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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 897 mal aufgerufen
 Neues vom Rabenbaum
Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.158

30.12.2005 18:09
Vom Brauchtum zu Sylvester antworten

Liebe Raben,

ich habe mir mal überlegt, woher kommen eigentlich die Bräuche und Glückssymbole, die wir zu Sylvester pflegen und benutzen?

Wer sich den langatmigen Artikel antun möchte, biddeschöööön

Das Schwein: Schweine galten schon früher als Zeichen des Wohlstandes. Wer Schweine hatte, der hatte stets genug zu essen (sorry Max, ist nichts persönliches)
In vielen Völkern galten sie als heilig, sie wurden als kostbare Grabbeigabe beispielsweise bei den Germanen gesehen. In den Mythen kennen wir auch "Gullinbursti" und "Hildeswyn".
Schwein gehabt= Glück gehabt!

Der Marienkäfer: Der Marienkäfer galt als Himmelsbote und verdankt seinen Namen der Jungfrau Maria. Er beschützt die Kinder und heilt die Kranken. Töten darf man ihn nicht, nicht einmal abschütteln, denn das bedeutet Unglück.

Der Schornsteinfeger: Das Herdfeuer unserer Vorfahren war das Zentrum des Lebens, hier traf man sich und auch heute noch lungern wir gern in der Küche herum. Das Feuer durfte seit der Steinzeit niemals ausgehen. Wer Feuer hatte, dem ging es gut. Der Schornsteinfeger gilt als Glücksbringer, weil er traditionell am Neujahresmorgen durch die Straßen ging und ein frohes neues Jahr wünschte.

Das Hufeisen: Das Hufeisen geht auf unseren ersten der Asen Odin zurück, oder genauer auf seinen achtbeinigen Schimmel Sleipnir. Odin ritt eines Tages auf Sleipnir, als dieser ein Hufeisen verlor. Die Legende besagt, dass der, der es findet, ein sehr glücklicher Mensch werde. Man muß das Hufeisen mit der offenen Seite nach oben, über der Haustür annageln, damit es dem Hause und seinen Bewohnern Glück bringt. Nach oben offen, deshalb, damit das Glück nicht herausfällt.

Der Glückspfennig: Der Gott Janus war der Gott des Jahresbeginns. Er hatte zwei Gesichter. Eins, dass sich dem vergangenem widmete und eins das in die Zukunft schaut. Um die Götter milde zu stimmen, opferten Römer stets einige Münzen zum Jahreswechsel.

Das Kleeblatt:Hier existieren verschiedene Theorien. Mir persönlich gefällt die folgende, wen wundert es, am besten: Odin ließ sein Pferd in Midgard weiden. Diesem Pferd fiel von nun an hin und wieder ein vierblättriges Kleeblatt, das auch bei den Germanen selten war, aus dem Maul. Wer ein solches Kleeblatt fand, war von nun an vor allem Bösen gefeit und das Glück war ihm hold.

Ein wenig zum Thema Sylvester findet sich ebenfalls auf dem Rabenbaum und die, die es interessiert, klicken hier:
Sylvesterbräuche auf dem Rabenbaum

Liebe Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Zita ( gelöscht )
Beiträge:

30.12.2005 23:39
#2 RE: Vom Brauchtum zu Sylvester antworten

Hallo Ansuz, Hallo Raben!

Diese Geschichten über die Bräuche und woher die kommen find ich immer wieder spannend. Woher das wohl kommt, daß man am Sylvester – Nachmittag Berliner isst? Neuerdings gibt es die ja auch mit Eierlikör, hat das schon mal einer probiert? Also das muß ich morgen direkt mal ausprobieren.

Bei uns war es früher auch Brauch an Sylvester zu baden, sich chick anzuziehen und ein keckes Hütchen aufzusetzen. Aber kurz vor Mitternacht wurde es dann immer ein bisschen feierlich, dann sind alle aufgestanden und haben sich im Kreis aufgestellt. Das Radio war an und man zählte zu den Gongschlägen dann ab 10 rückwärts.

Gute Rauhnacht
Zita

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2005 02:02
#3 RE: Vom Brauchtum zu Sylvester antworten

Liebe Zita,

bei uns gab es immer Brotsuppe an Silvester ...

Mit Eierlikör schmecken Berliner bestimmt sehr lecker, bin aber doch eher für traditionell mit Hagebutten-Gelee oder wenigstens einfach rot-fruchtiger Füllung.


Grüne Grüße
Brigid

^^^^^^^^
Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Othala ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2005 09:00
#4 RE: Vom Brauchtum zu Sylvester antworten

... wußtet Ihr eigentlich, daß der "gute Rutsch", den man sich zu Silvester wünscht, nichts mit dem Hineinrutschen ins Neue Jahr zu tun hat, sondern auf das hebräische Wort "rosch" zurückzuführen ist, das soviel wie "Anfang" bedeutet, also den Beginn des neuen Jahres?

Ich wußte es nicht, jetzt bin ich wieder ein bißchen schlauer.

Liebe Grüße,

Othala


<<Wenn ich einen grünen Zweig im Herzen trage, wird sich auch ein Singvogel darauf niederlassen>>
(aus China)

Zita ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2005 12:34
#5 RE: Vom Brauchtum zu Sylvester antworten

Hallo Ihr Lieben

Das mit dem Klötenköm im Schmalzgebäck hat nicht geklappt. Die Bäckerin guckte mich ein wenig verständnislos an und der Herr neben mir meinte, dafür müsste ich wohl nach Berlin fahren. Das erschien mir dann aber doch ein wenig zu aufwendig und so nahm ich es als Wink des Schicksals und habe wieder die Ordinären mit roter Füllung genommen.

Den Brauch die Wohnung mit Girlanden und Luftschlagen zu schmücken habe ich aber in diesem Jahr inspiriert durch Max abgewandelt und mit Rosen ersetzt.

Also denn, Guten Rosch und bis nächstes Jahr
Zita

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