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Hallo liebe Raben,
hier ist nun, wie angekündigt, der Beitrag zum Löwenzahn.
Löwenzahn (taraxum officinale)
Sammelgut und Sammelzeit: Oberirdische Teile: Mai bis August, Blätter im Frühjahr vor der Blüte Wurzel: November bis März, Im Juli und August haben die Blüten und Stängel ihren höchsten Wirkstoffgehalt.
Inhaltsstoffe u.a.: Bitterstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Fructose besonders im Frühjahr, im Herbst viel Inulin (Reservekohlenhydrat), enzymatisch wirkende Substanzen, die Leber und Niere anregen, Flavonoide, Tanin (Gerbsäure), Mineralsalze, Glycoside, Schleim, Gerbstoffe, Kalium, viel Kalzium. Wurzel: Gerbstoffe, äth. Öl, Harz, Inulin, Säure, Zucker.
Angewendet werden kann der Löwenzahn u.a. bei:
1. Chronischen Krankheiten des Stoffwechsels und der inneren Organe, Gicht, Leberleiden (Hepatitis, Zirrhose, Überlastung u.a.), chronischen rheumatischen Leiden.
2. Löwenzahn hat eine erhebliche wassertreibende Wirkung, wodurch er auch blutdrucksenkend wirkt.
3. Er regt die Sekretion von Magen und Bauchspeicheldrüse an, auch bei Appetitmangel hat er eine günstige Wirkung.
4. Er regt die Durchblutung und den Zellstoffwechsel an.
5. Er wirkt günstig bei Viruserkrankungen und chronischen Infektionen, Bronchitis und Asthma.
6. Außerdem hat er eine positive Wirkung bei Ekzemen, Ausschlägen, Furunkeln, Schuppenflechte und anderen Hautleiden.
7. Über einen längeren Zeitraum kann er, wenn zweimal jährlich eine Kur gemacht wird, der Bildung von Gallen- und Nierensteinen, sowie Blasenstörungen vorbeugen.
8. Besonders die Wurzeln wirken schweiß- und harntreibend, belebend, verdauungsfördernd, blutverdünnend und blutreinigend.
Auch eine gewisse emotionale Bedeutung wird dem Löwenzahn zugeschrieben:
Unter anderem soll Löwenzahn erdend und zentrierend (Wurzel) auf das Sonnengeflecht wirken. Er bündelt und erdet zerstreute Emotionen. Er stärkt das Selbstwertgefühl, führt zu einem klaren Selbstbild und stärkt die Fähigkeit, dem Einfluss anderer zu widerstehen. Das Sonnengeflecht wird oft als der Bereich definiert, in dem eine Verbindung zwischen uns und anderen hergestellt wird. Hier können wir emotional gefangen sein in Bindungen oder auch Erinnerungen, denen wir schon längst entwachsen sind. Dem Löwenzahn wird eine fördernde Wirkung dabei zugeschrieben, sich von emotionalen Fesseln zu lösen und entscheidungsfähiger zu werden.
Rezepte:
Tee: 1 – 2 Tl. als kurze Abkochung auf 1 Glas wasser, morgens und abends je 2 Tassen. (Auch gut zu kombinieren mit Mariendistel und Rhabarber).
Tee aus Wurzeln: Über Nacht werden in ¼ l Wasser ein gehäufter Tl. Wurzlen angesetzt, am nächsten Tag aufkochen, ca. 10 min ziehen lassen, abseihen, schluckweise trinken, ½ Std. vor dem Frühstück und eine halbe Std. danach.
Frühjahrskur: 6 Wochen (April – Mai) morgens und abends Tee oder 2 El. Löwenzahn-Frischpflanzensaft.
Menschen, die sich schlapp, kränklich und müde fühlen, können eine Löwenzahn-Stängelkur machen: 2 – 4 Wochen tgl. 5 – 6 Stängel frischer, blühender Pflanzen essen. (Wirkt auch unterstützend bei Diabetes, dann tägl. 5 – 10 Stängel, natürlich nach Absprache mit dem Arzt).
Aufguss: 30 – 60g frische oder getrocknete Blätter auf einen Liter Wasser.
Außerdem kann man den Löwenzahn als Salat, Brotbelag, in Quark oder Suppen (nicht mitkochen) verwenden.
Besteht keine Möglichkeit, frischen Löwenzahn zu verwenden, kann man im Reformhaus gute Frischpflanzensäfte kaufen. Sie enthalten mehrere Teile der Pflanze (u.a. auch Auszüge aus den Wurzeln).
ACHTUNG: Kontraindiziert bei sehr erniedrigtem Blutdruck, akuter Entzündung der Gallenwege sowie Gallenwegs- und Darmverschluss.
Bei Kindern hat es nach übermäßigem Verzehr von Löwenzahn(Stängeln) schon Vergiftungserscheinungen mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall gegeben.
Viele Grüße Bärin
P.S. Die Lorbeeren für diesen Beitrag gebühren, wie gesagt, nicht mir sondern einer Freundin von mir, die diese Informationen gesammelt hat, weshalb es sich eben auch wirklich nur um einen Vetretungs-Beitrag in der Kräuter-Rubrik handelt. Alles wächst und nichts geht verloren
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