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Hallo Rabenbäumlinge,

Der Holunder ist wohl den meisten als Strauch der Göttin Holle bekannt. Diese germanische Erdgöttin ist u.a. zuständig für Ehe, Familie, Haushalt, Vorhersagungen, Geburt und Tod. Damit zusammenhängend verkörpert er auch die höchste der germanischen Göttinen, die Gemahlin des Wotan/ Odin: Frigga/ Frija. Sie ist die Schutzgöttin der Frauen, der Liebe und des Lichtes. Auch für die Ehe und Fruchtbarkeit, den Haushalt und die Vorhersagung ist sie eine Patronin. Aber der Holunder ist in seiner Zuordnung und Bedeutung noch vielschichtiger.
RUIS die Holde Als einer der heiligen Bäume der Kelten ist er der Baum des 13. Mondmonats. Auch ist er der Göttin Morrigan zugeordnet. An Beltane wurden Holunderblätter an Fenster und Türen gehängt, um sich vor schwarzer Magie zu schützen. Auch heißt es, wer unter einem Holunderstrauch einschläft, erwacht in der Anderswelt. Dies liegt wohl an seinem narkotischen Duft.
HYLDE MOER- die Holunderfrau lebt im Holunderbaum und wacht über ihn. So sieht man es in Dänemark. Dort heißt es, wer sich in der Mittsommernacht unter einen Holunderstrauch stellt, sehe die Königin der Feen mit ihrem Gefolge vorbeiziehen.
Allen gleich ist der Schutz vor bösen Kräften.
Der Holunder wird im germanischen auch als Opferstrauch gesehen. Darunter wurden Gaben zum Dank abgelegt. Das Opfer ist diesbezüglich auch im keltischen ein großes Thema: Denn wer von den Kräften des Holunders zehrt, der muss auch etwas dafür geben. Ein Opfer ist eine selbstlose Gabe an das Universum, ohne Erwartung etwas zurückzubekommen. Es sollte nicht aus Angst gegeben werden, sondern um das Göttliche ins Leben zu bringen. Dazu geben wir etwas in unseren Augen Wertvolles, was wir als heilig befinden. Dies sollte auch jeder selbst für sich finden.
Der Holunder beschenkt uns mit seinen Blättern, seinen Blüten und seiner Rinde, auf dass wir heilende Tees, Tinkturen,Kompressen und Salben bereiten können. Damit können wir unserem Körper viel Gutes tun. Als Tee bereitet sind die Blätter ein idealer Immunschutz, die Blüten vertreiben Schlaflosigkeit und die Rinde ist magenstärkend. Aus den Blüten gewonnener Saft oder Sekt ist reinigend und vor allem sehr wohlschmeckend. Im Herbst, kann man dann die Beeren ernten, welche einen hervorragenden Saft ergeben. Dieser ist in kalten Wintertagen wärmend und auch erkältungslindernd. Vorsicht: Beeren niemals roh verzehren !!
Der Holunder tut auch unserer Seele gut. Er hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, weckt unsere Lebensgeister und weicht festgefahrene Situationen auf. Hast Du Leid und Verluste erlitten dann schlafe mit einer Handvoll getrockneter Holunderblüten unter dem Kopfkissen. Du kannst diese auch in einem Leinensäckchen zur Stärkung Deines Gemütszustandes bei Dir tragen.
Doch bedenke stets:
Wer von den Kräften des Holunders zehrt, der muss auch etwas dafür geben!
Lichtvolle Tage Skyla
* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *
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