AUF DEM BERG DIE ALTE EICHE UND UNTEN IM TAL DIE VOGELSCHEUCHE ERZÄHLEN TRAURIG DEM ABENDWIND DASS SIE ZEUGEN GEWORDEN SIND ZEUGEN VON LIEBE UND ZEUGEN VON MORD UND DER WIND TRÄGT ALLES FORT
FLÜSTERT UND RAUNT ES DURCH DIE WÄLDER BLÄST UND POSAUNT ES DURCH DIE FELDER DASS DIE SCHERGEN MEUCHELND GETÖTET UND DASS DER TEUFEL DAZU HAT GEFLÖTET DASS DIE SEELEN WURDEN GETRENNT UND DASS DIE LIEBE WURDE GEHEMMT
NUR DIE KRÄHE IST KREISCHEND GEFLOGEN ALS DIE MENSCHEN WURDEN GEHOBEN ZUM STARKEN AST AN DER ALTEN EICHE GEHÄNGT UND GESCHUNDEN - LEBEN ENTWEICHE NUR DIE MÖRDER WUSSTEN NOCH NICHT DASS DIE GESCHUNDENEN SEELEN SICH
WIEDER FINDEN NACH HUNDERTEN JAHREN UND GLÜCKLICHER SIND ALS SIE ES JE WAREN
Der Dunst steigt. Nach oben, es scheint, als gibt der Wald Rauchzeichen. Doch bald wird der Nebel weichen. Manch einer meint, er wäre verloren, dunkel hängen manche Äste nach unten bis auf den Boden. Ein Rabe kreist und kreischt, am Himmel zieht er Kreise hoch droben. Nebelschwaden wabern und sickern über den Bach. Zu dieser Zeit ist hier niemand mehr wach. Ich sehe die Geister und habe einen Verdacht. Wir werden bestimmt von ihnen bewacht. Ein kalter Tropfen rinnt mir in's Genick, welch ein gemeiner Trick. Da hat doch ein kleiner Geist vor lauter Freude leise gelacht, bestimmt haben sie sich mit mir nur einen kleinen Spaß gemacht.
Die Burgruine findest Du auf der Wanderung quer durch den herbstlichen Wald. Auf ‚m Berg oben schaust Dich suchend um, weil Waffengeklirr zu Dir herüber schallt.
Verschütt vom Erdreich, überwuchert von Farn entdeckst Du verfallene Zinnen, beugst Dich über’n Rand, schaust hinab auf Tal’n wo verborgene Träume beginnen.
Am uralten schweren Eichenportaler stehen gut geharnischte Wärter. Drunten im Schloßhof kreuzen die Ritter in der Sonne funkelnde Schwerter.
Welch großes Turnier, welch buntes Treibn Du hältst den Atem an, wohl wissend, daß ein herabrollender Stein das Schauspiel beenden kann.
Den Wettkämpfen folgen Musik und Tanz, alte Wappen in strahlender Pracht. Bevor Du Dich daran satt sehen kannst, senkt sich über den Wald schon die Nacht.
Erst als in der Burg unten alles schläft, gehst Du heimwärts auf finsteren Wegen. Noch lange grübelst Du darüber nach, was Du heute und hier gesehen.
Und sollte irgendwann mal jemand fragen, woher Du die alten Wappen kennst, dann würdest Du wissend lächelnd sagen, "Das verriet mir im Traum einst das Burggespenst!"
Menschenleben und Beziehungen sind wie Blätter die lautlos fallen
Du kannst sie nicht anhalten auf ihrem Weg
Erinnerungen und Grabsteine sind wie gepresstes Herbstlaub
Aber wenn wir unsere Stühle hochklappen wenn die Erinnerungen am Boden liegen ein paar noch auf dem Tisch wie trockenes Kastanienlaub werden wir uns dann sagen wir hätten mehr nehmen können vom reichgedeckten Tisch Mehr vom Schatten der Bäume deren Äste jetzt kahl in den Himmel ragen
Ja- das ist es, was ich für mein Leben (manchmal) empfinde. Ab und an stehe ich schon, um den Stuhl hoch zu stellen und entscheide mich dann doch, noch ein wenig zu bleiben. Vielen Dank. Druidin
Magie ist unsere Natur, wer sie verweigert, verweigert das Leben.
Hej, Merlin, dieser Text ist nicht von dir. Höchstens der Titel "Wappen". Richtig heißt es: "Märchengedicht" und stammt von einer Kathrin Stephan. Oder bist du mit ihr identisch? Ich denke, du solltest so nett sein und die Quelle jeweils angeben, wenn du hier etwas zur öffentlichen Lesung einstellen möchtest. Die Autoren, die ihr Brot mit Texten verdienen, werden es dir danken. Lieben Gruß Tanith
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Die Runen behandeln einen so wie man sie selbst behandelt. Meistens. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Die Burgruine findest Du auf der Wanderung quer durch den herbstlichen Wald. Auf ‚m Berg oben schaust Dich suchend um, weil Waffengeklirr zu Dir herüber schallt.
Verschütt vom Erdreich, überwuchert von Farn entdeckst Du verfallene Zinnen, beugst Dich über’n Rand, schaust hinab auf Tal’n wo verborgene Träume beginnen.
Am uralten schweren Eichenportaler stehen gut geharnischte Wärter. Drunten im Schloßhof kreuzen die Ritter in der Sonne funkelnde Schwerter.
Welch großes Turnier, welch buntes Treibn Du hältst den Atem an, wohl wissend, daß ein herabrollender Stein das Schauspiel beenden kann.
Den Wettkämpfen folgen Musik und Tanz, alte Wappen in strahlender Pracht. Bevor Du Dich daran satt sehen kannst, senkt sich über den Wald schon die Nacht.
Erst als in der Burg unten alles schläft, gehst Du heimwärts auf finsteren Wegen. Noch lange grübelst Du darüber nach, was Du heute und hier gesehen.
Und sollte irgendwann mal jemand fragen, woher Du die alten Wappen kennst, dann würdest Du wissend lächelnd sagen, "Das verriet mir im Traum einst das Burggespenst!"
Menschenleben und Beziehungen sind wie Blätter die lautlos fallen
Du kannst sie nicht anhalten auf ihrem Weg
Erinnerungen und Grabsteine sind wie gepresstes Herbstlaub
Aber wenn wir unsere Stühle hochklappen wenn die Erinnerungen am Boden liegen ein paar noch auf dem Tisch wie trockenes Kastanienlaub werden wir uns dann sagen wir hätten mehr nehmen können vom reichgedeckten Tisch Mehr vom Schatten der Bäume deren Äste jetzt kahl in den Himmel ragen
Der Dunst steigt. Nach oben, es scheint, als gibt der Wald Rauchzeichen. Doch bald wird der Nebel weichen. Manch einer meint, er wäre verloren, dunkel hängen manche Äste nach unten bis auf den Boden. Ein Rabe kreist und kreischt, am Himmel zieht er Kreise hoch droben. Nebelschwaden wabern und sickern über den Bach. Zu dieser Zeit ist hier niemand mehr wach. Ich sehe die Geister und habe einen Verdacht. Wir werden bestimmt von ihnen bewacht. Ein kalter Tropfen rinnt mir in's Genick, welch ein gemeiner Trick. Da hat doch ein kleiner Geist vor lauter Freude leise gelacht, bestimmt haben sie sich mit mir nur einen kleinen Spaß gemacht.
Es gibt dafür keine Entschuldigung, habe eure Recherche nachvollzogen und erkenne meine Fehler an.
Habe diese Gedichte schon ewig und drei Tage in meinen Kladden, wo ich alles niederschreibe, was mir in den Sinn kommt. Leider habe ich auch Texte aufgeschrieben, die ich schon mal irgendwo las und mir die Autoren nicht vermerkt. Das ich meinte, diese Gedichte seien von mir war ein Trugschluss und ist unverzeihlich. Ich werde mit allen Konsequenzen leben müssen, die der Rabenbaum mit all seinen taffen Mitgliedern mir auferlegt und sei es der Ausschluss.
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