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Dieses Thema hat 37 Antworten
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 Die Runen
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Hathuwolf Offline

Rabe


Beiträge: 81

20.03.2006 18:39
#31 RE: Runeninschriften antworten

Hallo Garm,

Bin mit deinen Erklärungen zu Frieden. Bloss bin ich mir nicht so ganz sicher, dass es eine derartige Zahlenkunde bei den Germanen und Vikingern gab. Könntest du mir Lektüre oder andere Referenzen darüber empfehlen? Edred Thorsson ist eine gute Referenz finde ich. Ich lese ihn auch gerne. Aber die Zahlenkunde, die er verwendet, ist ganz klar aus der Kabbala entnommen und entspricht nicht einer bekannten Zahlenkunde der Germanen. Ich muss selbst in meine Bücher suchen, was darüber steht.

Dass es sich um ein Liebeszauber mit der Inschrift von Soest handelt, nach euren Erklärungen, steht mir nun klar.
Danke euch.

Liebe Grüsse
Hathuwolf

Hathuwolf Offline

Rabe


Beiträge: 81

23.03.2006 16:35
#32 RE: Runeninschriften antworten
Hallo Runenfreunde,

Hiermit die nächste Runeninschrift. Es ist eine ziehmlich berühmte Runeninschrift, und zwar das Amulett von Lindholm (Schweden). Sie wurde um das Jahr 530 datiert. Diese Runeninschrift ist sehr interessant, weil sie ein sehr gutes Beispiel der Archäologie ist, für die magische Verwendung (oder sagt man Anwendung?) der Runen. Unsere Vorfahren haben damit bewiesen, dass man die Runen für ihren magischen Wert benutzt hat, und dabei auch die Magie der Zahlenkunde eingesetzt hat.

Inschrift :
Ek ErilaR sa wilagaR ha(i)teka =>24 Runen wenn man mit dem fehlenden I ergänzt
aaaaaaaa RRR nn[n] bmu ttt :alu: =>24 Runen wenn man den vermuteten N hinzufügt.

Übersetzung :
Ich der Eruler (Runenkundige), der Listenreiche heisse ich
8 mal die Rune von Wodan (Ansuz); 3 mal die Rune des Schutzes (Algiz); 3 mal die Rune der Not (Naud); Mutter-Erde; Mensch; Auerochse und dessen ungezähmte Kraft; 3 mal die Rune des Sieges (Tiwaz); Alu das bekannte Wort für "Magischer Schutz".

Wie interpretiert ihr diese Inschrift? Hiermit glaube ich euch noch mal etwas Arbeit gegeben zu haben...

Heidnische Grüsse
Euer Hathuwolf

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.161

23.03.2006 19:17
#33 RE: Runeninschriften antworten

Hallo Hathuwolf,

das ist wieder einmal eine dieser Runeninschriften, die ich am liebsten am Wochenende Morgens um 05:30 bei einer Kanne Kaffee vor dem Rechner betrachte und sie mir dann durch den Kopf gehen lasse.

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Hathuwolf Offline

Rabe


Beiträge: 81

23.03.2006 19:25
#34 RE: Runeninschriften antworten

Viel Spass dabei Ansuz

Liebe Grüsse

Hathuwolf

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.161

26.03.2006 10:51
#35 RE: Runeninschriften antworten

Hallo Hathuwolf,

nachdem ich schon gestern darüber nachdachte und Heute (mit Sommerzeit ) wieder davorsitze, will ich gern meine unvollständigen Gedanken dazu schreiben.

In Antwort auf:
8 mal die Rune von Wodan (Ansuz);

Die achtmalige Anwendung der Rune Ansuz läßt darauf hinschließen, dass diese Formel auch im Galdrsang (phonetisch) gesprochen wurde. Die achtfache Wiederholung wird und wurde in der Runenmagie dafür genutzt. Der Formel einen gewissen Nachdruck zu verleihen . Gleichzeitig sehe ich aber auch einen Zusammenhang zum ersten Aett (erste Acht von DREIEN der Gesamtzahl 24)
In Antwort auf:
3 mal die Rune des Schutzes (Algiz);

Die drei als Zahl in der nordischen Mythologie erklärt sich von selbst. In der Runenmagie ist es üblich die dreimalige Wiederholung der einzelnen Rune zu verwenden um den dynamischen Prozess der Formel in Gang zu setzen. Algiz als Schutzrune sehe ich hier auch, aber kann es sich dabei nicht auch um einen Menschen handeln, der den Schutz des Asen erbittet?

Durch die Formel ALU und die Gesamtsumme der Runen und meine Intuition meine ich, dass der Runenkundige und Listenreiche mit diesem Amulettstück um den Schutz der Götter (in diesem Fall Odin) und um ein langes Leben gebeten hat. Er wollte durch den Runenkosmos das Zentrum der Macht fühlen. Das Amulett sollte ihm den rechten Blick (Tiwaz) für seinen Weg (oder den Weg des Trägers) aufzeigen.

Ich betone nochmal, dass dies meine ganz persönliche Meinung und unvollständige Sichtweise ist. Ich freue mich aber schon auf die weiteren Interpretationen.

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.161

28.03.2006 18:44
#36 RE: Runeninschriften antworten

Hallo Garm, hallo Hathuwolf,

In Antwort auf:
ist ganz klar aus der Kabbala entnommen und entspricht nicht einer bekannten Zahlenkunde der Germanen. Ich muss selbst in meine Bücher suchen, was darüber steht.

Ich habe nun eine ganze Weile damit zugebracht, mir Mutmaßungen über runische Zahlenkunde durchzulesen. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so ganz sicher ob es eine reine runische Zahlenkunde der Germanen überhaupt gibt, oder ob uns tatsächlich nur eingefärbte Ergebnisse und Interpretationen bekannt sind.

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren.

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Hathuwolf Offline

Rabe


Beiträge: 81

29.03.2006 00:04
#37 RE: Runeninschriften antworten

Hallo Ansuz,

Ich bin mit deiner Erklärung doch sehr zu frieden. Was die Kabbala betrifft, muss ich schon sagen, dass ich kein Zusammenhang mit der Runenkunde unserer Vorfahren feststellen kann. Kabbala gehört der Kultur eines fremden Volkes, die damals kein Kontakt zu den Germanen hatte. Aber das Amulett von Lindholm gibt uns doch den Beweis, dass eine Art von "einheimischer Zahlenkunde" es doch gab. Sonst hätte der Runenmeister ja nicht so genau auf das Ergebniss der Zahlen geachtet (8 mal die Rune Wodan, usw...). Ich glaube aufgrund dessen, dass die Zahlenkunde der Germanen sich auf die Grundzahlen (3, 8, 9 vor allem) bezieht, weil diese bestimmte Zahlen, Zusammenhänge mit der germanischen Götterwelt hatten (und haben...).

Wenn es um eine genaue Bedeutung der Runeninschrift von Lindholm geht, kann man natürlich nur vermuten, da der Runenmeister sicher etwas bestimmtes hinter dem Kopf hatte, aber seine persönliche Geschichte fehlt uns, um das so genau zu deuten können. Deine Interpretation hört sich ganz logisch und vernünftig an. Was sicher ist, ist, dass der Runenmeister hier die Kräfte von Wodan und Ziu hervorruft, und das mit einem magischen Zusammenhang.

Die Runen BMU (Mutter-Erde, Mensch, Auerochse) sind wesentlich schwerer zu deuten, da diese Runen, vor allem mit der Anwesenheit von Mannaz, sich warscheinlich auf den betroffenen des Runenzaubers bezieht.

Mit freundlichem Gruss
Und bis zur nächsten Runeninschrift

Hathuwolf

Hathuwolf Offline

Rabe


Beiträge: 81

06.04.2006 21:01
#38 RE: Runeninschriften antworten
Hallo liebe Raben,

Hiermit die nächste Runeninschrift. Sie stammt aus Norwegen und ist um 720 unserer Zeitrechnung datiert. Es ist der Stein von Eggja.

Und hiermit die Inschrift in modernen Buchstaben:

Und nun die Übersetzung:

Liebe Grüsse
Hathuwolf

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