Hallo mein sehr geehrter lieber Herr Brannon! Moin Krieger!
Ich habe dazu auch schon irgendwo etwas gelesen...Ich weis nur nicht mehr wo. Gab es dazu nicht sogar eine kurze Angabe im Rabenbaum? Ich werde mich mal schlau machen! Man sieht sich Gruß Laerd
leider habe ich Euren Beitrag soeben erst gelesen.
Es gab die sogenannte Wasserweihe bei den Germanen. Man nannte es das "Ausa vatni" und es bedeutet, ein Kind mit Wasser besprengen. Es handelt sich hierbei tatsächlich um die heidnische Form der Taufe.
Viele Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
das vatni ausa ist erst seit dem 4/5. Jahrhundert nach Christus bei den Germanischen Völkern bekannt, und umschrieb tatsächlich eine Taufe, die überwiegend an Ostern stattfand. (Wir dürfen nicht vergessen, dass alles, was wir schriftlich über die Germanen und Runen wissen, entweder der Geschichtschreibung der Römer entstammt und davon geprägt ist oder stark vom Christentum beeinflusst) Auch mag es regionale Unterschiede in den Bräuchen gegeben haben: ein Rus wird im Laufe der Zeit andere Rits entwickelt haben als ein handelnder Dänischer Wiki.
Nun gibt es mutige Forscher, die behaupten, dass sich daher dann auch der überlieferte Begriff Ostara ableiten liesse; ein hochbekannte Namensforscher, der einzige in Deutschland, sieht den Begriff "uns austr" = Wasser begiessen da angesiedelt.
Wenn man in den alten Römern liest, oder in guten neuen Büchern, dann liest man da, dass es nach der Geburt des Kindes dem Vater zustand, über das Leben des Kindes zu entscheiden. Danach soll es einen Namen erhalten haben, der die Eigenschaften der Väter und Mütter spiegeln und wiedergeben sollte. Im skaninavischen sieht man heute noch als festen Namensbestandteil "Son" (Nilson , des Nils Sohn usw) und im isländischen das Dottir (Helrunsdottir, die Tochter von Helrun). Aber wie genau so eine Namensgebung vor der Zeit des Vatni ausa aussieht, ist mir auch ein Rätsel.
In Antwort auf: (Wir dürfen nicht vergessen, dass alles, was wir schriftlich über die Germanen und Runen wissen, entweder der Geschichtschreibung der Römer entstammt und davon geprägt ist oder stark vom Christentum beeinflusst)
Ja, das ist leider so Hinweise auf die Wasserweihe finden sich auch in der Edda im "Rigsmal". Leider ist aber auch vieles aus der Edda zum Teil unterschwellig christlich beeinflusst.
Liebe Grüße Ansuz
"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)
Ich bin gerade erst wieder auf diesen alten Thread gestoßen. Die Textstelle, die Ansuz angesprochen hat, ist in meiner Version der Edda von Wilhelm Jordan sehr deutlich:
"Als zum neunten Mal der Mond sich erneute, Gebar einen Buben die Mutter. Den band sie In Windeln von Seide. Man weiht' ihn mit Wasser Und tauft' ihn Jarl. [...]" (Rigsmal)
Das wirkt dort auf mich wie selbstverständlich, so wie wir es heute auch tun.
Schöne Grüße Laerd
Die gute Zeit vergisst man in der schlechten
"Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht." - Konrad Adenauer
liebe Raben ich habe es aber mal anders gelesen,nicht das die Germanen es von den christen übernommen haben sondern umgekehrt.mir fällt jetzt gerade aber nicht ein in welchem Buch ich es gelesen hab,sonst würd ich sofort nachlesen was da stand.
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