den ungemütlichen Februar haben wir hinter uns und ich hoffe, dass Ihr Eure spirituellen Kräfte erneuerrn und nutzen konntet, um Euch auf das Frühjahr und das Wachstum des Frühlings einzustimmen.
Die Runen, die uns im März begleiten sind "Ansuz" und "Jera".
Ansuz, ist die Rune der Asen. Sie stellt den Wind und den Atem dar und ist dem Odin geweiht. Odin wiederum wird auch als der Gott der Winde und Stürme bezeichnet. Allerdings, und diesen Aspekt finden wir auch in Ansuz, gab er dem ersten Menschenpaar (Ask und Embla) Atem und Geist. Ansuz ist auch eng mit dem "Önd" (Önd bezeichnet den Atem oder Geist im Sinne des spirituellen Kerns) verbunden. Die Rune steht im Uthark an der dritten Stelle. Im germanischen Glauben oder Verständnis ist die Drei eine göttliche Zahl. Ansuz ist demnach (Uthark) auch die Summe (Ergebnis und Synthese) aus "Uruz" und "Thurisaz". Die Schöpfung wird durch Ansuz symbolisiert und so ist sie die Rune, die aus dem Chaos den Kosmos erschafft. Ansuz ist die Magie der Sprache.
Zuordnungen
Element: Luft
Heilkraut: Der Fliegenpilz
Baum: Die Esche
Tier: Der Wolf
Gottheit: Odin
Stein: Smaragd und Onyx
Die zweite Rune im März ist Jera.
Jera steht für die beständigen Rythmen der Natur und des Jahres. Sie ist die Rune der Landwirtschaft, denn sie bedeutet auch, das gesähte ernten. Die Rune kann man als zwei stilisierte Halbmonde betrachten, die einander umkreisen. Sie stehen in Verbindung mit Freyr und Freyja und deren Fruchtbarkeit die zur guten Ernte beiträgt. Wenn wir Jera im Uthark betrachten, dann ist sie die elfte Rune. Hier gibt es eine Überlegung, dass die Zahl "Elf" für die Fruchtbarkeit steht. Ein Sonnenjahr (365 Tage) überschreitet ein Mondjahr (354 Tage= 12 x 29,5) um elf Tage und zwölf Nächte (den sogenannten Rauhnächten). Man glaubte seinerzeit, die Rauhnächte hätten einen mystischen Einfluss auf die Ernte des Jahres. Den Hinweis auf die Fruchtbarkeit der Zahl "Elf" finden wir auch in der Edda. Dort wird erzählt, wie Freyr der Riesin Gerda elf goldene Äpfel gibt. Diese Äpfel symbolisieren die Fruchtbarkeit des Freyr.
Zuordnungen
Element: Erde
Baum: Ahorn und Eiche
Farbe: Grün
Gottheit: Baldur einer der Söhne Odins. Er wurde von allen geliebt, wurde jedoch durch eine List Lokis von seinem blinden Bruder Hödur getötet..
Edelstein: Karneol und Smaragd
Ich könnte mir vorstellen, dass der März uns mit einer Kraft und spirituellem Wachstum erfüllt, die wir eventuell verloren glaubten. Dass sie nun zum Frühjahr keimt und Früchte trägt, liegt an dem Samen, den wir im Winter gesäht haben.
Liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
nachdem wir nun den Februar mit Algiz und Gebo hinter uns gelassen haben, wird es Zeit, mit den Monatsrunen Ansuz und Jera den weiteren Weg in diesem Jahr zu beschreiten.
Runengedicht:
Der Mund ist Herr aller Worte, Stütze der Weisheit und Helfer der Weisen, Hoffnung und Freude der Edlen.
Ansuz ist die Rune des Empfangens und Ausdrückens von spiritueller Macht und göttlichem Wissen. Die Kraft wird direkt von den Asen empfangen und in uns Menschen transformiert. Sie verkörpert das Medium durch welches göttliches Wissen und runische Weisheit empfangen wird. Sie ist die Rune des Wortes, des Gesangs, der Dichtkunst und der magischen Beschwörung. Ansuz verkörpert die magische Kraft der Vorfahren, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Durch diese Rune kann die Verbindung zwischen den Göttern und uns wieder bewußt gemacht werden. Die beiden Runen Thurisaz und Ansuz halten das kosmische Gleichgewicht aufrecht. Thurisaz als Prinzip des Chaos und Ansuz als Gesetzmäßigkeit der Ordnung.
magische Wirkung:
- Steigerung sowohl der aktiven wie auch der passiven magischen Kraft, der hellseherischen Fähigkeiten. - Überzeugungskraft und Magnetismus des sprachlichen Ausdrucks, Macht der Suggestion und Hypnose - Erlangen von kreativer Weisheit, Inspiration, Ekstase und Kommunikation mit dem Göttlichen - Verbannung von Tod und Furcht durch das Wissen um Odin
Runengedicht:
Die Ernte ist die Hoffnung der Menschen, wenn Gott, der Herrscher des Himmels, die Früchte der Erde den Armen und Reichen gibt.
(Hier ist in dem Altenglischen Gedicht deutlich christlicher Einfluss zu Bemerken)
Jera verkörpert das Mysterium des zwölfgeteilten Zyklus des jährlichen Sonnenumlaufs. Sie stellt die Belohnung für ehrenhaftes, rechtmäßiges und den Gesetzen der Natur entsprechendes Verhalten in der Vergangenheit dar. Wenn der Same richtig gesät wird, und das Glück mit Dir ist, wird die Ernte reichlich ausfallen. Jera ist der Genuss der Früchte wohlüberlegter Bemühungen zur Erreichung eines bewußt oder instinktiv gewählten Zieles. Der altnorwegische Name ár weist uns auf den Adler als ein Symbol des schnellen Fluges der archetypischen Sonne hin.
magische Wirkung:
- Fruchtbarkeit und Kreativität - Frieden und Harmonie - Erleuchtung - Begreifen der zyklischen Natur - Manifestation anderer Konzepte in der sichtbaren Welt
Unter der Wirkung dieser zwei Runen, wird dies sicher ein Monat, in dem wir, die Gelegenheit erkannt, sehr viel erreichen können um eine erträgliche Ernte einzufahren. Durch die Magie der Sprache erhalten wir die Möglichkeit Dinge zu Bewegen, die uns durch Jera wieder in mehrfacher Form zukommen werden. Lassen wir unter diesem Gesichtspunkt keine Gelegenheit aus, die Sprache für uns zu nutzen, den Odin unterstützt uns dabei.
also auf mich wirkt das ein wenig wie ein Wettbewerb. Die letzten Monate wart Ihr Euch irgendwie einig. Der eine macht `ne generelle Erklärung der Andere geht speziell auf die magische Bedeutung ein. Das Ding hier sieht aus wie bei Wim Thölke. (Wer hat die besseren Symbole??)
Sorry, aber so gefällt mir das nicht Ist aber nur so mein persönliches Empfinden
bitte entschuldige, falls das wirklich so rübergekommen sein sollte. Natürlich möchten wir keinen Wettstreit wegen den Symbolen vom Zaun brechen. Hatte mir nochmals meinen Beitrag vom Februar angesehen und mir gedacht, sieht irgendwie Nackt aus ohne Bilder. Und die gleichen wie Ansuz wollt ich auch nicht nochmal Einbinden. Würde doch auch komisch aussehen . Ich hoffe Du kannst mir das verzeihen .
Wenn ich mir erlauben darf, würde ich gerne eine andere Meinung für die Monatsrunen äußern. Ich empfinde mehr die Ansuz Rune für den Herbst. Der Herbst ist die Jahreszeit, wann Wodan mächtig herrscht (wilde Jagd, Totenkult, herbstlicher Wind,...). Es ist auch eine Zeit zur Besinnung und zum Studium, was auch zur Ansuz Rune passt. Die Jera Rune sehe ich mehr zur Weihnachtszeit passend. Runeninschriften beweisen, daß man damals einen "guten Rutsch" wünschte, indem man einfach die Jahresrune (Jera) einritzte. Die Form der Rune stellt auch eine Teilung dar, dies könnte natürlich die Teilung des Jahres sein. Was haltet ihr davon?
Liebe Rabenvoegel seyd gegruesset, wenn ich es noch darf, trotz schlimmer Verletztetheit des Hathuwolfe.Eine hervorragende Däutung! Hathuwolfes Einwand sey berechtigt, doch von tiefem Wissen sprechen auch Eurere Worte. Phoenix.
Ich würde eher Fehu, Bjarkan, Laukaz, oder sogar Sowilo für diesen Monat sehen. Also Runen, die mit Wiederbelebung der Natur, Wachstum oder Fruchtbarkeit zu tun haben. Diese würden eigentlich auch für den ganzen Frühling passen. Was denkst du darüber?
Laukaz im Sinne des Lauchs ist auch eine Rune der Fruchtbarkeit. Als Lögr sehe ich die Rune sogar wie das befrutende Wasser. Wie siehst du Laukaz? Liebe Grüsse Hathuwolf
Laguz versinnbildlicht für mich durch seinen Wasser-Bezug zum einen den Ursprung sämtlichen Lebens, zum anderen ist sie für mich die Rune der Emotionen, denn so unergründlich wie das Wasser selbst steht Laguz für die tiefen und zum Teil verschwommenen und irrationalen Bereiche unseres Selbst, der sämtliche Sehnsüchte, Gefühle, Träume, Leidenschaften und Stimmungen miteinschließt.
Was du über Laguz sagst ist zutreffend und sogar schön. Ich habe in mein Wörterbuch der Symbolen geschaut, und da steht hauptsächlich für Wasser : - Lebensquelle und Befruchtung - Mittel der Purifikation, der Reinigung - Regeneration, Wiederbelebung
Das Wasser ist die Materia Prima (Urmaterie) und so bestätigen es auch unsere heidnische Mythen. Die Riesen des Feuers (Muspelheim) und die Eisriesen (Nifelheim) trafen zusammen und bekämpften sich, und so entstand die Lebensquelle : das Wasser. Da die Rune auch Laukaz (Lauch) genannt wird, ist zu vermuten, dass der Aspekt der Befruchtung und des Wachstums damit betont wurde.
Auf jeden Fall würde ich sagen, dass wir beide Recht haben, und unsere Erklärungen sich ergänzen.
es ist wirklich interessant, Eure Gedanken zu verfolgen. Nun haben die Monatsrunen doch noch den Weg gefunden, für den sie ursprünglich in diesem Forum gedacht waren. Zum Austausch über die Runen anzuregen und somit ein tieferes Verständnis über die Runen zu erlangen.
Wir haben in diesem Forum keinen ursprünglichen Runenkalender gewählt, da er auf unsere Zeit und den heutigen Kalender nicht mehr richtig anwendbar gewesen wäre. Im übrigen kommen die ältesten Runenkalender aus dem 12. Jahrhundert. Die Germanen waren zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr so richtig "Up to Date".
Der Kalender, der unserem Forum zugrunde liegt, gründet sich auf eine Arbeit von "Gardenstone", der damit versucht hat, Stunden, Tage und Jahre auf die Runen zu übertragen und somit zu einem tieferen Verständnis der Runen zu führen. Dies kann natürlich nur dann funktionieren, wenn man auch eigene Gedanken und Empfindungen einfließen lässt. Den Anfang habt Ihr beide nun gemacht und ich bin sehr zuversichtlich, dass es nun noch viele weitere interessante Gespräche geben wird.
Liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
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