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Dieses Thema hat 15 Antworten
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Garm Offline

Moderator
Beiträge: 944


20.10.2006 20:30
Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten
Hallo Raben,

ich hab gedacht, ich bin im falschen Film, als ich den folgenden Artikel und unzählige weitere Heute im Netz gelesen habe
In Antwort auf:
Juan Carlos und der Promille-Bär


Moskau - Das spanische Königshaus hat Berichte über die Teilnahme von Juan Carlos an einer inszenierten Bärenjagd in Russland zurückgewiesen.


bert / Quelle: sda / Donnerstag, 19. Oktober 2006 / 21:20 h


Die Informationen seien «lächerlich», sagte ein Palastsprecher am Donnerstagabend. Die Moskauer Zeitung «Kommersant» hatte zuvor berichtet, der König habe im August bei einer inszenierten Jagdpartie in der Region Wologda nördlich der russischen Hauptstadt einen zahmen Bären erlegt. Das Tier sei zuvor in einem Käfig an den Ort des Geschehens und mit einem Gemisch aus Wodka und Honig betrunken gemacht worden.

Juan Carlos habe mit «unfairen Mitteln» einen Bären erlegt. /

Untersuchung über Hergang
Ein Behördensprecher in der nordwestrussischen Region Wologda teilte mit, ein Untersuchungsausschuss solle den Jagdhergang klären. In Russland haben ungewöhnliche Jagdpraktiken dieser Art durchaus Tradition. Um dem früheren Sowjet-Herrscher Leonid Breschnew das gewünschte Jagdglück zu bescheren, flösste man den Tieren Alkohol ein. Wenn auch dies nichts nützte, wurden die Tiere an Baumstämme angebunden.



Geht demnächst nicht auch bei uns in den Wäldern wieder die grünberockte Rotnase ihrem liebsten Hobby nach?

Viele Grüße
Garm




Fleisch, ist mein Gemüse

Zita Offline

Altrabe
Beiträge: 732


21.10.2006 15:28
#2 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Hi Garm,

da wird einem echt schlecht und ich möchte es am liebsten nicht glauben wollen.

Aber ich hab auch mal einen Bericht (allerdings nicht Russland betreffend) über inszenierte Großwildjagden gesehen und wie es da den "Helden" leicht gemacht wurde, es handelte sich dabei um eine ganz besondere Art von Urlaub.

Liebe Grüße
Zita

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


21.10.2006 18:24
#3 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Hallo Ihr zwei,

ich hatte den Artikel schon in der Tageszeitung gelesen
Mittlerweile gibt es nicht mehr sehr viel, das mich schockiert, aber einen zahmen Bären, der zudem noch der Liebling der Kinder war...Irgendwann ist das Maß voll! Ich meine, von derartigen Jagdvergnügen für hochrangige Politlappen auch schon in der ehemaligen DDR gehört zu haben, bin mir aber nicht 100%ig. sicher.

Allerdings ist eines sehr sicher: Die Mehrheit der russischen Bevölkerung empfindet wie wir

Viele Grüße
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Laerd Offline

Rabe
Beiträge: 464


24.10.2006 14:06
#4 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Hallo Raben,

mich hat der Artikel auch erschüttert. Ähnliche Jagd"kulturen" gibt es auch z.B. in Alaska, wo Wölfe, die teilweise sogar zu den gefährdeten Arten gehören, vom Hubschrauber aus (!) erschossen werden. Meiner Meinung nach hat das alles mit Heldenhaftigkeit nichts zu tun. Ich sehe ja ein, dass hiesige Jäger gewisse Populationen zum Beispiel an Rotwild etwas eindämmen müssen (was ja auch nur durch den Eingriff des Menschen in das Ökosystem nötig ist), aber derartige "Spaßwildereien" einzelner Menschen mit großen Ehrungen etc. sind doch wirklich mal unter aller Sau. Wer mit so unfairen Mitteln kämpft, hat für mich verloren.
Ich finde auch, dass die Bevölkerung in Russland dafür natürlich nicht verantwortlich gemacht werden kann und man genau wie hier nicht alle über einen Kamm scheren kann.

Nachdenkliche Grüße
Laerd



Die gute Zeit vergisst man in der schlechten

"Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Bei dem Universum bin ich mir da nicht so sicher." (Albert Einstein)

Algiz Offline

Altrabe
Beiträge: 590


24.10.2006 18:17
#5 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Raben,
Gerade erst sah ich einen Artikel im TV zum Thema Jagt.
In Norwegen(ich glaube es war Norwegen), wurde ein Finnwal erlegt, von der Regierung genehmigt.
die Regierung genhemigte dies, und meinte es sollen in Zukunft 9 Finnwale pro Jahr gejagt werden.
Abnehmer für das Fleisch giebt es wohl nicht. Es spielte keine Rolle dass diese Tiere auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen.
Traurig....
Was soll denn aus dieser Welt werden, es Jeder Hält sich dran, nur dieses Land nicht, ich bin echt stinksauer,
Leider habe ich den Bericht nur am Rande verfolgen können, da hier grade so ein Hoscha war.

Traurige Grüße
Algiz
________________________________

Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen
- Johann Wolfgang von Goethe -

MACHT ZU BESITZEN UND NICHT AUSZUÜBEN IST WAHRE GRÖßE
- FRIEDEL BEUTELROCK-

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.509


24.10.2006 19:49
#6 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Raben,
vor einigen Jahren sah ich in einem der 3. Programme nachts - natürlich zu einer Zeit, in der die meisten Menschen keine 3. Programme schauen - einen Bericht über Bärenjagd in Russland. Deutsche und Amerikaner bezahlten eine Menge Geld für den Abschuss von Bären im Winter. Wie wir alle wissen, halten Bären und Bärinnen Winterschlaf. Die Bärinnen bekommen ihre Jungen während dieser Zeit und verlassen die Höhle erst, wenn es warm und die Jungen aus dem Gröbsten ruas sind. Nun fragt ihr sicher, wie kann man sie denn dann jagen? Man kann! Sogenannte angeheuerte Scouts mit großen Jagdhunden scheuchen die Bärinnen aus dem SChlaf auf und diese, in der wilden Verzweiflung, ihre Jungen zu schützen, verlassen die Höhlen, um sofort abgeschossen zu werden. Die Jungen greift man sich und verkauft sie meistbietend an irgendwelche kriminellen Tierhändler.
Glaubt mir, dieser Bericht erzeugt noch heute bei mir eine Gänsehaut und einen Ekel, den ich gar nicht beschreiben kann. Ich habe nach dieser TV-Nacht nächtelang Alpträume gehabt. Und eine Wut verspürt, die noch heute in meiner Seele brennt.
Ich wünsch uns allen, die wir dieses Handeln nicht nur verurteilen, sondern auch nach Möglichkeit ahnden, immer die Stärke dazu.
Liebe Grüße
Tanith

Brigid Offline


Beiträge: 574


24.10.2006 21:17
#7 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Tanith, liebe Raben,

ich glaube nicht, dass man das Unheil an Russland oder einem anderne Land festmachen sollte. Ursache sind die, die sich auf eine solche Jagd begeben und dafür Unmengen Geld bezahlen. Wenn sich Menschen dann für Geld hergeben, Jagdgehilfen zu machen - steht es uns zu, zu urteilen? Vielleicht hilft dieses Geld ja einer ganzen Familie zu überleben.

Ob's nun der Bär ist, das Wildschwein, Hirsch, Rehe oder Vögel ... traurig ist immer, wenn "Mann" - und leider auch Frau - aus reinem Killertrieb tötet.



Grüne Grüße
Brigid

********************

Wer Schmetterlinge liebt, muss mit Raupen leben können.

Garm Offline

Moderator
Beiträge: 944


29.10.2006 07:45
#8 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Hallo Ihr lieben,

natürlich wollte ich meinen Zorn nicht an der Bevölkerung dieser beiden Länder festmachen!!
Aber auf die schnelle viel mir nichts besseres ein, als deren Produkte zu boykottieren

Nachdem ich den Beitrag von Tanith gelesen hatte, habe ich mir die Frage gestellt, wie es wohl um die Tierschutzorganisationen in diesen Ländern bestellt ist? Haben die keine Möglichkeiten einzugreifen und den Wahnsinn an die große Glocke zu hängen?

Viele Grüße
Garm



Fleisch, ist mein Gemüse

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.509


29.10.2006 10:20
#9 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Brigid, natürlich mache ich das Unheil nicht an einem Land, sondern nur an den Menschen fest, die sich so verhalten. Aber wenn du Mitleid mit den Gehilfen hast, die immer und überall als Handlanger fungieren, kann ich dir leider nicht zustimmen. Ob es um die getöteten Robbenbabies geht, um die Jagd nach dem Elfenbein in Afrika und den damit verbundenen sinnlosen Töten der wunderbaren Elefanten, ach, och könnte Tausende an Beispielen aufzählen. All diese Machenschaften brauchen Gehilfen vor Ort, um sich in dem jeweiligen fremden Land zurecht zu finden. Wo hört das auf, wenn wir uns immer fragen, ob der eine oder andere Wilderer nicht vielleicht eine Familie zu ernähren hat? Nein, umdenken müssen wir alle. Das fängt schon damit an, dass wir nicht zu jeder Jahreszeit alles essen wollen, sondern uns mit dem Saisongemüse zufrieden geben sollten. Der Tomatenanbau in Afrika hat weitaus mehr Familien in den Hungertod getrieben, als es das strikte Verbot der Wilderei und deren Ahndung schaffen könnte.
Liebe Grüße
Tanith

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


29.10.2006 12:30
#10 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Tanith,

ich glaube, dass es sehr schwierig für uns Europäer ist, uns in die Lebensumstände und Beweggründe dieser Völker hineinzuversetzen. Wenn ich manchmal mit meiner Freundin über ihre damalige Heimat Leningrad spreche, dann bin ich immer wieder erstaunt unter welchen Umständen die Menschen dort noch vor wenigen Jahren gelebt haben.

Niemand von uns kann sich vorstellen, wie es ist, wenn man sich drei Stunden für eine Rolle Toilettenpapier an einem Laden anzustellen um dann, wenn man endlich an der Reihe ist, festzustellen, dass es kein Toilettenpapier mehr gibt. Unverständlich erscheint uns auch der Gedanke, dass man mit mehreren Menschen in einer Kommunalwohnung lebt und sich das Bad oder die Küche mit mehreren Familien teilen muss.

Wenn das Kind krank wird, dann liegt die Gesundheit des Kindes in der Geldbörse der Eltern, zumindest dann, wenn man eine vernünftige ärztliche Betreuung haben möchte.

Das sind nur wenige Beispiele von vielen. Ich sehe Heute vieles anders was ich ehemals verurteilt habe. Die Armut und die Not sind Faktoren, die Menschen zu allem fähig machen. Vor diesem Hintergrund sehe ich auch die Bereitschaft, das eigene Überleben über die Belange der Natur zu stellen. Solange die Bevölkerung bewusst von der Politik des Landes unterdrückt wird, solange wird die Bevölkerung auch nicht die Notwendigkeit erkennen, sich Gedanken über den Umgang mit der Natur und ihren Resourcen zu machen.

Viele Grüße
Ansuz




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Brigid Offline


Beiträge: 574


29.10.2006 12:42
#11 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Tanith, liebe Raben,

weißt du, wer wie ich schon wochenlang kaum was zum Essen hatte und/oder Verdorbenes essen musste, denkt vielleicht über die Not und die Abwendung dieser Armut anders. Hier geht es nicht darum, Erdbeeren im Winter zu essen, sondern beispielsweise Kartoffelsuppe zu haben und im Wald Holz für den Ofen zu finden und dafür noch einem Waldbesitzer was zahlen zu müssen.

Gerade lese ich mit einem Auge den Beitrag, den Ansuz soeben reingestellt hat. Genau dies ist der springende Punkt. In Deutschland hat gottseidank kaum jemand eine Ahnung, was es heißt, arm zu sein. Für sich selber wären diese Menschen vermutlich nicht mal bereit, Tiere zu jagen, aber was, wenn deine Kinder am Verhungern sind und du keinen anderen Weg findest?

Vielleicht sollte jeder Europäer mit gesichertem Einkommen mal 30 Tage in den Schuhen dieser Menschen gehen müssen - nein, eigentlich dürfen - damit er weiß, wie gut es ihm geht und damit er lernt, nicht zu ver-urteilen.


Grüne Grüße
Brigid

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Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.509


29.10.2006 18:37
#12 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Brigid, liebe Raben, da du nicht weißt, wie ich aufgewachsen bin, sollten wir diese Diskussionen nicht in diese persönliche Richtung gehen lassen. Ich habe bei meinem Beitrag daran gedacht, dass es etliche Volksstämme in Afrika gab, die sich durchaus ernähren konnten und von den Europäern dazu gezwingen wurden, Tomaten anzubauen anstelle ihrer Yams-Wurzel, die sehr viel weniger Pflege braucht, alle satt macht und dazu natürlich reich an Vitaminen ist. Es ist eben nicht so, dass wir hier durch den Kauf exitischer Früchte (ich esse im Winter auch keine Erdbeeren) diese Länder unterstützen, sondern ihnen ihre eigene Versorgung wegnehmen. Guck dich dort und anderswo um. Es ist auch etwas anderes, wenn jemand sich und seine Familie mit dem Wild der Gegend versorgt, als wenn er igrendeinem reichen Spinner die Umsetzung der Jagdgelüste ermöglicht.
Liebe Grüße
Tanith

Tanith Offline

Altrabe
Beiträge: 3.509


29.10.2006 18:50
#13 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Lieber Ansuz, ich weiß, was Hunger ist. Ich weiß aber auch, dass viele der Helfershelfer eben nicht in dieser Situation sind, sondern das Geld leicht verdienen möchten. Wenn es so wäre, dass das nur Länder betrifft, deren Bevölkerung unterdrückt lebt, frage ich mich, weshalb dann aus dem reichen Ami-Land die Robbenschlächter kommen. Armut hat sicher viel damit zu tun, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Es hat eben auch viel mit der Marktaufteilung der Welt zu tun und da stehen wir Europäer ganz vorne an, wenn es darum geht, die Ressourcen neu aufzuteilen.
Bei mir ist es genau zmgekehrt. Ich habe früher vieles entschuldigt, was ich heute mit anderen Augen sehe. So werde ich z.B. auch keine Rechtfertigung zulassen, die Drogendealer anführen, weil auch sie Hunger haben und Schulkinder "anfüttern", damit diese später zahlende Kunden sind.
Liebe Grüße
Tanith

Ansuz Offline

Hausmeister
Beiträge: 4.148


30.10.2006 05:00
#14 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten
Liebe Tanith,

In Antwort auf:
So werde ich z.B. auch keine Rechtfertigung zulassen, die Drogendealer anführen, weil auch sie Hunger haben und Schulkinder "anfüttern", damit diese später zahlende Kunden sind.

Ich bin mir sicher, dass es auch unter den hier anwesenden Raben niemanden gibt, der das "anfüttern" mit Drogen gutheißt oder sich versucht in die "vermeintliche Not" eines Dealers zu versetzen.

Wenn ich mich Recht erinnere, dann ging es ursprünglich um "russische Bären", wenn wir nun beginnen, alle Tierquälereien und Ungerechtigkeiten anzuprangern, dann sollten wir auch die Stierkämpfe in Spanien und die Tiertransporte in Deutschland nicht vergessen. Allerdings würde es dieses Thema verwässern. Mit meinem Posting wollte ich das Verhalten der "Helfershelfer" auch nicht entschuldigen, sondern versuchen eine Antwort für eine Tat zu finden, die absolut verabscheuungswürdig ist.

Liebe Grüße
Ansuz



"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Brigid Offline


Beiträge: 574


30.10.2006 10:16
#15 RE: Garm verzichtet auf Wodka und Paella Zitat · antworten

Liebe Raben, liebe Tanith,

ich wollte ganz sicher nicht persönlich werden .

Wie ich bereits auf dem Rabenbaum schon früher mal geschrieben hatte, bin ich nicht gegen die Jagd, sofern sie dazu dient, Menschen zu kleiden und zu ernähren oder als erforderlich ist, um die durch den Menschen gestörte Ordnung einigermaßen aufrecht zu erhalten, auch wenn das schon paradox ist und langfristig sicher kein Weg. Auch hier gilt es, einen Ausstieg zu finden, wie für die Helfer bei der Bärenjagd. Nur, allein schaffen es weder diese Menschen noch die Natur.

Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass diejenigen in erster Linie Schuld tragen, die sich an dieser Jagd (am Stierkampf usw.) ergötzen. Diese Bonzen, die Beträge für den Abschuss der Tiere zahlen (zusätzlich zu den Reise- und Unterkunftskosten), mit denen auch in Deutschland eine Familie ein Jahr lang essen könnte, sollten besser mit ihrem Geld und ihrer vielen Freizeit direkt helfen müssen-dürfen, wo es Not tut. Solange es jedoch keine Gesetze gibt, die das Töten aus Lust verbieten, wird es kein Ende finden. Und diese Gesetze wird es nie geben, solange Geld die Welt regiert, denn die Herrschaften werden sich nicht selber beschränken.

Diese Henne-Ei-Diskussionen könnte man auf jedem Gebiet fortsetzen: sind es nun die Eltern, die ihre Kinder an Sextouristen verkaufen oder die Sextouristen. Die Blumenhändler, die Menschenleben durch schädlingsbekämpfende Chemie gefährden oder die, die diese Blumen kaufen (Nelken zum Beispiel). Diese Liste ist leider unendlich. Ohne Nachfrage kein Angebot, ohne Angebot keine Nachfrage.

Wir können aufklären, wachrütteln - nur ans Ändern können, daran glaube ich nicht (mehr).




Grüne Grüße
Brigid

********************

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