Liebe Raben, da wir grad in einer anderen Rubrik das Thema "Tier im eigenen Garten" haben - mich würde wirklich interessieren, welche Tiere noch bei euch zu Hause konkret heimisch sind. Es stehen ja schon so viele auf der Roten Liste, dass es einem Angst und Bange werden kann. Deshalb ist es gut, wenn man sich ab und an vor Augen führt, was noch vorhanden ist. Also, welche Tiere (alle Arten) kreuchen und fleuchen bei euch durch die Nachbarschaft? Ichhab das Thema hier in diese eingestellt, weil ich glaube, dass die Tiere, die wir konkret sehen, durchaus zu unseren eigenen Mythen/Krafttieren werden könnten. Es grüßt euch Tanith
Hallo liebe Raben, abgesehen von den Haus-und Hoftieren, sehe ich oft Igel, Fasane, Rebhühner, Grünspechte und eine andere, kleinere Spechtsorte. Ein Rehbock war auch schon im Garten (hatte sich während einer Jagd dahingeflüchtet). Siebenschläfer haben die Katzen auch schon angeschleppt, sowie kleine Nager mit einem Büschel hinten am Schwanz (eine Mausart?) Ringelnattern und Kreuzottern. In heissen Sommern hat es auch zuweilen grosse Smaragdeidechsen. Vor 10 Jahren sah ich regelmässig einen Laubfroch neben dem Brunnen und eine Rotbauchunke in meinen Tomaten oder auch mal vor der Haustür. Aber beide sind seit mehreren Jahren nicht mehr da. Nachts sind da die Fledermäuse. Und jetzt 'was lustiges: Wenn man der Zeitung Glauben schenken darf, gibt es in meiner Gegend sogar wilde Känguruhs, d.h. Tiere, die aus Zuchten oder Zoo ausgebrochen sind und sich dann in der Freiheit weitervermehrt haben. Und die Wildschweine natürlich nicht zu vergessen, von denen gibt es eine ganze Menge (glücklicherweise NICHT in meinem Garten!). Manchmal sieht man nachts Füchse, die über die Strasse huschen und anderes Getier mit buschigen Schwänzen (Marder? Iltis?).
Liebe Radegunde, deine Aufzählung gibt ja Anlass zu Hoffnung!
Zitat und anderes Getier mit buschigen Schwänzen (Marder? Iltis?).
Norwegische Waldkatzen? WEnn meine durch das Unterholz stromern, denken die Nachbarn bestimmt auch, die Wildtiere sind los. Igel, Wildenten und Hausmarder waren auch schon bei uns. Einen Igel haben wir mal aufgezogen (zu Beginn wog er nur 125 g, bei "Auswilderung" im Frühjahr hatte er gute 1,5 kg angesetzt). Bin gespannt, was die anderen Raben in ihrer Umgebung alles haben. Liebe Grüße Tanith
seitdem ich hier in dieser Weltmetropole lebe, habe ich einen Dachs, Füchse, jede Menge Rehe, die besagten Hirsche, Eulen, Eichhörnchen, Buntspecht, hunderte Krähen, eine Wildschweinrotte und zwei Marder gesehen.
Wohlgemerkt, waren alle lebendig. Als die Schwachsinnigen in Grün hier hinter meinem Grundstück noch Jagen und saufen durften, haben sie auch einmal einen Marderhund abgeknallt. dieser hat hier aber offenbar auch keine natürlichen Feinde.
Sie knallen sich aber auch regelmäßig gegenseitig, oder die Treiber ab, die Kühe vom nächsten Bauer, oder Dackel, die sie für Wölfe halten....Das gehört aber dazu, denn das Landleben hat auch seine Schattenseiten
lieben Gruß Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht."(CG Jung)
Hej, Guido, ich sagte es schon: Es gibt noch Hoffnung. Irgendwann werden Schwachsinnige in Grün zu den Gejagten. Oder sie verlieren die Lust an ihrem schändlichen HAndwerk, wenn endlich wieder alle natürlichen "Feinde" das ruhige Wild durch den Wald treiben und nicht so schnell vor die Flinte geraten. Ich zitiere ja nicht unbedingt Fremdtexte (kann ich selbst auch, aber dieser passt so gut und entlockt meiner Seele eine unverhohlene Freude: "Auf Schloß Hohenhecken zu Niederahr Es hat soeben getagt, Lädt Freiherr Bodo, wie jedes Jahr, Zur Diplomatenjagd; Durch Felder und Auen auf haarige Sauen, In Wiesen und Büschen den Hirsch zu erwischen, Den hat Freiherr Bodo für teures Geld Am Vorabend selber hier aufgestellt. Schon bricht es herein in Wald und in Flur, Das diplomatische Corps, Die Ritter vom Orden der Konjunktur, Zwei Generäle zuvor. Bei Hörnerquinten, mit Prügeln und Flinten. Es folgt mit Furore ein Monsignore. Selbst den klapprigen Ahnherrn von Kieselknirsch, Trägt man auf der Bahre mit auf die Pirsch! Es knallen die Büchsen, ein Pulverblitz Es wird soeben gesagt, Daß Generalleutnant von Zitzewitz Den Verlust seines Dackels beklagt. Der Attaché Mehring erlegt einen Hering, Den tiefgefroren die Kugeln durchbohren, Noch in Frischhaltepackung - das sei unerhört! Ein Keiler ergibt sich, vom Lärm ganz verstört. "Bewegt sich dort etwas am Waldesrand?" (Der Ahnherr sieht nicht mehr recht). "Das kriegt kurzerhand eins übergebrannt!" (Denn schließen kann er nicht schlecht. Ja ganz ohne Zweifel: Er schießt wie der Teufel!) Man trägt ihn ganz leise bis dicht an die Schneise. Man reicht ihm die Büchse, es prasselt das Schrot: So findet der Außenminister den Tod. Daß der Ahnherr daraufhin noch "Weidmannsheil" schreit, Hat alle painlichst berührt. Ihm wird ein Protestschreiben überreicht (besonders scharf formuliert), Doch muß man dem Alten zugute halten: Das war bei Hubertus ein prächtiger Blattschuß, Und daß er das Wort Diplomatenjagd Nur etwas zu wörtlich genommen hat. Die Nacht bricht herein, und Schloß Hohenhecke Bietet ein friedliches Bild: Der Monsignore segnet die Strecke Von leblosem, greisem Wild, Schon fast vergessen, will doch keiner essen: Die Veteranen, die zähen Fasanen,die Ente mit Rheuma, den Keiler mit Asthma. Die Jagd wird begossen, und dann wird beschlossen: Der Krempel wird - weil man hier großzügig denkt -- Dem nächsten Armenhaus geschenkt. So wird auch den Ärmsten der Segen zuteil! Es lebe das Waidwerk, dreimal Waidmannsheil!"
Album: Lyrics/Reinhard Mey
Und - wie gesagt - für die ganz Unbelehrbaren gibt es sicher irgendwo ne Schrotflinte, die ungenutzt herumsteht. Liebe GRüße Tanith
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