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Liebe Raben,
ich möchte Euch an dieser Stelle eine Meditationstechnik des Vatan vorstellen, mit der es möglich wird den "göttlichen Klang" (den Klang der Seele) wahrzunehmen. Wenn in der folgenden Technik von "Gott" die Rede ist, so kann sich jeder den Gott wählen, der ihm am nächsten ist. Sehr schön ist es zum Beispiel Gott als Allumfassend zu sehen, als das, welches uns und unsere Umwelt mit Leben erfüllt. Wenn wir hier nicht personifizieren, haben wir während der Meditation die Möglichkeit uns besser auf die Übung zu konzentrieren. Die folgende Übung gibt die Möglichkeit, den göttlichen Klang in sich zu finden. Wir setzen oder legen uns bequem hin und versuchen unsere Sinnesorgane so gut es geht, für eine gewisse Zeit vor äußeren Eindrücken zu verschließen. Wem es leichter fällt, der kann auch auf Augenbinde und Ohrstöpsel zurückgreifen. Nun entspannt man sich und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Stelle zwischen den Augenbrauen. Etwa ein bis zwei Zentimeter darüber befindet sich das so genannte dritte Auge. Es handelt sich um ein Chakra. Im Vatan nennt man es "Rose". Man betrachtet diese Stelle ohne etwas Besonderes dabei zu erwarten. Im Vatan geht man davon aus, dass sich die Seele im Wachzustand an dieser Stelle aufhält. Wenn man darin etwas Übung hat, kann es sein, dass etwas verschoben vom Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ein feiner Lichtpunkt in der Ferne zu sehen ist. Während dieser Versuche sollte man nur an das Wort "Gott" denken. In Gedanken wird es wiederholt und wir versuchen uns nicht von anderen Gedanken davon abbringen zu lassen. Wenn die Aufmerksamkeit abschweift, dann führen wir sie behutsam zurück. Der Lichtpunkt, den wir wahrnehmen verflüchtigt sich sofort, wenn wir versuchen ihn direkt anzuschauen. Bei diesem Punkt handelt es sich um den Klang, den wir nun aber als Licht wahrnehmen. Der Vatan sagt, dass die Augen des Verstandes zu grob sind, um dieses Licht zu sehen, darum nutzen wir die Augen der feineren Körper. Sobald wir die Augen des Verstandes auf das Licht richten, ist es fort. Wenn wir mit dem Verstand auf das Licht warten, kommt es nicht. Es ist das Beste, nicht zu warten und sich den Eindrücken hinzugeben, die wir bei der Meditation über das Wort Gott erfahren. Alles andere ergibt sich von selbst. Wenn wir den Lichtpunkt wahrnehmen, dann schauen wir an ihm vorbei in die Unendlichkeit. Wir ignorieren ihn quasi. Im Laufe der Übung suchen wir im Kopfraum nun nach dem Klang, oder im Vatan auch "Heid" genannt. Wir können diesen nicht mit den Ohren hören, sondern nehmen ihn wieder mit unseren feineren Sinnesorganen der inneren Körper wahr. Ruhe, Gelassenheit und Entspannung sind die Grundvoraussetzungen für den Erfolg bei dieser Übung. Wenn wir nicht abschalten können, dann kann das folgende Mantra hilfreich sein, dass wir intonieren um ruhig zu werden: Wir atmen gleichmäßig ein und aus. Die Ausatmung erfolgt über die leicht geöffneten Lippen und wir stellen uns vor, wie die Luft langsam aus einem Ballon entweicht. Beim Einatmen intonieren wir die Silbe "RU" beim Ausatmen die Silbe "HE". Wenn wir dies einige Male gemacht haben, dann stellt sich ein wohliges Gefühl in der Bauchgegend ein. Nun können wir zur Übung zurückkehren und an Gott denken. Der Göttliche Klang wird oft wie ein Rauschen oder leises Pfeifen wahrgenommen. Anfangs ist das Gefühl unangenehm. Aus der Meditation erwacht man danach jedoch völlig entspannt und seltsam gestärkt. Viel Erfolg Liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
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