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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Götter
Seiten 1 | 2
Sigurd Offline

Altrabe


Beiträge: 1.900

23.03.2006 18:13
Gott Wotan antworten

Ich habe folgendes über den Allvater Wotan im Netz gefunden, was ich Euch nicht vorenthalten möchte:


Wotan ist ein sehr dunkler und undurchdringlicher Gott. Er ist der Gott des Krieges, des Todes, der Wut und Extase, aber auch der Magie, Sprach -und Dichtkunst. Er ist der Allvater, Herr Asgards und König der Götter. Er ist der Sohn von Burr und Bestla, seine Brüder sind Vile und Ve. Er hat viele Kinder und seinen Erstgeboren zeugte er mit der Riesin Jord. Es war Thor der Donnergott der als erstes geboren ward als Sohn Wodans. Auch mit dem Weibe Rindr hatte er ein Sohn namens Vali. Daraufhin hatte er Frigg als Frau mit und ihr zeugte er Balder, Heimdall, Tyr, Bragi, Widar und Hodur.
Wotans nebliges Wesen kann man schon an den über hundert Namen erkennen. Die Namen des Windgottes lauten:


Odin, Othinn, Oshinn, Wodan, Wotasn, Votan uvm. (um nur einige zu nennen. Er hat ca. 100 verschiedene Namen.


Ein hervorstechender Bestandteil des Gottes Wotan sind seine drei Aspekte die er vertritt: Der Krieger, der Schamane und der Wanderer. Odin war einst ein junger und unerfahrener Gott. Seine drei Aspekte nahm er im Laufe der Zeit an, in der er lernte zu herrschen. Vor Äonen war er der Krieger der gegen die Kinder Ymirs kämpfte und mit seinen Brüdern diesen töteten. Der kriegerische Aspekt tritt des öfteren auf, jedoch hauptsächlich am Anfang und am Ende des Weltenzeitalter. Manche Leute vertreten die Theorie das die drei immer wiederkehrenden Namen Odin, Wotan und Wodan Namen seiner Aspekte wären und die Aspekte seperate Wesenheiten sind. Dass würde heißen es gäbe die Gottheiten: Odin der Schamane, Wotan der Kriegsfürst und Wodan der Wanderer. Ich halte diese Theorie für Unsinn und sage, dass diese Namen regionale Unterschiede sind: In Skandinavien Odin, in Deutschland Wotan und im westlichen Europa Wodan. Auch gibt es die Theorie, das Wotan mit der Zeit ein anderer Gott wurde. Einst war er Allvater der makellose Herr der Himmelsburg Asgard, der all durchdringende Geist. Später heißt es, Wotan habe sich verschuldet und war nicht mehr der Makellose Asen-Tyr. Er wurde zu Walvater dem auch manchmal durchtriebenen Kriegsgott. Diese Theorie ist schwer zu belegen aber auch nicht zu wiederlegen, von daher werden wir sehen, was die Zeit uns für Erkenntnisse bringt.... . Zu Wotans Wesen lässt sich sagen, das er ein ruheloser Geist ist, mit einem von Sorgensgedanken durchfurchtem Gesicht. Wotan, der sagte: "wer die Welt regieren will, der muss sie zu verstehen wissen.", ist auf ständiger Suche nach Wissen und sein Drang nach Wissen und Weisheit ist so stark, das er weder Leben noch anderes scheut aufzugeben, um diese zu erlangen. Hier will ich nun ein paar Beispiele aufführen, die zeigen, welch wissensdurstiger Geist Wotan ist.
Wotan hörte von einem Riesen namens Mimir, der in Jötunheim an einer Quelle lebt, von der er die Weisheit trinkt, die ihn so Klug macht. Als Wotan das hörte, fing das Feuer in ihm an zu brennen, Weisheit zu finden, denn wie Wodan sagt:" Wer die Welt regieren will der muss sie auch verstehen." Wodan beschloss als weisestes und klügstes Wesen in allen Welten zu gelten und dafür würde er alles tun. So riss er sich auf Wunsch von Mimir an dessen Quelle ohne zu zögern ein Auge aus, um aus ihr trinken zu dürfen und Weisheit zu erlangen.

Eine weitere Geschichte berichtet davon, wie er loszog die Riesin Gunlöd zu verführen, um Odroerir den Dichtermet zu bekommen.
Nach dem Asen-Wanen Krieg spuckten die Götter als Zeichen der Versöhnung alle in einen Topf und formten daraus das Wesen Kwasir, welches auf jeden Frage eine Antwort wusste. Doch wurde Kwasir getötet von den beiden Zwergen Fjalar und Galarr, die sein Blut mit Honig mischten und so ward er Met geschaffen. Sie füllten den Met in zwei Gefäße namens Són und Bodn sowie in den Kessel namens Odroerir. Dieser Kessel war nach einer weiteren blutigen Geschichte im Gewahrsam der Riesin Gunlöd. Am Ende gelang es Wodan durch List und Tücke alle Gefäße zu leeren, um die ganze Weisheit zu erlangen. Man sieht, Wotan scheut keine Opfer und keine Mühen diese zu bekommen. Jedoch zeigen diese Geschichten auch, das Wotan nicht der allwissende Lehrer der Welt ist sonder auch ein Schüler des Lebens.

Diese folgende Geschichte beweist den schamanistischen Weg Wotans, denn Wodan ist auch der Gott der Selbsteinweihung und Extase. Diese geschichte erzählt den wohl bekanntesten Einweihungsritus in höheres Wissen.
Einst, als Wotan die Nornen aufsuchte um zu erfahren wie es um sein Schicksal steht und was es mit der Weltenesche Yggdrasil auf sich hat, sagten ihm die Nornen: Wer Yggdrasil versteht, der verstünde der Welten Geschehen, denn überlege Wotan, sagten sie, bei den Menschen in Midgard bist du bekannt als Ygg und Pferd bedeutet Drasil, fügst du nun beide Namen zusammen, so entsteht das Wort Yggdrasil, Wodans Pferd. Reise auf Yggdrasil und du wirst sehen. Daraufhin ging Wotan zum Baume Yggdrasil, rammte sich den Ger zwischen die Rippen und hang sich in Yggdrasil für neun Nächte und neun Tage auf. Er reiste zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten. Er verweigerte Speis und Trank, und so erfuhr er um die Runen. Er lernte die 24 Runen und 18 Zauberlieder mit denen er vermochte Stürme zu lindern und Feuer zu entfachen. Am neunten Tage stieg er hinab und wusste um die Kraft der Runen, so ward er zum Schamanen der es verstandt den Wind zu beherrschen, die Toten um Rat zu fragen und vieles mehr. Auch lernte er viel von der Wanen-Göttin Freya. Wotan ist bekannt für seine Freude an der Liebe und am Kampfe. Wenn seine Raben Hugin und Munin ihm flüstern von einer Schlacht seiner Söhne in Midgard, so springt Wotan freudig auf, nimmt seinen Speer Gungnir und reitet auf Sleipnir zur Schlacht, um sich an ihr zu erfreuen. Und viele Liebschaften hatte er, doch einst erkannte er durch das weise Wort Freyas, welche Macht die Liebe eigentlich hat. Er dachte sich, vielleicht übersteigt sie auch alle ihm bekannten Mächte......

( Quelle: wotanskult.de)

Liebe Grüße
wotan28


Vorurteile sind bequemer,
als zu lernen, andere besser zu verstehen!!!

(Sigurd W.)

Laerd Offline

Rabe


Beiträge: 464

02.05.2006 21:40
#2 RE: Gott Wotan antworten

Hallo wotan28!

Toller Post, vielen Dank für deine Mühe, diesen hier einzutragen!
Allerdings dürften die meisten hier Wotan doch zur Genüge kennen.
Aber dankeschön, das ein oder andere nimmt man sich noch mit!
So sei es
Gruß Laerd

__________________________________________________

Let the world hear these words once more:
"Save us, oh Lord, from the wrath of the norsemen!"

brannon ( gelöscht )
Beiträge:

02.05.2006 21:57
#3 RE: Gott Wotan antworten

seid gegrüßt laerd

(sry wenn off-topic) hey leard...ich denk, dass dieser post für die Neu-ankömmlinge dieses forums sehr gut ist! nicht jeder ist so ein germaene-freak wie wir!

sei gerüßt wotan28

nicht schlcht der post! einiges daraus kannte ich auch noch nicht!

vale brannon

du BIST was du warst ~ du WIRST SEIN was du TUST

schnitzer Offline

Altrabe


Beiträge: 822

23.03.2008 03:11
#4 RE: Gott Wotan antworten

Hallo Wotan

Wotan ist ein Name für Odin, so wie du das oben geschrieben hast.
Und Odin hat Recht wenn er sagt, das die Liebe die größte aller Mächte wäre.

Ich kenne eine Geschichte von Odin als Oski. Oski der Wunschgewährer.

Wer Oski anbetet wird seine Wünsche erfüllt bekommen. Aber Vorsicht, wer zu Oski betet, könnte geprüft werden.

So geschah es einem König einst in Midgard, das er einen Wunsch an Oski gesendet hatte.
Oski nicht dumm, schickte seine Nornen los, um dem König zu flüstern, das ein böser Magier kommen wird und an des Königs Burgtor klopfen würde.

Der König bekam Angst und verstärkte die Torwachen.

Dann eines Tages kam ein Wandersmann mit Schlapphut und blauem Mantel bekleidet zur Burg und klopfte an das Tor.
Der König aber ließ den Wandersmann festnehmen und setzte ihn an einen Pflock gebunden zwischen zwei Feuer, die Tag und Nacht brannten.
Schnell wurde dem Wanderer warm und er hätte gerne den Mantel ausgezogen, aber der König ließ das nicht zu und quälte den Wanderer mit unangenehmen Fragen, "wieso der Zauberer als Wanderer verkleidet gekommen wäre, was er so im Schilde führte." Aber Oski hat nichts verraten. Der König fing dann an, den Gefangenen mit Schwertstichen zu peinigen.
Und es gab nichts zu essen und zu trinken.
Gesagt hat der Gefangene aber immer noch nichts.

Nachts aber, wenn der König schlief, kam der Knecht des Königs und brachte dem Gefangenen Met um die Lippen anzufeuchten und er gab ihm Brot, um bei Kräften zu bleiben. Viel mehr konnte der Knecht nicht machen.

Dann, nach 9 Tagen und 9 Nächten offenbarte Oski sein wahres Gesicht.
Als der König ihn erkannte, erschrak er furchtbar und wurde krank. Er konnte sein Königreich nicht mehr regieren und starb.
Der Knecht jedoch, der dem Gefangenen Met und Brot gab, wurde reich beschenkt und regierte ab dann das Königreich.

Wer verurteilt kann sich irren, wer verzeiht irrt nie!

Ihwar Offline

Altrabe


Beiträge: 2.163

23.03.2008 09:48
#5 RE: Gott Wotan antworten

Hallo Schnitzer

In der Liederedda (Grimnirlied) geht die Geschichte ein wenig anders. Da kommt Odin an Geirröds Hof um ihn zu prüfen. Er nennt sich Grimnir, antwortet aber nicht auf weitere Fragen. Der verblendete König hält den Mann für einen bösen Zaubererer, da kein Hund sich an ihn wagt. Er setzt ihn zwischen die Feuer um ihn zum sprechen zu zwingen, doch Grimnir schweigt acht Tage und Nächte. Es ist hier Agnar, der zehnjährige Sohn des Königs, welcher ihm Speis und Trank bietet. Am neunten Tag -so berichtet die einleitende Prosa weiter- spricht Grimnir: ...

Nun folgt eine Anzahl von "Wissensstrophen", welche beinahe das ganze mythologische Weltbild in groben Zügen umreißen. So werden zuerst die 12 Himmelsburgen gennannt, danach kommt Odin auf Wallhall zu sprechen. Weiter werden die Geiß Heidrun, der Hirsch Eichdorn, die Kerlaugen Körmt und Örmt, sowie eine ganze Reihe Pferdenamen erwähnt.
Dann kommt die Rede auf drei Wurzeln der Esche Yggdrasil, das Eichhörnchen Nagezahn, die Hirsche in der Weltesche, die Würmer an den Wurzeln. Weiter geht es gleich mit einer Anzahl Namen jener Walküren welche in Wallhall bedienen, gefolgt von den Namen der Sonnenpferde, so wie der Wölfe die sie verfolgen. Kurz kommt die Sprache dann auf die Weltschöpfung. Es folgt eine Strophe die auf die Ursprünglichkeit einger Dinge hinweist und die ich hier in der Übersetzung von genzmer wiedergeben möchte:

Die Esche Yggdrasil
ist der erste der Bäume,
doch Skidbladnir der Schiffe,
der Rater Odin,
der Rosse Sleipnir,
der Brücken Bilröst,
doch Bragi der Skalden,
der Habichte Habrok,
doch der Hunde Garm

Daraufhin folgen die Strophen in denen Grimnir sich allmählich als Odin zu erkennen gibt indem er einige seiner vielen Beinamen aufzählt, Geirröd zurechtweist und ihm seinen Tod voraussagt. In der letzten Strophe nennt Odin endlich seinen Namen:

Odin heiß ich jetzt,
hieß einstmals Schrecker,
hieß vor Zeiten der Zürnende,
Einschläfrer, Feßler:
mich dünkt, daß alles dies
einzig mich nur meint.

Und der Prosatext schließt nun folgendermaßen:

König Geirröd hatte dagesessen, das Schwert, halb gezückt, über den Knien. Als er aber hörte, daß es Odin war, sprang er auf und wollte ihn vom Feuer wegnehmen. Da glitt ihm das Schwert aus der Hand, der Knauf nach unten: der König stolperte und stürzte darein, das Schwert ging durch ihn durch: das war sein Tod. Jetzt verschwand Odin. Aber Agnar wurde König im Lande und herrschte lange. (Übers. Genzmer)

Ich finde dieses Lied sehr lehhreich. Zum einen hat es natürlich einen moralischen Aspekt. König Geirröd lässt sich von Furcht und Vorurteil lenken, so dass er das Gebot der Gastfreunschaft mißachtet. -Einzig, weil die Hund sich nicht an den Gast wagen, ohne vorher nachzudenken, was für Gründe das noch haben könnte. Sein junger Sohn ist da viel weniger voreingenommen.
Zum anderen ergibt sich durch die Aufzählung der 12 Himmelsburgen, wo auch deren Bewohner genannt werden, ein der uns bekannten Astrologie ähnliches System.
Und im übrigen ist das genze Lied einfach ein wunderbares Merkgedicht...

Ihwar

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Nur weil man an etwas glaubt, heißt das noch lange nicht das es wahr ist.
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.--.-.-.

Isa ( Gast )
Beiträge:

23.03.2008 11:21
#6 RE: Gott Wotan antworten

Hmm... Liebe ist Macht. Macht wird ohne Weisheit mißbraucht! Man denke nur an...unaussprechliche Dinge. Es gibt viele Mächte und Weisheit ist Werkzeug diese Macht gescheit zu verwenden. Liebe in Ehren, aber ohne Weisheit ein leichtes Werkzeug Dummer oder auch Böser. Ein Böser kann intelligent sein, aber wäre er weise wäre er nicht böse. So sehe ich das. Danke für die tollen Texte.

Zum Gruße euer Isa--- ganz oder gar nicht

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.432

23.03.2008 11:32
#7 RE: Gott Wotan antworten

Hi Isa,
hier kommt was von Lao-tse Tao te king....Liebe ist die Größte Kraft !!!

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Nichts kann ohne Liebe sein...denn Liebe ist die größte Kraft.

"Heilig"wird immer groß geschrieben

Isa ( Gast )
Beiträge:

23.03.2008 13:28
#8 RE: Gott Wotan antworten

@aettna. Liebe ist eine Art zu leben. Manche lieben es sich ins Fleisch zu schneiden. Manche lieben härte zeigen zu können. Viele lieben sogar die Liebe zu hassen!!! Liebe ist wichtig, aber auch Ansichtsache. Ich bin kein Liebesfanatiker wie man sicher merkt...aber mehr schreib ich zu dem Thema auch nicht, weil mir die Liebe oft egal ist. Und weißte was? Zum Glück!!! Haha!

Zum Gruße euer Isa--- ganz oder gar nicht

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.432

23.03.2008 13:34
#9 RE: Gott Wotan antworten

ichliebeundichliebundichliebeundichliebe..lieberalsesnichtzutun...mir geht`s dann einfach besser..Schmatzer...aettna

"Heilig"wird immer groß geschrieben

Ihwar Offline

Altrabe


Beiträge: 2.163

23.03.2008 16:50
#10 RE: Gott Wotan antworten

In Antwort auf:
ichliebeundichliebundichliebeundichliebe..lieberalsesnichtzutun...mir geht`s dann einfach besser..Schmatzer...aettna


...jetzt krieg ich Angst.....

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Nur weil man an etwas glaubt, heißt das noch lange nicht das es wahr ist.
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.--.-.-.

schnitzer Offline

Altrabe


Beiträge: 822

24.03.2008 00:26
#11 RE: Gott Wotan antworten

Hi Ihwar

Ich danke dir für die sehr ausführliche Geschichte. Ich muß zugeben, das ich nur mal davon gehört habe und es so schön fand, das mir die Geschichte so in Erinnerung geblieben war.
Ich versuche seit langer Zeit, genau das zu leben und es funktioniert meistens ganz gut.
Das sich meine Geschichte etwas vom Original unterscheidet, ist der Preis der "Stillen Post". Man hört was und erzählt es weiter, immer mit einem Teil von sich selbst reininterprätiert. Im realen Leben ist es bei mir so, das ich zum Beispiel Abends auf einem Mittelaltermarkt an meinem Lagerfeuer sitze und unser Abendessen grille.
Wenn dann ein Gast sich zu uns setzten will, ist er herzlichst willkommen und wird ganz sicher von unseren Speisen abbekommen. Wenn er dann noch etwas bleibt und vielleicht eine schöne Geschichte erzählt, sehe ich das als gelungenen Abend der mir viel Freude gebracht hat.
Jemanden wegen seines Aussehens oder weil Hunde ihn ablehnen, zu missachten, wird mir niemals einfallen. Auch Hunde irren sich.

Isa...Liebe ist Macht, das stimmt. Aber wer nicht liebt, kann auch nicht weise sein.
Deswegen sind die Menschen leicht zu durchschauen, die ihre Macht ohne Liebe anwenden. Irgendwann wird diese lieblose Macht sie zu Fall bringen.
Und was viele Menschen als Liebe bezeichnen, ist in Wirklichkeit etwas ganz anderes.
Wer es "liebt" sich ins Fleisch zu schneiden, ist in Wirklichkeit hoffnungslos, spürt seinen Körper nicht und will sich endlich mal wieder spüren. Er will damit vielleicht Schmerzen aus der Vergangenheit aufarbeiten. Ich kenne das von mir selbst. Nur hab ich nicht wahlos rumgeritzt, sondern ich habe mir selbst tiefste Tätowierungen gemacht und diese wenigstens teilweise mit Salzsäure wieder weggeätzt. Ich bin auf die Strasse gegangen und habe mir einen Typen ausgesucht, der größer war als ich und den hab ich verprügelt. Schön war es, wenn er sich gut gewehrt hatte.
http://www.maja-langsdorff.de/ess_svv.htm

Das Gedicht von aettna hat alles gesagt.
Wer daran zweifelt, hat noch nie geliebt und derjenige weiß auch nicht, was Liebe ist.
Und das Gedicht lässt jeden erkennen, der einem erzählen will, das er dich liebt, obwohl es eine Lüge ist.

Wer verurteilt kann sich irren, wer verzeiht irrt nie!

Isa ( Gast )
Beiträge:

24.03.2008 11:35
#12 RE: Gott Wotan antworten

Hey. Auch mir kommt diese Geschichte mit dem Egokoenig oft in den Sinn, der in sein eigenes Schwert strauchelt. Mir ist da einfach klar, dass Odin dafuer sorgte, dass ein anstaendiger Koenig auf den Thron kommt. Und das mit der Liebe: Meist glaubt ein Schlaeger schneller an die Liebe, als ein Geschlagener!...

Zum Gruße euer Isa--- ganz oder gar nicht

Ninjafay ( gelöscht )
Beiträge:

24.03.2008 18:30
#13 RE: Gott Wotan antworten

Hi Isa,

ein Geschlagener wird auch oft zum Täter....egal ob gegen sich selbst oder gegen andere...
So gesehen müssen beide...der Schläger und der Geschlagene sehr viel über die Liebe lernen.

Mir ist bisher kein Fall bekannt, wo der Täter nicht selbst einmal Opfer war. Täter werden produziert und Opfer auch.
Nichts davon ist gesund oder liebevoll.

Ein Opfer leidet, ein Täter quält. Beides ist keine Liebe. Liebe heißt eher gut für sich zu sorgen ohne Rücksichtslos zu sein, da muß ich auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich etwas für mich tue und ich muß andere dabei nicht verletzten, denn dann ist es keine Liebe mehr.
Liebe beinhaltet ein gesundes Maß und ist kein Absolutismus wie schwarz und weiß, gut und böse. Liebe stellt das natürliche Gleichgewicht der Dinge dar. Liebe ist das verbindende und einende Element zwischen den Gegensätzen, die auf dieser Welt existieren.

Liebe ist bunt wie der Regenbogen und wunderschön. Sie ist der eine Regenbogen, der aus so vielen Farben besteht...und würde eine dieser Farben fehlen, wäre es nicht mehr der Regenbogen.
Wie die Regenbogenbrücke kann die Liebe selbst verschiedene Welten verbinden und macht eine daraus.

Es gibt verschiedene Menschen, verschiedene Kontinente und verschiedene Kulturen und ist es eine Erde, die unser zu Hause ist.
Auch das ist Liebe, das zu verstehen und im eigenem Leben auszudrücken.

Aettnas Gedicht und die Geschichte über Wotan zeigen dies.
Wotan selbst verurteilte den König nicht, er prüfte ihn, somit hatte auch der König im Grunde seine Chance.
Er selbst hat durch seine Handlungen sein Schicksal bestimmt.
Es hat ihn niemand gezwungen zu handeln wie er es tat, er hätte auf sein Herz hören können, er hatte stets die Wahl.....
Er hat sich in die irre leiten lassen, weil er dachte wie er dachte .........

@ alle Raben....
ich danke Euch für die Beiträge. Sie erfüllen mich mit Freude, wenn ich sehe, das auch andere Menschen dies verstehen und leben, zumindest versuchen ihr bestes zu geben.
Mögen Euch die Götter segnen.

Ninjafay

schnitzer Offline

Altrabe


Beiträge: 822

24.03.2008 23:47
#14 RE: Gott Wotan antworten

In Antwort auf:

Ein Opfer leidet, ein Täter quält.


Das kann man so nicht generell sehen, denn es gibt Menschen, die so lange provozieren, bis sie Opfer werden. Sind sie dann Opfer, fühlen sie sich wohl, weil sie das bekommen, wonach sie sich so sehr sehnen, Aufmerksamkeit!
Genau so kann es sein, das sich ein Täter selber quält, weil er etwasd macht, was er garnicht will, aber sein innersates zwingt ihn zu den Taten. So gibt es Kleptomanen, die klauen alles und jeden Mist, selbst wenn sie den Krempel garnicht brauchen. Oder diese Pedophilen...sie haben den sexuellen Zwang, es mit Kindern machen zu müssen. Deswegen sind sie niemals therapierbar. Viele Kinderschänder leiden darunter. So kann es sein, das der vermeintliche Täter auch nur ein Opfer ist.

Was mir die Geschichte von Odin und den König sagt ist, das man niemals auf das hören soll, was einem andere über jemanden sagen. Man soll sich immer sein eigenes Bild machen.
Nicht jeder kommt mit jedem aus und wenn die Person A nicht mit der Person B auskommt, heißt das noch lange nicht, das Person C auch nicht mit B auskommt. Vielleicht kann C mit B so gut, das es beste Freunde werden.
Wenn jemand nicht sagen will, wer er ist, dann muß man das respektieren. Ihn zu einer Aussage zu zwingen, kann nach hinten los gehen. Ich jedenfalls werde meinen Feinden niemals in irgendeiner Hinsicht helfen. Das hat Odin auch nicht getan. Man war gemein zu ihm, also mußte das Schicksal walten.
Diese Geschichte sagt auch aus, das wenn man um etwas bittet, das man auch etwas dafür geben muß. Dabei muß es nicht immer nur Geld sein. Ein Schlafplatz, etwas zu Essen und zu trinken, einfach Gastfreundschaft gehen auch. Wäre der König dem Wanderer zwar mit Misstrauen begegnet, aber trotzdem mit Gastfreundschaft, hätte Odin sich sicher vorgestellt und er hätte die Bitte erfüllt, die der König hatte.
Wäre der König ehrlich gewesen und hätte dem Wanderer offen gesagt, das er gehört hätte, das ein böser Zauberer zu ihm kommen würde und er deswegen jetzt Angst hätte, hätte Odin das sicher verstanden und hätte den König belohnt, weil dieser ehrlich war.

Und so versuche ich zu leben. Ehrlich sein, auch wenn es manchmal schwer fällt, zu seinen Taten stehen, denn das nennt man Charakter, offen sein und hinsehen wann jemand Hilfe braucht. Und dann sofort helfen, ohne an einen Lohn dafür zu denken.
Wenn man das durchzeihen kann, kann man sich selbst lieben, weil man stolz auf sich sein kann. Und wer sich selbst liebt, ist auch in der Lage, andere zu lieben, weil er weiß, wie schön es sein kann, wenn man etwas schönes bekommt. Wer gerne schönes bekommt, gibt auch gerne schönes...so sollte es jedenfalls sein.

Wer verurteilt kann sich irren, wer verzeiht irrt nie!

aettna Offline

Altrabe


Beiträge: 3.432

25.03.2008 11:20
#15 RE: Gott Wotan antworten

Hi..

wir sind alle Opfer und Täter...manche in einem Leben..manche über mehrere verteilt..es klingt zwar hart...aber Opfer sein ist viel leichter zu verkraften als Täter sein...Opfer sein bringt Vorteile...ist bei manchen sogar frei gewählt...nicht das ihr mich falsch versteht...es geschehen abscheuliche Dinge auf diesem Planeten und meistens Wehrlosen...was natürlich absolut verwerflich ist und geahndet gehört...letztenendes hat jeder sich -egal ob Opfer oder Täter im Hier und Jetzt mit seinen Taten auseinanderzusetzen..Karma anzuhäufen oder abzutragen..
Gruß...aettna

"Heilig"wird immer groß geschrieben

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