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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 836 mal aufgerufen
 Märchen, Sagen und Legenden
AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

21.10.2010 19:54
Wie Merlin antworten

Wie Merlin
Möcht ich durch die Wälder ziehn;
Was die Stürme wehen,
Was die Donner rollen
Und die Blitze wollen,
Was die Bäume sprechen,
Wenn sie brechen,
Möcht ich wie Merlin verstehen.

Voll Gewitterlust
Wirft im Sturme hin
Sein Gewand Merlin,
Daß die Lüfte kühlen,
Blitze ihm bespülen
Seine nackte Brust.

Wurzelfäden streckt
Eiche in den Grund,
Unten saugt versteckt
Tausendfach ihr Mund
Leben aus geheimen Quellen,
Die den Stamm gen Himmel schwellen.

Flattern läßt sein Haar Merlin
In der Sturmnacht her und hin,
Und es sprühn die feurig falben
Blitze, ihm das Haupt zu salben;
Die Natur, die offenbare,
Traulich sich mit ihm verschwisternd,
Tränkt sein Herz, wenn Blitze knisternd
Küssen seine wehenden Haare.

Das Gewitter ist vollbracht,
Stille ward die Nacht;
Heiter in die tiefsten Gründe
Ist der Himmel nach dem Streite;
Wer die Waldesruh verstünde
Wie Merlin, der Eingeweihte!

Frühlingsnacht! kein Lüftchen weht,
Nicht die schwanksten Halme nicken,
Jedes Blatt, von Mondesblicken
Wie bezaubert, stille steht.

Still die Götter zu beschleichen
Und die ewigen Gesetze,
In den Schatten hoher Eichen
Wacht der Zaubrer, einsam sinnend,
Zwischen ihre Zweige spinnend
Heimliche Gedankennetze.

Stimmen, die den andern schweigen,
Jenseits ihrer Hörbarkeiten,
Hört Merlin vorübergleiten,
Alles rauscht im vollen Reigen
Denn die Königin der Elfen
Oder eine kluge Norn
Hält, dem Sinne nachzuhelfen,
Ihm ans Ohr ein Zauberhorn.


Rieseln hört er, springend schäumen
Lebensfluten in den Bäumen;
Vögel schlummern auf den Ästen
Nach des Tages Liebesfesten,
Doch ihr Schlaf ist auch beglückt;


Lauschend hört Merlin entzückt
Unter ihrem Brustgefieder
Träumen ihre künftgen Lieder.
Klingend strömt des Mondes Licht
Auf die Eich und Hagerose,
Und im Kelch der feinsten Moose
Der Duft der Ambrose
Tönt das ewige Gedicht.

©AS Merlin

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

21.10.2010 22:00
#2 RE: Wie Merlin antworten

Das ist wunderbar und ich kann das sehr nachempfinden.
Vielen Dank Druidin

Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

21.10.2010 22:18
#3 RE: Wie Merlin antworten

Es freuet sehr, liebe Druidin, Euer Empfinden berührt zu haben.
In Liebe
Merlin

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2010 06:57
#4 RE: Wie Merlin antworten

Stonehedge

ein Stein quer
zwei unten drunter
ein Steinkreis an
einem geheimen Ort
stehen die Menhire
im Kreise dort
aufrecht
manchmal
liegend
ich fragte mich oft
was die wohl wiegen
die Elfen sich dort
um Mitternacht lieben
sie lassen viele bunte
Blüten dort liegen
seid ihr jetzt neugierig
wie sie sich dort wiegen
vielleicht werdet ihr sie
vor die Augen kriegen

©Merlin

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.297

22.10.2010 09:14
#5 RE: Wie Merlin antworten

Hej, Merlin,
ein sehr kraftvolles Epos auf Merlin. Gefällt mir gut.
Vielleicht gefällt dir mein "kleines" Sonett zum Thema auch.
http://www.edition-hollerbusch.de/content/view/205/30/

Mit Gruß
Tanith

In einem Sumpf schwimmst du dich nicht frei ich

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2010 09:55
#6 RE: Wie Merlin antworten

Daran habe ich auch sehr lange gesessen, Danke,
ja Dein Sonett ist angenehm zu lesen, interessante Homepage,
da werde ich gern mal stöbern, wenn ich darf...

Anmerkung

Du hast selbstverständlich recht mit der Kritik, dass es Stonehenge heißen muss!!!

In Liebe
Merlin

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2010 10:06
#7 RE: Wie Merlin antworten

Zitat von AS Merlin
Stonehenge

ein Stein quer
zwei unten drunter
ein Steinkreis an
einem geheimen Ort
stehen die Menhire
im Kreise dort
aufrecht
manchmal
liegend
ich fragte mich oft
was die wohl wiegen
die Elfen sich dort
um Mitternacht lieben
sie lassen viele bunte
Blüten dort liegen
seid ihr jetzt neugierig
wie sie sich dort wiegen
vielleicht werdet ihr sie
vor die Augen kriegen

©Merlin

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

23.10.2010 03:24
#8 RE: Wie Merlin antworten

merlinage

bin nur ein einsamer zaub'rer
vuur gut ding ich nicht zauder
bös ding nimm acht
merlin haltet wacht

wer meine liebe kannte
verlustig der genannte
nähe war mir nicht vergönnt
fern blieb der liebesgeschenk

mein herz ist vergeben
der liebe neues leben
will nie mehr missen dies gefühl
hab nun vuur mir ein klares ziel

will nicht rufen die dunklen g'stalten
wo schleichen in finstren walden
hab nur sorg um liebe seel'n
deren stimmen widerhallten

bin auf der hut vor vergang'nem
genug leid ist ergangen
möcht ich nur kundtun
die seel' soll in frieden ruhn

drum wach ich mit den nachtgeschöpfen
auf meine liebsten schätzen
nichts sie zu stehl'n vermag
morgen ist ein neuer tag

und seyd euch eins gewiss
meine liebe unendlich ist
hat sie nur genug nährboden
so schütz ich meine horden

gedanken mein bei dir
liebe mein im wir
freude unser aller ist
du liebe einseel' bist

in tiefer ehrfurcht vor gutmacht
das böse mich nicht umbracht
wer hätt das bedingt
mich zu lieben gelingt

diese liebe schenk ich dir
um zu wachsen ins wir
wahre freunde achte ich
and're nur verlache ich

in liebe
©merlin

____________________________________________________
warum mir am zucker den magen verderben
wenn das brot bekömmlich ist

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

23.10.2010 03:32
#9 RE: Wie Merlin antworten

Awen aus nahrhaft Obstgarten
Behüterin der Same und Frucht
Der Liebreiz ihresgleichen sucht
Unsichtbar für Nichtsahnenden

Achte auf den Erdlingen nahe
Sind sich selbst unsagbar fern
Haben oft nur ihren Stolz gern
Ohne Spiegel eine Seelenplage

Lass fallen den Same hernieder
Zu verbinden zart mit Mutter Erde
Sprößlinge strecken ihr Glieder

Erwarte aus der Leibes Frucht
Falscher Stolz innig umkehre
Ein Welt die ihre Wurzeln sucht

In Liebe
©Merlin

____________________________________________________
warum mir am zucker den magen verderben
wenn das brot bekömmlich ist

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2010 22:44
#10 RE: Wie Merlin antworten

Wie Merlin Möcht ich durch die Wälder ziehn,
Was die Stürme wehen,
Was die Donner rollen
Und die Blitze wollen,
Was die Bäume sprechen,
Wenn sie brechen,
Möcht ich wie Merlin verstehen…

Wurzelfäden streckt
Eiche in den Grund,
Unten saugt versteckt
Tausendfach ihr Mund
Leben aus geheimen Quellen,
Die den Stamm gen Himmel schwellen…

Das Gewitter ist vollbracht,
Stille ward die Nacht; Heiter in die tiefsten Gründe
Ist der Himmel nach dem Streite; Wer die Waldesruh verstünde
Wie Merlin, der Eingeweihte!

Original (ohne Titel)
von ©Nikolaus Lenau

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warum mir am zucker den magen verderben
wenn das brot bekömmlich ist

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2010 22:45
#11 RE: Wie Merlin antworten

[quote="AS Merlin"]Stonehedge

ein Stein quer
zwei unten drunter
ein Steinkreis an
einem geheimen Ort
stehen die Menhire
im Kreise dort
aufrecht
manchmal
liegend
ich fragte mich oft
was die wohl wiegen
die Elfen sich dort
um Mitternacht lieben
sie lassen viele bunte
Blüten dort liegen
seid ihr jetzt neugierig
wie sie sich dort wiegen
vielleicht werdet ihr sie
vor die Augen kriegen

Original Steinkreis
von ©Ina Müller

____________________________________________________
warum mir am zucker den magen verderben
wenn das brot bekömmlich ist

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2010 22:59
#12 RE: Wie Merlin antworten

Es gibt dafür keine Entschuldigung, habe eure Recherche nachvollzogen und erkenne meine Fehler an.

Habe diese Gedichte schon ewig und drei Tage in meinen Kladden, wo ich alles niederschreibe, was mir in den Sinn kommt. Leider habe ich auch Texte aufgeschrieben, die ich schon mal irgendwo las und mir die Autoren nicht vermerkt. Das ich meinte, diese Gedichte seien von mir war ein Trugschluss und ist unverzeihlich. Ich werde mit allen Konsequenzen leben müssen, die der Rabenbaum mit all seinen taffen Mitgliedern mir auferlegt und sei es der Ausschluss.

Merlin

Ich schäme mich zutiefst

____________________________________________________

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.158

24.10.2010 23:08
#13 RE: Wie Merlin antworten

Hallo Merlin,

es geht hier in keiner Weise darum, Dich auszuschließen.
Das wollte niemand und will auch niemmand.

Raben sind nun einmal schwarz und da fallen die fremden Federn zwangsläufig auf..

Zitat
Das ich meinte, diese Gedichte seien von mir war ein Trugschluss



Allerdings solltest Du Dich schon daran erinnern können, welche Zeilen Deiner Feder entsprungen sind

Gruß
Ansuz



"Man erlangt die Erleuchtung nicht,
indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)

AS Merlin ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2010 23:15
#14 RE: Wie Merlin antworten

Hab Dank Ansuz,

ich werde keine aufgeschriebenen Texte mehr reinstellen,
solange ich nicht ausschließen kann, ob es nicht doch
einen anderen Urheber gibt.

In Achtung
Merlin

____________________________________________________

Samina Offline

Altrabe

Beiträge: 1.893

17.12.2010 08:57
#15 RE: Wie Merlin antworten

Lieber Merlin,

Dankeschön, daß Du nach Deinen Möglichkeiten uns erfreuen wolltest. Ich weiß es zu schätzen, daß Du sogar eins von mir hier reingestellt hattest^^ :-) Ist doch schön, wenn es gefällt & so sollte es auch sein.

Schwarzgefiederte sind nicht nachtragend in ihrer Art und es braucht auch niemand ausgeschlossen zu werden. Schreib weiter an Deinen Gedichten; sie sind genauso wundervoll und dann erfreue uns wieder damit. Ich würde mich sehr freuen, von Dir neue hier lesen zu dürfen.

Liebe Grüße, samina

~~~
So wie man die Strahlen der Sonne nicht zudecken kann, so kann man auch das Licht der Wahrheit nicht auslöschen.

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