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Dieses Thema hat 24 Antworten
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 Kräuter
Seiten 1 | 2
Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2005 21:37
Huflattich antworten

Lieben Rabenbäumlinge,

sogar hier schmelzen die Schneeberge mit rasender Geschwindigkeit und ebenso schnell kommt einer der ersten Helfer an's Licht:

Tussilago - Der Huflattich

Eine der ersten wildblühenden Frühjahrspflanzen ist der Huflattich. Sobald der Schnee geschmolzen ist, erscheinen seine geschuppten Blütenstiele mit den schönen, hellgelben Blüten. Die schmalen, gelben Zungenblüten stehen in mehreren Reihen. Sie locken im Frühjahr die ersten Bienen und Fliegen an, die diesen Frühblüher bestäuben. Nachts sind die Blütenköpfchen nach unten geneigt. Bei kaltem Wetter öffnen sie sich nicht, auch bei Regen bleiben sie geschlossen.

Bis zu 8000 einzelne Samen (Nuss-Frücht = Achänen) trägt eine Pflanze. Nach dem Verblühen vertrocknen die Blütenstände schnell und verschwinden. Übrig bleiben die großen langgestielten herzförmigen Blätter, von manch Einem „Wilder Rhabarber“ genannt, oder auch „Des Wanderers Klopapier“. Bis 30 cm können die Blätter breit werden. Die Unterseite der großen Blätter ist graufilzig. Der Huflattich wird auch heute vielerorts noch als Heilpflanze gesammelt. Sowohl die Blätter als auch die Blüten, die man zu diesem Zweck direkt unter der Blüte abknipst, werden verwendet. Sie enthalten Schleimstoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe, Inulin und vieles mehr. Bei Husten wirkt der Huflattich schleimlösend, Gicht- und Rheumaschmerzen sollen die frischen, als Umschlag angewendeten Blätter lindern.

Der Huflattich blüht von Ende Februar bis Ende April an Wegen, an Ackerrändern, auf Schutthalden, an Ufern, in Kiesgruben und selbst auf Bahndämmen und kommt in fast ganz Europa vor. Er wird zwischen 5 cm und 20 cm hoch.

Hier noch ein besonderer Link, der keine Fragen mehr zum Huflattich offen lässt:

http://www.igor-warneck.de/text/heil/huflattich.html

Grüne Grüße
Brigid
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Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.165

18.03.2005 23:08
#2 RE:Huflattich antworten

Liebe Brigid,

an den Huflattich kann ich mich noch dunkel aus meiner Kindheit erinnern

Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt

Liebe Grüße

Ansuz
wenn Runen rechte Rede raunen

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

20.03.2005 14:07
#3 RE:Huflattich antworten

Huhu,

hier gibts was Neues ,

hab den Beitrag oben editiert, damit die Kräuter an erster Stelle bleiben und die Kommentare dann danach kommen, finde ich so übersichtlicher.

Grüne Grüße
Brigid
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Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.165

27.03.2005 19:27
#4 RE:Huflattich antworten

Liebe Brigid,

Asche auf mein Haupt Da habe ich doch tatsächlich einen Beitrag verpasst.

Aber dafür habe ich ihn soeben verschlungen

Liebe Grüße

Und für alle, die den Huflattich nicht kennen..

Ansuz
wenn Runen rechte Rede raunen

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2005 23:28
#5 RE:Huflattich antworten

Lieber Ansuz,

weil Ostern ist, vergebe ich dir nochmal

Hier blüht der Huflattisch inzwischen recht eifrig und wird sicher bald durch Schlüsselblume und Buschwindröschen (auch was gegen Husten) abgelöst.

Grüne Grüße
Brigid
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Wenn der Nebel sich lichtet, sieht man den Regen (Irland)

Schakara Offline

Altrabe


Beiträge: 916

18.03.2007 20:58
#6 RE: RE:Huflattich antworten

Liebe Raben,
hier noch etwas zum Huflattich von mir:

HUFLATTICH:

Lat.Name:Tussilago farfara,Fam.:Asteraceae(Compositae)
Im Volksmund:Quirinskraut,Roßhuf,Brandlattich,Bauchblüten,Brustlattich,Heilblatt,Teeblüml,
Lehmblüml,Berglatschen,Sandblume,Ackerlattich,Feldlattich,Hitzeblätter,Lehmblätter,
Märzblume,Ohmblätter,Pferdefuß,Tabakkraut

Vorkommen:
Als Pionierpflanze vor allem auf wenig bewachsenen Böden,in Kiesgruben,Steinbrüchen,an
Straßenrändern,auf Lehmböden,an Bahndämmen,auf Wiesen,an Bächen,auf steinigen Böden,auf Waldwegen.

Inhaltstoffe:
Blüten(Farfarae flos)
Schleimstoffe(ca.7%),die bei der Hydrolyse
Arabinose(24%)
Galactose (30%)
Glucose (37%)
Uronsäuren (4%)
Xylose (9%)
ergeben.
Außerdem Pyrrolizidinalkaloide,deren Gehalt stark von der Provenienz abhängt.
Ferner:
Terpene,u.a.Tussilagon
Sterole,u.a.ß-Sitosterol,Taraxasterol
Triterpene,u.a. ß-Amyrin
Flavonoide,u.a. Kämpferol und Quercetin sowie deren Glykoside
Phenolcarbonsäuren,u.a.Kaffee-,Ferula-und p-Hydroxybenzoesäuren
Obwohl die getrockneten Blüten ein altes Heilmittel sind,rät man heute von einer Daueranwendung ab,da sie die krebserregenden Pyrrolizidin-Alkaloide enthalten.

Inhaltstoffe Blätter (Farfarae folium):
Polysaccharide (ca.8,2 %) davon
Inulin (etwa 30 %) und
saure Schleimpolysaccharide (ca.70 %)
im Wesentlichen Arabinose (21%)
Galactose(24%)
Glucose(15%)
Uronsäuren(6%)
Xylose(10%)
Pyrolizidinalkaloide u.a.
Senkirkin(bis 0,01%) und
das untoxische Tussilagin
Flavonoide
Sterole u.a.
Campesterol und ß-Sitosterol,Triterpene
Bitterstoffe(0,05%)
Gerbstoffe und geringe Mengen äther.Öl (ca.0,05%)

Blüten:
20-35 mm breite Köpfchen auf kräftigen,schuppig beblätterten Stängeln,gelb mit wenigen Scheiben-und zahlreichen unterseits orangen Zungenblüten.

Blätter:
Erscheinen erst nach nach der Blüte in grundständiger Rosette,herzförmig,bis 25 cm breit,unterseits spinnwebartig behaart,junge Blätter auch oberseits.

Früchte:
Köpfchen mit einsamigen Früchten,jeweils mit langem Haarkranz.

Verbreitung:
Ein unterirdisch kriechender Wurzelstock und die von ihm austreibenden Ausläufer schieben ständig neue Blütenstände ans Licht.
Wegen seines Wurzelsystems ist der Huflattich ein wichtiger Bodenfestiger an Böschungen.
An sonnigen Tagen werden Huflattichblüten von Bienen und Fliegen besucht.
Vielerorts ist der Huflattich die erste Blütenpflanze des Frühlings.Er braucht kalkhaltige Böden und kann dort als Pionier erscheinen.
Huflattich wird als Venuskraut angesehen.
Früher war der Huflattich das Zeichen der Apotheker und ein Schild mit dem Bild der Pflanze hing stets über der Tür ihres Geschäfts.

HEILWIRKUNG:
Huflattichtee darf bei Erkältungen nicht fehlen.
Ein starker Absud von Huflattichblättern (Blätter Juli-August sammeln),wird äußerlich zu Umschlägen bei skrofulösen Geschwüren empfohlen.
Gequetschte Blätter auf Wunden und Geschwüre gelegt ziehen die Hitze aus.
Die jungen Blätter enthalten sehr viel Vitamin C und können getrocknet als Suppengrün oder in Salaten verwendet werden.
Huflattichdämpfe,sowohl von Blüten und Blättern,sollen bei chronischer Bronchitis und erstickender Atemnot mehrmals am Tag eingeatmet werden,sie enthalten heilsame Salpetersäuresalze,die auf die Schleimhäute einwirken.
Ein Sirup,den wir aus Huflattichblättern bereiten können,bewährt sich bestens bei Lungenleiden und Bronchialkatarrh.
In ein Gurkenglas füllt man abwechseld eine Schicht Blätter und eine Schicht Rohzucker,läßt alles setzen und füllt so lange nach,bis das Gefäß voll ist.Dann schraubt man zu und sorgt für gleichmäßige Wärme,z.B.kann man es in Erde eingraben.Nach 8 Wochen kocht man den Sirup noch 1-2mal auf und bewahrt ihn in kleinen Flaschen auf.
Ein weiteres Siruprezept:
25 g Huflattichblätter
25 g Fenchel
10 g frische Ingwerwurzel
Mit 900 ml kochendem Wasser übergießen,auf kleiner Flamme auf ein Drittel einkochen lassen und 225 g Honig zugeben.
Frisch gepreßter Saft aus Huflattichblättern ins Ohr geträufelt hilft bei Ohrenschmerzen.
Getrocknete Huflattichblätter geben in der Mischung mit Minzen und Waldmeister einen wohlriechenden und unschädlichen Rauchtabak.
Britischer Kräutertabak:
Vermische je 10 g Huflattichblätter,Bitterklee,Augentrost,Heil-Batbunge,Thymian,Lavendel,und Kamille.Man kann auch die Anteile nach eigenem Geschmack ändern.

EMOTIONEN:
Die leuchtend gelbe Sonnenblüte des Huflattich kann Licht in das Dunkel der Seele bringen.Es ist das Kraut für diejenigen,die sich an die Bitterkeit klammern.Jene,die die Realität
leugnen,die ihre eigene dunkle Seite nicht akzeptieren wollen,die sich vor nichts so sehr fürchten wie vor Dunkelheit und dem Chaos und ständig auf der Flucht vor ihrem eigenen Dunkel sind-sie müssen unter allen Umständen das Licht ergreifen.Trinke einen lunaren Monat lang täglich vor dem Schlafengehen eine Tasse Huflattichtee.

MAGIE UND RITUAL:
Huflattich kann die feinstofflichen Kanäle des Sehvermögens ,der Klarheit und der Weitsicht reinigen.Er kann zur Vörderung der Hellsichtigkeit angewandt werden,und zwar innerlich,als Tee,als auch äußerlich ,als Räucherwerk verbrannt.Er hat eine zentrierende und läuternde Wirkung und öffnet die Pforten der Wahrnehmung für Botschaften und Intuitionen.
Für mich paßt die Rune Kenaz zum Huflattich.
Es gibt dieses Frühjahr mehr Huflattich,als ich in den Jahren zuvor gesehen habe.Ich habe folgende Erklärungen dafür:
Der Winter war recht mild,der Boden war wenig gefroren,als konnten sich die Wurzeln leichter ausbreiten.
Es könnte sein,daß uns eine Grippewelle droht,die Pflanze bietet uns schon mal ihre Hilfe an.
Oder die vielen kleinen Sonnen kündigen für dieses Jahr viel Sonne an,was für uns Menschlein zwar ganz nett ist,für die Natur in unseren Breiten aber weniger....
Wir werden sehen.

Quellen:
Elisabeth Brooke:"Kräuter helfen heilen"
Maria Treben:"Gesundheit aus der Apotheke Gottes"
Kölbl`s Kräuterfibel
Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen
Das große Kräuterheilbuch von Kräuterpfarrer Künzle
Wildblumen Mitteleuropas
Was blüht in Frühling,Sommer,Herbst und Winter?

Grüßles Schakara

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.Sie ist eines der kennzeichnenden Laster eines niederen und unedlen Volkes.

(Alexander von Humboldt)

Bärin2 ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2007 21:05
#7 RE: RE:Huflattich antworten
Hallo ihr Lieben,

das sind ja wirklich ausführliche Beiträge zum Huflattich. Klasse.
Insgesamt ist das Thema Huflattich hier im Forum ja schon etwas älter, d.h. die ersten Beiträge dazu wurden schon vor längerer Zeit geschrieben. Die Frage, die mich beim Huflattich beschäftigt, ist auch schon etwas älter. Jetzt, da ein neuer Beitrag hier dazu gekommen ist, fällt mir wieder ein, dass ich sie ja schon länger mal stellen wollte.

Also, Erkrankungen des Atmungssystems gehören zu den Einsatzgebieten des Huflattichs. Asthmatikern wurde früher, soweit ich weiß, sogar verschrieben, Huflattich zu rauchen ("Huflattichzigarette", laut meiner Quellen gab's die wirklich). Die Frage, mit der eine Freundin von mir und ich sich nun beschäftigt haben und die mir bis jetzt niemand beantworten konnte, ist folgende:

Klar ist, dass Huflattich schleimlösend wirkt. Wirkt er aber auch entkrampfend auf die Bronchien, da er ja bei Asthma eingesetzt wurde bzw. wird? Wenn ja, wie tut er das? Die gängigen Medikamente zur Entkrampfung der Bronchien wirken ja darüber, dass der Organismus verstärkt auf Sympathikusaktivität "geschaltet" wird (weshalb einige dieser Medikamente, sog. "Lungenöffner", ja leider auch als Dopingmittel im Leistungssport auftauchten). Ist der Weg der Wirkung beim Huflattich ähnlich? Wäre das so, würde es nämlich u.U. auch auf einige mögliche Nebenwirkungen schließen lassen.

Niemand konnte mir, wie gesagt, bis jetzt diese Frage beantworten. Vielleicht werde ich hier ja fündig?

Liebe Grüße
Bärin


"Die erste Regel ist, einen ruhigen Geist zu bewahren. Die Zweite, den Dingen ins Gesicht zu sehen und sie als das zu erkennen, was sie sind." (Marcus Aurelius)

"Denken Sie nicht, ich weiche... ich nehme nur Anlauf." (Friedrich Nietzsche)

Schakara Offline

Altrabe


Beiträge: 916

19.03.2007 21:40
#8 RE: RE:Huflattich antworten

Hallo,Bärin,
ich sehe die Wirkung von Kräutern ja eher ganzheitlich.Es ist ja inzwischen ja auch erwiesen,daß einzelne Wirkstoffe aus Kräutern nicht so gut wirken,wie das ganze Kraut,weil die Stoffe auf eine Art zusammenwirken,die die Wissenschaft noch nicht so ganz rausbekommen hat.Für mich haben Kräuter auch eine feinstoffliche Wirkung,die in der "normalen"Schulmedizin nicht anerkannt sind,weil man sie nicht messen und somit "beweisen"kann.
Um auf den Huflattich zurückzukommen,da er ja schleimlösend wirkt,denke ich,daß er auch entkrampfend wirkt,denn ich habe ja ein Rezept gefunden,welches bei starker Atemnot hilft,das einatmen von Dämpfen.Oder das Rauchen der getrockneten Blätter.
Was meinst du für eine Nebenwirkung?
Grüßles Schakara

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(Alexander von Humboldt)

Bärin2 ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2007 22:11
#9 RE: RE:Huflattich antworten
Hallo Schakara,

Danke für Deine Antwort.
In Antwort auf:
ich sehe die Wirkung von Kräutern ja eher ganzheitlich.Es ist ja inzwischen ja auch erwiesen,daß einzelne Wirkstoffe aus Kräutern nicht so gut wirken,wie das ganze Kraut,weil die Stoffe auf eine Art zusammenwirken,die die Wissenschaft noch nicht so ganz rausbekommen hat.

So sehe ich das auch und es findet inzwischen ja auch immer mehr Eingang in's sogenannte schulmedizinische Wissen. Für die Stoffe, deren Zusammenwirken man sich nicht recht erklären kann, wurde zumindest schon der Begriff "sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe" kreiiert, wobei das die Sache natürlich auch noch nicht treffen kann.

Meine Frage bezog sich aber eigentlich gar nicht darauf. Die ganzheitliche Betrachtungsweise der Wirkung von Pflanzen bzw. das Einbeziehen feinstofflicher Wirkung in die Betrachtung schließt die Frage nach der Aktivierung des Sympathikus ja nicht aus.
In Antwort auf:
Um auf den Huflattich zurückzukommen,da er ja schleimlösend wirkt,denke ich,daß er auch entkrampfend wirkt,denn ich habe ja ein Rezept gefunden,welches bei starker Atemnot hilft,das einatmen von Dämpfen.

Die schleimlösende Wirkung muss, soweit ich weiß, nicht notwendigerweise mit einer Entkrampfung der Bronchien einhergehen.
Geschieht aber eine Entkrampfung der Bronchien, so wird u.U. das gesamte System dahingehend beeinflusst, dass eben der Sympathikus aktiviert wird.
Wenn das geschieht, werden (bei starker Wirkung u.U. eben auch verstärkt spürbar) die Wirkungen eben jenes Systems spürbar, wie z.B. Herzklopfen, Puls- und Blutdruckanstieg, kalte Hände und Füße (das waren nur ein paar Beispiele).

Mich interessiert die Frage deshalb, weil es mitunter auch bei anderen pflanzlichen Heilmitteln Wirkungen und damit auch Nebenwirkungen gibt, die denen der "schulmedizinischen Mittel" ähneln, was aber oft nicht beachtet wird (stattdessen wird häufig davon ausgegangen, dass pflanzliche Heilmittel grundsätzlich sanft seien). Ich denke dabei z.B. an Sojapräparate oder Traubensilberkerze bei Wechseljahresbeschwerden.

Viele Grüße
Bärin


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Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2007 22:23
#10 RE: RE:Huflattich antworten

Liebe Schakara, liebe Bärin,

den Huflattich mit dem Ansatz "Emotionen" und "Magie und Ritual" zu bereichern, finde ich wunderbar.

Puh, wenn ich jetzt an mein Asthma denke, hätte ich lieber den Huflattichtee meiner Großmutter trinken sollen . Ich fand ihn immer besonders grässlich, wesentlich schlimmer als schwarzer Rettich mit Zwiebel und Kandis.

Ich hege den Verdacht (ich bin jedoch kein Chemiker), dass der Wirkstoff Fenoterol, der in Asthmasprays und Wehenhemmern ist, seinen Wortursprung in Phenol hat ... und hier hätten wir dann auch die Verbindung zwischen krampflösendem Huflattich und dem synthetischen Medikament.

LG, Brigid

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Is glas na cnoic i bhfad uait.
Die Berge in der Ferne sind stets grüner.

Irland

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2007 23:14
#11 RE: Huflattich antworten

Liebe Bärin,

als anständiger Streber ... ähem Heiler habe ich natürlich auch einen Pschyrembel im Regal. Mein Gedankengang war tatsächlich richtig, die chemischen Bausteine vom Fenoterol (Phenyl) und Phenol sind tatsächlich auf C6H5 (bitte tiefgestellt lesen ) basierend.

LG, Brigid

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Irland

Bärin2 ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2007 23:32
#12 RE: Huflattich antworten
Hallo Brigid,

In Antwort auf:

Ich hege den Verdacht (ich bin jedoch kein Chemiker), dass der Wirkstoff Fenoterol, der in Asthmasprays und Wehenhemmern ist, seinen Wortursprung in Phenol hat

Spannend. Siehste, sowas habe ich gesucht. Ich werde das auch an meine Freundin weitergeben, die sich ja auch gefragt hatte, ob's wohl sein könnte. Chemikerinnen sind wir auch nicht aber interessieren tun mich solche Fragen trotzdem, einfach um auf mehreren Ebenen etwas über eine Pflanze erfahren zu können. Danke für Deine Antwort.

Liebe Grüße
Bärin

P.S. In Wehenhemmern auch? Das könnte mich jetzt schon wieder zu weiteren Vermutungen und damit auch Fragen bringen


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Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

20.03.2007 00:22
#13 RE: Huflattich antworten
Lach oder eher Seufz,

ja, in dem allseits "beliebten" Partusisten ist derselbe Wirkstoff wie im Berotec- oder Berodual-Asthmaaerosol zum Beispiel. Berotec geht bei vielen gnadenlos auf die Pumpe, wenn man nur einen Stoß zuviel erwischt ... weitere Ausführungen erspar ich mir .

LG, Brigid

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Irland

Bärin2 ( gelöscht )
Beiträge:

20.03.2007 08:38
#14 RE: Huflattich antworten

Hallo Brigid,


und nochmal Danke. Ich hatte mich nämlich schon länger gefragt, warum die langfristige Einnahme von Wehenhemmern auch Schäden beim Kind bewirken kann, die mit Herzkreislauf- und Atmungssystem zuammenhängen. Jetzt kann ich mir schon eher einen Reim darauf machen.

Viele Grüße
Bärin


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Tanith Offline

Altrabe


Beiträge: 8.391

21.03.2007 21:01
#15 RE: Huflattich antworten

Hej, ihr Kräuter"hexen", eine kleine Anmerkung am Rande von mir. Früher wurden Kräuter in ihrer Gesamtheit genutzt und das hatte zur Folge, dass bestimmte Anteile schädlicher Natur häufig genug durch die Anteile der heilenden Bestände im Gleichgewicht standen, ja, sich sogar unterstützend auswirkten. Wenn heute Heilpflanzen in der Schulmedizin und in der Herstellung von Medikamenten genutzt werden, reduziert sie die Chemie häufig auf die in mühsamen Prozessen herausgefilterten "angeblichen" wirksamen Teile einer Pflanze. Das wiederum kann dazu führen, dass die ursprünglich gewollte Wirkung nicht mehr oder nicht mehr in dieser Form besteht. Alte Hausmittel wurden in einer ganz andren Art und Weise "zur Wirkung" gebracht als es heute die tollen Chemiker in den großen Pharmaanstalten tun. Als Droge in den Apotheken verwendet man heute fast ausschließlich die Blätter (Folia Farfarae) zum Zubereiten des von Brigid schon angeführten Hustentees.
Liebe Grüße
Tanith

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