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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 815 mal aufgerufen
 Kräuter
Dumba Offline

Rabe


Beiträge: 204

04.02.2012 06:09
Gänseblümchen antworten



Wer wagt es, sich den
donnernden Zügen des Lebens entgegenzustellen?

Das Gänseblümchen zwischen den Geleisen.”


Erich Kästner








Hallo liebe Raben,
was wisst Ihr über die Gänseblümchen?

Neugierige Grüße
Dumba

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Die weisesten Menschen sind oft die, die uns am wenigsten zu sagen haben

Waldmensch Offline

Novize

Beiträge: 20

04.02.2012 07:11
#2 RE: Gänseblümchen antworten

Hallo Dumbar,
wächst bevorzugt in Nährstoffarmen/Ausgelaugten Kultur-Böden

-Waldmensch

Refr Eldurson Offline

Rabe


Beiträge: 222

04.02.2012 10:15
#3 RE: Gänseblümchen antworten

- Ergeben einen leckeren Salat.
- Sind beliebt für Blütenkränze.

Deyr fé, deyja frændr, deyr sjalfr it sama,
ek veit einn, at aldrei deyr:
dómr um dauðan hvern.

Dumba Offline

Rabe


Beiträge: 204

05.02.2012 03:02
#4 RE: Gänseblümchen antworten

Heil Euch,
danke für Eure Antwort!

Dumba





Text Das Märchen vom Gänseblümchen
von Hans - Christian Andersen


Nun höre einmal! -

Draußen auf dem Lande, dicht am Wege, lag ein Landhaus; du hast es gewiß selbst schon einmal gesehen! Davor liegt ein kleines Gärtchen mit Blumen und einem Zaun, der gestrichen ist.
Dicht dabei am Graben, mitten in dem herrlichen grünen Grase, wuchs ein kleines Gänseblümchen.
Die Sonne schien ebenso warm und schön darauf herab, wie auf die großen, reichen Prachtblumen im Garten, und deshalb wuchs es von Stunde zu Stunde.

Eines Morgens stand es entfaltet da mit seinen kleinen, weissen Blättern, die wie Strahlen rings um die kleine gelbe Sonne in der Mitte sitzen.
Es dachte gar nicht daran, dass kein Mensch es dort im Grase sah und dass es nur ein armes, verachtetes Blümchen sei: nein, es war froh und wandte sich der warmen Sonne entgegen, sah zu ihr auf und horchte auf die Lerche, die in der Luft sang.

Das kleine Gänseblümchen war so glücklich, als ob ein grosser Festtag sei, und doch war es nur ein Montag.
Alle Kinder waren in der Schule; während sie auf ihren Bänken sassen und lernten, sass es auf seinem kleinen grünen Stiel und lernte auch von der warmen Sonne und allem ringsumher, wie gut Gott ist, und es erschien ihm recht, dass die kleine Lerche so deutlich und schön alles sang, was es selbst im Stillen fühlte.

Und das Gänseblümchen sah mit einer Art Ehrfurcht zu dem glücklichen Vogel empor, der singen und fliegen konnte, aber es war gar nicht betrübt darüber, dass es selbst das nicht konnte.
"Ich sehe und höre ja!" dachte es.
"Die Sonne bescheint mich und der Wind küsst mich! Ach, wie reich bin ich doch beschenkt!"
Innerhalb des Zaunes standen so viele steife, vornehme Blumen; je weniger Duft sie hatten, um so hochmütiger erhoben sie ihr Haupt.

Die Bauernrosen bliesen sich auf, um größer als die Rosen zu sein, aber die Größe macht es nicht!
Die Tulpen hatten die allerschönsten Farben; das wussten sie wohl und hielten sich kerzengerade, damit man sie noch besser sehen konnte.
Sie beachteten das junge Gänseblümchen da draussen gar nicht, aber dies sah desto mehr nach ihnen und dachte: "Wie reich und schön sie sind!
Ja, zu ihnen fliegt gewiß der prächtige Vogel herunter und besucht sie!
Gott sei Dank, dass ich so dicht dabei stehe, da kann ich doch den Staat mit ansehen!"

Und gerade, wie es das dachte, "quirrevit!" da kam die Lerche herabgeflogen, aber nicht zu den Bauernrosen und Tulpen, nein, nieder ins Gras zu dem armen Gänseblümchen.
Das erschrak so vor lauter Freude, daß es gar nicht wußte, was es denken sollte.
Der kleine Vogel tanzte rings um das Gänsblümchen herum und sang: "Nein, wie ist doch das Gras so weich! Und sieh, welch eine süße kleine Blume mit Gold im Herzen und Silber im Kleid!"

Der gelbe Punkt in dem Gänseblümchen sah ja auch aus wie Gold, und die kleinen Blätter ringsherum glänzten silberweiß.
Wie glücklich das kleine Gänseblümchen war, nein, das kann niemand begreifen!
Der Vogel küßte es mit seinem Schnabel, sang ihm etwas vor und flog dann wieder in die blaue Luft empor.

Es dauerte bestimmt eine ganze halbe Stunde, bevor das Blümchen wieder zu sich kam.
Halb verschämt und doch innerlich beglückt sah es zu den anderen Blumen im Garten hinüber.
Sie hatten gesehen, welche Ehre und Glückseligkeit ihm widerfahren war, sie mußten ja begreifen, welche Freude das war.

Aber die Tulpen standen noch einmal so steif wie vorher und waren ganz spitz im Gesicht und sehr rot, denn sie hatten sich geärgert.
Die Bauernrosen waren ganz dickköpfig, buh, es war doch gut, daß sie nicht sprechen konnten, sonst hätte das Gänseblümchen eine ordentliche Predigt bekommen.
Die arme, kleine Blume konnte wohl sehen, daß sie nicht guter Laune waren, und das tat ihr von Herzen leid.

Im selben Augenblick kam ein Mädchen mit einem großen, glänzend scharfen Messer in den Garten.
Sie ging gerade auf die Tulpen zu und schnitt eine nach der anderen ab.
"Ach!" seufzte das kleine Gänseblümchen, "das ist doch schrecklich! nun ist es vorbei mit ihnen!" Dann ging das Mädchen mit den Tulpen fort.

Das Gänseblümchen war froh, daß es draußen im Grase stand und eine kleine ärmliche Blume war.
Es fühlte sich so recht dankbar, und als die Sonne unterging, faltete es seine Blätter, schlief ein und träumte die ganze Nacht von der Sonne und dem kleinen Vogel.

Am nächsten Morgen, als die Blume glücklich wieder all ihre weißen Blättchen wie kleine Arme dem Licht und der Luft entgegenstreckte, erkannte sie des Vogels Stimme, aber was er sang, klang so traurig. Ja, die arme Lerche hatte guten Grund dazu, sie war gefangen worden und saß nun in einem Bauer dicht an dem offenen Fenster.

Sie sang davon, frei und glücklich umherzufliegen, sang von dem jungen, grünen Korn auf den Feldern und von den herrlichen Reisen, die sie auf ihren Schwingen hoch in die Luft hinauf machen konnte. Der arme Vogel war in keiner glücklichen Stimmung. Gefangen saß er im Käfig.

Das kleine Gänseblümchen wollte ihm so gerne helfen, aber wie sollte sie das anfangen, ja, es war schwer, ein Mittel zu finden.
wie warm die Sonne schien und wie schön seine eigenen Blätter aussahen.
Ach, sie konnte nur an den armen Vogel denken, für den sie doch gar nichts tun konnte.

Zu gleicher Zeit kamen zwei kleine Knaben aus dem Garten; der eine hatte ein Messer in der Hand, ebenso groß und scharf wie das, mit dem das Mädchen die Tulpen abgeschnitten hatte. Sie gingen gerade auf das kleine Gänseblümchen zu,
das gar nicht begreifen konnte, was sie wollten.

"Hier können wir uns einen prächtigen Rasenfleck für die Lerche herausschneiden!" sagte der eine Knabe und begann ein Viereck tief um das Gänseblümchen herum herauszuschneiden, so daß es mitten in den Rasenfleck zu stehen kam.
"Reiß die Blume ab!" sagte der andere Knabe und das Gänseblümchen zitterte ordentlich vor Angst, denn abgerissen werden, hieß ja das Leben verlieren, und nun wollte sie so gern leben,
da sie doch mit dem Rasenfleck in das Bauer zu der gefangenen Lerche kommen sollte.

"Nein, laß sie sitzen!" sagte der andere Knabe, "sie putzt so hübsch!"
und so blieb sie stehen und kam mit in das Bauer zu der Lerche.
Aber der arme Vogel klagte laut über die verlorene Freiheit und schlug mit den Flügeln gegen den Eisendraht des Käfigs; das kleine Gänseblümchen konnte nicht sprechen,
konnte nicht ein tröstendes Wort sagen, wie gerne sie es auch wollte.

So verging der ganze Vormittag.
"Hier ist kein Wasser!" sagte die gefangene Lerche", sie sind alle fortgegangen und haben vergessen, mir einen Tropfen zu trinken zu geben!
Mein Hals ist trocken und brennend!
Es ist, als ob Feuer und Eis in mir wären und die Luft ist so schwer!
Ach, ich muß sterben, muß fort von dem warmen Sonnenschein, dem frischen Grün, von all der Herrlichkeit, die Gott geschaffen hat!"
und sie bohrte ihren Schnabel in den kühlen Rasenfleck, um sich dadurch ein wenig zu erfrischen;
da fielen ihre Augen auf das Gänseblümchen;
der Vogel nickte ihm zu, küßte es mit dem Schnabel und sagte:
"Du mußt auch hier drinnen verwelken, du arme, kleine Blume! Dich und den kleinen, grünen Rasenfleck hat man mir für die ganze Welt gegeben, die ich draußen hatte!
Jeder kleine Grashalm soll für mich ein grüner Baum sein, jedes von deinen weißen Blättchen eine duftende Blume!
Ach, Ihr erzählt mir nur, wieviel ich verloren habe!"


"Wer ihn doch trösten könnte!" dachte das Gänseblümchen, aber es konnte kein Blatt bewegen;
doch der Duft, der aus den feinen Blättchen strömte, war weit stärker, als man ihn sonst bei dieser Blume findet.
Das merkte der Vogel auch, und obgleich er vor Durst verschmachtete und in seiner Pein die grünen Grashalme abriß, berührte er doch das Blümchen nicht.

Es wurde Abend,
und noch immer kam niemand und brachte dem armen Vogel einen Tropfen Wasser; da streckte er seine hübschen Flügel aus, schüttelte sie krampfhaft,
sein Gesang war ein wehmütiges Piepiep;
das kleine Köpfchen neigte sich der Blume entgegen, und des Vogels Herz brach vor Durst und Sehnsucht.

Da konnte das Blümchen nicht mehr, wie am Abend vorher, seine Blätter zusammenfalten und schlafen, sie hingen krank und traurig zur Erde nieder.
Erst am nächsten Morgen kamen die Knaben, und als sie den Vogel tot sahen, weinten sie.
Sie weinten viele Tränen und gruben ihm ein niedliches Grab, das mit Blumenblättern geschmückt wurde.
Des Vogels Leiche kam in eine schöne, rote Schachtel; königlich sollte er begraben werden,
der arme Vogel !
Als er lebte und sang, vergaßen sie ihn, ließen ihn im Bauer sitzen und Durst leiden, nun bekam er Pracht und viele Tränen.

Aber der Rasenfleck mit dem Gänseblümchen wurde auf die Landstraße in den Staub geworfen.

Niemand dachte an sie, die doch am meisten für den kleinen Vogel gefühlt hatte und ihn so gerne getröstet hätte!

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Die weisesten Menschen sind oft die, die uns am wenigsten zu sagen haben

Waldmensch Offline

Novize

Beiträge: 20

05.02.2012 07:23
#5 RE: Gänseblümchen antworten

Danke Dumba,
für das teilen dieser Geschichte.
Sie berührt mich sehr.

-Waldmensch

Tharen Offline

Altrabe


Beiträge: 1.471

05.02.2012 09:31
#6 RE: Gänseblümchen antworten

Huhu Dumba,

Zitat
Hallo liebe Raben,
was wisst Ihr über die Gänseblümchen?



Junge Mädchen machen damit allerlei - sie dienen zur "Orakelbefragung" des "er liebt mich - er liebt mich nicht" ^^ oder aus ihnen werden Kopfkränze gebastelt.
Sagt man nicht auch, das sie die Augen Balders darstellen? O.o

Liebe Grüße
Luthien

____________________________________________
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Ingen na Morrígna Offline

Rabe (ehemalig)


Beiträge: 577

05.02.2012 14:22
#7 RE: Gänseblümchen antworten

Haben diesmal beim Jahreswechsel,der ja verhältnismäßig mild vonstatten ging,auf der grünen Wiese gestanden

Gruß HuldaMedea

Es gibt immer einen Stein,der weiter fliegt....

Dumba Offline

Rabe


Beiträge: 204

03.03.2012 11:51
#8 RE: Gänseblümchen antworten

Hallo liebe Raben,
Danke für die Antwort


ich habe alte Mails aus meinem Postfach gelöscht und dabei diese gefunden


hach - was hab ich für alte Post noch - aber dieser Brief bleibt immer aktuell:

*************************************
Seit Kindertagen ist mir das Gänseblümchen eine der liebsten Blumen.
Sie war mal ein Zwischendurchsnack, ein Orakel und eine Zierde.
Wer von euch kennt nicht das Blumenorakel, bei dem man die Blüten einzeln abzupft : " Er liebt mich, er liebt mich nicht !".
Die gelben Röhrenblüten haben wir hoch in die Luft geworfen und versucht, sie auf dem Handrücken aufzufangen. Die Anzahl der Blüten war dann die Anzahl der Kinder, die man bekommen würde.
Bin ich froh, dass die 30 Kinder sich aufgeteilt haben ..
Das winzige Gänseblümchen ( bellis perennis )ist ein wahrer Riese, es hat eine starke Ausstrahlung und lässt Kummer und Leid für kurze Zeit verschwinden.
Den germanischen Stämmen verkündete das blühende Gänseblümchen die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur.
Nachts oder bei trübem Wetter hält die Blume ihr Köpfchen geschlossen, aber sobald ein Sonnenstrahl sie berührt, entfaltet sie ihre Schönheit.
Der lateinische Name kommt ja von bellus = schönund perennis = ausdauernd, was sehr gut passt, denn das Gänseblümchen blüht ja das ganze Jahr über.
Ich erinnere mich, dass die ganze Wiese von Schnee bedeckt war, nur ein winziges Stückchen war frei: dort reckte ein Gänseblümchen sein vorwitziges Köpfchen heraus.
Aber nicht nur Baldur , sondern auch der großen Göttin in ihrer Erscheinung als Freya oder Ostara ist das Blümchen geweiht.
Wie bei vielen Dingen haben die Christen wieder abgekupfert, daher hat das Gänseblümchen als Botin der Göttin in Maria auch dort seinen Platz !
Auch bei den Kelten spielte das Massliebchen eine große Rolle ( mas = ANger ).
So ist die Göttin die kosmische Gänsemagd, die wie die Dorfmädchen die Gänse am Morgen ( Frühling ) auf den Anger und abends ( Herbst) wieder in den dunklen Stall führt.
Wenn wir die Seelen mit den Gänsen vergleicht, dann ist die Göttin auch hier die "Gansemagd"..

Bei den Kelten, den frühen Germanen war die Göttin die warme, gütig strahlende Sonne: In Grimms Märchen strahlten die Haare der Gänsemagd beim Kämmen wie die Sonnenstrahlen !

Aber wie bei allen Dingen hat auch der Aberglaube hier ein Opfer gefunden: Da das Gänseblümchen angeblich "böse" sei, versuchte man es im 18. Jahrhundert auszurotten - was natürlich nicht gelang.
Der Ursprung dieses Aberglaubens ist schwer aufzuspüren, einer könnte die Verbindung zu Maria Magdalena sein, die zuständig für die unehelichen Kinder war.

Eine alte Ü= berlieferung sagt auch, dass die Göttin Artemis von einem Ungeheuer verschlungen worden ist, sie aber unversehrt aus ihm herauskam
( die Kirche hat anstelle von Artemis dann die Heilige Margarete von Antiochien und Satan gesetzt ).

Nun zur magischen Seite des Gänseblümchens:
Ich habe ja schon ihre Bedeutung als Kinderblume angeführt, der Blumenkranz hat aber seinen Ursprung nicht in der Zier, sondern im Glauben, dass damit der "Gichter" ( Augenüberdrehen, Zuckungen,.. ) vertrieben werde könne.

Der Schweizer Kräuterpfarrer Künzle schreibt in seinem Büchlein, dass der Gänseblümchenengel den Kindern sehr gesonnen sei, :" Eine Prise Massliebchen jedem Kindertee beigefügt, lässt Kinder, die trotz guter Kost nicht gedeihen wollen, auf die Beine kommen."

Natürlich gehört das Gänseblümchen auch in jede gute Frühlings-Suppe; oder in den Salat.
Mein Jüngster mampft sie gleich von der Wiese weg !

Medizinisch wirken die Blümchenköpfe frisch oder getrocknet als Tee oder Aufguss zubereitet, schleimlösend, adstringierend, blutreinigend, leicht abführend,leicht schmerz- oder krampfstillend.
Zu den Inhaltsstoffen zählen Saponine, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonide, Schleimstoffe, etwas ätherisches Öl und organische Säuren ( Apfel-, Essig,-Wein- und Oxalsäure ).

Als Heilmittel für Leberbeschwerden, Hauterkrankungen und bei chronischen katarrhischen Leiden der Bronchialschleimhaut wird sie schon in den ältesten Kräuterbüchern erwähnt.

Ich bin - wie auch eine Münchner Kräuterfrau aus dem Bekanntenkreis von Storl- der Meinung, dass das Gänseblümchen Glück und Verstand verleiht, aber auch ein sonniges Gemüt.

Vor mehr als 2 Jahren habe ich mich in den Garten gesetzt und gewartet; mehrere Pflanzen haben sich gemeldet - ich bin in Verbindung getreten und es war phänomenal.
Danach habe ich mit Hilfe der Pflanzendevas ein Pflanzenamulett hergestellt ( Blütenkopf in Harz gegossen und gemeinsam aufgeladen ); das Gänseblümchen nehme ich noch heute gerne vor wichtigen Entscheidungen, Gesprächen,,,
in meiner Hosen- oder Rocktasche mit !!

Astrologischer Aspekt:
Nicholas Culpeper ordnet die Pflanze der Venus im Krebs zu, er sieht in ihr ein Blutverdünnungsmittel ( was auch stimmt durch die Saponine und Flavonide ).


In Milch gekochtes Gänseblümchen oder Daysi ( Days eye )ist es gut für die Lungen.
Rezept:
Hustentee:
Huflattich, Thymian, Wegerich, Gänseblümchen

Frisch gepresster Saft gilt als Hausmittel bei Erkältungen, Magen und Darmbeschwerden..

Tee: Die Blüten von Mai bis August sammeln, da sie hier am meisten Kraft haben, im Schatten trocknen.
1 Teelöffel Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen.

TIPP: Bevor ich den Rasen mähe, sammle ich noch die Gänseblümchen ein und danke der Göttin für ihre Umsicht ..

Als Letztes vielleicht noch was zum Ausprobieren:

Im Volksglauben heißt es, dass ein bei zunehmenden Mond oder Vollmond umgesetztes Gänseblümchen sich in ein gefülltes Tausendschönchen verwandelt!

Ein Buchtipp noch: Wolf-Dieter Storl: Heilkräuter und zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor



geschrieben von Eva*Maria

**************************

Liebe Grüße aus Südhessen
Dumba
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Die weisesten Menschen sind oft die, die uns am wenigsten zu sagen haben

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.391

03.03.2012 15:19
#9 RE: Gänseblümchen antworten

Hej, liebe Dumba,
da hast du ein sehr vielseitiges und interessantes Blümchen "ausgegraben". Vielen Dank für die Einstellung hier im RB. In meinem alten Kräuterbuch wird auch beschrieben, dass das Maßliebchen der Wundheilung dient und bei Brüchen an den Gliedern die Heilung fördern soll, wenn man mit "Mausöhrlein" und "Braunellen" zusammen einen Trank daraus braut.
Bei Kurzatmigkeit und Riechproblemen im Kindesalter soll es zu Pulver gerstoßen und auf die "Nüsslein" der Kinder (Nasen?) gestrichen werden.
Krämpfe im Schlaf können damit behandelt werden und wenn man abnehmen will, soll es auch gute Dienste tun (hier fehlt es an einer genauen Rezeptur .

Allerdings differenziert der Verfasser meines Kräuterbuches (eines aus dem 16. Jh) "bellis minor" = das Maßliebchen und "bellis major" = das Gänseblümchen, wobei das Gänseblümchen als die - wie der Name schon sagt - größere Art, höherer Wuchs, ist und etwas später zur Blüte reift. Ich kann die beiden schwer unterscheiden und denke, dass auf meiner kleinen Wiese am Haus nur eine Art vorhanden ist, nämlich das Gänseblümchen.
Ach, es geht noch Seiten weiter, aber ich denke, hier haben wir mit Dumbas Text wirklich schon fast alles erfahren.
Liebe Grüße
Tanith

It's time to put the Troll on a diet".ICH

Ragana Offline

Rabe


Beiträge: 188

03.03.2012 16:28
#10 RE: Gänseblümchen antworten

Liebe Kräuterfreundinnen,

ich schließe mich Tanith an. Dumba, du hast ganz toll über das Gänseblümchen geschrieben. Es ist auch etwas schönes zum Naschen. Gerade weil es so freundlich überall herumsteht, läd es ein zum Bücken und Probieren. Es schmeckt nussig-süß und nicht so bitter wie Löwenzahn. Wenn man Gäste hat, sieht es auch als essbare Deko toll aus. Meistens trauen sich die Leute dann zu probieren, wenn du es vormachst... und wenn du ihnen von der leberstärkenden Wirkung erzählst (dann schmeckt der Wein oder das Bierchen nochmal so gut!! )

Alles Gute
Ragana

Wenn etwas nicht geht, mache es trotzdem. Tust du es nicht, existiert es nicht.

Dumba Offline

Rabe


Beiträge: 204

08.03.2012 23:07
#11 RE: Gänseblümchen antworten

Liebe Raben,
bald können wir
Gänseblümchenhonig machen:


Ein gut verschließbares Glas lageweise mit Gänseblümchenblüten füllen,
und mit einem dünnflüssigen Honig möglichst aus der eigenen Umgebung
Schicht für Schicht auffüllen.
3 Wochen dunkel und an einem zimmerwarmen Ort stehen lassen,
immer wieder wenden, damit sich die Blüten mit dem Honig gut vermischen.
Laut Rezept sollten wir den Honig abseihen.

Ich will mal probieren, ob ich die Blümchen mitessen kann?

Liebe Grüße aus Südhessen
Dumba
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