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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 843 mal aufgerufen
 Bräuche
Seiten 1 | 2
Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.241

04.02.2013 16:18
Allgemeines zu den alten Festen antworten

Liebe Raben,
immer mal wieder kommen Anfragen von Raben (neuen und alten) nach den Bräuchen der Jahresfeste, nach Herkunft bestimmer Bräuche, aus welcher Ecke dieser Erde sie ursprünglich kommen etc.
Es gibt im einzelnen und auch insgesamt eine Menge dazu zu sagen, vor allem eines: Die Feste sind erdenrund einerseits gleich, andererseits aber auch ganz verschieden. Wer würde zum Beispiel bei Ostara/ISTRA auf den GEdanken verfallen, dass es im Iran zeitgleich das Frühlingsfest gibt? Sogar mit ähnlichen Strukturen? Nur - da heißt es nicht Ostara, sondern es handelt sich dort um ein Neujahrsfest.
So ist es schwierig, von den Festen zu schreiben/sprechen. Eine Reduzierung auf das Keltische oder Germanische oder auch Altskanidinavische ist sicher angebracht. Ich möchte deshalb unter diesem Thread einfach mal dazu aufrufen, dass alle Raben hier ihre eigene Darstellung von den Festen geben (es ist nicht gemeint, wie sondern woher, aus welcher Zeit zum Beispiel und dazu - wenn bekannt - einen Hintergrund, der gut recherchiert sein sollte, ins Forum einstellen.
Ich werde mich gern mit dem einen oder anderen Fest daran beteiligen.
Allein kann ich das nicht bewältigen.
Was haltet ihr davon?
Liebe GRüße
Tanith

In jedem Dorf gibt es eine Fackel,
den Lehrer,
und jemanden, der dieses Licht löscht,
den Pfarrer
Viktor Hugo

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.158

04.02.2013 17:41
#2 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Liebe Tanith,

die Idee ist Klasse

Ich habe zu den einzelnen Festen auch noch Material im Fundus. Muss ich dringend einmal stöbern

Lieben Gruß
Ansuz



„So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik liegt darin, daß wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen.“
André Gide (1869-1951),

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

04.02.2013 17:46
#3 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Schöne Idee.
Das nächste Fest wäre dann ja Ostara 21.3..
Da mach ich mich dann mal schlau.

Liebe Grüße die Druidin

Weißt du zu ritzen? weißt zu erraten?
Weißt du zu finden? weißt zu erforschen?
Weißt du zu bitten? weißt du Opfer zu bieten?

waldhammer Offline

Rabe


Beiträge: 113

04.02.2013 19:23
#4 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Heil Euch
Find ich auch,schöne Idee.Ich würde gerne über Modranicht etwas schreiben.Das bedeutet soviel wie" Nacht der Mütter" und ist ein kleineres und regional begrenztes Fest oder Zeremonie.Es hat seinen Ursprung im Matronenglauben(Parzen).Wenn Interesse besteht?
Heil Euch
Waldhammer

lizzy Offline

Altrabe


Beiträge: 546

04.02.2013 19:43
#5 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Zitat von waldhammer im Beitrag #4
Heil Euch
Find ich auch,schöne Idee.Ich würde gerne über Modranicht etwas schreiben.Das bedeutet soviel wie" Nacht der Mütter" und ist ein kleineres und regional begrenztes Fest oder Zeremonie.Es hat seinen Ursprung im Matronenglauben(Parzen).Wenn Interesse besteht?
Heil Euch
Waldhammer


Also bei mir würde auf jeden Fall Interesse bestehen. Ich find das sehr interessant. Ich kenn mich selbat da noch nicht wirklich aus, aber ich lerne gerne Neues

Liebe Grüße
Lizzy

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.241

04.02.2013 19:51
#6 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Liebe Raben,
schreibt doch einfach. Ich denke, wenn die ersten Beiträge hier sichtbar werden, kommt bestimmt das eine oder andere dazu.Ihr wisst doch: "Der Appetit kommt beim essen" - "das Interesse kommt beim Lesen"
Liebe Grüße
Tanith

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Viktor Hugo

waldhammer Offline

Rabe


Beiträge: 113

04.02.2013 22:59
#7 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Heil Euch

Der nordenglische Mönch Beda venerablis schreibt über die heidnischen Angelsachsen
"Sie beginnen das Jahr mit dem achten Kalender des Januars,an dem wir die Geburt des Herrn feiern.Und diese selbe Nacht,die uns besonders heilig ist,wird von den Heiden Modranicht genannt,was Nacht der Mütter bedeutet,aus dem Grund,weil,wie wir vermuten,sie deren Zeremonie in einer nächtlichen Feier abhalten."

Diese Mütternacht,die hier also für die Zeit irgendwann zwischen der Auswanderung der Sachsen und Angeln nach Britanien um 500 und Bedas Lebzeiten um 700 belegt ist,deutet auf eine Verehrung von Müttern hin,wobei die nächtliche Zeit im Winter nur bei Beda belegt ist.
Nicht Mütter oder Matronen,sondern Parzen nennt Burchard von Worms eine Dreiheit von Frauen,die von dummen alten(gemeint ist:dem Heidentum noch nahe stehende)Frauen verehrt wurden und denen ein Tisch gedeckt wurde,damit sie einem halfen.Kurz danach nennt er diese Parzen im Zusammenhang mit der Voraussagung der Zukunft eines Neugeborenen,so das wir hier offenbar auf den familiären Aspekt des Matronenkults hingewiesen werden,anderseits aber auch auf die Existenz und Funktion der der scandinavischen Nornen.

Dieses kleine Fest ist aus dem Matronenglauben entstanden in dem die Germanen und Kelten eine Dreiheit von Göttinen verehrten,etwa 2-4.Jahrhundert.
In Tempelanlagen wurde den Matronen in Form kleiner und größerer Weihealtäre gedankt,wenn sie geholfen hatten,und zwar "freiwillig und gerne gedankt",wie ausdrücklich erwähnt wird.Die Inschriften nennen die Wünsche leider nur selten,aber häufig wird erwähnt,das der stifter das Gelübte>für sich und die Seinen<,also in einer Familienangelegenheit,abgelegt hatte.
Wo die Altärebildliche Darstellungen tragen,sind die Matronen in Form von drei sitzenden Frauen dargestellt,von denen die beiden äußeren riesige Hauben tragen,welche in der mitte sitzt offenes langes Haar.Auf dem Schoß halten die Frauen Fruchtkörbe und Früchte,vereinzelt sogar Windeln(nicht bei germanischen Matronen).
Neben vielen keltischen und lateinischen Namen tragen die Matronen am Niederreihn germanische Namen.
Leicht deutbar sind die Namen jener Matronen die als gebende oder spendende Göttinen auftreten,so Aufaniae>freigiebige Ahnmutter<,Gabiae>die Gebende<,Alagabiae>die Allgebende< oder Friagabiae> die großzügig Gebende.

So das war es erst einmal von mir dazu.Alles ist nachzulesen in: Götter und Kulte der Germanen von Simek.

Heil Euch
Waldhammer

Die Druidin Offline

Altrabe


Beiträge: 1.547

05.02.2013 00:08
#8 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Vielen Dank Waldhammer, das erinnert mich sehr an die Geschichte der drei Nornen.

Liebe Grüße die Druidin

Weißt du zu ritzen? weißt zu erraten?
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Holle Offline

Rabe


Beiträge: 350

05.02.2013 09:01
#9 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Hallo Tanith,

ich hab jetzt keine aktuellen Beitrag zu diesem Thema, aber wir beide hatten einen kleinen Austausch über das Luciafest. Du schriebst, für dich gehört Lucia zu Imbolc, und ich hatte erfahren, dass der Zeitpunkt des Luciafestes ursprünglich an Mittwinter lag und sich nur durch eine Kalenderreform auf den 13. Dezember verschoben hatte.

Ich fragte dich nach einer Quelle, und jetzt finde ich das Thema nicht mehr. Vielleicht passt das auch hier rein?

Liebe Grüße
Holle

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Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.241

05.02.2013 10:32
#10 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Liebe Holle, ich hatte dir in meinem Blog geantwortet. Das Lucia-Fest ist das Lichtfest und gehört zu dem Datum, an dem die Natur wieder heller wird (auch die Spirale des Lichts - Maze (Labyrinth/Doppelspirale geheißen). Eine Kalenderreform mag Daten verschieben, nicht aber die Natur. Meiner Meinung nach - ich muss den Historiker nochmal nach der Quelle befragen - spielt hier auch wieder die Christianisierung eine große Rolle, die allen heidnischen Festen ihren Deckel aufgesetzt hat. Es finden sich in vielen Texten Worte wie - Fest der Darstellung im Temnpel des Herrn - womit das Jesuskind gemeint ist. BEweis: Es wird darauf hingewiesen, dass der Weihnachtsbaum nun endgültig aus der Stube genommen wird (auch so ein Durcheinander, eigentlich geschieht das am 6. Januar, wenn schon ein Datum). Nichts hat dieses Lichtmess-Fest mit dem eigentlichen Sinn mehr zu tun. Die Menschen freuten sich über die Wiederkehr der Sonne, was mir total einleuchtet. Lange vor der Christianisierung.
Wenn heute in Schweden die Königin des Lichts gefeiert wird - denn das ist die Lucia, sogar dargestellt wie aus alten BErichten ein junges Mädchen mit Kerzen auf dem Kopf - und das in den Kirchen geschieht, hat das aber auch gar nichts mehr mit den alten Bräuchen zu tun. Und leider - ich weiß es aus Erfahrung - haben viele Schweden selbst auch keine Ahnung mehr dabon. Ich sagte es schon. Sicher, ichhabe auch vereinzelt welche getroffen. Einer in meinem dortigen Freundeskreis ist ein Liebhaber von alten Sagen und Legenden. Er weiß eine Menge, gleichzeitig gehört er der schwedischen Kirche an und versucht, das unter einen Hut zu bringen (die schwedische Kirche ist im übrigen eine demokratisch aufgebaute, sie ging im Jahr 2000 aus der Staatskirche hervor).
An vielen Orten finden sich alte Stätten, heute werden auch wieder Spiralen angelegt (ich habe eine davon in die Bildergalerie gestellt).
Vielleicht erstmal bis hier.
Ich werde recherchieren.
Liebe Grüße
Tanith

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Viktor Hugo

Holle Offline

Rabe


Beiträge: 350

05.02.2013 11:06
#11 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Liebe Tanith,

dann werde ich mich bemühen, deinen Blog wiederzufinden und dort mal nachlesen.

Vor gut fünf Jahren habe ich mal einen Text zu Lucia verfasst, so wie ich sie verstehe:

"13.12.07

Heute ist Luciatag. Heute haben – zumindest in vielen Schwedischen Familien – in den frühen Morgenstunden die ältesten Töchter ihren Angehörigen Gebäck und Getränke ans Bett gebracht. Sie singen dabei traditionelle Lieder und tragen lange, weiße Gewänder mit einer roten Schärpe um die Mitte und einen Lichterkranz auf dem Kopf. Diese Sitte hat mich schon immer fasziniert, seit ich sie als junge Frau auf den Bildern des Schwedischen Malers Carl Larsson abgebildet sah.

Sogar die Stewardessen der Schwedischen Airlines vollziehen heute dieses Ritual für ihre Fluggäste. Und die Medien haben schon seit mehreren Jahren begonnen, ein Spektakel aus dem Brauch zu machen. Überall im Lande gab es in den vergangenen Wochen Luciawahlen, und heute wird aus allen Kandidatinnen die Miss Lucia gekürt.

Ich habe mal nachgerechnet – es sind noch zehn Tage bis Mittwinter. Was wird denn heute wohl eigentlich gefeiert? Für mich selber bin ich darauf gekommen, dass es die Hoffnung ist, die es sich zu feiern lohnt. Die Hoffnung darauf, dass in absehbarer Zeit, am kürzesten Tag des Jahres, das Licht wiedergeboren wird. Lucia ist sozusagen die Lichtbringerin in der dunkelsten Zeit im Sinne einer Hoffnungsträgerin.

Bei meiner Suche nach der historischen Lucia bin ich auf eine christliche Heilige gestoßen, die vor mehr als 1500 Jahren gelebt haben soll. Als Tochter heidnischer Eltern und einem heidnischen Mann anverlobt, wollte diese Lucia doch viel lieber ein jungfräuliches Leben für ihren Glauben führen. Dafür wurde sie bestraft. Angeblich soll sie sich die Augen herausgerissen und in einer Schale ihrem Verlobten geschickt haben, weil der diese so schön fand. Sie sollte von Ochsen zerrissen werden, die aber keinen Schritt vorwärts machen wollten. Sie sollte verbrannt werden, aber das Feuer rührte sie nicht an. Bis ihr jemand ein Schwert in den Hals stach – daran ist sie dann, heilige Lieder singend, gestorben.

Das sollte schon alles gewesen sein? Ich konnte es nicht glauben und suchte weiter. Ich fand heraus, dass der 13. Dezember ursprünglich das Datum des Mittwinters war und erst vor rund fünfhundert Jahren bei einer Kalenderreform zehn Tage nach vorne gerutscht ist. Und dass es im 8. Jahrhundert v.u.Z. in Rom eine Lichtgöttin namens Lucina gegeben hat, die auch als Göttin der Geburt verehrt worden ist. Sie wurde mit einer Lampe und einer Opferschale dargestellt und half den Neugeborenen „das Licht der Welt“ zu erblicken. Genau deshalb wurde sie auch wegen allerlei Augenleiden angerufen, genau wie später ihre Nachfolgerin, die Heilige Lucia. Es ist noch ein Hexenritual überliefert, bei dem der Erkrankte dreimal durch einen Kranz aus Rauten und roten Bändern spucken und dabei die Heilige Lucia anrufen musste.

Manche meinen, die Beschreibung von der Tötung der Heiligen sei in Wirklichkeit die Darstellung eines Versuches, die kolossale Statue der römischen Göttin Lucina aus einem ihrer Tempel zu befördern. Denn Ochsen schafften es nicht, sie hinauszuziehen, und Feuer konnte ihr nichts anhaben. Erst als die Christen sie in kleine Stücke zerhauten, ließen sich diese hinausbefördern. Diese Standbilder hätten überdies kostbare Augen aus Edelsteinen gehabt, die vorher heraus gebrochen wurden.

Eine andere Spur führte mich zu Diana Lucifera, der römischen Mondgöttin in ihrem Aspekt als Lichtbringerin, dargestellt mit einer Fackel in der Hand. Luzifer ist doch aber einer der Namen des christlichen Satans? Es gibt eine Legende, in der dieser ehemalige Engel sich von Gott lossagte. Das Rätsel löste sich für mich, als ich erfuhr, das Lucifer der alte römische Name für die Venus als Morgenstern war. Ist doch der Morgenstern auch ein Verkünder des Lichtes, genau wie Lucina und Lucia.

Für mich bleibt die Hoffnung auf das Licht heute das Wichtigste."

Liebe Grüße
Holle

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Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.241

05.02.2013 11:47
#12 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Hej, liebe Holle,
vielen Dank für das Teilen deines Textes.

Zitat
Für mich bleibt die Hoffnung auf das Licht heute das Wichtigste."


Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Allerdings ist dieses "Hoffnungsfest" mit Jul begangen worden. An diesem Tag wurde das Licht geboren und als es dann an Stärke zunahm, freuten sich die Menschen - vor allem an den Orten, an denen es noch bis in den Februar rein dunkel blieb.
Wie auch immer - Lucia ist ein Grund zur Freude und deshalb feiere ich Imbolc/Brighid/Maze/Lichtmess oder wie auch immer auch sehr gern.
Die alten und die neuen GEschichten vermischen sich, wie wir wissen, sehr häufig. Was bleibt uns, als das Beste daraus zu machen und sie so zu feiern, wie es uns am liebsten ist?
Die Hauptsache ist doch, wir sind dabei ganz in uns selbst. Wenn sich dann noch Freunde dazugesellen, die es ähnlich sehen - welches Glück könnte größer sein.
Liebe Grüße
Tanith

PS
Ich will hier gern noch etwas ergänzen. Es gibt einen alten Segens- oder auch Hexenspruch:

Lichtmeß
"Dies ist das Fest des zunehmenden Lichtes. Was zur Wintersonnenwende geboren wurde, beginnt sich zu festigen. Wir, die wir dem neuen Jahr ins Sein halfen, sehen das Sonnenkind erstarken, während die Tage sichtbar länger werden.
Dies ist die Zeit der Individuation: Innerhalb der Grenzen der Spirale zündet jede von uns ihr Licht an und wird unverwechselbar sie selbst. Es ist die Zeit der Initiation, des Beginns, da die Saat, die später aufgehen und wachsen wird, langsam aus ihrem tiefen Schlaf erwacht.
Wir sind zusammengekommen, um das Licht der Initiation zu teilen, das im Verlauf des Jahres zunehmend stärker leuchten wird."

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Viktor Hugo

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.241

05.02.2013 12:02
#13 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Hej, Waldhammer, vielen Dank für die Einstellung deines Textes. Sehr interessant.

Zitat
Dieses kleine Fest ist aus dem Matronenglauben entstanden in dem die Germanen und Kelten eine Dreiheit von Göttinen verehrten,etwa 2-4.Jahrhundert.


Darüber wusste ich schon, Beda kannte ich noch nicht (oder hab es vergessen).
Die Matrone - auch Mater genannt - wurde als Schöpferin der Natur und aller Dinge sowie Urheberin, Quelle, Ursprung, Wurzel und Grund gesehen. Mitunter wird auch der Name Deae genannt (vielleicht etwas vermessen, aber das erinnert mich nun auch an Dana, die keltische Muttergöttin).
Ich werde mich mal wieder damit beschäftigen. Vielen Dank für den "Denkanstoß".
Mit Gruß
Tanith

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den Pfarrer
Viktor Hugo

Vanadis Offline

Rabe


Beiträge: 481

05.02.2013 13:24
#14 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Hallo liebe Raben

noch ein Gedanke zu Imbolc/ Lichtmess:

Es ist auch das Fest der Wiederherstellung der Jungfräulichkeit der Großen Göttin, also ein Reinigungsfest.
Es findet vierzig Tage nach der Wintersonenende statt, nachden sie den jungen Sonnengott wieder geboren hat.
Nun beginnt für sie ( die Mutter Natur) der Zyklus von neuem.
Er ist jetzt ihr Kind und zu Beltane ihr Geliebter.Zu Litha befindet er sich auf dem Höhepunkt seiner Kraft und zu Lugnasadh stirbt er unter den Sicheln der Schnitter als Korngott.Während er stirbt / seine Kraft schwindet geht sie von ihm schwanger und zu Jul wird er von ihr wieder geboren.

Die Jahreskreisfeste geben die Lebenszyklen von Gott und Göttin wieder wie wir sie auch in den Veränderungen der Natur sehen.
Dabei haben wir hier in unseren Breiten ( ich will es mal so ausdrücken ) einen sehr "runden" Jahreskreis.Alle drei Monate verändert sich die Natur völlig und das ist schön. Es gibt sicher Erdregionen, wo extremeres Klima herrscht oder wo es keine so ausgeprägten Jahreszeiten gibt. Dort sehen die Feste der Menschen natürlich ganz anders aus.Aber gefeiert werden sie wohl überall, sowie es Mond und Sonne überall auf der Erde gibt.

Liebe Grüße
Vanadis

Hugin und Munin müssen jeden Tag
Über die Erde fliegen
Ich fürchte, dass Hugin nicht nach Hause kehrt;
Doch sorg ich mehr um Munin.
Grimnismal 20

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.278

06.02.2013 21:52
#15 RE: Allgemeines zu den alten Festen antworten

Wow,

das ist viel Input.
Das muss ich erstmal verdauen.

Aber danke....

Wenn ich mit meiner Ausbildung in zwei Jahren fertig bin, hoffe ich auch mehr wissenswertes beisteuern zu können, da ich dann Zeit habe auch ab und zu mal zu stöbern.
Hoffe ich jedenfalls.
Wenn bis dahin nicht soviel aus der Literatur kommt..sorry.
Naja ich habe noch meine Erfahrung.
Lieb Grüßles
RainBow

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