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Dieses Thema hat 27 Antworten
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 Bräuche
Seiten 1 | 2
Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

01.08.2012 21:57
Schnitter antworten

Liebe Raben, an dieser Stelle möchte ich euch ein Schnitterfest wünschen, wie es sein soll. Wenn ihr Zeit habt und um den 12. August in den Nachthimmel schaut, könnt ihr die "Tränen der Göttin", die sie vergießt, weil der Heros geopfert wird,* in Gestalt der Perseiden vielleicht herabfallen sehen....zwar jetzt schon die ganzen Nächte, aber dann besonders. Deshalb wünsch ich euch einen klaren unverstellten Blick zum Himmel.
Liebe Grüße
Tanith

*nach einer alten Sage. Die Kirche hat sich auch dies zu eigen gemacht und die "Tränen des Laurentius" daraus gemacht. Ich frag mich nicht, weshalb er geweint hat. Einen Grund gibt es bei der Institution schließlich immer.

In einem Sumpf schwimmt man sich nicht frei. ICH

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

02.08.2012 13:16
#2 RE: Schnitter antworten

Heute Nacht wird gefeiert!
Viele machen dabei mit. Jede/r in ihrer umgebung. 22:30h macht jeder ein kleines Ritual um Mutter Erde ein wenig Kraft zu spenden und doch machen wir es alle zur gleichen Zeit.
Das ist ein wenig gemeinsames, jeder an seinem Ort.
Wer Lust hat, kann sich gern dazu gesellen.

LG Druidin

Drei weise Schwestern, zeitlos,
bestimmenWyrd und werfen Stäbe,
der Lose letzter Schluß zum Heil,
zur Freiheit allen Menschenkindern.
Heil euch Nornen!

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

02.08.2012 21:00
#3 RE: Schnitter antworten

Liebe Druidin, danke für die Einladung. Wir haben gestern hier gefeiert. So lange, bis der Vollmond aufging und direkt über unserem Garten stand. War eine traumhafte Nacht.
Liebe Grüße
Tanith

In einem Sumpf schwimmt man sich nicht frei. ICH

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

31.07.2013 19:36
#4 Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe Raben, wie schnell ein Jahr vergeht. Eine Binsenweisheit. Was haben wir in dieser Zeit zustande gebracht, was haben wir versäumt? Diese Fragen kommen auf, wenn wir sehen: Es ist wieder Schnitter. Das Fest, das uns mahnt, die notwendigen "Schnitte" anzubringen. Vorsichtig, nicht radikal. Die Ernte steht bevor und die Strahlen der Sonne dürfen nicht mehr ganz so heiß auf das Korn und die Felder treffen. Deshalb wird die Sichel geschärft und wird bald durch die Fluren gehen.
Achtsamkeit ist angesagt, damit der Schnitt nicht zu tief getan wird, denn schließlich muss alles wieder neu zum Gedeihen kommen - im Laufe des Jahresrades.
Ein gutes Lugnasadh und Einsicht in die Notwendigkeiten der Ein-/Rück- und Lichtungsschnitte wünscht euch
Tanith

Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
in die flüchtige Luft unsere Namen
Hermann Hesse

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Ulla Offline

Altrabe


Beiträge: 1.191

31.07.2013 22:21
#5 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Zitat von Tanith im Beitrag #4
...
Achtsamkeit ist angesagt, damit der Schnitt nicht zu tief getan wird, denn schließlich muss alles wieder neu zum Gedeihen kommen - im Laufe des Jahresrades.
Ein gutes Lugnasadh und Einsicht in die Notwendigkeiten der Ein-/Rück- und Lichtungsschnitte wünscht euch
Tanith

Danke, Tanith,
für die guten Wünsche!

LG

Ulla

-------------------------

Das Leben:
Immer verbirgt sich ein Lächeln im Hintergrund
©UH

Vanadis Offline

Rabe


Beiträge: 481

01.08.2013 08:39
#6 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Hallo Ihr Lieben

auch von mir Euch allen ein gutes Schnitterfest und eine reiche Ernte.

Liebe Grüße
Vanadis

@ Tanith
wegen Deinem Beitrag vom letzten Jahr:

"Die Kirche hat sich auch dies zu eigen gemacht und die "Tränen des Laurentius" daraus gemacht. Ich frag mich nicht, weshalb er geweint hat. Einen Grund gibt es bei der Institution schließlich immer.

Soweit ich weiß, haben die ihn bei lebendigen Leibe gegrillt auf einem Rost, weil er das Kirchenvermögen an die Armen verteilt hat.
Brrrr...grausige Zeiten waren das.

Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen
Ich fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Munin.
Grimnismal 20

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

01.08.2013 14:19
#7 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe VAnadis,
wri können gar nicht so schlimm denken, wie die gehandelt haben:

Zitat
haben die ihn bei lebendigen Leibe gegrillt auf einem Rost,


Aber wir lassen uns davon nicht beirren, sondern gehen unseren Weg.
Liebe Grüße
Tanith

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Hermann Hesse

lizzy Offline

Altrabe


Beiträge: 546

01.08.2013 19:11
#8 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Hallo Zusammen,

auch von mir ein schönes Schnitterfest Euch allen. Ich habe den Tag mit meiner Mama verbracht. Wir haben uns gemeinsam zwei ausdührliche Runenlegungen für die kommende Zeit genacht und gemütlich im Grünen ein Tässchen Kaffee getrunken. Ein schöner Tag.

Liebe Grüße
Lizzy

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

01.08.2014 17:53
#9 Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe Raben,
anstelle des alten Segensspruches (der ist anderswo schon zu lesen), möchte ich hier heute einen kleinen Text einstellen, den ich an andrem Ort bei einem Schnitter-Feuer gesprochen habe.
Allen ein wunderbares Fest des/der Schnitterin wünscht euch
Tanith.
„Heute ist der Tag, an dem wir mit aller Vorsicht die notwendigen Schnitte vornehmen. Wir erbitten deshalb den Beistand derer, die uns das Wissen bringen können und wollen. Wir hoffen, dass sie unsere Hand in ihrem Sinn führen.
Wir sind heute zusammengekommen, um den trunken machenden Sommer noch einmal mit allen Fasern unseres Lebens aufzunehmen, denn der Abschied ist nahe.
Schon muss die Sonne einen Teil ihrer Strahlen opfern, damit sie milder wird und die anstehende Ernte nicht verbrennt.
Das Rad des Lebens ist an einem Punkt angekommen, an dem es nahezu stillgestanden hat. Schwer lastete die Hitze auf Wiesen und Feldern und trocknete mitunter sogar Wasserläufe aus. Doch wir drehen das Rad weiter und erbitten den Segen der Göttin, die uns nahe steht, damit sie umsichtig Sorge trägt für das notwendige Gleichgewicht. Dies geschieht, wenn das Feuer des Sommers langsam niederbrennt und fruchtbaren Boden hinterlässt.

Wir, die wir merken, dass die Tage kürzer werden und das Licht weniger, genießen dennoch die lauen Nächte dieser Zeit und warten auf die Tränen der Göttin, mit deren Fallen sie uns zeigt, dass auch sie um jenen trauert, der dieses Licht bis hierher hat strahlen lassen.
Mit dem Schnitt, den unsere Sicheln tun, läuten wir die Zeit der Arbeit ein. Denn wir wollen sicher sein, dass die Saat auch Früchte getragen hat. Sonst war alle Mühe vergebens.
Und wenn die Göttin Opfer bringt – wer sind wir, dass wir das nicht vermögen?“

******************************************
Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
in die flüchtige Luft unsere Namen

Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

lizzy Offline

Altrabe


Beiträge: 546

01.08.2014 18:10
#10 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Vielen Dank liebe Tanith für diesen schönen Spruch. Wenn ich darf werde ich ihn in meine persönliche Sammlung aufnehmen für die vielen noch folgenden Schnitter-Rituale.

Auch heute war ich - wie schon im letzten Jahr - wieder bei meiner Mama und wir haben gemütlich auf dem Balkon unsere Runen für die nächsten Wochen gelegt.

Ich freu mich schon auf das Ritual heute Abend.

Liebe Grüße
Lizzy

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

01.08.2014 20:59
#11 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe Lizzy,
ich fühle mich geehrt, wenn dieser Spruch von dir genutzt wird. Keine Frage, ob du es "darfst", selbstverständlich.
Wir haben hier zu Hause unseren kleinen Altar gestaltet - macht in der regel der Historiker - und ich habe den Spruch dazu gelegt.
Liebe GRüße
Tanith

******************************************
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Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.294

29.09.2014 11:07
#12 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Hallo Tanith,
nachdenklich stimmen deine Worte. Schön der Text.
Ich schau aus dem Fenster, lasse es wirken. Ein Feenmädchen in grünem Kleid auf einem Aste sitzt.
Fast versteckt, nur schwer zu entdecken.
Sie winkt. Kann sie meine Gedanken lese?
Sie nickt mir zu und ich lächele zurück.
Schließe die Augen und atme kurz durch. Sie ist weg. Wieder zwischen den Blättern der Bäume verborgen.

Ein gutes Schnitterfest allen Raben nachträglich und dank der Göttin.

Liebe Grüße RainBow

*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

01.08.2015 22:42
#13  Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe Raben,
nur damit es nicht im allgemeinen Krächzen der Raben untergeht:
Heute feiern wir das Schnitterfest; im Baumnhaus, auf Festplätzen und anderswo. Ich bin mir nicht sicher, ob nach dem vielen Regen der Schnitter wirklich die Sonnenstrahlen heute opfert oder ob er ein wenig damit wartet, damit die wärmenden Strahen die Reife in die Ernte bringen. Halten wir am Alten fest oder lassen wir Neues zu? Brechen wir mit Traditionen oder klammern wir uns an Dinge, die vielleicht nicht in die Zeit passen?
Der Ablauf eines Festes sollte Regeln folgen, die Träume und Gedanken dazu dürfen durchaus mit aktuellen Geschehen zu tun haben. Wünsche, die in die Tat umzusetzen sind, um zum Erfolg zu führen, sind genau so wichtig wie die Ehrung dieses Festes. Und neben einem Feuer lässt es sich schweben,während die Bodenhaftung für den nächsten und die kommenden Tage im Auge behalten werden muss.
Lasst uns die Hörner mit Met füllen und Muskat ins Feuer streuen. Bringen wir einen Segensspruch von einem zum anderen und schließen den Kreis.
So sei es.
Liebe Grüße
Tanith

Dies aus dem Vorjahr zur Erinnerung:

Zitat von Tanith im Beitrag #9
Liebe Raben,


„Heute ist der Tag, an dem wir mit aller Vorsicht die notwendigen Schnitte vornehmen. Wir erbitten deshalb den Beistand derer, die uns das Wissen bringen können und wollen. Wir hoffen, dass sie unsere Hand in ihrem Sinn führen.
Wir sind heute zusammengekommen, um den trunken machenden Sommer noch einmal mit allen Fasern unseres Lebens aufzunehmen, denn der Abschied ist nahe.
Schon muss die Sonne einen Teil ihrer Strahlen opfern, damit sie milder wird und die anstehende Ernte nicht verbrennt.
Das Rad des Lebens ist an einem Punkt angekommen, an dem es nahezu stillgestanden hat. Schwer lastete die Hitze auf Wiesen und Feldern und trocknete mitunter sogar Wasserläufe aus. Doch wir drehen das Rad weiter und erbitten den Segen der Göttin, die uns nahe steht, damit sie umsichtig Sorge trägt für das notwendige Gleichgewicht. Dies geschieht, wenn das Feuer des Sommers langsam niederbrennt und fruchtbaren Boden hinterlässt.

Wir, die wir merken, dass die Tage kürzer werden und das Licht weniger, genießen dennoch die lauen Nächte dieser Zeit und warten auf die Tränen der Göttin, mit deren Fallen sie uns zeigt, dass auch sie um jenen trauert, der dieses Licht bis hierher hat strahlen lassen.
Mit dem Schnitt, den unsere Sicheln tun, läuten wir die Zeit der Arbeit ein. Denn wir wollen sicher sein, dass die Saat auch Früchte getragen hat. Sonst war alle Mühe vergebens.
Und wenn die Göttin Opfer bringt – wer sind wir, dass wir das nicht vermögen?“

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Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.294

02.09.2015 11:47
#14 RE: Und es ist wieder Schnitter antworten

Hallo Tanith,
danke. Es wird Zeit für ein bißchen einkehr und diese Worte beflügeln mich dabei. Ich habe Sehnsucht nach meinem Urlaub und dem Reisen, das spontan entstanden ist wieder zur Ruhe zu kommen, doch noch ist einiges zu tun, bevor ich kann wirklich wieder ruhn.

Liebe Grüße RainBow

*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.331

31.07.2016 16:23
#15  Und es ist wieder Schnitter antworten

Liebe Raben,
wieder ist ein Jahr um seit dem letzten Schnitter-Fest. Ichziehe deshalb einen Beitrag aus den Vorjahren hier rein (der Einfachheit halber und weil es sich ja auch nicht ändert im Wortlaut):


Zitat von Tanith im Beitrag #9
Liebe Raben,

„Heute ist der Tag, an dem wir mit aller Vorsicht die notwendigen Schnitte vornehmen. Wir erbitten deshalb den Beistand derer, die uns das Wissen bringen können und wollen. Wir hoffen, dass sie unsere Hand in ihrem Sinn führen.
Wir sind heute zusammengekommen, um den trunken machenden Sommer noch einmal mit allen Fasern unseres Lebens aufzunehmen, denn der Abschied ist nahe.
Schon muss die Sonne einen Teil ihrer Strahlen opfern, damit sie milder wird und die anstehende Ernte nicht verbrennt.
Das Rad des Lebens ist an einem Punkt angekommen, an dem es nahezu stillgestanden hat. Schwer lastete die Hitze auf Wiesen und Feldern und trocknete mitunter sogar Wasserläufe aus. Doch wir drehen das Rad weiter und erbitten den Segen der Göttin, die uns nahe steht, damit sie umsichtig Sorge trägt für das notwendige Gleichgewicht. Dies geschieht, wenn das Feuer des Sommers langsam niederbrennt und fruchtbaren Boden hinterlässt.

Wir, die wir merken, dass die Tage kürzer werden und das Licht weniger, genießen dennoch die lauen Nächte dieser Zeit und warten auf die Tränen der Göttin, mit deren Fallen sie uns zeigt, dass auch sie um jenen trauert, der dieses Licht bis hierher hat strahlen lassen.
Mit dem Schnitt, den unsere Sicheln tun, läuten wir die Zeit der Arbeit ein. Denn wir wollen sicher sein, dass die Saat auch Früchte getragen hat. Sonst war alle Mühe vergebens.
Und wenn die Göttin Opfer bringt – wer sind wir, dass wir das nicht vermögen?“

[/quote]

Zum 1. August einen schönen Tag allen Raben und denen, die es werden wollen.
Liebe Grüße
Tanith

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