Liebe Raben,ich fand gestern per Zufall einen Text im Netz für ein Samhain-Ritual, was mir ganz gut gefällt. Ich denke, wenn man zu mehreren ist, eignet es sich gut und "fühlt" sich gut an:
Zitat Und so könnte ein Samhain-Ritual aussehen: Zu Beginn wird ein Schutzkreis im Lauf der Sonne gezogen, vom Osten über den Süden zum Westen nach Norden. Durch die verbleibende Lücke betreten die Teilnehmer den Kreis, wobei sie durch Rauch (Salbei/Olibanum) gereinigt werden. Anschließdend wird der Kreis geschlossen und die Elemente gerufen, beginnend im Norden/Erde oder Osten/Luft. Jetzt werden Göttin und Gott in den Kreis gebeten und eine Kerze für den Gott/das Licht entzündet. Als nächstes verabschieden wir den Gott/die Sonne in die Unterwelt und danken ihm für Licht und Wärme des vergangenen Jahres. Anschließend bitten wir die Göttin um Führung und Erkenntnis, das aus der nun folgenden dunkelsten Zeit des Jahres das Licht/der Gott wiedergeboren wird, so wie auf den Tod die Wiedergeburt folgt. Symbolisch für den Tod des Gottes, und seinen Antritt der Reise in die Unterwelt, wird die Kerze durch abdecken zum verlöschen gebracht. Nun treten die Teilnehmer einzeln vor um ihre vorbereiteten Opfegaben dem Feuer zuübergeben oder auf den Altar zu legen. Dabei handelt es sich um kleine Päckchen mit Kräutern, sowie einem Zettel auf den man die Dinge notiert hat die man loslassen bzw. in seinem Leben wandeln will. Anschließend werden Brot und Wein gesegnet und Göttin und Gott mit einem Teil als Opfer gedankt, dann werden Brot und Wein an die Teilnehmer verteilt. Auch den Elementen wird für ihre Teilnahme an dem Ritual mit einem kleinen Opfer gedankt. Nun wird sich nochmals bei Göttin und Gott für ihre Teilnahme an dem Ritual gedankt und sie werden entlassen, dann werden die Elemente in der umgekehrten Reihenfolge aus dem Kreis entlassen. Zum Schluß wird der Kreis aufgehoben, beginnend im Osten über Norden zum Westen nach Süden und zurück in den Osten ("Der Kreis ist offen, doch ungebrochen!"). Schließlich verlassen die Teilnehmer den Kreis, und begeben sich zum ausgelassenen Feiern.
Wie gesagt, es ist nicht von mir. Ich fand es unter dem Stichwort "Samhain" im Netz. Liebe Grüße Tanith
ähnliche Elemente habe ich letztes Jahr auch mit eingebracht. Leider habe ich solche Feste bisher immer allein gefeiert. Ich beginne immer im Osten, die Elemnte anzurufen, was mir auffällt, bisher immer intuitiv. Weiter habe ich zu Samhain letztes Jahr ein Brot gebacken. In das Brot ritzte ich drei Runen, stellvertretend für die drei Nornen, ein Stück davon war Opfergabe. Eine magische Jahreskerze habe ich hier gleichzeitig geweiht. Meine Runen lagen um diese Kerze drumherum. Im Anschluss habe ich meditiert und versucht einen Bezug zu den Ahnen herzustellen.
Hej, Luthien, es ist schade, dass du Samhain allein begehst, aber sicher besser, als gar nichts an diesem wichtigen Fest zu machen. Wir laden immer ein paar Leute ein und "laden" die Ahnen an den Tisch (also ein Gedeck). Dahinter steht eine Bildtafel mit all denen, die vor uns gegangen sind. Unter anderem erzählen wir kleine Geschichten von den Menschen, die uns mal nahe gestanden haben. Es gibt ein Essen, was in jedem Fall einen roten Anteil (die Farbe des Lebens) enthält; z.B. Rote Beete. Für die Kinder an der Haustür - die ja kommen, auch wenn sie dem Amiland Tribut zollen - habe ich Kleinigkeiten in einem dunklen Beutel und si emüssen häufig kleine Rätsel lösen, bevor es etwas gibt. Hab ich aber hier schon berichtet. Wir machen keine "große Sause" an diesem Tag, eher etwas stillers mit ein paar wirklich guten Freunden oder Menschen, die in diesem Jahr einen der ihren verloren haben (wenn sie möchten und es sie in der Trauer tröstet). Zu fortgeschrittener Stunde und ein paar Gläser Rotwein/Met o.ä. später vertreiben wir uns die Zeit mit passenden Spielen oder GEschichten. Ein Ritual im Garten (wir schicken ein Segelboot mit Licht nach Westen im bildlichen Sinn) und lösen uns vom vergangenen Jahr, um in das neue einzutauchen, setzt das Fest fort. Am Schluss verabschieden wir die "Gäste" und sagen ihnen, dass das Leben vom Tod getrennt sein muss. Diese beiden Dinge gehören nicht im Alltag zusammen, auch wenn das Sterben unweigerlich zum Leben gehört, aber an unserem warmen Leben keinen Annteil haben darf. Es ist wichtig, dies deutlich zu machen; könnte sein, es bleibt jemand hier, der dann in Unruhe unser Leben belastet. Liebe Grüße Tanith
ja, das klingt super harmonisch. Würd ich gern mal in der oder ähnlicher Art mit Leuten zusammen feiern. Die Idee für die klingelnden Kinder finde ich lustig, sie sicher auch . Sowas spricht sich eigentlich ja auch schnell rum und vielleicht hast du den ein oder anderen kleinen Stammgast ja schon dabei Das Ritual mit dem Boot, hast du evtl. Lust, das näher zu beschreiben oder hast du es hier im Forum viell. schon iwo beschrieben? Das tät mich speziell noch interessieren, wie ihr das genau handhabt.
Hej, Luthien, du hast recht: ein, zwei "Stamm-Kinder-Kunden" haben wir schon, aber sie wachsen leider so schnell raus . Übrigens haben Kinder im Alter zwischen 5 - 10 Jahren am meisten Spaß daran. Ich hatte mal eine Teenie-Gruppe vor der Tür, schätzungsweise so um die 13-15jährig. Mit "Scream-Masken" bedeckt und Umhängen. Die kamen so ins Schwitzen, dass sie ihre Masken schließlich abnehmen mussten, aber gelöst haben sie das Rätsel nicht; leider. Mit viel Hilfe - ich wollte sie ja nicht mit leeren Händen gehen lassen - wurde es dann noch was.
Zum Boot: Ich habe ein kleines Segelboot (war mal eine Deko) mit einem grauen Rumpf und Leinen-Segeln. Das hat einen Lichthalter an Bord. In diesem brennt dann viele Stunden ein Teelicht. Das Boot steht auf einem Sockel mit dem Bug nach Westen. Ich habe aber auch schon "nur" ein Segel aus Leinenstoff geschnitten und an den drei Ecken befsetigt, so dass es im Wind flattern konnte (Ausgerichtet ebenfalls nach Westen). Es hing in etwa 1,50 m über dem Boden an den Stangen unseres Pavillons und darunter stand eine Laterne mit einer dicken Kerze. Ich verbinde die "Fahrt" nach Westen immer mit dem ausgehenden Sommer/Hexenneujahr und der untergehenden Sonne. Insofern fährt unser "Boot" auch schon zum Herbstfest gen Westen. Auf dem Tisch, an dem wir zu Samhain essen, steht oft eine kleine Holzscheibe, die ebenfalls Platz für ein Teelicht hat, welches dann durch eine senkrecht stehende Scheibe aus blauem Achat schimmert (ähnlich diesem hier: http://www.mineralien-egger.de/imagepool...195364be823.jpg). Gar nichts Aufdringliches. Lieb eGrüße Tanith
vielen Dank, dass du es eingestellt hast. Es ist eine sehr schöne symbolische Umsetzung! Auf die Idee, die Ahnen auch auf diese Art und Weise zurück zu schicken bin ich nicht gekommen. Danke für den Tip
Liebe Raben, wir hatten also gestern unser Samhain-Fest. Als der Tisch fertig gedeckt und die Kerzen angezündet waren, war als erstes eine "Katze" im Raum, auf die unsere lebendigen Katzen reagierten. Über die Terrasse kam jemand und gesellte sich zu uns. Nach und nach, hervorgerufen durch Erzählungen und Erinnerungen, trafen sie alle ein. Eine, die noch nicht auf der Tafel dargestellt war, machte sich bemerkbar und wurde dazu geholt. Es wird von Jahr zu Jahr voller und wir werden im nächsten Jahr die AhnenTafel erneuern, sprich: vergößern müssen. Wir hatten alle viel Spaß und ein bisschen Wehmut und am Schluss wurden die Gäste wieder verabschiedet mit dem Versprechen, dass sie nächstes Jahr wiederkommen dürfen. So sind sie gegangen. Heute Morgen war niemand mehr "anwesend". Und das ist gut so. Ich hoffe, bei euch ist es ähnlich. Lieb eGrüße Tanith
Abschließend wenige Zeilen, die mir zugefallen sind:
Her garden the graveyard, her passion the storm, Her love is as deep as the void without form, Her kiss is the taste of sweet blood on a knife, From out of black darkness comes life… Raven Kaldera “Hymn to the dark Goddess”
Hej, Alruna, die Zeilen haben mir auch gefallen, obwohl "der Kuss, der an Geschmack von süßem Blut auf einem Messer" erinnert, doch Assoziationen mit sich bringt, die ich eher als bedrohlich empfinde. Ist es der Kuss, der uns "nur" in die Dunkle Zeit zieht oder eher der Weg ohne Rückkehr in Hels Reich? Dann allerdings tröstet "From out of black darkness comes life…". Daran glauben wir gern. Liebe Grüße Tanith
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