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Dieses Thema hat 24 Antworten
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 Kräuter
Seiten 1 | 2
berkana Offline

Rabe

Beiträge: 133

12.01.2006 15:31
misteln ? antworten

hallo raben

und schonwieder eine frage...

von den einen hört man , das man die mistelblätter als tee zubereiten kann, diese aber frisch sein sollten
der andere wiederrum behauptet das man auf gar keinen fall weder die blätter noch die beeren zusich nehmen darf

und nun bin ich leicht verwirrt, was stimmt denn nun

ich habe bis jetzt weder davon gegessen noch getrunken

und was ist mit dem räucherung, kann man wenigstens die mistel zum räuchern benutzen ??

irgendwie hat es mir dieser schmarotzer ( so nennt man die mistel, weil sie sich von den bäumen , auf denen sie wachsen, ernähren ) angetan

lg
berkana

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ich selbst bin himmel und hölle

Helrunar Offline



Beiträge: 562

12.01.2006 16:47
#2 RE: misteln ? antworten

Hallo liebe Berkana,

habe Dir hier mal zwei Links die sich mit Misteln beschäftigen.

http://www.zauber-pflanzen.de/viscum.htm

http://www.gartenfreunde.de/archiv/1997-11/Mistel


viele liebe Grüße

Helrunar
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Runen wollen gelebt werden, belebt sind sie schon

berkana Offline

Rabe

Beiträge: 133

12.01.2006 18:22
#3 RE: misteln ? antworten

huhu helrunar

auch hierfür möchte ich mich bedanken, es sind sehr nützliche informationen, besonders die, wie man selbst misteln * züchten* kann

ich werd's auch ende dieses jahres versuchen ob's auch wirklich so klappt.....( mit dem anpflanzen bzw ansiedeln an einem baum )

lg
berkana

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Barbara ( Gast )
Beiträge:

12.01.2006 21:08
#4 RE: misteln ? antworten

hallo berkana.

ich bin den links von helrunar noch nicht gefolgt, habe auch keine ahnung von misteln an sich - aber ich weiss zumindest, dass sie sich getrocknet sehr gut zum räuchern eignen.

viele gruesse,
barbara


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berkana Offline

Rabe

Beiträge: 133

13.01.2006 08:22
#5 RE: misteln ? antworten

hallo barbara

ich hab auch einihe blätter zum trocknen aufgehängt, möchte sie auch mal räuchern , aber da müßte sich mein mann verdünnisieren, denn er mag das räuchern überhaupt nicht....also wird es noch ne weile dauern


lg
berkana

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gehe nicht nach aussen, die wahrheit wohnt im inneren des menschen....

Barbara ( Gast )
Beiträge:

13.01.2006 12:31
#6 RE: misteln ? antworten
hallo berkana.

... solltest du unbedingt ausprobieren, ja... aber vielleicht kommt dein mann bei misteln ja auch mal auf den geschmack bzw duft?!

viele gruesse,
barbara

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berkana Offline

Rabe

Beiträge: 133

13.01.2006 12:40
#7 RE: misteln ? antworten

hallo barbara

DAS würde mich aber dann doch sehr wundern , denn er sagt, das alles gleicht * stinkt* und jedesmal denke ich empörend * pöh..hast mal wieder keine ahnung*

im alter werden ja die meisten etwas taub, vielleicht wird er ja etwas geruchsschwächer *gg*


lg
berkana

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Keltenhexe Offline

Novize

Beiträge: 20

13.01.2006 14:33
#8 RE: misteln ? antworten

Also was Misteln und räuchern betrifft:

Mistelkraut vertreibt negative Schwingungen, beruhigt die Nerven und bringt uns in unsere Mitte.

Und noch was:

In Beutelchen bei sich getragen, soll es Liebesenergien anziehen.

Keltenhexe

Barbara ( Gast )
Beiträge:

13.01.2006 16:13
#9 RE: misteln ? antworten

Liebe Keltenhexe.

Hab ganz lieben Dank - so konkret wusste ich das nicht und ich freue mich, nun dazu gelernt zu haben.

In Antwort auf:
Mistelkraut vertreibt negative Schwingungen, beruhigt die Nerven und bringt uns in unsere Mitte.

Hmmm... kann man die auch inhalieren?!

In Antwort auf:
In Beutelchen bei sich getragen, soll es Liebesenergien anziehen.

Das wusste ich nun noch gar nicht... vielen Dank!!

Liebe Gruesse,
Barbara


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Barbara ( Gast )
Beiträge:

13.01.2006 16:18
#10 RE: misteln ? antworten

hallo berkana.

In Antwort auf:
DAS würde mich aber dann doch sehr wundern , denn er sagt, das alles gleicht * stinkt* und jedesmal denke ich empörend * pöh..hast mal wieder keine ahnung

da ich gerade gelernt habe, dass so ein beutelchen mit misteln auch liebesenergien anzieht... vielleicht solltest du das mal mit dem räuchern verbinden?!

In Antwort auf:
im alter werden ja die meisten etwas taub, vielleicht wird er ja etwas geruchsschwächer

ob ich dir das allerdings wirklich wünschen sollte...?!

viele gruesse,
barbara


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berkana Offline

Rabe

Beiträge: 133

13.01.2006 18:16
#11 RE: misteln ? antworten

hallo barbara

lach...nein ich wünsche mir dies nun wirklich nicht, es sollte mehr oder weniger ein scherz sein

tjaaa und das mit dem beutel als liebesunterstützung...joa das überlege ich mir wirklich ..hehe


lg
berkana

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Barbara ( Gast )
Beiträge:

15.01.2006 00:27
#12 RE: misteln ? antworten

hallo berkana.

dann drücke ich dir mal die daumen, dass es klappt...

viele gruesse,
barbara


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Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

15.01.2006 18:27
#13 RE: misteln ? antworten

Mistel
Viscum album

Schon bei den Galliern (ja, auch beim Comic-Asterix, auch hier können wir lernen) waren die Misteln bekannt.

Der römische Geschichtsschreiber Plinius schrieb über den Mistelritus der Gallier:

„Die Priester der Gallier, die Druiden, kennen nichts Heiligeres als die Mistel und den Baum, worauf sie wächst, besonders, wenn diese eine Wintereiche ist. Sie verehren den Baum aufs Höchste und betrachten alles, was darauf wächst, als Himmelsgabe. Man findet die Mistel aber nur selten auf ihr. Wenn man sie findet, wird sie mit großer Feierlichkeit geholt, vor allem am 06. Tag nach Neumond. Nachdem sie unter dem Baum die gehörigen Opfer und Mahlzeiten veranstaltet haben, führen sie zwei weiße Stiere herbei, deren Hörnern dann zunächst bekränzt werden. Der Priester, mit weißen Gewande angetan, besteigt den Baum und schneidet mit goldener Sichel die Mistel ab. In einem weißen Mantel wird sie aufgefangen. Dann schlachten sie die Opfertiere mit dem Gebet, die Gottheit möge ihre Gabe denen günstig werden lassen, welche sie damit beschenkt haben. In den Trank getan, soll die Mistel alle unfruchtbaren Tiere fruchtbar machen und ein Heilmittel gegen alle Gifte sein“

Das Prinzip, das hinter diesem alten Ritus stand, war die Einverleibung des göttlichen Prinzips durch den Trank. Zuvor wurde mit der Eiche, die den Gott Donar verkörperte, ein Versöhnungsmahl gefeiert, um dann einen Teil eines göttlichen Wesens, die Mistel abzuschneiden und als Heiltrank zu trinken. Die Mistel ist der Teil des Baumes (sie wurde früher nicht als eigenständige Pflanze gesehen, sondern als ein Teil des Wirtsbaumes) der nicht mit der Erde verwurzelt ist. Sie ist also auf ihre Weise ein himmlisches Wesen und darf mit der Erde nicht in Berührung kommen, da sonst ein Teil ihrer Himmelsenergie in die Erde abfließt und neutralisiert wird.

Die Mistel fasziniert die Menschen schon seit langer Zeit. Es wurden sogar in Schweizer Pfahlbauten der Stein- und Bronzezeit Mistelsamen gefunden. Obwohl immerzu von der „goldenen Sichel“ gesprochen wird, liegt der Schluss nahe, dass sie in Wirklichkeit eine bronzene war, denn mit einer Sichel aus Gold lässt sich das zähe Mistelholz schlecht schneiden. Trotzdem liegt Gold als Metall und die Farbe der Sonne der Mistel nahe. Sie war die Pflanze der Wintersonnwende und beim Trocknen wird ihr Laub golden. Wahrscheinlich war sie der „goldene Zweig“, den zu beschaffen die antike Orakelfrau Sybille den Aeneus bat, um damit in die Unterwelt zu gelangen. Im Volksaberglauben des Mittelalters entstand daraus der Glaube, dass die Mistel sich zum Finden und Öffnen von Schätzen eigne.

Ein andrer Aberglaube war, dass die Misteln dort auf Bäumen wachsen, wo die „Trud“ oder die Hexen sich von ihren Flügen ausruhen. Die Mistel wächst als Schmarotzerpflanze auf fast allen Baumarten. Besonders häufig ist sie auf Pappeln und Obstgehölzen zu finden, sehr selten jedoch auf Eichen.

Ungewöhnlich an ihr ist, dass sie „gegen die Zeit“ wächst, das heißt, sie fruchtet im Winter. Außerdem wächst sie gerne auf Bäumen, die auf schwierigen Plätzen stehen – mit vermehrter Erdstrahlung, Wasseraderkreuzungen oder kosmischen Strahlungsfeldern. Die Mistel hat eine hohe Eigenschwingung und nimmt dazu noch die Essenz des Baumes auf, auf dem sie vorkommt. Wir müssen also stets berücksichtigen, auf welcher Baumart sie wächst, um ihre jeweilige Heilkraft einordnen zu können. Immer häufiger wird beispielsweise in der Medizin die Mistel zur Krebstherapie verwendet. In der anthroposophischen Heilkunde achtet man deshalb darauf, dass die vom Krebst befallenen Organe in Korrespondenz mit der Energie des Wirtsbaumes stehen. Die Mistel des Apfelbaumes, der für das Weibliche steht, wäre demnach zur Therapie bei Brustkrebs geeignet, usw.

Hauptsachlich wirken in der Mistel die Planetenkräfte des Mondes und des Saturns. Beim Räuchern hat sie die Kraft, negative Schwingungen aufzunehmen und zu wandeln. Sie wirkt wie ein Transformator, der langsame, träge Schwingungen in schnellere, höhere, umwandelt. Daraus ergeben sich eine stark schützende Kraft und die Möglichkeit, Licht zu mehren. Gleichzeitig öffnet sie als „goldener Schlüssel“ die Pforten des Unterbewusstseins, um Licht hineinzubringen und zu erhellen. Sie hilft uns, unsere Traumbilder besser zu verstehen, und wirkt auch hierbei wie ein Schlüssel, der die Bilder entschlüsselt.

Früher wurde sie auch als „Tarnkappe“ benutzt, das heißt, sie hilft unscheinbar zu sein, wenn wir nicht wahrgenommen werden wollen. Sie hat keinen starken Eigengeruch und eignet sich um Mischen mit Beifuß, Wacholder, Eisenkraut, Mädesüß und Fichtenharz.

Wirkung beim Räuchern
Verwandelt langsame, negative Schwingung in lichte, höhere. Hilft bei der Traumdeutung. Eröffnet innere Schätze, indem sie Licht ins Unbewusste bringt. Wenn wir wollen, können wir mit ihr unbemerkt bleiben.

Ernte
Zum Räuchern nehmen wir alle Teile der Mistel. Wir können sie von Bäumen schneiden, auf den sie häufig wächst, zum Beispiel Pappeln und Obstholz. Misteln auf anderen Baum- und Straucharten wegen großer Seltenheit bitte stehen lassen“

Zum Sammeln eignet sich die Zeit von Herbst bis Frühjahr.

Magischer Zeitpunkt
Vollmond- oder Neumondnacht, Samhain

Herkunft und Anbau
In ganz Nordeuropa heimisch und häufig wild zu finden, Der Anbau ist eher schwierig. Sie verbreitet sich durch Vögel, die die Beeren fressen und die Kerne mit dem Kot ausscheiden. Wenn man sie auf Bäumen im Garten haben will, kann man versuchen, die klebrigen Beeren auf die Äste zu streichen

Jedoch, eigentlich sollten die Misteln dort wachsen, wo sie sich natürlicherweise ausbreiten.

Quelle: Marlis Bader „Räuchern mit heimischen Kräutern“

Ein Buch, das ich Interessierten unbedingt ans Herz legen möchte


Grüne Grüße
Brigid

^^^^^^^^
Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Runa Offline

Jungrabe


Beiträge: 33

13.02.2009 23:53
#14 RE: misteln ? antworten

hallo Berkana,

Mistelblätter kann man als tee verwenden. Er hilft vor allem gegen Bluthochdruck.
Die Beeren sind ungenießbar, da sie hochgiftig sind.

Und zum Räuchern sind auch die blätter zu verwenden, wie hier ja schon auf anschaulichste weise erklärt wurde.
Für diese möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Der Mistel wird zugeordnet.

Dumba Offline

Rabe


Beiträge: 204

08.02.2012 00:29
#15 RE: misteln ? antworten

....dieses Forum ist ja wirklich eine Schatzgrube!

So viele wertvolle Informationen über die Mistel - einfach toll.

Ich bin durch den Mistel-Tanz zu den heilenden Kräften der Mistel gekommen.

Am Nachbarhaus in meiner Straße stand bis vor kurzer Zeit ein Baum,
dessen Zweige über den Gehweg ragten.
Ganz oben in den Zweigen wohnten die Misteln.

Täglich, auf meinem Weg zur Arbeit begrüße ich Mutter Erde , Sonne oder Regen ,Wind
und ich begrüßte auch immer
meine Misteln über meinem Kopf.

Vor gar nicht langer Zeit , dachte ich ,
ich müsste mal ein Foto machen von unserer Straße und dem schönen herausragenden Mistelzweig.

An einem Montag kam ich von der Arbeit zurück
und der Baum war weg.

Nun schaue ich täglich an dieser Stelle in den hellen Winterhimmel und denke an meine Misteln zurück.

Dumba

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Die weisesten Menschen sind oft die, die uns am wenigsten zu sagen haben

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