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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 1.593 mal aufgerufen
 Krafttiere
Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

19.01.2006 20:44
Der Bär antworten

Liebe Raben,

an der Stelle, an der mir auch schon die drei Krähen begegnet sind (es scheint ein ganz persönliches Kraftfeld für mich zu sein), fiel mir letzthin abends so richtig das Sternbild des Großen Wagens auf. Sternenklar, wie es war, konnte ich auch die Gesamtheit erkennen, den Großen Bären (der Große Wagen ist nur ein Teil des Sternbildes des Großen Bären)
Und so kam ich zum

BÄR ( Arth ):
Der Bär wird besonders in der Zeit der Wintersonnenwende (Alban Arthan ) verehrt.
Mit dem Segen des Großen Bären der Sternenhimmel und der tiefen fruchtbaren Erde rufen wir die Mächte des Nordens an (aus einer druidisch - bretonischen Hochzeitszeremonie).
Der Bär verbindet uns mit unseren tiefsten Wurzeln, mit der Ahnenmutter. Der Gedanke an Arth mobilisiert Kraftreserven. Stärke mit Intuition gepaart bedeutete für die Kelten Macht. Man verbindet sich mit diesem kraftvollen Tier, wenn man neue Kräfte und Kraftreserven in unruhigen Tagen entdecken will.
Wenn man sich der Kraft seiner Wurzeln bewusst werden will, können wir uns mit dem Bären in die Höhle zurückziehen. Wenn innerliche Kälte in uns hoch kriecht, nimmt er uns in vorsichtig in seine Pranken und wärmt uns. Er führt uns in Phasen tiefer Dunkelheit, so wie der Polarstern am Himmel.
Tod und Wiedergeburt, Visionen, Umwandlung, Nach innen gekehrt, Heilung, Einsamkeit, Abwehr und Rache, Wechsel, Kommunikation mit den Geistern. Der Bär ist Erschaffer von Träumen, Bote von Übernatürlichem und Helfer des Schamanen.
Der Bär - oder eigentlich die Bär-Mutter ist ein Symbol für die Ge-bär-mutter, für den Bauch, die Stimme unseres Bauches und das Wissen um den Zyklen mit ihrer Kraft.
Die Stärke der Bärenkraft liegt in der Selbstbeobachtung! Wenn du Ziele verwirklichen willst brauchst du die Bärenkraft. Du hast die Kraft die Gedanken zur Ruhe zu bringen, in Dich selbst zu lauschen und zu WISSEN. Die weibliche Energie macht es möglich, dass Mystiker Schamanen und Visionäre in die Zukunft sehen. Der Bär erhält Antworten sehr oft im Traum. Derjenige der auf der suche nach Visionen ist braucht Bärkraft um in die Traumzeit zu kommen. Du bist von der Macht des Wissens eingeladen, den Raum des Schweigens zu betreten um mit der Traumhütte Bekanntschaft zu machen. Damit deine Zielvorstellungen Wirklichkeit werden können. darin liegt die Kraft des Bären! Hast du vielleicht deine Ziele aus den Augen verloren? Suchst du die antworten bei anderen? Es ist an der Zeit wieder nach innen zu hören, um die Antworten wieder in Dir selbst zu finden!
Man verbindet sich mit diesem kraftvollen Tier, wenn man neue Kräfte und Kraftreserven in unruhigen Tagen entdecken will. Wenn man sich der Kraft seiner Wurzeln bewußt werden will, führt er uns aus Phasen tiefer Dunkelheit, wieder in das Licht der Inspiration und Freude, so wie der Polarstern am Himmel.
Der Bär verbindest uns mit unseren tiefsten Wurzeln der Urmutter. Der Gedanke an Art mobilisiert alle Kraftreserven. Stärke mit Intuition gepaart bedeutete für die Kelten Macht. Der Bär verkörpert auch einen starken Krieger namens Arthus oder auch Arthoro genannt - aus der alten Sage um Arthur und die Tafelrunde, die als erstes ein Mönch des 6 Jhr. aufgriff und die später von Geoffrey von Monmouth in die heute bekannte Form gebracht wurde.


Grüne Grüße
Brigid

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Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Bärin ( gelöscht )
Beiträge:

19.01.2006 21:38
#2 RE: Der Bär antworten
Hallo Brigid,

wie ich sehe, hast Du den Bären ins Forum gelassen. Das hatte ich als nächstes vor. Nun bist du mir zuvor gekommen ("gg").

Vielleicht könnte ich aber zu Deinem, wie ich finde, sehr treffenden Beitrag noch was ergänzen.

Ich werde einfach mal dazu schreiben, was meine Bärin für mich bedeutet.

Sie kam zu einer Zeit zu mir, als ich große Angst hatte. Ich fühlte ihre Wärme und ihre Stärke. Auf meinen Reisen konnte ich neben ihr hergehen und eine Hand auf ihren Rücken legen. Auch die fürchterlichsten Umgebungen, in die ich auf meinen Reisen kam, erschienen mir so gleich viel weniger bedrohlich.

Wenn ich erschöpft war, egal ob körperlich oder geistig oder wenn ich auf der Reise meinen Fokus nicht halten konnte, ließ sie mich auf ihrem Rücken reiten. Ich ritt, auf dem Bauch liegend, meine Arme und Beine an den Seiten herab hängend und schaute dabei auf ihren Rückenpelz. Ich sah die gleichförmigen Bewegungen ihres Pelzes im Bereich ihrer Schulterblätter. Das half mir jedesmal ungemein dabei, zur Ruhe zu kommen.

Meine Bärin kommt immer dann zu mir, wenn ich "Mama brauche", wenn ich mich erholen und regenerieren muß oder wenn ich krank bin. Manchmal kommt sie auch, um mir zu sagen: "Mach' mal halblang, Mädel...kein Stress. Aufregen lieber später. Wenn's ernst wird, kannst du immernoch handeln."

Manchmal kommt sie auch zur Unterstützung meiner großen Katze.
Das ist besonders dann sinnvoll, wenn ein wenig Diplomatie, Freundlichkeit ohne Doppeldeutigkeit und weniger "rum spielen" gefragt ist.

So, das war eine kurze Ergänzung zur Bärin.


Übrigens finde ich es sehr schön, liebe Brigid, dass Du hier Tier für Tier postest.
Sie sind mir ganz besonders wichtig, eine Grundlage, eine Basis.
Deine Krafttier-Beiträge gefallen mir sehr.

Wenn ich mich hier bis jetzt noch nicht eingeklinkt habe, liegt das daran, dass ich mich bei einigen Dingen, die ich schreiben könnte, mal wieder ein wenig schwer tue.


Danke also für Deine vielen Beiträge in der "Krafttier-Rubrik".

Liebe Grüße,

Bärin

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

19.01.2006 22:50
#3 RE: Der Bär antworten

Liebe Bärin,

der Bär begleitet auch mich immer wieder ... dann, wenn mir nach Höhle ist... zwei-, dreimal im Jahr wärmt und stärkt er mich, damit ich wieder aus der Höhle kann ....

Ich war grad am bedauern, dass es ja einige Krafttiere gibt, die ich draußen nicht treffen kann, ja dann ... sah ich den Großen Wagen und den Bären.

Mir gefällt auch was und wie du schreibst ... warm, lebendig, jedoch ohne Hektik, einfach bärig


Grüne Grüße
Brigid

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Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Bärin ( gelöscht )
Beiträge:

20.01.2006 14:38
#4 RE: Der Bär antworten
Hallo Brigid,

(was für ein süßer brauner Smilie-Bär)

Es freut mich, dass Du mein Geschreibsel magst.


Liebe Grüße,

Bärin

Bärin ( gelöscht )
Beiträge:

20.01.2006 16:03
#5 RE: Der Bär antworten
Liebe Brigid,

eins fällt mir noch im Zusammenhang mit Deinem Beitrag ein.

Auf den Punkt gebracht, sorgt meine Bärin häufig für Ausgleich. Das ist im Prinzip ihre wesentlichste Aufgabe.

Auch Du hast mit Deinem Beitrag, wie ich finde, für Ausgleich in mehrfacher Hinsicht gesorgt (hast auch dort diesen Ausgleich hergestellt, wo ich selbst versucht oder gerade eben schon im Begriff war, ihn zu stören).
Danke nochmal dafür.


Liebe Grüße,

Bärin

Frau Holle Offline

Rabe


Beiträge: 60

17.10.2013 13:22
#6 RE: Der Bär antworten

Ist ja schon lange her, dass hier geschrieben wurde. Da ich mich ja gerade durhcs Forum lese (soweit das überhaupt möglich ist bei der Menge) hab ich aml so Interese halber nachgelesen, was hier so steht zum Thema Bär.
Was das schamanische Reisen nageht, stehe ich noch sehr am Anfang und habe erst wenige Reisen unternommen. Doch schon auf meiner ersten Reise in die untere Welt hat sich mir der Bär als Krafttier gezeigt. Ich konnte das erst gar nicht glauben, denn er erschien mir als sehr kraftvoll! Doch auch auf der nächsten Reise erschien er mir. Danach begann ich mich vermehrt mit ihr zu beschäftigen, sie zu suchen, ihm zu begenen. Und ich fand ganz viel heraus über sie. Und verstand auch auf einmal sein Auftauchen im Märchen. Eines meiner liebsten Märchen ist nämlich Schneeweißchen und Rosenroth, in dem der Bär eine ganz entscheidene Rolle spielt. Vieles wurde mir klarer und erschloss sich, als ich "Der Bär" von Storl las.

Es gibt sehr viele legenden und Märchen über Bären und FRauen. Sie bilden sozusagen eine mythologische und märchenhafte Einheit für mich und sind eng miteinander verbunden. Die Bären steht auch für die Mystrien des Lebenskreislaufs von Ge-Bären-Leben-Sterben und Wiedergeboren werde, ebenso wie die Holle. Die Verbindung zur Weiblichkeit findet auch deutlich Ausdruck im Begriff Ge-Bär-Mutter - den frau und mann sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Schön sie hier zu finden! Dankeschön.

Frau Holle

" Drinnen findest Du eine Frau, die hat dreierlei Haare: schwarze, rote und weiße. Wecke die Frau - sie schläft schon viele tausend Jahre lang in der Höhle. Sie kann Dir helfen!"
aus: Die Bienenfrau in der Höhle - ein Märchen aus Spanien

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.750

17.10.2013 17:37
#7 RE: Der Bär antworten

Hallo, Frau Holle,
ja, wer wollte nicht einen Bären als Krafttier an seiner Seite wissen - so stark, so urwüchsig und kann doch auch so sanft sein (siehe Schneeweißchen udn Rostenrot). Allerdings widerspreche ich der "Urform" in Verbindung mit "gebären". Gebären hieß ursprünglich "geberan" und bedeutete soviel wie tragen (seit dem 8. Jh. ungefähr). Die Gebärmutter als solches hatte ihren Stamm aus dem alten Wort "Kal", was auch gleichbedeutend mit Quelle/Ursprung/Frau gestanden hat (entnommen dem Buch: Weib und Macht; Fünf Millionen Jahre Urgeschichte der Frau). Auch dei Silbenteilung im Wort "ge-bä-ren" spricht meiner Ansicht nach dagegen. Und unser Bär hieß im Mittelhochdeutschen noch "Ber"; anderswo - zum Beispiel bei den Germanen, "beron" = Bär oder auch "ghwer" - was "wildes Tier" bezeichnete. Die einzelnen Völker legen sich da offensichtlich nicht fest. Was wir selbst davon glauben oder nicht, bleibt ja uns überlassen, oder?
Doch vielen Dank für deine interessanten Ausführungen.
Mit GRuß
Tanith

******************************************
Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
in die flüchtige Luft unsere Namen
Hermann Hesse
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun * Edward Burke * 1729 - 1797

Frau Holle Offline

Rabe


Beiträge: 60

17.10.2013 17:55
#8 RE: Der Bär antworten

Hallo Tanith,

ich spiele gerne mit Worten, spüre ihnen nach und dem, was sie in mir auslösen.
Seit ich mich vermehrt mit dem Bären beschäftige, spinnen sich für mich immer wieder Zusammenhänge zu einem Netz.
Das hat nichts mit Wissentschaftlichkeit zu tun.
Die Gedanken zur Ge-Bär-Mutter und zum ge-Bär-en sind ainfach gekommen und fühlen sich für mich gut und stimmig an.
Manchmal vermischen sich auch viele Perspektiven und bilden ein ganz neue und unbekannte Sicht.

LG Frau Holle

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aus: Die Bienenfrau in der Höhle - ein Märchen aus Spanien

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.750

17.10.2013 18:02
#9 RE: Der Bär antworten

Hallo, Frau Holle,

Zitat
Was wir selbst davon glauben oder nicht, bleibt ja uns überlassen, oder?


Sag ich ja.
Liebe Grüße
Tanith

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Tharen Offline

Altrabe


Beiträge: 1.474

17.10.2013 18:57
#10 RE: Der Bär antworten

Hallo zusammen,

ich muss sagen, dass es in mir auch keinen Anklang fand. Die Gebärmutter und ein Bär - nein. Da sträubt es sich mir innerlich. Die Gebärmutter ist ein sanftes Wesen, mit dem Bären assoziiere ich ganz andere Dinge. An die Geburten meiner Kinder erinnere ich mich noch genau, aber mich bei diesem Akt mit einem Bären zu vergleichen, das widerstrebt mir. Es ist etwas urweibliches, was da vor sich geht, die reine Frauenpower, etwas, was mit nichts zu vergleichen ist. Es ist nicht bärenhaft, nicht schwanengleich, nicht entenlike... Keine Ahnung, aber da fühle ich mich irgendwie als dreifache Mama sehr seltsam, wenn man die Gebärmutter mit dem Bären vergleicht

Liebe Grüße
Tharen

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Sternenglanz in Himmelsweite, funkeln in den Augen wider - nur erwartend, der Bereite, er nimmt auf die weisen Lieder.
© Tharen
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Frau Holle Offline

Rabe


Beiträge: 60

18.10.2013 14:08
#11 RE: Der Bär antworten

Hallo Tharen,

da hast Du mich aber falsch verstanden. Mein Anliegen ist es nicht, unsere Gebärmutter mit einem Bären zu vergleichen.
Allein die Tatsache, dass der Bär im Wort Ge-Bär-Mutter drinnsteckt und in ge-Bär-en hat für mich eine Bedeutung. Und für mich gibt es auch einen Zusammenhang mit der BärinnenKraft und dem Akt des Ge-Bär-ens.
Wenn Du möchtest, lies mal meinen Blog durch, da gehe ich mehr darauf ein.

LG Frau Holle

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aus: Die Bienenfrau in der Höhle - ein Märchen aus Spanien

Tharen Offline

Altrabe


Beiträge: 1.474

18.10.2013 14:16
#12 RE: Der Bär antworten

Zitat von Frau Holle im Beitrag #11
Hallo Tharen,

da hast Du mich aber falsch verstanden. Mein Anliegen ist es nicht, unsere Gebärmutter mit einem Bären zu vergleichen.
Allein die Tatsache, dass der Bär im Wort Ge-Bär-Mutter drinnsteckt und in ge-Bär-en hat für mich eine Bedeutung. Und für mich gibt es auch einen Zusammenhang mit der BärinnenKraft und dem Akt des Ge-Bär-ens.


LG Frau Holle

Zitat von Tharen im Beitrag #10
An die Geburten meiner Kinder erinnere ich mich noch genau, aber mich bei diesem Akt mit einem Bären zu vergleichen, das widerstrebt mir. Es ist etwas urweibliches, was da vor sich geht, die reine Frauenpower, etwas, was mit nichts zu vergleichen ist. Es ist nicht bärenhaft, nicht schwanengleich, nicht entenlike...


Hallo Frau Holle,

aber dazu habe ich doch bereits meine Meinung geschrieben

Liebe Grüße
Tharen

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