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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 2.321 mal aufgerufen
 Neues vom Rabenbaum
Seiten 1 | 2
Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

26.01.2015 20:24
Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo liebe Raben,
möglicherweise ist dies für den einen oder anderen interessant.

Viele Grüße
Ansuz

Zitat von Abschaffung der Jagd
Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen

Wie die Kölnische Rundschau in ihrer Online-Ausgabe am 21.Januar berichtet, sollen bei einer durch Hegeringleiter Johann Jütten (Hellenthal) anberaumten revierübergreifenden Fuchsjagd am 7./8. Februar in 300 Revieren im Kreis Euskirchen etwa 100 Füchse erschossen werden. Der Jägermeister „halte des Fuchsbestand für zu hoch“. Ziel sei es die Verbreitung des Fuchsbandwurms einzudämmen.

Dazu erklärt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland: „Die Argumentation des Hegeringleiters ist hanebüchen! Es gibt keine haltbaren Belege dafür, dass durch jagdliche Mittel der Befall des Fuchses mit dem Fuchsbandwurm eingeschränkt werden könnte. Was hier hilft, ist allein eine Entwurmungsaktion, wie sie erfolgreich und nachhaltig im Rahmen eines Projektes des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der TU München am Starnberger See vorgenommen wurde. Gründe der Risikoprävention halten wir für vorgeschoben: die Krankheitshäufigkeit der Fuchsbandwurmerkrankung (aveoläre Echinokokkose) liegt in Europa bei 0,5 Fällen pro 100.000 Menschen. In Deutschland liegt die Anzahl der Neuerkrankungen durchschnittlich bei etwa 20-25 pro Jahr."

Wie wenig sinnvoll die Jagd im Hinblick auf die Eindämmung von Fuchskrankheiten ist wissen wir nicht zuletzt aus den 1960er und 70er Jahren, als man die Tiere sogar in den Bauen vergaste, um die Tollwut auszumerzen. Geholfen hat die Massenvernichtung der Füchse nicht. Erst mittels der Tollwutköder konnte man Herr der Situation werden.

Was Jütten auf Feldern und Wäldern rund um Euskirchen veranstaltet, bedeutet für Füchse und für viele andere Wildtiere Stress und Qualen. Die weiblichen Füchse sind zu der Zeit bereits tragend und erwarten in wenigen Wochen ihre Welpen. Jungtiere, die dennoch das Licht der Welt erblicken, haben geringere Überlebenschancen als in unbejagten Revieren – ihr Fuchsvater, der als Nahrungsbeschaffer eine wichtige Rolle in der Aufzucht übernimmt, ist tot. Manche Tiere werden nicht unmittelbar getötet, sie schleppen sich mit schweren Verletzungen ins Dickicht und sterben qualvoll. In 300 Revieren wird Jütten sämtliche Wildtiere unter Stress setzen, was je nach Wetterlage mit Verletzung einhergehen kann und insbesondere für Rehe einen kritischen Energieverlust bedeutet.

Die toten Füchse werden entsorgt werden. Nachfolgende Fuchsgenerationen werden mit höheren Geburtenraten die entstandenen Verluste kompensieren.

Wir halten diese Art der Jagd für sinnlos und für nicht tierschutzkonform. Sie ist nicht einmal nachhaltig. In unbejagten Gebieten dagegen bilden Füchse stabile Sozialstrukturen aus. Diese sorgen dafür, dass Geburtenzahlen extrem niedrig sind und Bestandsgrößen stabil bleiben. Wildtierschutz Deutschland setzt sich deshalb für eine Abschaffung der Fuchsjagd ein."



„So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik liegt darin, daß wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen.“
André Gide (1869-1951),

Runenwolf ( gelöscht )
Beiträge:

26.01.2015 20:53
#2 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo,

zuerst einmal: Danke, Ansuz!
Ich muss mich ziemlich zurückhalten, bei solchen Meldungen kommt mir die Galle hoch. Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, jeder 10. in meinem Bekanntenkreis war Jäger. Daher ist Jagd für mich eher etwas normales. Aber solche Aktionen sind einfach nur ... jedes Wort, dass sich für ein öffentliches Forum eignet ist hier nicht ausreichend.
Und dieses Abschlachten ist sinnlos!
Nee, ich sag nischt mehr, sonst falle ich noch aus dem Rahmen.

Wütende Grüße
Runenwolf

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben sie von unseren Kindern geliehen. (Sitting Bull, Lakota-Indianer)

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.170

26.01.2015 22:11
#3 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Lieber Ansuz,
wie so oft ist hier doch wieder klar, wie der Hase läuft. Die Menschgemachte Ungleichheit im Artenbestand mögen Jäger nicht und greifen zu dubiosen Argumenten, um ihre Jagdlust zu verstecken.

Zitat
Der Jägermeister „halte des Fuchsbestand für zu hoch“. Ziel sei es die Verbreitung des Fuchsbandwurms einzudämmen.

Nomen est Omen. Zuviel jägermeister vernebelt den gesundden Menschenverstand und führt zu einer Fehleinschätzung beim Zählen. Mit Alkohol wird aus einem eine Zwei.
Spaß beiseite. Widerlich ist das alles. Noch bevor ich den Artiklel zur Gänze las, dachte ich, wie blöd ist das denn? Wir wissen doch schon lange, dass Köder mit Wurmmitteln viel wirkungsvoller bekämpft werden. Eine bestimmte Anzahl von Füchsen zu erschießen? Und? Die Überlebenden? Haben die keine Fuchsbandwürmer? Falls überhaupt....
Hab Dank für deine "Veröffentlichung".
Liebe Grüße
Tanith

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Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
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Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

Shiva Offline

Altrabe


Beiträge: 610

26.01.2015 22:23
#4 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Lieber Ansuz,

das ist wirklich unter aller Kanone und macht mich wuetend und traurig zugleich ! :-(

Ich bin auch fuer eine Abschaffung der Fuchsjagd!!!

Hab Dank fuer's Teilen!

Liebe Gruesse

Shiva*

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.397

26.01.2015 23:01
#5 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Lieber Ansuz,
danke für`s teilen..ich werde es weiterverbreiten und auch "Danke" den Verfassern für den letzten Absatz:

Zitat
Wir halten diese Art der Jagd für sinnlos und für nicht tierschutzkonform. Sie ist nicht einmal nachhaltig. In unbejagten Gebieten dagegen bilden Füchse stabile Sozialstrukturen aus. Diese sorgen dafür, dass Geburtenzahlen extrem niedrig sind und Bestandsgrößen stabil bleiben. Wildtierschutz Deutschland setzt sich deshalb für eine Abschaffung der Fuchsjagd ein."


Wider die Entmenschlichung! Und die Berge toter, achtlos aufeinandergeschmissener Tiere, die an Erbärmlichkeit H.`s Massengräbern in nichts nachstehen!!!!

aettna


Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen, müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫Um klar zu sehen genügt oft eine Änderung der Blickrichtung▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪▫▫₪

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

27.01.2015 17:53
#6 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo liebe Raben,

vielen Dank für Eure Zeilen, es ist imnmer wieder ein schönes Gefühl, zu wissen, dass es Menschen gibt die ähnlich fühlen.
Dass es in Bezug auf die Fuchsjagd auch ganz anders gehen kann, dass beweisen unsere luxemburgische Nachbarn.

Die sind irgendwie konsequenter

Liebe Grüße
Ansuz

Zitat von Abschaffung der Jagd
Luxemburg: Fuchsjagd wird verboten

Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel teilte mit, dass die Fuchsjagd komplett verboten wird. Man gehe davon aus, dass sich die Fuchspopulation am besten selbst reguliere, so ein Sprecher des luxemburgischen Umweltministeriums (Volksfreund, 20.1.2015). http://www.volksfreund.de/nachrichten/re...art1715,4110029

»Wenn es zu wenig Nahrung gibt, gebe es weniger Nachwuchs. Werden die Bestände zu klein, würden die Füchse mehr Nachwuchs bekommen«, so ein Bericht in der Zeitung Luxemburger Wort am 16.1.2015. http://www.wort.lu/de/lokales/waffenruhe...c88b46a8ce51914

Der Jagdverband ist empört und malt das Gespenst einer Fuchsplage an die Wand: Ein Verbot der Fuchsjagd würde die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm nach sich ziehen.
»Das ist ein Schauermärchen, das die Jäger gerne erzählen«, so Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. »Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, das einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.« (l'essentiel online, 16.1.2015) http://www.lessentiel.lu/de/news/luxemburg/story/13855394

Es gebe aktuell »keinen objektiven Grund«, Füchse zu jagen, so Gira auf einer Pressekonferenz am 22.1.2015. Die geschossenen Füchse hätten »keine nützliche Verwendung« mehr, sei es als Nahrung oder als Pelz. Jedes Jahr würden »rund 3.000 dieser sympathischen Lebewesen« abgeschossen und dann in die Mülltonne geschmissen. Zudem sei die Tollwut bereits seit über zehn Jahren »ausgemerzt«.
Die Leitlinie der Regierung sei, eine »andere Umgangsweise mit Tieren« zu fördern, die einer »aufgeklärten Gesellschaft im 21. Jahrhundert gerecht werde, so Staatssekretär Gira. »Wir Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die Gefühle haben und Schmerz empfinden«. (Luxemburger Wort, 22.1.2015)
http://www.wort.lu/de/politik/befristete...c88b46a8ce51f62

Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm ins Reich der Legenden gehört. Und: Sowohl Luxemburg als auch Deutschland sind seit Jahren offiziell tollwutfrei. Studien belegen, dass Fuchsbestände, die nicht bejagt würden, weniger Nachwuchs haben. http://www.abschaffung-der-jagd.de/fakte...49889d700d2670f

Die wahren Gründe für die Jagd auf Füchse

Wenn nun aber »Tollwut« und »Fuchsbandwurm« als Jägermär entlarvt sind - was sind dann die wahren Gründe für die Fuchsjagd? Hier geben die einschlägigen Jagdzeitschriften und Jäger-Foren im Internet schnell Aufschluss: Von »Lust am Nachstellen und Erbeuten« ist dort die Rede, von der »Waidmannsfreude, einen Fuchs im Schrotschuss rollieren (sich überschlagen) zu lassen«, vom »Reiz der winterlichen Fuchsjagd«, vom »Jagdtrieb«, vom »Jagdfieber« und vom »Kick«, den der Jäger beim tödlichen Schuss erlebt.

Anders, als von Jägern oft behauptet, nehmen unbejagte Fuchsbestände keinesfalls überhand. Komplexe Sozialstrukturen, in denen bei hoher Populationsdichte und geringem Jagddruck deutlich weniger Welpen zur Welt kommen, beschränken die Vermehrungsrate. Der renommierte Biologe und Fuchsforscher Erik Zimen kommentierte dieses Phänomen plakativ mit den Worten »Geburtenbeschränkung statt Massenelend«. Im Normalfall bringt eine Füchsin drei bis fünf Junge zur Welt; in Gebieten, in denen Füchse stark verfolgt werden oder die Mortalitätsrate durch Seuchen stark angestiegen ist, können es jedoch doppelt so viele sein. Auf diese Weise können Verluste schnell wieder ausgeglichen werden.

Füchse erfüllen eine wichtige Rolle als »Gesundheitspolizei«: Sie fangen hauptsächlich Mäuse - zum Nutzen der Landwirtschaft -, vertilgen Aas und erbeuten meist kranke oder verletzte Tiere und tragen somit zur Gesunderhaltung der Tierpopulationen bei. Doch der Fuchs ist nicht nur »Gesundheitspolizei« in der Natur, sondern trägt auch zum Schutz des Waldes, da er Waldwühlmäuse vertilgt.

Initiative zur Abschaffung der Jagd
Kurt Eicher, Biologe Studiendirektor
Derfflingerstr. 2
74080 Heilbronn
www.abschaffung-der-jagd.de



„So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik liegt darin, daß wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen.“
André Gide (1869-1951),

Runenwolf ( gelöscht )
Beiträge:

27.01.2015 18:24
#7 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Moin ihr Raben!

Sehr sympatischer Typ, dieser Camille Gira!
Aber eigentlich kein Wunder, der ist Baujahr 58 und das war nun mal ein besonders gutes Jahr ...

Freundliche Grüße
Runenwolf

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Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.170

27.01.2015 19:12
#8 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Lieber Ansuz, vielen Dank für die Berichte.
Als ich das alles las, kam mir der Gedanke, dass die einzige Spezies auf der Erde, die es nicht schafft, sich selbst zu regulieren, sich gleichzeitig aber Krone der Schöpfung nennt (also seit der Homo sapiens hier das Denken übernommen hat).

In diesem Zusammenhang ist mir sogar ein Papst symphatisch, nämlich der jetzige.
Der Papst bezog klar Position: "Einige glauben - entschuldigt den Ausdruck - dass wir, um gute Katholiken zu sein, wie die Kaninchen sein müssen. Nein. Verantwortliche Elternschaft, die muss man suchen. Und ich kenne viele erlaubte Methoden, die dabei geholfen haben." (ARD Hörfunkstudio).

Liebe Grüße
Tanith

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Die ewige Mutter bleibt,
von der wir kamen.
Ihr spielender Finger schreibt
in die flüchtige Luft unsere Namen

Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

RainBow Offline

Altrabe


Beiträge: 1.235

28.01.2015 13:13
#9 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo liebe Raben,

ihr habt ja schon alles gesagt.
Ich kann mich nur anschließen. Sinnloses Morden von Mensch und Tier gehört wohl zu den herausragenden Fähigkeiten des Homo sapiens, sei es bei der Jagd oder in sinnlosen Kriegen.
Zu meinem Beileid, da ich selbst ein Homo bin.
Ich kann nur hoffen, das "wir" uns irgendwann mal ändern und Homo sapiens in seiner Gesamtheit begreift, welchen Unsinn er bisweilen verzapft und das das irgendwann ein Ende hat. Denn wenn wir es nicht begreifen, sorgt irgendwann Mutter Natur dafür, dass wir ein Ende haben, befürchte ich. Und ich könnte es ihr nicht mal übel nehmen.

Grummelige Grüße
RainBow

*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*

Radegunde Offline

Altrabe


Beiträge: 948

28.01.2015 15:20
#10 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Liebe Tanith,

Zitat von Tanith im Beitrag #8

In diesem Zusammenhang ist mir sogar ein Papst symphatisch, nämlich der jetzige.
Der Papst bezog klar Position: "Einige glauben - entschuldigt den Ausdruck - dass wir, um gute Katholiken zu sein, wie die Kaninchen sein müssen. Nein. Verantwortliche Elternschaft, die muss man suchen. Und ich kenne viele erlaubte Methoden, die dabei geholfen haben." (ARD Hörfunkstudio).


Tja, dass der Papst seine Schäfchen jetzt sogar mit Kaninchen vergleicht - da habe ich mich auch an meinem Tee verschluckt, als ich das im Radio hörte! Ist das die Wende? Nix mehr mit "Seid fruchtbar und mehret euch" sondern stattdessen, ja was eigentlich? Hat er die vielen erlaubten Methoden, die er kenne, wenigstens aufgezählt? (Ich musste meinen Tee aushusten, deswegen habe ich nicht alles mitbekommen) mir ist nämlich nur eine einzige von der katholischen Kirche erlaubte Methode bekannt: zeitweise oder totale Abstinenz.

Ich glaube es ist kein Zufall, dass ich keines meiner zahlreichen Karnickel jemals Franz genannt habe, und das, obwohl ich oft mit ihnen rede, ganz wie der hl. Franziskus.

Karnickel oder nicht Karnickel: mir ist der Papst auch sympathisch!

Viele Grüsse
Radegunde

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.170

28.01.2015 20:12
#11 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Liebe Radegunde, nict nur dir ist der Tee in die falsche Kehle gekommen. Da war ja auch noch sein Spruzch mit der "Faust" gegen BEleidiger anzugehen. Er ist schon um einiges anders und manchmal mach ich mir um ihn richtig Sorgen. Als die Papstwahl war, wussten wir ja noch nicht, was da kommen wird, aber ich habe mir damals eine kleine Satire erlaubt. Wenn du magst.... schau hier:
http://edition-hollerbusch.jimdo.com/ung...r-den-kulissen/
Liebe Grüße Tanith

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Radegunde Offline

Altrabe


Beiträge: 948

29.01.2015 09:40
#12 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Liebe Tanith,
ja ich erinnere mich an diesen Text - immer wieder schön! :-D
Danke!
Liebe Grüsse
Radegunde

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

29.01.2015 21:30
#13 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo liebe Raben,

ein Update zum Thema nebst TV Tipp

Liebe Grüße
Ansuz

Zitat
NDR: Ist die Fuchsjagd noch sinnvoll?
NDR Nordmagazin, 29.1.2015
„Der gesellschaftliche Druck wird immer größer, welche Tierarten heute noch bejagt werden dürfen und welche nicht. Gerade die Fuchsjagd steht im Kreuzfeuer der Kritik. Denn Füchse werden das ganze Jahr erlegt, selbst die kleinsten. Vor einiger Zeit berichteten wir in unserer Reihe NaturNah über die Aufzucht junger verwaister Füchse, die wieder ausgewildert wurden. Als sie nach nur wenigen Tagen in der Freiheit von Jägern erschossen wurden, bekamen wir eine Flut von Zuschriften, noch einmal darüber zu berichten. Wir sind dem Thema Fuchsjagd auf den Grund gegangen.“ (NDR-Senderinformation)

Hier ansehen:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/no...gazin27674.html



„So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik liegt darin, daß wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen.“
André Gide (1869-1951),

Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.170

30.01.2015 01:00
#14 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Lieber Ansuz,
danke für diesen Bericht.
Es ist doch immer wieder das Gleiche: Mit dem jagenden Menschen kokurrierende Tiere (hier bei uns der Wolf, der Fuchs allen voran) haben schlechte Karten, egal, wieviel gute Argumente von Nabu und BUND ud anderen ähnlichen Organisationen vorgetragen werden. Dazu kommt eine erstaunliche Dummheit von Nicht-Wissen (Nicht-Wissen-wollen?) Aber was soll man von einer Spezies halten, die selbst ihre eigene ständig auszurotten versucht? Ich bin sehr traurig über die Masse an erlegten Füchsen und wütend, dass die Kamera genau da beim Schwenk über die toten Füchse (man nennt es wohl die Strecke, weil "zur Strecke gebracht") Halt macht, bevor die GEsichter der Verursacher ins Bild geraten würden (Personenschutz? Vermutlich).
Liebe Grüße
Tanith

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Hermann Hesse *2. Juli 1877 in Württemberg, † 9. August 1962 in Montagnola/Schweiz

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.151

03.02.2015 15:49
#15 RE: Wildtierschutz Deutschland kritisiert sinnloses Fuchsmassaker in Euskirchen antworten

Hallo liebe Raben,

bitte unterschreibt die Petition und wer kann und Zeit hat kommt zur Demo und verbreitet dies bitte weiter



Ansuz

Zitat
Liebe Freundinnen und Freunde einer Natur ohne Jagd,

der Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. hat eine online-Petition gegen das geplante Fuchsmassaker in Euskirchen eingerichtet.

Bitte unterzeichnen unter weiterverbreiten:
https://www.change.org/p/rudi-mie%C3%9Fe...petition-no_msg

Außerdem ruft der Tierschutzverein am 5.02.2015 um 18:00Uhr zu einer Demo in 53909 Zülpich, dem Sitz der Kreisjägerschaft Euskirchen, auf (siehe unten).

Viele freundliche und tierfreundliche Grüße

von der Initiative zur Abschaffung der Jagd
www.abschaffung-der-jagd.de

Stoppt das geplante Fuchsmassaker im Kreis Euskirchen am 07. und 08. Februar
In über 300 Revieren im Kreis Euskirchen sollen am 07. und 08.02 2015 über 100 Füchse abgeschossen werden, berichtet die Kölnische Rundschau. Als Begründung wird von Hegeringleiter Johann Jütten die hohe Bestandsdichte genannt. Diese müsse zur Bekämpfung der Tollwut und zur Eindämmung des Fuchsbandwurmes verringert werden.
Dieses Vorhaben wird jetzt unter anderem vom Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V. heftig kritisiert: "Diese Maßnahme würde nicht nur für die Füchse sondern für alle Wildtiere einen enormen Stress bedeuten. Dabei ist die Tollwut nahezu ausgerottet und eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen in Europa."
Immer wieder wird seitens der Jäger das Argument, dass sich Menschen durch den Verzehr von im Wald gepflückten Beeren mit dem Fuchsbandwurm anstecken könnten, angeführt. Dabei ist von keinem Fuchsbandwurm-Patienten bekannt, dass er oder sie sich durch Waldbeeren angesteckt hätte, so Professor Klaus Brehm, Biologe am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg.
Wildtierschutz Deutschland e.V. schreibt dazu: "Dabei ist Jagd sogar kontraproduktiv: Je stärker Füchse bejagt werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer geartete „Regulation" von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist sie mit jagdlichen Mitteln überhaupt möglich." http://www.wildtierschutz-deutschland.de...kritisiert.html
Die massenhafte Tötung von Füchsen in den 60er und 70er Jahren zur Bekämpfung der Tollwut, hatte ebenfalls keinen Erfolg. Nur der Einsatz von Impfködern konnte hier Abhilfe schaffen.
Insofern ist das jetzt geplante massenhafte Töten von Füchsen völlig sinnlos und muss dringend verhindert werden.

https://www.change.org/p/rudi-mie%C3%9Fe...petition-no_msg


Demo am 05.02.105 in 53909 Zülpich
Neben einer Online-Petition (https://www.change.org/p/rudi-mie%C3%9Fe...-und-08-februar) haben wir nun für den 05.02.2015 um 18:00Uhr eine Demo in 53909 Zülpich (Sitz der Kreisjägerschaft Euskirchen) geplant, um das Vorhaben vielleicht doch noch zu verhindern. Wir treffen uns am Marktplatz und werden die Unterschriften anschließend nach einem kurzen Fußmarsch in der Kölnstr. 16 abgeben. Neben verschiedenen lokalen Printmedien hat jetzt auch der WDR Interesse an einer Berichterstattung bekundet.

Es würde uns sehr freuen, wenn uns auch einige ihrer Mitglieder bei der Demo unterstützen würden.

Mit freundlichem Gruß

Markus Schmitz-Bongard
(Vorsitzender)

Tierschutzverein Kall und Umgebung e.V.
Keldenicher Str. 30, 53925 Kall
Tel.: 02441-778664 * Fax: 02441-779543
www.tsv-kall.de
Anschrift Tierheim: Heinkelstr. 8, 53925 Kall



„So ist das im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik liegt darin, daß wir nach der geschlossenen Tür blicken, nicht nach der offenen.“
André Gide (1869-1951),

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