Die 2 Merseburger Zaubersprüche Bei youtube und Wiki bin ich auf diese Schriften gestoßen. Diese sogenannten Zaubersprüche sagten mir bis dahin nichts doch DAS fand ich denn doch noch mal spannen. Scheinbar ist nicht bekannt, wer sie geschrieben hat aber dass sie in althochdeutscher Sprache geschrieben wurden. Sind jemanden diese Zaubersprüche bekannt? Es gibt ein Paar Namen, mit denen ich nichts anfangen kann oder nur vermute.
Einst saßen Idise, setzten sich hierher und dorthin. Einige hefteten Fesseln, einige reizten die Heere auf. Einige klaubten herum an den Volkesfesseln Entspringe den Haftbanden, entkomme den Feinden. (Dies ist mir klahr)
Phol und Wodan begaben sich in den Wald Da wurde dem Fohlen des Herrn/Balders sein Fuß verrenkt Da besprach ihn Sinthgunt, die Schwester der Sunna Da besprach ihn Frija, die Schwester der Volla. Da besprach ihn Wodan, wie er es wohl konnte. So Beinrenkung, so Blutrenkung, so Gliedrenkung: Bein zu Bein, Blut zu Blut, Glied zu Glied, wie wenn sie geleimt wären. (Frija? Volla?)
1. Eine Wachsenlassende bist Du als Rohini [*Rote] die (Zusammen-)Wachsenlassende des gespaltenen Knochens, laß auch dies hier (zusammen-)wachsen, o Arundhatî! 2. Was Dir versehrter, was Dir versengter Knochen oder Fleisch ist an Deinem Selbst, das soll (der Gott) Dhatr (der [Zusammen-]Setzer) heilbringend wieder zusammensetzen, mit dem Gelenk das Gelenk. 3. Zusammen werde Dir Mark mit Mark, und zusammen Dir mit Gelenk das Gelenk, zusammen wachse Dir das Auseinandergefallene des Fleisches, zusammen wachse der Knochen zu! 4. Mark werde mit Mark zusammengefügt, mit Fell wachse Fell (zusammen), Blut und Knochen wachse Dir, Fleisch wachse mit Fleisch (zusammen)! 5. Haar füge (oder: füge er) zusammen mit Haar, mit Haut füge (oder: füge er) zusammen Haut, Blut (und) Knochen wachse Dir, das Zerspaltene mache zusammen, o Pflanze! 6. So steh auf, geh los, lauf fort (wie) ein Streitwagen mit guten Rädern, mit guten Radschienen, mit guten Naben, nimm aufrecht festen Stand ein! 7. Ob er es sich durch den Sturz in eine Grube gebrochen hat, oder ob ein geschleuderter Stein es ihm zerschmettert hat, wie Rbhu die Teile des Streitwagens, so soll er (Dhatr?) zusammensetzen mit dem Glied das Glied.
(Rbhu?)
Geh hinaus, Nesso, mit neun Nesslein, hinaus von dem Mark an den Knochen, von dem Knochen an das Fleisch, hinaus von dem Fleisch an die Haut, hinaus von der Haut, in diesen Pfeil! (= vgl. der Hufstrahl des Pferdes, Hufsohle mit pfeilförmigem Relief) Herr es werde so![48]
So hell wie ihr Sinnen glüht heute die Esse, Schlag auf Schlag entsteht das Werk Strahlend der Eber, goldmehrend der Ring, mächtig der Hammer, den Riesen Furcht zu lehren
also ich kannte die Merseburger Zaubersprüche schon, aber ist lange her das ich mich damit beschäftigt habe.
Frija ist soweit ich mich erinnere ein Name für Frigg, aber ich bin nicht Eddafest genug um zu sagen ob sie eine Schwester namens Volla (oder Folla im Orginal) hatte.
Zu Rbhu hab ich nur einen Verweis gefunden das es sich wohl um eine Dreiheit aus dem Hinduismus handelt (Ribhus) ein Sohn Brahmas. Wie der allerdings zu den Merseburger Zaubersprüchen passt ist mir ein Rätsel:)
Gruß Hallvard
Si vis pacem para bellum - My way.. or the highway..
Vielen Dank Hallvard, dann suchen wir doch mal weiter.
So hell wie ihr Sinnen glüht heute die Esse, Schlag auf Schlag entsteht das Werk Strahlend der Eber, goldmehrend der Ring, mächtig der Hammer, den Riesen Furcht zu lehren
Hej, Druidin, der mythologische Hintergrund ist weitestgehend ungeklärt - wie hier zu lesen ist http://www.hs-augsburg.de/~harsch/german...g/mer_intr.html wenn ich es deuten sollte, würde ich denken, dass eine Art Versiegelung damit geschaffen worden ist, die zu gut verschmelzen soll wie ein Bruch, den die Götter geheilt haben. Es hat, wie wir alle wissen, nicht so ganz geklappt mit der Verschmelzung von Heiden- und Christentum. Und wir wissen auch, wessen Schuld es ist. Die Merseburger Sprüche sollen auf Evangelien aufgedeckelt worden sein (hab ich aus einigen Texten im Netz gelesen). Andere Quellen habe ich auch derzeit nicht gefunden, so wäre es mir aber logisch. Um das 9. Jh hatten wohl ein paar noch Hoffnung auf eine Versöhnung. Siehe auch hier: http://www.kjarni-willison.de/seiten/mer...bersprueche.htm Mit Gruß Tanith
Hallo Tanith, dass das vielleicht auf das Gemeinsame zwischen den beiden Glaubensrichtungen gemeint war, hatte ich bisher so nicht gesehen. Kind wie ich bin, glaubte ich doch tatsächlich an 2 (wortwörtliche) Zaubersprüche. "kopfklatsch" Aber DAS ist ja noch mal ein ganz anderer Blickwinkel. Die Namen der Götter und Göttinnen vielleicht deshalb so unbekannt? Danke Tanith
So hell wie ihr Sinnen glüht heute die Esse, Schlag auf Schlag entsteht das Werk Strahlend der Eber, goldmehrend der Ring, mächtig der Hammer, den Riesen Furcht zu lehren
Hej, Druidin, wenn man im Netz konkret nach den Namen Rbhu und Dhatr sucht, stößt man irgendwann auf diesen Link: http://books.google.com/books?id=14pj5uA...20Dhatr&f=false Das würde einer Zuordnung, wie andere Seiten es darstellen, zum nordischen Heidentum widersprechen. Ich könnte mir vorstellen, dass bei Übersetzungen manches vermengt oder fehlerhaft übersetzt ist, aber hier handelt es sich im Text um magische Heilungen. Wie immer auch: Es wird schwierig sein, das noch zu konkretisieren. Ich neige weiterhin zu der Annahme, dass ein Siegel (eine Verschmelzung) gemeint ist. Aber wie gesagt, nur eine Meinung. Der Verfasser des Textes aus dem hier dargestellten Link äußert auch, dass es sich nur um eine Annahme handelt. Mit Gruß Tanith
Schade- dass das nicht auf deutsch ist. Aber vielen Dank für deine Suche.
So hell wie ihr Sinnen glüht heute die Esse, Schlag auf Schlag entsteht das Werk Strahlend der Eber, goldmehrend der Ring, mächtig der Hammer, den Riesen Furcht zu lehren
Vielen Dank Athaulf, das zeigt mir, dass es nicht nur EINE Mellodie gibt für diesen Text.
So hell wie ihr Sinnen glüht heute die Esse, Schlag auf Schlag entsteht das Werk Strahlend der Eber, goldmehrend der Ring, mächtig der Hammer, den Riesen Furcht zu lehren
Habe mich bisher noch nicht wirklich mit diesen Texten befaßt, aber was mir spontan einfällt, sind folgende Fragen: - Welche Völker lebten damals in besagtem Gebiet? - Mit wem hatten sie Kontakt? - Welche Sprachen wurden in dem Gebiet gesprochen? - Welche waren vertraut? - Welche Religionen beeinflußten einander? - Stammt der/stammen die Verfasser aus der Region? - Was war die Intention?
Heil sér þú ok í hugum góðum. Þórr þik þiggi. Oðinn þik eigi.
Danke erstmal für das Einstellen der Texte. Ich kannte diese Zaubersprüche bis jetzt nur aus besagten Liedern und dann in einer mir unverständlichen Sprache.
Ich finde, ganz egal, wer sie geschrieben hat und welche Götter angerufen werden, haben sie etwas sehr Machtvolles an sich, so dass sich mir schon beim Lesen die Nackenhaare aufstellen!
Auf alle Fälle lohnenswert, sich näher damit zu beschäftigen! Und der "Fragenkatalog" von Refr ist schon mal gut dafür!!
LG von Skyla
* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *
Zitat Und der "Fragenkatalog" von Refr ist schon mal gut dafür!!
Jaa
Drei weise Schwestern, zeitlos, bestimmenWyrd und werfen Stäbe, der Lose letzter Schluß zum Heil, zur Freiheit allen Menschenkindern. Heil euch Nornen!
Athaulf, danke für Deine links, aber wirklich "Futter für meinen Fragenkatalog" finde ich dort leider nicht. Es fehlt mir noch das gewisse etwas. *fingerspitzenaneinanderreib* LG Refr
Deyr fé, deyja frændr, deyr sjalfr it sama, ek veit einn, at aldrei deyr: dómr um dauðan hvern.
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