch Ull, Holler, Oller oder Vulder genannt, ist in der nordischen Mythologie der Gott des Winters, der Jagd, des Zweikampfes, der Weide und des Ackers. Er gehört den Asen, dem jüngeren Göttergeschlecht, an und wohnt der Sage nach in seiner selbst gebauten Halle Ydalir (Eibental) in Asgard.
Die Forschung vermutet, dass Uller ein sehr alter Gott gewesen ist, was seine Beziehungen zur Magie unterstreicht. In manchen Gebieten wurde Uller als Hauptgott verehrt (Phillippson). In späterer Zeit taucht Uller in der Edda als der Sohn der Sif und Stiefsohn des Thor auf. (Quelle: Wikipedia.org)
Kann mir jemand mehr zu ihm erzählen? Irgendwas an ihm spricht etwas in mir an.. ich werde aufjedenfall nach ihm Ausschau halten bei meinen Reisen.
Da hab ich doch gleich noch mehr dazu gefunden allerdings weiß ich nicht wie gut die Quelle ist.
Gylfaginning 29: Uller heißt ein Ase, Sohn der Sif und Thors Stiefsohn. Er ist ein so guter Bogenschütze und Schneeschuhläufer, daá niemand sich mit ihm messen kann. Er ist schön von Angesicht und kriegerisch von Gestalt. Bei Zweikämpfen soll man ihn anrufen.
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Uller (altnordisch: Ullr; auch Ullinn) wohnt in Ydalir (Eiben-Tal), ist Sohn der Sif und Stiefsohn des Thor. Uller ist ein guter Bogenschütze, Schlittschuhläufer und Skifahrer. Zahlreiche Ortsnamen in Dänemark und Norwegen wurden aus seinem Namen gebildet und bei diesen taucht er auch öfters mit anderen Göttern auf und zwar mit: Freyja, Njördr, Odin, Hörn und den Disir. Besondere Bedeutung kommt noch seinem Schiff (Ullar skip, Ullar kj¢ll oder Ullar askr) zu, welches eine Kenning für Schild ist. Uller reist mit seinem Kampfesschild, wobei er es entweder als Schiff oder Ski einzusetzen vermag. Uller ist ein Wintergott, welcher auch den Thingfrieden bewahrt. Dafür spricht unter anderem der Brauch, bei seinem Ring Eide zu schwören.
Der sternenklare Himmel einer Winternacht erinnert uns an diesen Gott und seine majestätische Kraft. Er sorgt auf allen Ebenen für Klarheit, Gerechtigkeit, Geschicklichkeit und einen reibungslosen Ablauf eines Unternehmens. In rauhen Winternächten, die wir draußen an einem Feuer verbringen, können wir diesem Gott begegnen. Er vermag uns viel über die Listen der Natur zu lehren und uns die Techniken des Bogenschießens beizubringen, wobei es hierbei um die spirituelle Dimension dieser Kunst geht. Natürlich ist er auch Gott der Jagd und wenn wir sie aus einer Notwendigkeit (Wende der Not) heraus ausüben, wird Uller uns dabei hilfreich "zur Hand" gehen. Viele Krieger weihten ihr Leben diesem Gott, wie durch Schwertfunde und deren Weiheinschriften belegt ist. Drinnen, am Kamin, kann man diesen Gott nicht finden, er liebt die frische Luft und die Kälte, wie kein anderer! Wer zu diesem Gott den poetischen Zugang sucht, findet Weiteres in folgenden Lieder der Edda: Gylfaginning; Skaldskarparmal; Atlakvida; Grimnismal. (Quelle: boudicca.de)
Witzige Anekdote: Anscheinend zählt Uller immernoch als Schutzpatron für Skiläufer und Wintersportler. Amulette mit mit einem Abbild von ihm waren vor allem in den 50er Jahren anscheinend sehr beliebt und immernoch in Gebrauch.
Danke für Deine Texte. Was ich interessant finde, dass Uller ja ein Gott der Natur ist, der in der Natur wirkt, also , wie Du so schön sagst, er ist nicht am Kaminofen zu finden, und dass er Dich momentan anspricht. Dazu passend ist dann ja auch Deine momentane Beschäftigung mit den Naturgeistern......
LG Skyla
* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Die Runen behandeln einen so wie man sie selbst behandelt. Meistens. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Hallo Ihwar, danke dir das hat mir sehr weitergeholfen, vor allem die vielen schönen Interpretationen und Bilder. Wenn ihr weiterdiskutiert werde ich mich gern anschließen.
Hey Hallvard, in der Bildergalerie habe ich mal ein Foto von den besagten Uller-Anhängern eingestellt. Sie wurden 1952 und 54 zusammen mit der Karte zum Skispringen ausgegeben. Ich besitze sechs Stück und sie stammen aus einem Winterkurort in Südthüringen. 1955 oder 56 wurde die Ausgabe verboten. VG loki66
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Die Runen behandeln einen so wie man sie selbst behandelt. Meistens. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Hey Ihwar, in der DDR gab es kein Platz für heidnische Götter und Bräuche. Sonnenwendfeiern oder der Gebrauch von Runen stand sogar unter Strafe. Der untere Uller ist noch ein Orginal von 1952 und die oberen zwei sind schon spätere Ausgaben die nur noch umgangssprachlich Uller hießen. Sie wurden erst verändert und Uller verschwand, dafür gab es eine Darstellung wo eine olympische Flamme entzündet wird. Als der damalige Parteichef Ulbricht dort urlaubte und merkte,dass die Leute noch Uller zu den Teilen sagten, soll er es persönlich verboten haben. Warum sich die Kommunisten so gegen heidnische Tradition gesträubt haben, weiß ich leider nicht so ganz genau aber vielleicht haben die Raben ja eine Meinung dazu. VG loki66
Zitat von loki66 Warum sich die Kommunisten so gegen heidnische Tradition gesträubt haben, weiß ich leider nicht so ganz genau aber vielleicht haben die Raben ja eine Meinung dazu.
In der DDR war alles "verboten" und nicht gerne gesehen, was nicht der marxistischen - sozialistischen Weltanschauung entsprach. Dazu gehörten alle Bereiche des Glaubens, auch der christliche wurde ja unterdrückt. Das kommt daher dass in dieser Weltanschauung der Materilismus vorherrschte. Der Mensch ist geprägt durch sein eigenes Bewußtsein und sein Handeln wird durch den Verstand geleitet. DAs Bewußtsein bestimmt das Sein. So wird er der Former seiner Umwelt. Eine höhere Macht , egal wie, gibt es nicht. "Religion ist Opium fürs Volk" war ein Leitmotiv. Im Marxismus sollte die Gesellschaftsordnung nicht durch eine höhere Macht bestimmt werden. Deshalb herrschte dort der Atheismus vor. Ich hoffe man kann meine Darlegung nachvollziehen.
- So, Hausaufgaben fein gemacht. Politikuntericht (Staatsbürgekunde) 1, mein Leitmotiv damals war - man muß seinen Feind kennen!! Ich bin dort aufgewachsen, Kindheit wohlbehütet, aber in meiner Jugendzeit merkte ich die Diskrepanzen und war "aktiv dagegen" - aber das ist ein anders Thema.
LG Skyla
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