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Dieses Thema hat 12 Antworten
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 Allgemeines zum Asatru
Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

26.11.2011 13:15
Heiden und die Wissenschaft antworten

Heiden und die Wissenschaft
Eine Wissenschaftlerin namens Dagmar Fügmann hat es sich zur Aufgabe gemacht, Asatru in den unterschiedlichsten Umgebungen im Glaubens.- und Ritualwesen zu erforschen.
Ich selbst stehe dem etwas misstrauisch gegenüber weil gerade Außenstehende, die eigentlich christlich geprägt sind, ihre Beobachtungen auch mit der christlichen Brille betrachten werden.
Ich weiß nicht, ob sie in der Lage ist, das Thema neutral zu beobachten und zu beurteilen.

http://www.philosophie.uni-wuerzburg.de/...e/dagmarfgmann/

Zitat:
„In Island ist Asatru überhaupt nicht völkisch oder nationalistisch negativ besetzt“, sagt Fügmann. Ob den Gruppen in Deutschland die Nähe zur Ideologie der Nationalsozialisten völlig ungerechtfertigt angedichtet wird oder ob es nicht doch auch ein paar verkappte ***** gibt, weiß sie noch nicht.
Die Frage ist doch, was geschieht mit ihren Beobachtungen, in wie weit wird das vom Verfassungsschutz dann dazu genutzt, das Heidentum noch weiter zu knebeln?

Zitat:
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit rund 240.000 Euro. „Mich interessiert vor allem die Frage, ob sich die Gruppen und ihre Form von Religion in Deutschland anders entwickeln als in einem Land, in dem sie zumindest rechtlich gleichgestellt sind“, sagt Fügmann.
Diese Beobachtungen sollen über 3 Jahre gehen und die Summe ist dafür nicht wirklich sehr hoch.

http://idw-online.de/de/news451009

Was haltet ihr davon?

Drei weise Schwestern, zeitlos,
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zur Freiheit allen Menschenkindern.
Heil euch Nornen!

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.441

26.11.2011 18:35
#2 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hallo Druidin,

das Thema war vor einigen Jahren hier auch schon ebenso aktuell, wie heute und vermutlich auch morgen..
Hier einige links, falls du dich für die Diskussionen der verschiedenen Kreise und die Verhältnisse untereinander interessierst..
topic-threaded.php?forum=19&threaded=1&id=3021&message=3093061
http://www.smartredirect.de/ad/clickGate...lle%2FPresse14a
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510856.html

Ich hab jetzt leider keine Zeit weiter zu suchen(muß zu ner Schulaufführung), aber gibst du beim Rabenclan Yggdrasilkreis" in den Suchlauf bist mitten im Geschehen.
Soweit ich mich entsinne hat-parallel zu dem politischen Geschehen eine -ich glaube..Stefanie Schnurbein..oder von Schnurbein die braune Sosse innerhalb des Heidentums beleuchtet und ein Buch geschrieben.....

Muss los...Alruna

*Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen, wohin er führt*

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

26.11.2011 19:41
#3 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Vielen Dank Alruna, diese Schriften kannte ich schon, hatte sie aber noch nicht so genau durchgelesen.
Also nach dem Spiegel zu urteilen, nix genaues weiß man nicht.
Alles ist immer nur Gerüchteküche und hat den Geruch von Machtmissbrauch durch verunglimpfung des Rufes der Gegner?
Wie also will eine Frau Fügmann denn bei DEM Filz durchblicken.
Eine Alibifunktion um dem Staat die Handhabe zu liefern, das Heidentum endlich ganz zu verbieten?

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Skyla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.786

26.11.2011 20:27
#4 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hallo Druidin,


habe mir eben mal den 2. link durchgelesen.

Also ich denke, dass die Religionswissenschaftlerin es echt schwer haben wird, hier in Deutschland ihre Untersuchungen zu machen. Sie möchte ja den Unterschied feststellen zwischen Island und Deutschland. In Island gibt es offizielle Gruppen, dort ist es anerkannte Religion. Hier geschieht es doch eher im verborgenen. Und wie schon gesagt, finden sich 2 rechts orientierte unter 100 normalen Heiden, dann isses schon echt gefährlich für die Bewertung des Heidentums in Deutschland! Anderseits will sie aber wertfrei arbeiten.

Eigentlich ist es doch schon schlimm genug, dass wir hier immer noch den Staub der Geschichte auf uns Lasten haben, dass wir einer Glaubensrichtung angehören, die nicht gern gesehen ist, dass wir eher im Verborgenen agieren. Nun werden wir noch untersucht von einer Frau, welche vorher ihre Doktorarbeit über Satanismus geschrieben hat.

Ich steh solchen Untersuchungen auch eher skeptisch gegenüber. Denn ganz wertfrei ist nun mal keiner!

Und Gruppen...wo gibt es denn hier schon Asatru -Gruppen??? Und wenn sie sich dann an den Herrn GvN wendet, naja das ist ja auch nicht das Bild eines Durchschnittsheiden. Und überhaupt, muss ich als Heide einer Gruppe angehören??? Da ist doch schon wieder der christliche oder Sekten-Faktor da.
Das Heidentum an sich ist doch sehr vielschichtig und unterliegt nun mal keinen Dogmatismen.


Lg von Skyla

* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.441

26.11.2011 22:19
#5 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hi Skyla,

Zitat
Da ist doch schon wieder der christliche oder Sekten-Faktor da.
Das Heidentum an sich ist doch sehr vielschichtig und unterliegt nun mal keinen Dogmatismen.


Genau das ist es ja. Das Heidentum gibt es eigentlich gar nicht..jedenfalls nicht als wirkliche Einheit(unzählige sich anfeinedende Gruppierungen)..und die germanische Mythologie / Magie läßt sich sehr leicht mißbrauchen. Was passiert wohl, wenn ein UneingeweiHter, aber dennoch charismatischer Mensch mit narzißtischer Persönlichkeitsstörung einen Kriegerbund gründet?...-
Auch das Hexencredo"Erkenne dich Selbst-Finde das rechte Maß-Tu was du willst, solange es keinem schadet-Liebe ist die größte Kraft"..will erfahren, erkannt, verinnerlicht und gelebt werden..ist ein Einweihungsweg, ein Prozess. Brauch also auch Zeit...bietet ergo auch Raum für allerlei Merkwürdigkeiten.
Ich hab einmal gelernt: Ist der Schüler bereit, tritt der Lehrer auf den Plan. Geheimes Wissen schützt sich selbst.
Irgendwie, so scheint mir, haut das nicht mehr so hin.

Gruß Alruna

*Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen, wohin er führt*

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

26.11.2011 23:17
#6 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Zitat
Irgendwie, so scheint mir, haut das nicht mehr so hin.



Einer der Gründe warum tiefergehende Magie im Geheimen stattfindet.

Vielleicht kann man ja per mail etwas genaueres von ihr erfahren.
(hab ne mail gesendet, schaun wir mal, ob ich überhaup ne Antwort bekomme)

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dagaz Offline

Altrabe


Beiträge: 595

27.11.2011 00:26
#7 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Servus Druidin,

Zitat von Die Druidin

Die Frage ist doch, was geschieht mit ihren Beobachtungen, in wie weit wird das vom Verfassungsschutz dann dazu genutzt, das Heidentum noch weiter zu knebeln?



inwiewo ist es denn bisher geknebelt? Außer dass es nicht die Privilegien ener "anerkannten Religionsgemeinschaft" genießt?

Servus,

dæg byþ drihtnes sond / deore mannum
mære metodes leoht / myrgþ ond tohiht
eadgum ond earmum / eallum brice

Ihwar Offline

Altrabe


Beiträge: 2.163

27.11.2011 08:38
#8 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hallo Druidin

Ich sehe das eher positiv wenn sich jemand dem Heidentum auf wissenschaftlicher Ebene nähert. Denn:

Zitat
Mich interessiert vor allem die Frage, ob sich die Gruppen und ihre Form von Religion in Deutschland anders entwickeln als in einem Land, in dem sie zumindest rechtlich gleichgestellt sind“, sagt Fügmann.



Ist ja interessant. Falls dabei herauskommt, dass eine rechtliche Gleichstellung positive Aspekte bringen würde, kann es politisch ja dann sogar in die andere Richtung gehen.
Des weiteren wird sie als Wissenschaftlerin einfach Fakten sammeln, einzelne Gruppen auswählen, Heiden befragen und dann ihre Abhandlung darüber schreiben. Sie hat ja auch ihre Doktorarbeit über zeitgenössischen Satanismus geschrieben, und der ist wohl nicht weniger wirr als das Feld des Heidentums. In den links oben findet sich ja auch der link zu ihrer Doktorarbeit: http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/..._Satanismus.pdf

Ihwar

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Runen? Äh ja, keine Ahnung wann ich das letzte mal welche in der Hand hatte.

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

27.11.2011 13:18
#9 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Zitat
inwiewo ist es denn bisher geknebelt? Außer dass es nicht die Privilegien ener "anerkannten Religionsgemeinschaft" genießt?


Allein, dass wir bestimmte Runen und heiligen Zeichen nicht tragen dürfen ist Knebelung.

Leider kann ich den Link nicht lesen aber ich geh da mal von aus dass du den gelesen hast.

Zitat
Ist ja interessant. Falls dabei herauskommt, dass eine rechtliche Gleichstellung positive Aspekte bringen würde, kann es politisch ja dann sogar in die andere Richtung gehen.



Da hast du natürlich Recht, auch das ist möglich- nur recht unwarscheinlich oder?

Zitat
Sie hat ja auch ihre Doktorarbeit über zeitgenössischen Satanismus geschrieben, und der ist wohl nicht weniger wirr als das Feld des Heidentums.



Stimmt, wollen wir also hoffen, dass sie mit DIESEM Filz auch klahr kommt.

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Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

27.11.2011 17:41
#10 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Îch habe tatsächlich Antwort bekommen:

Sehr geehrte Frau xxxxx,

ich kann Ihre Sorgen bezüglich meines Projektes nachvollziehen.
Vielleicht darf ich aber darauf hinweisen, dass meine Forschungsarbeiten zum Thema Satanismus (die Sie, wenn sie
möchten nachlesen können unter:

Text http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2008/2690/pdf/Dagmar_Fuegmann_Zeitgenoessischer_Satanismus.pdf)

nicht dazu führ(t)en, dass Satanismus in irgendeiner Art verboten wurde, sondern eher im Gegenteil,
dass ein differenzierterer Umgang mit dem Thema (auch von staatlicher Seite) zunimmt.

Ich füge Ihnen anschließend den Text ein, mit dem ich mich bei einigen (Internet-) Gruppen/Foren
vorgestellt habe, und hoffe, dass dieser einiges zum Thema klärt.
Falls Sie aber weitere Fragen haben, oder an einer Mitarbeit in meinem Projekt interessiert wären,
kontaktieren Sie mich bitte nochmal.

Es grüßt herzlich

Dagmar Fügmann


hier nun der Vorstellungs-Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zuerst einmal: Entschuldigung, dass ich über die E-Mail-Adressen im jeweiligen Impressum Kontakt aufnehme und nicht über teilweise vorhande Kontaktformulare etc. Ich habe mich für dieses Vorgehen entschieden, weil ich denke, dass Sie als jeweilige Verantwortliche entscheiden können sollten, ob Sie meine nachstehende Anfrage in Ihren Foren bzw. unter Ihren Mitgleidern verteilen möchten. Ich kann verstehen, dass Anfragen über Impressum-Angaben nerven, wollte Ihnen aber wie gesagt nicht vorgreifen. Wenn es Ihnen lieber ist, dass ich mein Schreiben jeweils selbst in einem Forum einstelle, schreiben Sie mir bitte einfach.

Wie einige von Ihnen bereits mitbekommen haben, arbeite ich zur Zeit an einem Forschungsprojekt mit dem Titel „Ásatrú in Island und Deutschland: Eine religionswissenschaftliche Analyse neugermanischer Konzepte und Lebenswelten“.

Da ein solches Projekt nur dann gelingen kann, wenn sich Personen beteiligen, die sich selbst diesem Forschungsfeld zugehörig fühlen, möchte ich Sie mit diesem Schreiben um Ihre Beteiligung bitten.

Zunächst aber einige Informationen zu mir und meinem Hintergrund.

Mein Name ist Dagmar Fügmann, ich bin 41 Lenze jung und lebe in Würzburg, im schönen Unterfranken. Ich habe Religionswissenschaft im Hauptfach an der Universität Würzburg studiert. Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft versteht sich als eine vergleichende, analytische und wertneutrale Wissenschaft. Religionswissenschaftler beschreiben, beurteilen aber nicht, ob das Beschriebene z.B. eine „religiöse Wahrheit“ oder einen „besonderen Wert“ darstellt. Anders ausgedrückt: es ist nicht unsere Aufgabe zu beurteilen, ob beispielsweise das Christentum „die wahre Religion“ ist. Das gehört zu den Aufgaben der Theologie.

Um diesem Grundgedanken meines Faches (vor allem den der wertneutralen Beschreibung) zumindest einigermaßen gerecht zu werden habe ich mich nach dem Verfassen meiner Magisterarbeit zum Thema „‘Gewalt‘ im modernen Satanismus“ (ich kann bei Interesse gerne die pdf-Datei zusenden) in einer ersten größeren Forschungsarbeit mit dem Thema Zeitgenössischer Satanismus in Deutschland befasst (bei Interesse können Sie die Arbeit kostenfrei im Internet lesen unter

http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/..._Satanismus.pdf ).

Das Interesse an diesem Thema wurde bei mir vor allem durch die bis dahin als „einschlägige Expertenliteratur“ geltenden Veröffentlichungen geweckt, in denen ich eine Menge falscher Darstellungen und ungerechtfertigter Verdächtigungen zu lesen glaubte. Letztendlich ist es mir, glaube ich, ganz gut gelungen, dies zumindest zum Teil nachzuweisen.

Im Laufe meiner Forschungen im Feld Satanismus sind mir bisweilen z.B. bei Veranstaltungen auch Personen begegnet, die sich als Anhänger der Asatru bezeichneten (und NICHT als Satanisten). Die mit diesen Personen geführten Gespräche waren meine ersten persönlichen Anknüpfungspunkte zu Asatru.

Naja, und nachdem ich nicht im Lehrbetrieb „einrosten“ möchte und gerne eine neue Forschung angehen würde, habe ich mich dafür entschieden, das oben genannte Projekt zu entwerfen.

Einige ganz kurze Anmerkungen hierzu:

Es geht mir nicht um eine ideologiekritische Auseinandersetzung mit Asatru. Wie bereits beschrieben, ist solches nicht Aufgabe der Religionswissenschaft. Es scheint mir aber, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Ásatrú in unterschiedlicher Weise eingeschränkt ist (ich zitiere im Folgenden aus meiner Projektbeschreibung):

- Die meisten Beiträge zum Thema sind vor allem ideologiekritischer Natur und stark normativ geprägt, vor allem hinsichtlich völkischer bzw. ariosopher Thematisierungen des Feldes (z.B. Schnurbein). Diese Engführung des Forschungsinteresses wird der zeitgenössischen neugermanischen Szene keinesfalls gerecht.

- Viele Arbeiten thematisieren Ásatrú lediglich randständig als einen Teil des Neugermanischen Heidentums bzw. des Neuheidentums allgemein (z.B. Futterlieb).

- Die genannten einzelnen Monographien liefern Befunde zu neugermanischem Heidentum in Deutschland, entweder ohne Ásatrú in Deutschland zu thematisieren (Siewert) oder in Bezug auf spezifische Fragestellungen (Maréchal). Die Arbeiten von Gründer liefern breite empirische Befunde, jedoch bezieht sein Sample nicht ausschließlich Ásatrú-Anhänger ein. Auch werden nur spezifische Aspekte von Religion, wie beispielsweise die rituelle, die narrative bzw. die doktrinale Dimension in Teilen beschrieben.

Jetzt kann man fragen, was ich denn anders machen möchte. Die Antwort liest sich dann so:

Das vorliegende Projekt geht insofern über bereits existierende Arbeiten hinaus, als es

- die alternativreligiösen Bewegungen Ásatrú in Island und Deutschland untersuchen wird; religionswissenschaftliche bzw. religionsethnographische Arbeiten beschränken sich bisher auf den deutschen Bereich.

- nicht nur spezifische Aspekte der Ásatrú, sondern durch die Analyse der sieben Dimensionen von Religion isländische und deutsche Ásatrú grundlegend beschreiben wird.

- durch die religionswissenschaftliche theoretische und methodische Orientierung einen möglichst weltanschaulich- und wertneutralen Zugang zum Thema ermöglicht, was verschiedene Arbeiten aus dem Bereich der „Ideologieforschung“ nicht leisten können.

Und da meine Wissenschaft eben auch eine vergleichende ist geht es wie folgt weiter:

Es stellen sich konkret folgende Fragen:

1. Welche religiösen Einstellungen und welche religiöse Praxis haben isländische und deutsche Ásatrúar, welche Quellen werden rezipiert?

2. Welche Einstellungen zu den als allgemeingültig geltenden Wertvorstellungen haben isländische und deutsche Ásatrúar, welche persönlichen Werte sind bei isländischen und deutschen Ásatrúar vorherrschend?

3. Gibt es Einflüsse von religiösen Einstellungen und religiöser Praxis auf die alltägliche Handlungspraxis von Ásatrúar, speziell auf die Einstellungen zu Werten?

Die Beantwortung dieser Forschungsfragen leistet eine umfassende Beschreibung der Ásatrú in Island und Deutschland vor allem im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Soweit an dieser Stelle fürs Erste. Bitte fühlen Sie sich frei, zu meinem Vorhaben und den kurzen Informationen hier - auch gerne kritisch – Stellung zu nehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse an meinem Projekt wecken konnte und Sie sich entschließen würden, sich zu beteiligen und natürlich auch dieses Schreiben an mögliche andere Interessierte weiter zu verteilen bzw. in Ihren Foren zur Verfügung zu stellen.

Es wäre super, wenn sich Interessierte über dagmar-fuegmann@uni-wuerzburg.de melden würden (alle jene, die solches bereits getan haben, müssen sich selbstverständlich nicht nochmal melden ;)).

Mit herzlichen Grüßen

Dagmar Fügmann

********************************************
Dr. phil. Dagmar Fügmann, M.A.
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Institut für Philosophie
Philosophie und Religion
http://www.philosophie-und-religion.phil2.uni-wuerzburg.de/
Residenzplatz 2
97070 Würzburg
dagmar.fuegmann@uni-wuerzburg.de

Ich finde es ja schon mal gut, dass sie überhaupt antwortet aber natürlich hofft sie dabei auch darauf, dass sich ihr ein paar Türen öffnen.
Wogegen grundsätzlich erstmal nichts gegen einzuwenden ist.

Drei weise Schwestern, zeitlos,
bestimmenWyrd und werfen Stäbe,
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zur Freiheit allen Menschenkindern.
Heil euch Nornen!

Skyla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.786

27.11.2011 17:59
#11 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hallo Druidin,

Danke fürs Einstellen!
Eigentlich liest sich das recht neutral, und ich denke, sie hat da einen guten Ansatz.


LG Skyla

* Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken. *

Radegunde Offline

Altrabe


Beiträge: 957

29.11.2011 11:28
#12 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Hallo zusammen,
Asatru-Anhänger als ethnologische / religionswissenschaftliche Forschungsobjekte.
Die Ethnologin in mir findet das spannend.
Als potentielles Forschungsobjekt finde ich die Idee dann aber irgendwie nicht so toll!

Das Problem bei solchen Forschungen ist doch immer folgendes:
Was sollte einen Asatruar dazu motivieren, seine authentische religiöse Intimität einem Forscher preiszugeben?
Auch wenn der Forscher es schafft, sein Forschungsobjekt dahingehend zu motivieren, besteht dann nicht die Gefahr, dass die Ergebnisse dadurch verfälscht werden?
"Ich erzähle das, von dem ich vermute, dass sie es gerne hören möchte, damit ich xy (z.B staatliche Anerkennung) bekomme".

Viele Grüsse
Radegunde


Krächz

Gothica Offline

Rabe


Beiträge: 82

08.12.2011 05:59
#13 RE: Heiden und die Wissenschaft antworten

Huhu zusammen!

Ich stehe dem ganzen eher positiv gegenüber, auch wenn ich auch schon negatives damit erlebt habe. Sie beschreibt sehr gut, was sie vorhat. Betont immer wieder, dass sie nicht bewerten will (auch wenn das im Menschen drinnen ist, aber der eiserne Wille ist ja auch so ein ding ;)).
Das Angaben von Asatru-Anhängern naütrlich sehr weit voneinander klaffen können und auch werden, ist eine Tatsache, schon alleine aus dem einen Grund dass es leider zuviel Feindschaften unter den einzelenen Gruppen gibt, allerdings hat dieses Problem jede wissenschaftliche Arbeit die großteils davon abhängig ist und dementsprechend liegt es dann an der Wissenschaftlerin da einen Sinnvollen kontext zu erkennen.
Ich habe ihre Arbeit über den "Zeitgenössischen Satanismus" zwar nicht ganz durchgelesen, aber quer und muss sagen, dass sie mir da schon recht neutral vorkam.
Ich glaub, da muss man einfachmal auf das beste hoffen :)!

Lg
Gothica

Dass mir der Hund das liebste ist,
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der Mensch nicht mal im Winde!

Franz von Assini

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