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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 284 mal aufgerufen
 Mitteilungen
Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


22.05.2006 13:29
Der Bär in Bayern Zitat · antworten

Liebe Raben,

sicherlich habt ihr in den Medien von dem Braunbären gehört, der sich seit einigen Tagen dort herumtreibt.
Sämtliche Fangversuche waren offenbar erfolglos und somit ist der Bär nun zum Abschuss freigegeben.

Ja, da werden sich unsere grünberockten Freunde sicher schon sabbernd und mit zittrigen Fingern ihren Waffenschränken nähern. Schon traurig, dass es da keine andere Wahl gibt.

Der letzte Braunbär wurde vor 170 Jahren in Ruhpolding geschossen.

Viele Grüße
Ansuz



"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Laerd Offline

Rabe
Beiträge: 464


23.05.2006 21:15
#2 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten

Hallo,
mich hat diese Nachricht auch betroffen. Ist wirklich traurig, dass es da eine andere Wahl als die zur Flinte nicht zu geben scheint.
Im hessischen Radio wurde eine Namensgebe-Aktion für den Bären einberufen, Vorschläge derzeit: Stoibär, Balu...
Es wird nun gehofft, dass ein Bär mit Name nicht geschossen wird.
Vielleicht kann er ja auch doch noch eingefangen und im Zoo untergebracht werden (auch wenn das für einen momentan freilebenden Bären sicher nicht die artgerechteste Haltung darstellen würde).

Zweifelnder Gruß
Laerd
__________________________________________________

Let the world hear these words once more:
"Save us, oh Lord, from the wrath of the norsemen!"

brannon

23.05.2006 21:29
#3 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten

Seid gegrüßt ihr raben,

Auch ich finde das schade! kann man ihn nicht einfach in seine heimat zurück brngen?? aber das wäre ja zu einfach! man muss ihn ja schießen....traurig!!


Brannon
________________________________________________

du bist was du warst ~ du wirst sein was du tust

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


25.05.2006 10:35
#4 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten

Hallo liebe Raben,

gestern Abend kam ein Bericht über den Bären im Fernsehen. Dort wurde unter anderem ein Interview mit zwei Bewohnern gezeigt, bei denen der Bär einen Bienenstock und einen Hühnerstall geplündert hatte.

Auffällig fand ich die Tatsache, dass an den Holzbauteilen der Ställe keinerlei Beschädigungen zu sehen waren. Wenn ich mir vorstelle, wie es in einem engen Hühnerstall aussehen muss, in dem gerade 250KG Bär im Blutrausch wüten, dann passten die Bilder eigentlich nicht dazu

Der Besitzer des Bienenstocks erklärte, dass der Bär ein ca. 2,5 Meter langes Einflugbrett für die Bienen abgerissen hatte. Auch das wage ich zu bezweifeln, weil das besagte Brett den gleichen verwitterten Eindruck machte, wie der Rest des Bienenstocks.

Ich glaube, hier geht es wieder einmal darum ins Fernsehen und in die B...-Zeitung zu kommen.

Dass er Schafe reißt, ist sicherlich bedauerlich, aber unsere Vorfahren haben dieses Problem dadurch gelöst, dass sie sich in der Nähe ihrer Schafherden aufgehalten haben, oder entsprechend Hütehunde einsetzten. Da man auf diese Situation nicht vorbereitet war, hat man dem Bären natürlich eine relativ einfache Nahrungsquelle erschlossen. Das Verhalten des Bären ist von daher nicht so ungewöhnlich, wie es in den Medien dargestellt wird.

Wie dem auch sei, der WWF beklagt derzeit den Austritt von mehreren Dutzend Mitgliedern. Kein Wunder, wie ich meine, wenn sich der WWF für den Abschuss stark macht.

Lieber WWF, was war eigentlich Euer Kerngedanke bei der Gründung? Rückbesinnung auf die Wurzeln kann manchmal nahezu heilende Eigenschaften besitzen

In diesem Sinne,

Viele Grüße
Ansuz



"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


25.05.2006 10:47
#5 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten

Hallo Raben,

zu meinem obigen Posting wollte ich Euch gerne noch zwei interessante Beiträge aus dem Netz posten.

In Antwort auf:
Brite will Bär versichern lassen

Ein britischer Versicherungsunternehmer, der die Nachricht im Radio hörte, war derart empört über die bayerische Hartherzigkeit, dass er eine Art Haftpflichtversicherung für das Tier ausrief. 1,5 Millionen Euro will er für Schäden zahlen, die der Braunbär anrichtet, denn: „Der Bär ist ein wunderschönes Tier und ihn zu töten wäre eine Schande", befand der Brite.

Italien beansprucht Tier für sich

Vertrackter noch die Reaktionen aus Italien: Hier beansprucht man den Bären als Landsmann. „Der Braunbär ist ein Südtiroler", erklärten italienische Tageszeitungen am Mittwoch und beschrieben, wie er im Rahmen eines Artenschutzprojektes liebevoll in einem Naturpark aufgepäppelt worden war. Die Italiener können es einfach nicht fassen: Da kommt erstmals nach 170 Jahren ein Wildbär wieder auf Stippvisite nach Deutschland und wie empfängt das Land den Gast aus bella Italia? Mit angelegtem Jagdgewehr!


Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Algiz Offline

Altrabe
Beiträge: 590


27.05.2006 19:20
#6 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten

liebe Raben,
Ich habe den Bericht auch zuerst im Radio gehört, ich konnte es nicht glauben, da kommt endlich mal wieder ein Bär in unsere regionen und schon bekommen alle Panik und meinen dieses wunderschöne Tier erschießen zu müssen
Das kan doch nicht sein, hier geht es den Jägern auch nicht nur ums vergnügen sie haben auch noch angst vor der Konkurenz, immerhin wird dieser eine Bär sicherlich jedes Reh in jedem Jagdrevier alleine essen.....
Aber ich denke, bevor ihn jemand in einen Zoo sperrt, sollten sie ihn doch besser erschießen, was wäre das den für ein Leben, ein Wildtier darf man nicht in einen Zoo sperren, vorallem hat er ja überhaupt nichts gemacht....
Das ist echt traurig

Traurige Grüße Algiz
________________________________

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MACHT ZU BESITZEN UND NICHT AUSZUÜBEN IST WAHRE GRÖßE
- FRIEDEL BEUTELROCK-

Bärin2

28.05.2006 12:51
#7 RE: Der Bär in Bayern Zitat · antworten
Liebe Raben,

gestern sah ich einen kurzen Bericht über den Bären im Fernsehen. Ich verstehe es einfach nicht. Da sah man Stoiber,der den Bären als "Problembären" definierte, weil er Rehe und Hühner gerissen hatte .
Soweit ich weiß, wird die Definition "Problembär" z.B. in Sibirien oder Alaska (wo es tatsächlich noch wildlebende Bären gibt) in dem Moment verwendet, wo ein Bär in die Häuser von Menschen geht oder (nachdem Touristen ihn fütterten z.B.)Camper direkt angreift.
Wenn er Tiere in Wildgehen reisst oder in Müllcontainern nach Fressbarem sucht, verhält er sich doch nur so, wie es für ihn normal ist. Er nutzt die sich bietenden Chancen. Ein Bär muss ja ständig fressen. Und jagen tut er nur, wenn's nicht anders geht (kostet viel zu viel Energie). Und wenn dann da in einem Wildgehege ein paar Rehe sind, dann sind die halt gefährdet. Bei sowas drängt sich mir immer das Gefühl auf, dass viele Leute eigentlich keine Wälder und keine Natur wollen, sondern lieber eine wohlgeordnete Parklandschaft. Da wär's dann zwar grün, aber eben "alles unter Kontrolle".
Ich versteh's halt nicht. Sollten sie sich doch freuen, dass mal ein Bär nach Deutschland kommt.

Viele Grüße
Bärin

P.S. Der WWF hat sich für den Abschuss stark gemacht? Wie?


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