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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 780 mal aufgerufen
 Bräuche
Helrunar Offline



Beiträge: 562

30.01.2006 10:05
Fasching antworten

Hallo liebe Raben,
bald ist es wieder soweit. Die närrische Zeit erreicht ihren Höhepunkt. Doch was war Fasching für unsere Ahnen. Hier eine kleine erlärung.


# Fasnacht/Fasching

Termin: am 1. Neumond nach dem den 12 Rauhnächten folgenden Vollmond
Die Kirche nennt dieses Fest auch Lichtmeß. Das kommt von mezzen, was soviel wie ankündigen heißt. Das Licht wird also stärker. In diesem Fest wird besonders Frey, der Licht- & Fruchtbarkeitsgott, angerufen. Das Fest beginnt mit einem großen Feuer auf einem Berg in dem eine Strohpuppe verbrannt wird, die den Winter darstellen soll. Es wird viel gelärmt, um so den Winter auszutreiben.

So treiben wir den Winter aus
durch unsre Stadt zum Tor hinaus
und jagen ihn zu Schanden,
hinweg aus unsren Landen.

Wir stürzen ihn von Berg zu Tal,
damit er sich zu Tode fall
und uns nicht mehr betrüge
mit seine späten Züge.

Nun haben wir den Winter ausgetrieben,
So bringen wir den Sommer herwieder.
Den Sommer und den Maien,
die Blümlein mancherleien.


Danach findet zu Hause ein Disenopfer und Ahnengedenken statt, wobei für die Natur- & Hausgeister, sowie den verstorbenen Ahnen mitgedeckt wird.


viele Grüße

Helrunar

__________________________________________________

Runen wollen gelebt werden, belebt sind sie schon

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

31.01.2006 19:42
#2 RE: Fasching antworten

Liebe Raben,

bei den Germanen war es üblich während der Fasnacht Hochzeit (Brullaup) zu halten. So wurde in der Fasnacht, in der Erntezeit und ursprünglich wohl auch im Mai bei Neu- und zunehmenden Mond und am besten an Dienstagen und Donnerstagen geheiratet.

Brullaup bedeutet Hochzeit und kommt aus dem altnordischen "brud-hlaup", was soviel wie "Brautlauf" bedeutet.
Gemeint ist die Heimführung der jungen Frau in Sippe und Haus des Mannes.

Das Mädchen verabschiedet sich wehklagend von jedem Winkel ihres Elternhauses, von den Tieren und dem Feuer, bei dem sie sagt:

,,Oh mein heiliges Feuer."

Am Tage der Hochzeit fuhr die Braut mit zwei Gespannen in das Haus des Bräutigams, auf dem einen Wagen befanden sich Kleider, Leinenstoffe und Behältnisse. Auf dem anderen Wagen befand sich das kranzgeschmückte Bett der Braut, Spindel, Haspel, Geschir und andere Aussteuer. Freunde und Spielleute fuhren mit.
Mit dem folgenden oder einem ähnlichen Trinkspruch wurde sie vor ihrem neuen Heim empfangen:

,,Wie du das Feuer bei deinem Vater verwahrt hast, also wirst du es auch hier tun."

Viele Grüße
Ansuz



"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Helrunar Offline



Beiträge: 562

31.01.2006 20:31
#3 RE: Fasching antworten

Hallo Ansuz,

vielen Dank für diese Schöne und ausfürhliche Erklärung. Das einzige was ich wusste, war der Dienstag und der Donnerstag (hab an einem Donnerstag Geheiratet ).

viele Grüße

Helrunar
__________________________________________________

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Max Offline

Rabe

Beiträge: 353

31.01.2006 20:44
#4 RE: Fasching antworten

Hallo Helrunar!

na da haste ja noch einen Tag gut

Sag mal hast Du Urlaub? Is ja n Wahsninn was Du uns alles an Infos geschrieben hast. Vielen Dank dafür!!!

Viele Grüße,
Max

Helrunar Offline



Beiträge: 562

31.01.2006 21:20
#5 RE: Fasching antworten

Hallo Max,

Vesper- und Mittagspause . Internetraum in der Firma machts möglich .

Liebe Grüße

Helrunar
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Inga Offline

Rabe


Beiträge: 496

01.02.2006 20:18
#6 RE: Fasching antworten

Hallo Ansuz,

ich arbeite gerade wie ein "Berserker" daran meinen Freund Deinen Beitrag zu zeigen
Morgen ist "Donnerstag"

Liebe Grüße
Inga

P.S. Aber nicht verraten, dass ich nie bei meinen Eltern das Feuer gehütet habe


"Nichts ist so beständig wie der Wandel"

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

02.02.2006 19:21
#7 RE: Fasching antworten

Liebe Inga,

nun bin ich mir nicht sicher, ob Heute Dein großer Tag war, aber zu den Bräuchen der germanischen Hochzeit habe ich noch etwas gefunden:

Die Hochzeitszeremonie, zu der ein Hochzeitsbitter das ganze Dorf einlädt, findet im Hause des Bräutigams statt, aber das Brautpaar erbittet auch an einer nahegelegenen Kultstätte, oder an einem Hügelgrab den Beistand der Götter, Ahnen und Nornen und lädt sie zum Fest ein. Wenn die Braut ins Haus des Bräutigams tritt, wo Brot und Salz stehen, macht sie drei Verbeugungen vor der Türschwelle, küßt den Boden davor oder die Türschwelle und wird vom Bräutigam über die Schwelle gehoben. Auf diese Art und Weise begrüßt sie die Hausgeister.

Im Hause sind die Bänke geschmückt und mit Wacholder bestreut. Die Brautleute sitzen auf einer Brautbank. Die Nornen und Ahnen werden angerufen, die Lebenslichter der Brautleute entzündet. Der Gode oder der Vater der Braut führt die Zeremonie durch, die aus der Brautweihe, dem Treuegelöbnis und der Eheweihe besteht. Es finden auch Minnetrünke und Gelübde statt und es werden Gastgeschenke gegeben. Die Braut gibt armen Verwandten der Bräutigamsippe Geschenke, die "brudfe`"genannt werden.

Ein alter Rechtsbrauch ist es, die Frage an alle Anwesenden zu richten, ob es mögliche Einwände gegen die Eheschließung gibt. Zur Brautweihe legt der Gode der Braut einen Hammer in den Schoß und spricht die Weiheformel: Thor weihe dich, der Thursen Drost." oder: Thor weihe diese Ehe."

Wie man anhand diese Beispiels sehr schön sehen kann, sind viele Bräuche noch Heute in Gebrauch, den Ursprung kennt jedoch kaum jemand.

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Helrunar Offline



Beiträge: 562

02.02.2006 23:11
#8 RE: Fasching antworten

Hallo Ansuz,

das einzige, das mir darauf einfällt, ist

wwwwaaaaahhhhhhnsinnnnnnnn

Hätte ich das doch nur früher gewusst

liebe Grüße

Helrunar


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