schon seit längerem denke ich drüber nach, dass man Idealismus eigentlich auch gut zu den Werten des Asatrus zuordnen könnte. Jeder von uns hat sicher seine Ideale (Vorbilder), von denen man denkt "Mensch... sowas will ich auch gern mal schaffen usw.) Habt Ihr Ideale? Wenn ja welche und warum?
Liebe Grüße wotan28
Die Zeit etwas zu tun, ist erst dann gekommen, wenn wir damit anfangen!!! (Sigurd W.)
ich hab schon einige Ideale... hm, zum Beispiel immer mein Bestes geben. Oder auch (obwohl ich mich als Krieger einordne) den Kampf und den Krieg zu vermeiden, also friedliche Lösungen zu suchen. Mein Leben ehrenhaft zu leben und es zu genießen. Ein aufrichtiger Mensch zu sein, der zu seinen Worten steht. Ein Freund zu sein, der für seine Freunde und Kumpanen einsteht, jemand zu sein auf den sie bauen und dem sie vertrauen können. Ich habe meine Ideale - und ich habe sie in verschiedenen Werten der verschiedensten Gruppen wiedergefunden. Hm... etwas schwer zu beschreiben. Am besten du fragst nach, da tu ich mir (was dieses Thema angeht) viel leichter.
Lieben Gruß Nachtfalke
Frei fliege ich in der Dämmerung, der Nacht entgegen...
In Antwort auf: Oder auch (obwohl ich mich als Krieger einordne) den Kampf und den Krieg zu vermeiden, also friedliche Lösungen zu suchen.
Das is eine gute Einstellung Auch deine anderen Ideale finde ich an Dir, in deinem Alter, sehr schön, Respeckt!!!Leider findet man heutzutage kaum noch Menschen mit solchen Idealen und vorallem in der heutigen Jugend zählen diese kaum noch, was ich persönlich sehr schade finde
Liebe Grüße wotan28
Die Zeit etwas zu tun, ist erst dann gekommen, wenn wir damit anfangen!!! (Sigurd W.)
Hi Raben. Ich habe eigentlich keine besonderen Ideale. Da komme ich mir so vor, als würde ich mir nen Apfel süß denken, obwohl Er sauer ist...ich nehm das Leben wie es ist. Klar hab ich auch so meine Gebote wie zum Beispiel "Du sollst deinen Nachbarn nicht töten, auch wenn Er mit seiner lauten Musik gegen die Nächstenliebe verstößt usw."...aber so richtige Ideale hab ich nicht.
---Zum Gruße, Isa---Es ward gefährlich als dachte sich das Schwein zum Wolf, doch es ward ungefährlich als dachte sich der Wolf zum Schwein...
Die Einstellung kam nach einer für mich persönlich kriegerischen und kampfreichen Zeit. Irgendwann wollte ich nicht mehr kämpfen. Ich vermut mal einfach, dass viele "Jugendliche" diese Phase nie erleben. Ehre zählt nicht - nur cool sein. Etwas daran ändern kann ich leider auch nicht.
Lieben Gruß Nachtfalke
Frei fliege ich in der Dämmerung, der Nacht entgegen...
Hey Nachtfalke. Ich würde das auch nicht ändern. Warum auch? Sonst hättest du aus dieser Zeit ja nix gelernt. Aber du hast Recht. Viele wachsen wie Nesthäkchen auf und auf der Straße sind Sie dann die "ganz harten". Du machst das mit deinen Idealen sicher richtig. Aber Menschen mit vielen guten Idealen können auch gut und viel ausgenutzt werden. Es gibt aber auch solche die sich mehr als nur ausgleichend bei einem Bedanken, wenn man ihnen Gutes tat.
---Zum Gruße, Isa---Es ward gefährlich als dachte sich das Schwein zum Wolf, doch es ward ungefährlich als dachte sich der Wolf zum Schwein...
ich hab recht nachdenklich eure Ausführungen gelesen, hab eine Zeit hinter mir, in der ich noch nicht mal meinen Weg gesehen hab, geschweige mir vorstellen konnte, überhaupt Ideale mein Eigen nennen zu können. Ich weiß aber jetzt, dass mir Wahrhaftigkeit das wichtigste Ideal in meinem Leben ist. Für mich steht Wahrhaftigkeit, ehrlich gegen sich und andere zu sein, egal wie hart es einem ankommt, und die Konsequenzen zu tragen, weil man sich den Weg mit dieser Wahrhaftigkeit selbst wählen konnte. Ja, das und vielleicht noch der Wunsch, nicht mehr (niemals mehr) fremdbestimmt zu sein. Es fließen ja so viele andere Tugenden dort mit hinein, der Mut auf jeden Fall, etwas zu wagen, was vielleicht nicht im Sinne der Mehrheit ist, aber seine Wahrhaftigkeit untermauert. Das finde ich wichtig und daran arbeite ich.
beim Stöbern in meinen Unterlagen habe ich doch so eine Art "10 Gebote" entdeckt, die ich hier einfach mal zur Diskussion stellen möchte:
1. Erkenne Gott in deiner Ichheit und den Menschen in deiner Wesenheit. Handle durch Wort und Vorbild (aus dieser Erkenntnis) gegenüber anderen Menschen. Dränge deine Erkenntnisse nicht anderen auf.
2. Erkenne die All-Ichheit in dir und in deinen Mitmenschen. Verhalte dich gegenüber anderen Menschen so, wie du es wünschst, daß sie sich dir gegenüber verhalten sollen.
3. Vernachlässige weder deinen Geist noch deinen Körper, so wirst du immer im Gleichgewicht bleiben und der Gott in dir wird die Führung behalten.
4. Höre auf deine innere Stimme und befolge, was sie dir rät. So wirst du immer wissen, was du zu tun hast. Du wirst das Gute anstreben und das Böse meiden.
5. Sei nie wankelmütig und vertraue dem Gott in dir mehr als fremdem Rat. Denn nur du allein kannst wissen, was dir zum Heil verhilft. Denn du bist dein eigener Richter.
6. Erkenne deine Menschenpflicht, anderen Ichheiten zur Wiedergeburt zu verhelfen; so wie dir deine Eltern zur Wiedergeburt verholfen haben. Verschaffe den wiederverkörperten Ichheiten in deinen Kindern alle Möglichkeiten, ihr Ziel (durch gute Erziehung und Bildung) zu erreichen. Vermeide, die dir anvertraute Schöpferkraft zu vergeuden oder zu missbrauchen.
7. Erkenne, daß du in einen Lebenskreis hineingeboren wurdest (Familie, Gemeinde, Volk, usw.), um in diesem Kreise fördernd zu wirken. Erfülle mit ganzer Kraft deine Pflicht, fordere aber auch die Erfüllung der dir gewährten Rechte. Dann wird das Gleichgewicht nie gestört werden.
8. Achte das Recht und alle Verträge. Sei stets ehrlich und ohne Falsch.
9. Wahre deine Menschenwürde in kleinen und großen Dingen. Trage mit Geduld und Würde das dir auferlegte Leid. Sei im Glück nicht übermütig. Genieße vom Leben, was es dir zum Genusse bietet. Denn der Genuss ist dein Recht. Entsage aber standhaft dem, was dir das Leben vorenthält, weil es dein Karma so bedingt.
10. Den Gott in dir lass walten. Sei streng gegen dich selbst; gegenüber anderen milde ohne Schwäche. Erwarte den Tod in ruhiger Würde als deinen Freund. Denn er führt dich zu deiner weiteren Entwicklung und Vollendung.
Ich weiss, dass das alles von anderen Religionen/Glaubenssystemen in ähnlicher Art propagiert wird ... allerdings gefallen mir diese Formulierungen bisher am besten. Leider weiss ich nicht mehr, aus welcher Quelle dieser Text stammt (ich sollte mir sowas aufschreiben ... und mir merken, wo ich den Zettel hingetan hab )
LG Taliesin
Mögen die Götter, an die Ihr glaubt, Euch auf Euren Wegen begleiten, behüten und erleuchten!
für mich klingt das weniger nach Asatru, sondern eher nach eine "Licht und Liebe" Erscheinung, wie sie sooft autritt. Ich kenn diese "Regeln" in dem Sinne auch, kann mich aber mit solchen Formulierungen in keinster Weise anfreunden.
Sorry, ist nur meine Meinung zu dem Thema.
Gruß Nachtfalke
"Die alten Götter sind nicht tot, sie denken vielmehr, dass wir es seien!" (Altes Sprichwort der Hexen)
Gefällt mir eigentlich ganz gut... zumindest die Aussagen, die drinstecken...
Einziger Kritikpunkt:
In Antwort auf:Sei streng gegen dich selbst; gegenüber anderen milde ohne Schwäche.
Wieso sollte ich gegen mich selber strenger sein, als gegen andere???? Das halte ich für Quatsch... Es gibt Situationen, in denen ich sowohl gegen mich als auch gegen andere streng bin... aber eben auch Situationen, in denen ich sowohl zu mir als auch zu anderen milde bin.. Das ist situationsbedingt...ob es in der jeweiligen grad angemessen ist... Ich mache da aber keinen Unterschied zwischen mir und den anderen...
In Antwort auf:Leider weiss ich nicht mehr, aus welcher Quelle dieser Text stammt (ich sollte mir sowas aufschreiben ... und mir merken, wo ich den Zettel hingetan hab
ich denke, sowas resultiert ja oft aus der eigenen Biographie, oder? Ich halte mich auch an einige Regeln des zwischenmenschlichen Lebens, aber es gibt für mich eigentlich nur wirkliches Ideal:
Meinem Selbst treu zu sein, denn ich bin der einzige Mensch, ohne den ich nicht überleben kann.
Klingt sehr egoistisch, ist aber gar nicht so gemeint! Denn genau das meine ich mit dem Einfluss der Biographie. Ich habe eben viel zu lange immer nur die anderen gesehen und mich nicht. Und nur wenn ich in meiner Mitte bin, kann ich wirklich für andere da sein!
lieben Gruß Corvina
erwachend durch das Beben breitet der schwarze Vogel weit seine Schwingen aus, öffnet seiner Seele ein Fenster atmet die Liebe und fliegt hinaus dem Erkennen entgegen, aus dem Schutz der Dunkelheit mutig hinein in die Schatten
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