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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 523 mal aufgerufen
 Krafttiere
ei ben ei hun Offline

Rabe


Beiträge: 98

07.04.2014 14:16
Der Ritt auf dem Falben antworten

Hallo ihr Lieben,

ich träume jede Nacht und meistens mehrmals. Wenn ich aufwache weiss ich ALLE meine Träume noch und auf der Fahrt zur Arbeit denke ich meistens über den einen oder anderen nach, wenn er ungewöhnlich oder besonders schön war.
Nun war ich im KH und seit der OP (3 Tage) habe ich jede Nacht nur einen Traum und es ist immer derselbe. Er ist aber so abstrakt, dass ich damit nichts anfangen kann. Ich sehe mir weder Kriegsfilme an, noch habe ich dieses Thema in letzter Zeit auch nur gestreift.
Vielleicht fällt euch dazu etwas ein:

Ich gehe spazieren und sehe mir die Gebäude einer fremden Stadt an, als -einfach so- ein Graufalbe (sehr seltene Farbe beim Pferd) ungesattelt und mit gebisslosem Zaum neben mir auftaucht. Ich bin schon ewig nicht mehr geritten und gebisslos überhaupt noch nicht. Ich weiss, dass es wichtig ist aufzusteigen, damit mich das Pferd hier wegbringt, aber ich kann den Grund nicht sehen. Das Pferd läuft einfach los, ich kann es nicht halten. Wenn ich jetzt die Zügel loslasse, dann rennt es ohne mich weg. Ich renne also nebenher (frisch operiert kann ich dieses Tempo max. 2 min. halten!) und suche eine Lösung für mein Dilemma. Ich zupfe am Zügel und lenke das mittlerweile galoppierende Pferd, das immer schneller wird auf einen Stapel Kisten zu. Ich nutze die Kisten als Sprungbrett und schaffe es im allerletzten Moment noch rauf. Es rast mit einem Affenzahn raus aus der Stadt und ich frage, warum ich nicht dableiben kann, es ist doch so schön hier. Als Antwort kriege ich zu hören - "sieh dich doch um, aber vorsichtig, sonst fällst du runter" ich drehe mich also im gestreckten Renngalopp ganz vorsichtig um und sehe, dass Soldaten in die Stadt einmarschieren. Mir ist sofort klar, dass wir im Krieg sind, die Stadt wird fallen und alle Menschen die noch drin sind werden sterben, nur ich nicht, weil ich gegen jeden Sinn und Verstand auf ein, mir fremdes, Pferd augfesprungen bin. Wir rasen auf einen stockdunklen Tunnel zu, ich frage: "Kannst du denn im Dunkeln sehen? ich kann es nämlich nicht" das Pferd fühlt sich nicht mehr wie ein eigenständiges Wesen an, sondern eher als ein Teil meiner selbst. Und dann ist es dunkel, ich höre die Hufe auf dem Boden, fühle den Wind im Gesicht, spüre die kräftigen Muskeln, die uns vorwärts tragen, eingehüllt von der dichtesten Schwärze, die ich je erlebt habe.
Das Letzte, was ich höre, ist " hab ein bißchen Vertrauen!"

Als ich aufgewacht bin, dachte ich, man müsste vor einem schwarzen Tunnel doch eigentlich total Angst haben, aber ich habe mich geborgen gefühlt. Im Wachzustand sind mir sofort alle möglichen Sachen eingefallen, die da passieren können. Gegen eine Wand rennen, in ein Loch fallen oder stolpern und sich das Genick brechen - im Traum war ich mir absolut sicher, dass mir nichts passieren kann.

Hat da jemand eine Idee, was mir das sagen will? ich kapiers nicht.

Ach ja, mein Krafttier ist eigentlich der Phönix.....

Liebe Grüße, ei ben ei hun

"Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkennt, dass A falsch war"

ei ben ei hun Offline

Rabe


Beiträge: 98

07.04.2014 15:05
#2 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Hallo nochmal,

hab was, glaub ich, sehr Wichtiges vergessen!!
Ich ziehe in letzter Zeit andauernd aus meinem Beutel. Ich verbinde sie sehr stark mit meinem Ursprung, dem wer ich bin, was mir mitgegeben wurde.
Also weniger mit Besitz, dafür steht sie ja auch, spricht mich in diesem Sinne aber nicht an. Ich denke bei Besitz eher an Gaben, Fähigkeiten, Wissen, und nicht an ein Haus oder so.

Liebe Grüße, ei ben ei hun

"Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkennt, dass A falsch war"

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.393

07.04.2014 16:57
#3 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Liebe ie ben ei hun,
Traumdeutungen sind schwierig. Wir setzen, wenn wir sie deuten, häufig zu enge Grenzen. Aber ich wage es dennoch mal:
Obwohl vieles in deinem Traum dein reales Leben - wie du sagst - in der letzten Zeit nicht berührt hat, möchte ich überlegen, dass deine OP (mit einer Narkose verbunden, vermute ich) etwas damit zu tun hat. Du bist in einen Schlaf versetzt worden (von mir reine Spekulation, weil ich nicht weiß, ob es stimmt), den man sicher auch den "kleinen Bruder" des Todes nennen kann. Vielleicht hattest du trotz aller Aufklärung Beklemmungen in dir, denn Narkosen sind nicht ohne. Dein Unbewusstes sucht nun also nach einer "Rettung" aus den möglichen GEfahren und trägt dich - in Form eines Graufalben - welche wunderschönen Tiere das sind, weiß ich sehr gut, ich bin früher auch geritten - und wie stark diese Tiere sind. So etwas braucht die Situation, um schnell und ohne Bedenken eine Entscheidung zu treffen. Raus aus der GEfahr. Du wirst in einen Tunnel getragen udn , ja, durchaus angstfördernd so ein dunkler Tunnel, aber er ist auch die Geborgenheit der Mutter Erde. Meine Meinung. In diesen Tunnel kann dir niecht so leicht jemand folgen. Und im Inneren - du sagst, das Tier war nicht mehr eigenständig, sondern ein Teil von dir - erfolgt eine Initiation. Eine erneute, möchte ich meinen. Denn du wurdest gerettet und kannst das Sonnenlicht später erneut erblicken.
Wie gesagt, in Kürze meine Lesart.
Vielleicht kannst du etwas damit anfangen.
Liebe Grüße und gute Besserung.
Tanith

kann ich momentan nicht mit dieser geschilderten Traumsituation in Verbindung bringen, ich hätte eher vermutet. Aber vielleicht hängt die Rune doch mit dem Tunnel, mit dem schützenden Dach, zusammen.

******************************************
Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
in die flüchtige Luft unsere Namen

Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

ei ben ei hun Offline

Rabe


Beiträge: 98

07.04.2014 17:46
#4 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Liebe Tanith,

da triffst du den Nagel auf den Kopf. Wenn ich das so lese wird mir einiges bewusst.
Ich hatte ja schon mehre OPs und bin da immer zuversichtlich rangegangen, nur ist da die letzten beiden Male so ziemlich alles schiefgegangen, was nur schiefgehen konnte. (hab ich wohl verdrängt )
Die Unbeschwertheit im Sinne von "wird schon gutgehen" hatte ich diesmal nicht. Ich hab sogar überlegt, für den Fall, dass ich nicht mehr aufwache, einen Brief an meine Lieben zu schreiben. Aber dann kam mir das irgendwie blöd vor und ich habs gelassen.

Deine Beschreibung der Narkose als kleinen Bruder des Todes gefällt mir! So fühlt es sich auch an, finde ich. Man wird schlafen geschickt und weiss nicht, ob man wieder aufwachen wird.

Sieht so aus, als hätte ich zuviele Gedanken auf den Krieg gerichtet, als das drumherum.
Danke für deine Sicht der Dinge!

Liebe Grüße, ei ben ei hun

"Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkennt, dass A falsch war"

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.393

07.04.2014 18:03
#5 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Liebe ei ben ei hun,

Zitat
Sieht so aus, als hätte ich zuviele Gedanken auf den Krieg gerichtet, als das drumherum.

In unseren Träumen geben wir Symbolen Nilder, die wir aus dem Alltag, aus unserem realen Dasein kennen. Insofern ist der "Krieg" ja nicht falsch. Du hast vor der OP Ängste aufgebaut, und das wird umgesetzt in gewaltätige Bilder (manchmal). So nehmen wir das Naheliegendste, was bei uns Beklemmung und Angst erzeugt und setzten es in solche Bilder wie Krieg, Zerstörung und manchmal auch Bedrängnis um.
Aber dein Unterbewusstsein hat dich gut aus der gefährlichen Situation gebracht und wer weiß, ob nicht durch den Traum überhaupt die Kraft entstand, dieser Belastung zu entfliehen.
So würde ich es wohl für mich deuten.
Liebe GRüße
Tanith

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Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.300

08.04.2014 22:46
#6 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Liebe Ei ben ei hun,

ergänzend möchte ich hinzufügen:

Die erneute Initiation, stärkt dein Selbstvertrauen, du hast eine neue Herausforderung gemeistert, deiner Intuition im Traum vertraut...Vertrau ihr weiter. Du reitest durch den Tunnel, hinzu auf ein neues Ziel, weg von der Gefahr.

Othala steht auch für einen sicheren PLatz oder für ein Ziel, das du bald erreichen magst.
Ich denke der Tunnel, der Falbe, dein Vertrauen und deine Intuition bringen dich dorthin.
Da der Tunnel schwarz ist, könnte es ein Ort in deinem Unterbewusstsein sein.
Schwarz und nicht sehen, kann auch bedeuten, Spring ins Nichts, also nur deinem Bauchgefühl folgend, das hier durch den Falben , das Pferd dargestellt wird. Die Intuition ist ja auch ein Teil von dir.
Sie kommt dir manchmal vielleicht fremd vor, wenn du nur mit der Logik arbeitest.
Wenn man sehr schnell reitet, ist es als wenn man fliegt, so stelle ich es mir vor. So gesehen könnte das Pferd eine kleine Abwandlung deines Phoenix sein. Er ist quasi in der Nähe.
Entscheidend ist, das du auf dein Bauchgefühl gehört hast, und das bringt dich in deiner Entwicklung weiter.
Vielleicht hast du in Realität auch auf deinen Bauch gehört und es war richtig, der Traum bestätigt es nochmal.
Kann ja sein...
Der Krieg und die Zerstörung, lassen auf was neues Schließen, ein neuer Weg, neue Aspekte in deinem Leben, Altes geht zu Ende, wird zerstört...ich denke da an die Aspekte von Hagalaz oder vom Turm aus dem Tarot.

Dies nur so als Gedankenanregung.

Ausschlagebend ist eine Sicht der Dinge, es ist ja dein Traum, da schließe ich mich bezüglich der Traumdeutung Tanith an.

Dann noch Gute Besserung!

Liebe Grüße rainBow

*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*

ei ben ei hun Offline

Rabe


Beiträge: 98

09.04.2014 17:01
#7 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Hallo ihr Lieben,

danke, dass ihr euch so intensive Gedanken dazu gemacht habt.

Die Vorstellung, dass der Phönix als Pferd zu Hilfe eilte, finde ich sehr schön! Vielleicht ist er ja nicht immer ein bunter Vogel, sondern ein Gestaltwandler.

Ich brauche die Meinung eines Aussenstehenden bei solchen Sachen, weil ich zu oft mit dem Kopf versuche meine Probleme zu lösen und dazu neige, beängstigende Dinge einfach zu verdrängen und zu vergessen.
Heute kam mein Mann endlich aus der Schweiz zurück und wir haben uns sehr lange und ausführlich über alles Mögliche unterhalten, unter anderem erzählt er mir von einem Zug, den er in der Schweiz gesehen hat, der genauso aussah, wie der, der am Vortag meiner OP bei uns Zuhause vorbeifuhr.(wir wohnen neben der Bahn).

Der Zug war sehr lang und beladen mit Panzern. Als der an unserem Wohnzimmer vorbeikam, haben wir noch diskutiert, wo der hinfährt. Da es ja auf der Krim so wild zugeht, dachten wir, vielleicht ist das Putins Nachschub, aber das wäre die entgegengesetzte Richtung.

Hab ich wohl aus meinem Hirn verbannt, erst als er mir das erzählt hat konnte ich mich wieder daran erinnern! Das hab ich wohl zu meinen eh schon vorhandenen Ängsten wegen der Narkose gleich mit eingebaut in meinen Traum.

Mit dem Othala hab ich mich jetzt mal ausführlich "unterhalten", lieg ja eh im Bett, da bietet sich das an. Ich hab es in die Hand genommen und die Augen geschlossen, Taniths Verbindung zur Mutter Erde kamen mir sofort in den Sinn, ich dachte an , das ja in enthalten ist. Zu der Vorstellung an eine schützende Hülle kamen dann jede Menge Gedanken an meine Mama. Wie sorglos und unbeschwert und mit welcher Zuversicht sie auf den Lauf der Dinge vertraut. So gesehen will mein Unterbewusstsein, dass ich mein "Erbe", das meine Mutter mir bestimmt mitgegeben hat, annehme und mit mehr Vertrauen, vielleicht auch Selbstvertrauen durchs Leben gehe

Zitat von RainBow im Beitrag #6

Othala steht auch für einen sicheren PLatz oder für ein Ziel, das du bald erreichen magst.




ja, das fühlt sich für mich stimmig an und deckt sich gut mit meinen Gedanken!


Liebe Grüße, ei ben ei hun

"Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkennt, dass A falsch war"

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.300

12.04.2014 12:17
#8 RE: Der Ritt auf dem Falben antworten

Hallo,

das finde ich sehr schön.
Auch die Weise, wie du jetzt von den Runen wie Othala lernst. Das ist genau der richtige Weg.
Alles Liebe
RainBow

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