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Rauhnächte oder Rauchnächte Um die Jahreswende finden wir die "Rauhnächte" oder "Rauchnächte". "Rauhnächte" in Anlehnung an die haarigen Masken der Perchten http://www.asatru-online.de/f_jul.htm die im Alpenraum ihr Unwesen treiben,"Rauchnächte", weil in dieser Zeit die Ställe ausgeräuchert wurden, um das Vieh auch im neuen Jahr vor Krankheiten und das Haus vor Unheil zu bewahren. Auch vom Datum her gibt es zwei Ansichten, einmal zählen hier die Nacht des 21. Dezember (Thomasnacht), die Christnacht, die Nacht von Silvester und die Nacht vom 5. auf den 6. Januar (Dreikönig). Dann gibt es die Bezeichnung noch für die 12 Nächte, angefangen bei der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember, und endend mit der Nacht vom 05. auf den 6. Januar. Alte Bräuche, vor allem im alpenländischen Raum, sind das Ausräuchern und Besprengen von Haus und Hof mit Weihrauch und Weihwasser, damit sie nicht von bösen Dämonen, die in dieser Zeit in wilder Jagd durch die Luft ziehen, heimgesucht werden. Die Nächte an den Feiertagen galten als die gefährlichsten, so durften Frauen und Kinder nach Anbruch der Dunkelheit die Straße nicht mehr betreten. Haus und Hof, Spinnstube, Küche und Werkstatt mussten aufgeräumt sein, Wäsche durfte nicht auf der Leine hängen, denn Unordnung wurde von den Dämonen bestraft. Im wohl bekanntesten – und meist empfohlenen - Buch "Rauchnächte" von Sigrid Früh http://www.sigrid-frueh.de/buecher/3-926789-24-7.shtml steht folgendes: In den zwölf Rauhnächten darf nicht gesponnen werden, es tun dies bloß die Hexen. Wer in dieser Zeit eine Tür laut zuschlägt, der hat im Sommer den Blitz zu befürchten. Alles Ackergerät muss unter Dach sein, kein Backgerät oder Holz darf vor dem Ofen liegen bleiben. Wer sein Bett in diesen Tagen im Freien lüftet, bekommt im nächsten Jahr Krebst- Vor diesen Tagen soll alles, was verliehen wurde, wieder im Hause sein und Geliehenes soll man zurückbringen. Wer dies nicht tut, ist eine Hexe. Wer in diesen Tagen Nägel oder Haare schneidet, bekommt böse Finger und wird unter Kopfschmerzen leiden im nächsten Jahr. Wir in diesen Tagen am Morgen aufsteht und pfeift, hat Unglück zu erwarten. Wer einen Apfel oder eine Nuss vom Erdboden aufnimmt, bekommt einen bösartigen Ausschlag. Jegliche Arbeit ist vorboten in den Rauhnächten, sonst fällt der Wolf in die Herde und das Vieh gedeiht nicht. So viele Knöpfe einem an einem Kleidungsstück fehlen in dieser Zeit, so viele Geldstücke werden einem im Jahr gestohlen. Wenn in den Zwölften viel Wind geht, sterben im folgenden Jahr viele alte Frauen. Wenn die Eiszapfen in den Rauhnächten lang sind, wird auch der Flachs lang. Gibt es zu dieser Zeit viel Nebel, gibt es ein nasses Jahr, ist es hell und klar, ein trockenes. Reif in der Zeit der Rauhnächte bedeutet ein fruchtbares Jahr und viel Obst, ebenso Eisblumen am Fenster und viel Schnee an den Bäumen. Vorhersagen: Die zwölf Heiligen Tage von Weihnachten bis Dreikönig heißen die "Zwölf Lostage". Wie das Wetter sich an diesen Tagen verhält, so wird es in den zwölf folgenden Monaten sein, und zwar in der Art, dass immer sechs Stunden die Witterung eines Viertelmonats anzeigen. Man muss am Weihnachtstag mit diesen Beobachtungen beginnen, macht zwölf Ringe auf ein weißes Papier und teilt jeden Ring durch ein Kreuz in vier Teile. Sind nun die ersten sechs Stunden hell und sonnig, so bleibt das erste Viertel des Kreises leer und weiß, das bedeutet einen trockenen Viertelmonat. Ist das Wetter aber trüb, dann wird das erste Viertel des Kreises überzeichnet und dunkel gemacht, was einen nassen Viertelmonat anzeigt. Ebenso zeichnet man alle übrigen Kreise. Andere schreiben hinein: "trüb, hell, nass oder kalt". Der 6. Januar ist der dreizehnte Tag und der entscheidet zuletzt, ob die Wetteranzeige der zwölf Lostage richtig ist und wirklich eintreffen wird. Ist das Wetter an diesem Tage trocken, so sind die Lostage gültig, gibt es aber Schnee oder Regen, so sind sie verworfen und ungültig. Die Träume der zwölf Nächte erfüllen sich in den entsprechenden Monaten des Jahres. Träumt man vor Mitternacht, so erfüllt sich dies in der ersten Hälfte des Monats, Träume nach Mitternacht am Ende des Monats. Und natürlich können auch die Rauhnachts-Runen gezogen werden: Man beginnt in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember, und zieht jeden Abend/Nacht eine Rune, bis zum 5./6. Januar, insgesa6t also 12 Runen (jeweils immer wieder aus allen Runen). Und wer noch mehr nachlesen möchte: http://www.asatru-online.de/f_jul.htm Silvester: Klingen die Silvesterglocken nicht hell und klar, so ist das kommende Jahr wenig bedeutungsvoll. Wer nicht beim zwölften Glockenschlag von einem Tisch oder Stuhl herunterspringt, hat kein Glück im nächsten Jahr. Wenn während des Silvesterläutens alle Familienmitglieder aus einem Glase trinke , bleibt das Unglück fern. Das Silvesterschießen weckt die Saaten der Pflanzen. Böse Geister vertreibt man, indem man über die Brunnen schießt. In der Silvesternacht kann man die Unterirdischen in ihrer Werkstatt arbeiten hören (und ich dachte immer, das wären die Nachbarn ;-) ) Und etwas moderner http://www.silvester.de Neujahrsgebäck Neujahrskringel, -kranz, -zopf, -brezel, -striezel oder (im Rheinland) Neujährchen sind Glücksgebäck. In der Regel besteht das Hefegebäck aus Weizenmehl; zusätzlich verwendet werden gerne Körner, die Vielfalt und Überfluss verdeutlichen: Mohn und Hirse. Auch Lebkuchengebäck gibt es zum neuen Jahr. Die Form des Gebäcks, zum Beispiel der Kranz, symbolisiert nicht nur den ewigen Kreislauf des Jahres, sondern auch den vor Dämonen schützenden Kreis. Der Zopf stellt eine ähnliche Metapher dar. In Ostfriesland war der Neujahrskuchen als springendes Pferd geformt, in der Schweiz hieß das entsprechende Gebäck Heilswecken. Im Rheinland ist ein Neujährchen meist dem vierblätterigen Kleeblatt nachgebildet und einfach rund, oft verziert mit Symbolen der Ewigkeit. In Mecklenburg gab es ein Gebäck unter gleichem Namen, aber zu einem anderen Zweck: Es wurde segenbringend den Tieren ins Futter gebrockt. In dem in Griechenland üblichen Neujahrsbrot wird eine Gold – oder Silbermünzen versteckt, die ihrem Finder Glückbringen soll. Möglicherweise ist hier ein Vorbild für den Königskuchen zu finden (Dreikönigsfest) In der Ukraine wurde das Neujahrsgebäck der Juden, die "challa" in Vogelform gebacken. Neben der Hoffnung auf den Schutz des Herrn symbolisiert das Neujahrsgebäck in Vogelform auch die Hoffnung, dass die Gebete und Hoffnungen der Menschen zu Gott empor getragen werden mögen- Jetzt geht es weiter mit Brauchtum und Aberglaube, zum 6. Januar, dem Dreikönigstag, auch Frau Holle Tag:
Die Tiere können wie in der Heiligen Nacht reden, das um Mitternacht geschöpfte Wasser hat große Heikraft. Um Mitternacht öffnet sich der Himmel und die Heilige Dreifaltigkeit wird sichtbar. Wer das sieht, dem gehen drei Wünsche in Erfüllung. Tropft es vom Dach, so soll man mit dem Viehfutter sparsam umgehen (Anmerkung von mir: Bauernweisheit, wenns Januar Tauwetter hat, kommt das dicke Ende, sprich viel Frost und Schnee noch nach, der sich bis ins Frühjahr zieht. Das Vieh kann dann erst spät auf die Weide, und deshalb wird das Futter knapp werden). Allerlei Gegenstände werden in der Kirche geweiht, vor allem Wasser, Salz und Kreide, als Schutzmittel für Menschen und Vieh. Der Dreikönigswind ist der segensreichste, ihm werden um Mitternacht Türen und Fenster geöffnet, damit er Glück ins Haus bringe. Scheint am Dreikönigstag die Sonne, gibt es Frieden im kommenden Jahr. Eine in der Dreikönigsnacht ausgeräucherte Kopfbedeckung hilft gegen Kopfweh. Wer von seinem siebenten Jahre an den Heiligen Drei Königen zu Ehren an diesem Tage fastet, dem geben sie rechtzeitig bekannt, wann ihm zu sterben bestimmt sei. So viele Sterne man am Dreikönigsabend durch den Schornstein sieht, so viele Schoppen Wein darf man an diesem Abend trinken.
Grüne Grüße Brigid ^^^^^^^^ Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)
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