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Hallo LOKI, Hallo liebe Raben, hm...Sleipnir ist mir vor einigen Jahren mal im Traum begegnet. War ein sehr beeindruckender Traum für mich. Spannend daran war für mich im Nachhinein auch besonders die Tatsache, dass Sleipnir einfach auftauchte, obwohl ich mich zu diesem Zeitpunkt seit 13-14 Jahren nicht mehr mit den Runen und germanischer Mythologie beschäftigt hatte (und auch keinerlei Träume davon gehabt hatte). Selbst zu Zeiten intensiverer Beschäftigung war Sleipnir eine mythologische Figur gewesen, die ich zwar kannte, mit der ich mich aber nicht bewußt beschäftigte. Pferde waren allerdings lange Zeit Bestandteil meines Lebens. Ich ritt einige Jahre eine kleine weiße Araberstute, die ich sehr liebte. Sie war wirklich sehr klein und schmal und sie hatte eine Besonderheit. Dadurch, dass sie so schmal war, konnte sie keinen englischen Sattel tragen. Er rutschte ihr auf den Hals. Zum Zeitpunkt meines Traumes von Sleipnir lag allerdings auch mein letzter Kontakt mit jener Stute -und mit Pferden allgemein- bereits ca. 9 Jahre zurück. Und auf einmal -in einer unruhigen Nacht, während der ich bereits zig mal aufgewacht und wieder eingeschlafen war- kam Sleipnir: Im Traum saß ich auf einem Pferd. Ich wußte nicht, wie ich hinauf gekommen war; ich saß ganz einfach drauf. Ich ging davon aus, dass ich auf meiner Stute reiten würde, denn die Situation im Traum stellte sich zunächst so dar, wie ich sie aus "Reiterzeiten" gewohnt war. Ich ritt einen Waldweg entlang, der ganz so aussah, wie viele der mir vertrauten Wege in der Lüneburger Heide: ein heller, breiter Sandweg, rechts und links von Nadelbäumen gesäumt. Der Weg lag etwas tiefer, als der Wald an seinen Seiten und er verlief schnurgerade und leicht aufwärts, wie eine breite Schneise durch den Wald. Außerdem war es ein weißliches Pferd, auf dessen Rücken ich saß. Da ich zunächst nur nach vorn schaute, konnte ich seine Farbe ja an Hals, Ohren und Mähne sehen. Alles soweit nichts Besonderes, bis auf die Tatsache vielleicht, dass ich nicht wußte, wohin der Weg führte. Das Pferd bewegte sich zügig und unbeeindruckt den Weg entlang. Es trug auch ein Zaumzeug, wobei die Zügel aber einfach auf dem Hals lagen. Ich begann mir auf einmal Sorgen wegen des Sattels zu machen. Es erschien mir wieder so, als ob er viel zu weit vorn läge. Da ich mich ja einfach auf dem Pferd wiedergefunden hatte, ohne es zuvor selbst gesattelt zu haben, ging ich davon aus, dass wohl jemand anders das getan haben mußte, der vermutlich meine Stute und ihr "Sattelproblem" nicht kannte. Ich wollte nachsehen und gegebenenfalls anhalten, um wenigstens den Sattel zu verschieben. Mit den Worten: "Welcher Idiot hat dich denn gesattelt"...beugte ich mich seitlich herunter und sah entstetzt, dass wer auch immer den Sattel aufgelegt hatte, anscheinend doch sehr wohl gewußt haben mußte, was er tat. Der Sattel lag zwischen dem ersten und dem zweiten Paar Vorderbeine... Dies war also nicht meine Stute! Ich richtete mich allerschnellstens wieder auf und klammerte mich in der Mähne fest. Ich hörte, wie "Jemand" mir sagte, dass dieses Pferd "Sleipnir" hieß. Irgendwie konnte ich mich im Traum zwar dunkel an etwas im Zusammenhang mit diesem Namen erinnern, konnte es aber nicht einordnen. Nun saß ich auf dem Pferd genauso, wie ich als kleines Kind auf all den Pferden gesessen hatte, die damals noch viel zu groß für mich gewesen waren: ängstlich mich festklammernd und mit dem Gefühl, leider nicht absteigen zu können. Das Pferd wurde immer schneller, wobei seine Bewegung eher einem Gleiten, als einem Laufen entsprach. Es ging aufwärts den Weg entlang. Dann begann die Landschaft undeutlich zu werden, körperlos, mit allen möglichen, sich verändernden Formen, die kurz auftauchten und dann verschwanden. Es war ein Schweben ohne Boden. Ich fürchtete mich, konnte diese Körperlosigkeit nicht ertragen und wollte nur (bitte, bitte ganz schnell) nach Hause -absteigen. Dann wachte ich auf. Als ich von Sleipnir träumte, befand ich mich gerade in einer besonders ratlosen Verfassung. Nachdem ich aufgewacht war, hatte ich das Gefühl, in einer noch nicht ganz fassbaren Form, unterwegs zu einer Lösung zu sein. Aber ich fragte mich, warum ich gerade von diesem Pferd geträumt hatte. Wo ich doch so lange überhaupt nicht an Runen und germanische Mythologie gedacht hatte.
Der Traum erschien mir wie ein Geschenk. Deshalb schrieb ich ihn auf. Viele Grüße,
Bärin P.S. Liebe Moderatoren, falls diese Antwort hier nicht passen sollte, weil sie keine Schilderung mythologischer Texte ist, dann verschiebt sie doch bitte einfach, ja?
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