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Dieses Thema hat 21 Antworten
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 Bräuche
Seiten 1 | 2
LOKI Offline

Rabe


Beiträge: 309

19.12.2005 18:51
Das Julfest antworten
Hallo alle miteinander,

Julmond = Dezember
21. Dezember = Beginn des Julfestes
24. Dezember = Beginn des Weinachtsfest

6.Januar = Ende des Julfestes der Rauhnächte
6.Januar = Heilige drei Könige

Das Julfest ist der Vorläufer von Weinachten es wird auch Mittwinter oder Wintersonnenwende genannt. Der Sommeranfang wird mit dem Julfest gefeiert. Es dauert 11 Tage und 12 Nächte. Die 12 Nächte -> Diese "Zwölften" wurden auch die Rauhnächte genannt.

Das ist die Zeit -> Der Wilden Jagt Wotans(Odins)--->>>>

Bei der wilden Jagd reitet der einäugige Sturm– und Kriegsgott(Odin) des Göttergeschlechts der Asen auf seinen weißen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte auf der Jagd nach dem Wild, vorzugsweise einem Eber. Begleitet wird er hierbei von seinen Raben Huginn und Muninn ("der Gedanke und die Erinnerung") und seinen beiden Wölfen Geri und Freki ("der Gierige und der Gefräßige"). Auf dieser ewigen Jagd, die sich jedes Jahr wiederholt, benutzt er vorzugsweise seinen Speer Gungnir, der niemals sein Ziel verfehlt und wird sowohl von den gefallenen Krieger die in Walhalla residieren begleitet, genannt die Einherier, als auch von einigen wenigen auserwählten sterblichen Helden. Generell ist die Jagd jedoch als ein Sinnbild für die Toten– und Ahnenverehrung zu verstehen, die aber selbstverständlich auch den Fruchtbarkeitskult in Form von Streben nach Wachstum miteinschließt. Ebenfalls wurde zur Feier des Anlasses ein eignes Julbier für diese Jahrzeit hergestellt sowie mit reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Symbolgebäck, warmen Met und einem Festtagsschmaus (z.B. "Julgalt" (Weihnachtseber) und "Jultupp" (Weihnachtshahn) die Rückkehr der Sonne herbeigesehnt.

Weinachtsbaum und Julbaum ->

Die Kirche(wie immer) hat natürlich damit zutun ...
Das Julfest(Christlich->Weinachten) ist ja auch eines der Wichtigsten Feste der Germanen, kein wunder dass es der Kirche nicht gelang, dieses wichtige heidnische Fest auszurotten, so daß sie es umdeuten und übernehmen mußte. Aus der Geburt des Sonnengottes durch die große Mutter wurde die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria. Auch der Tannenbaum, der die Menschen daran erinnerte, daß die scheinbar tote Natur doch noch lebt und der grüne Kranz, als Symbol des immerwährenden Kreislaufes der Natur, wurden von der Kirche übernommen und umgedeutet.(...)

Also der Julbaum ist das selbe wie der Weinachtsbaum.

Heil allen Asen
Gut Jul

und Grüße Loki

Quelle: :-) -> http://www.mitgard-heidenforum.de.ki
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Die Felsengründe waren sein, mit Gold verziert und Edelstein und Silbern köstlich ausgelegt, das Tor mit RUNENKRAFT Geprägt...( J.R.R. Tolkien )
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Man Lernt nie aus!!!

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.158

19.12.2005 19:09
#2 RE: Das Julfest antworten

Hallo Loki,

danke für diesen Beitrag. Allerdings passt nach heutigem Verständnis der Begriff Mittwinter nicht mehr, da wir im Verhältnis zu unseren germanischen Vorfahren vier Jahreszeiten haben. Die Germanen dagegen kannten nur Frühling, Sommer und Winter. Zählen wir nun unseren Herbst hinzu, befindet sich Mittwinter am Anfang des Winters und kann dann leider nicht mehr passen.

Trotzdem sollten wir dieses schöne germanische Fest nicht außer Acht lassen. Hast Du nicht auch noch ein paar Bräuche für uns

Viele Grüße
Ansuz

P.S. Nach meinen Informationen findet Mittwinter am 21. Dezember statt




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

LOKI Offline

Rabe


Beiträge: 309

19.12.2005 20:13
#3 RE: Das Julfest antworten

psst Ansuz -> Danke für den tipp

Bräuche???*imgedechtnissgram*....was gefunden-> nächster BEITRAG->>>>>>>>>>>><<<<<
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Die Felsengründe waren sein, mit Gold verziert und Edelstein und Silbern köstlich ausgelegt, das Tor mit RUNENKRAFT Geprägt...( J.R.R. Tolkien )
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LOKI Offline

Rabe


Beiträge: 309

19.12.2005 20:20
#4 RE: Das Julfest antworten
So hier noch etwas zu den Bräuchen ->>>>>


Die Julzeit ist eine zwölf Tage dauernde Friedenszeit, in der die Häuser mit immergrünen Zweigen wie Buchsbaum, Eibe, Fichte, Tanne, Stechpalme, Kiefer, Efeu, Wacholder geschmückt wurden, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Ein alter Brauch ist es auch, einen großen Holzklotz aus dem Wald zu holen, den „Julklotz“- (Ich glaube sowas nennt man heute Schwedenfeuer*überleg*) und ihn zwölf Tage und Nächte brennen zu lassen. Mit seiner Asche wurden die Felder gedüngt und krankes Vieh versorgt. Das Haus stand den Gästen offen, die ein und aus gingen und reich bewirtet wurden.

Ebenfalls aus vorchristlicher Zeit stammt der „Julbock“, ein aus Stroh geflochtener Ziegenbock -etwa 1m hoch-. Dieser lässt sich vielleicht zurückführen auf die Ziegen des Gottes Thor, die seinen Wagen zogen.

Und nochwas -<

Soweit ich weiss ist das Julfest ja auch ein Fruchtbarkeitsfest deshalb wurden brennende Stohballen einen Berg hinuntergerollt damit der Boden Fruchtbar wird.

Liebe Grüße
Loki


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Die Felsengründe waren sein, mit Gold verziert und Edelstein und Silbern köstlich ausgelegt, das Tor mit RUNENKRAFT Geprägt...( J.R.R. Tolkien )
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Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.158

19.12.2005 20:32
#5 RE: Das Julfest antworten

Hallo Loki,

vielen Dank!!!! Das stöbern hat sich gelohnt

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Sigurd Offline

Altrabe


Beiträge: 1.900

03.12.2006 13:53
#6 RE: Das Julfest antworten

Liebe Raben,

zu diesem Thema hätte ich auch noch etwas hinzuzufügen :

Wie ich erfahren habe, steht der Weihnachtsbaun sinnbildlich gesehen für die Weltenesche Yggdrasil. Die brennende Kerzen sollen für die Lebenden und Toden stehen.


Liebe Grüße
wotan28



Nur dem, der sich selbst helfen kann, is es möglich auch anderen zu helfen.
(Sigurd W.)

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.240

07.12.2006 22:52
#7 RE: Das Julfest antworten

Liebe Raben, zum Jul - es ist ja noch ein wenig hin - möchte ich euch den alten keltischen Segensspruch überreichen.

"Dies ist die Nacht der Sonnenwende, die längste Nacht des Jahres. Nun triumphiert die Dunkelheit; und doch gibt sie nach und wandelt sich zum Licht. Der Atem der Natur setzt aus.
Alles wartet, während im Hexenkessel der König der Finsternis in das Kind des Lichts verwandelt wird. Wir warten auf den Anbruch der Dämmerung, da Nerthus, die Große Mutter, wieder das Göttliche Kind Sonne gebiert, das uns Hoffnung und das Versprechen des Sommers bringt.
Dies ist die Ruhe hinter der Bewegung, wenn die Zeit selber still steht; von allem der Mittelpunkt, der gleichzeitig Umkreis ist.
Wir sind wach inmitten der Nacht. Wir drehen das Rad, damit das Licht zu uns komme. Wir rufen die Sonne aus dem Schoß der Nacht."
Tod und Wiedergeburt
Ewig dreht sich das Rad
Die Furcht ... soll der Nacht übergeben werden
Das Licht verlosch
Alles verweht
Alles vergeht
Spüre den Atem des Todes



Wir werden - dieses Jahr am 22.12. - wie immer das Lichtfest feiern. Eine wird uns fehlen.
Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit.
Liebe Grüße
Tanith


Ihwar Offline

Altrabe


Beiträge: 2.163

08.12.2006 10:38
#8 RE: Das Julfest antworten

Hallo zusammen.

Ich kann zum Thema Rauhnächte das Buch "Rauhnächte" von Sigried Früh empfehlen. Erzählt werden darin altdeutsche Märchen die zu einem großen Teil vom "Woden" und der "Frau Holle" handeln. Zusätzlich findet sich eine hübsche Sammlung von Volksbräuchen und Aberglauben zu den Festen Weihnacht, Silvester/Neujahr und dem heiligen drei Königstag (Frau Holle Tag).

Ihwar

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2006 15:12
#9 RE: Das Julfest antworten
Hallo Ihwar, liebe Raben,

Ihwar, magst du uns das Buch nicht im Bücherforum noch vorstellen? Ich habe es auch, mag diese Zeit nicht ohne es verbringen (es ist immer in der Advents- und Weihnachtskiste) und es würde die Liste im Bücherforum sicher gut ergänzen und dort von Suchenden schneller gefunden werden.

Grüne Grüße
Brigid

Ob ein Mensch klug ist, erkennt man am besten an seinen Fragen.
Gerhart Hauptmann

Sigurd Offline

Altrabe


Beiträge: 1.900

14.12.2009 13:37
#10 RE: Das Julfest antworten

Liebe Raben,

am Samstag hab ich mit einigen "Heiden"ein vorgezogenes Julfest gefeiert
Es gab Vorträge zum Julfest und zu allem, was damit zu tun hat.
Dort hörte ich zum ersten mal, dass es bei unseren Altvorderen angeblich der Brauch war, dass sie ne Art Advendskranz hatten, bei dem 4 Wochen vor Jul alle Kerzen angezündet und dann jede Woche eine weniger wurden, so dass, an Jul keine mehr brannte (also vollkommene Dunkelheit herschte)
Weiß zufällig einer von Euch, was es damit auf sich hat?


Liebe Grüße
wotan

Des Menschen wertvollste Eigenschaft ist es, wenn er dazu steht, wie er ist.
(Sigurd W.)


Mein Online-Fotoalbum: http://sigurd-1980.magix.net/





Ronja ( gelöscht )
Beiträge:

14.12.2009 21:07
#11 RE: Das Julfest antworten

He Loki, danke für den Beitrag. Sehr interessant.

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

17.12.2009 15:08
#12 RE: Das Julfest antworten

Hi Wotan
http://de.wikipedia.org/wiki/Kerze
Unter "kulturelle bedeutung" steht es so.
Deine Version ist mir nicht direkt bekannt,aber die Bedeutung dürfte entsprechend sein.
Saxnot

Skyla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.785

17.12.2009 19:00
#13 RE: Das Julfest antworten

Hallo Wotan,

diesen Brauch mit den weniger werdenden Kerzen am Kranz kenne ich auch, allerdings aus dem keltischen. Ein Bekannter, der gebürtiger Schotte mit irischen Vorfahren ist, hat mir das mal erzählt. Das Licht wird ja in dieser Zeit auch weniger und das wird mit diesem Brauch wohl symbolisiert.

LG
Skyla

* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *

Skyla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.785

17.12.2009 19:09
#14 RE: Das Julfest antworten

Hallo Ihr Lieben,

ich kopier hier einfach mal meine gesammelten Werke ums Yulfest von meiner HP hinein. Auch wenn sich Einiges an Infos mit dem hier geschriebenen überschneidet.

Wintersonnenwende - Mittwinter - Yul
21. Dezember
Rauhnächte - zwischen den Zeiten -
24.12. - 06.01.

Frost überzieht das Land. Das Licht dieser Tage ist spärlich. Wir freuen uns über jeden Sonnenstrahl. Bei klirrender Kälte durchstreifen wir den winterlichen Wald. Durchgefroren, im warmen Hause angekommen gibt es warmen Kakao und lekkeres Gebäck. Abends werden Kerzen angezündet, der Geruch von Bratäpfeln steigt uns in die Nase - dies sind Erinnerungen an Dezembertage.
Doch nun ist die längste Nacht des Jahres angebrochen. Die Nacht in der die Götten Ihren Sonnensohn gebiert und somit auch das Licht zurückkehrt. Am Abend des 21. Dezembers werden Sonnenwendfeuer entzündet, wer im Hause feiert, zündet Kerzen an. Vielleicht habt Ihr ja auch einen Lichterbogen oder einen Julleuchter.
Es ist eine Zeit der Besinnung - Rückschauhaltend, was das letzte Jahr gebracht hat, Vorraussschau, was kommen wird. Eine stille Zeit bricht an. In den darauffolgenden Tagen und Nächten sollten alle Arbeiten eingestellt werden, nur das Nötigeste wird getan.
Man sagt das in den Rauhnächten die Schleier zwischen den Welten sehr dünn wären. Eine ideale Zeit zum Orakeln .Feen, Elfen, Kobolde und andere Wesen tummeln sich in der Nähe der Menschen. Wotans wilde Schar und Frau Holle mit Ihrem Gefolge brausen durch die Lüfte. Man sitzt zusammen, mit Freunden, Familie und Nachbarn, denn keiner mag in dieser Zeit gern alleine sein. Geliehenes sollte in dieser Zeit unbedingt zurückgegeben werden, auch Träume sind nun schicksalsweisend.
Um vor Krankheit und Zauberei zu schützen wird geräuchert. Heute weiß man, dass in der Zeit um die Sonnenwende herum, die astronomischen Gegebenheiten sich so verändern, dass dies bei empfindlichen Menschen Krankheiten und Unruhe auslösen kann.
Um die Rückkehr des Lichtes zu feiern, wird ein immergrüner Baum als Zeichen des Lebensbaumes geschmückt, mit Gold - und Silberkugeln (dieses steht für Sonne und Mond ) mit Gebäck - Herzen für die Liebe und mit Sonnensymbolen . Als Lichtkinder werden unsere Kinder beschenkt.
Bei einem Spaziergang in den Nachmittagsstunden des 21. können wir am Waldesrand ein kleines Opfer aus Nüssen und Äpfeln darbringen .
Yul hat aber auch den Aspekt des Ahnengedenks in sich, da es ein Wodansfest ist. In den Rauhnächten wurde ein Gedeck mehr aufgetan ....
Gereicht werden Speisen, welche aus den Vorräten des letzten Jahres zusammengestellt werden. Auch frisches Fleisch von Gans , Kaninchen und Ente steht zur Verfügung. Kohlgerichte aller Art als Beilage sind willkommen. Der Wein wird erwärmt und gewürzt. Überhaupt werden die Speisen und Gebäcke mit reichlich wärmenden und verdauungsfördernden Gewürzen versehen, ist doch die Mahlzeit oft recht fetthaltig. Dann hilft vielleicht auch mal ein selbst hergestellter Kräuterlikör.

Also eine schöne Zeit wünscht Euch Skyla

* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *

Skyla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.785

17.12.2009 19:14
#15 RE: Das Julfest antworten

So nun noch was,

hab gerade noch mal nachgeschaut, auch beim Julbogen, werden die Kerzen in abnehmender Reihenfolge entzündet.
Erklärung und Bauanleitung für einen solchen könnt Ihr auch auf meiner HP finden : http://www.friesische-heiden.de/pages/julbogenpag.html
Rezept für Symbolgebäck unter : http://www.friesische-heiden.de/pages/lebkuchenpag.html

Nochmals liebe Grüße
Skyla

* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *

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