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 Bräuche
Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

01.11.2006 15:37
Samhain - der Tag danach antworten
Liebe Raben,

Samhain – ein warmer Tag hier, fast Sommer. Föhnsturm wirbelt die bunten Blätter, erste kahle Äste ragen schwarz in den Himmel.

Nach der Arbeit hole ich meinen Hund, gehe mit ihm zu meinem Kraftfeld. Es ist bereits dunkel. In fünf Tagen ist Vollmond, und so ist die Schwärze durch das Licht gemildert, auch wenn das Leuchten durch Wolken getrübt wird. Auf dem Weg durch die Wiesen stürmt es vom Wald her, der auf Hügeln steht. Ein paar einzelne Bauernhöfe, Licht brennt. Musik in meinem Ohren, wie von Schamanen. Einige Male bleibe ich stehen und lausche, überlege, ob der Wind in den Bäumen die Musik macht, im Wald tatsächlich Schamanen sind oder auf den Höfen Samhain gefeiert wird. Warm ist es, der Südwind erinnert ans Meer, nicht daran, dass der Winter vor der Tür steht.

Später mache ich das Ritual. Zünde die weiße Kerze an, nehme den schwarzen Faden und knote meine Ängste und Sorgen hinein. Ziehe aus meinen Krafttierkarten das Tier, das mir beistehen soll. Bringe eine Räuchermischung zum Glühen und reiße die Knoten meiner Ängste ab (die Schere wollte ich nicht nehmen, erschien mir zu technisch). Begleitet wird die Zeremonie von „Healing Drums“. Eigenartig, mit dem Abreißen des ersten Knotens löst sich der zweite auf, mit dem dritten Knoten der vierte ... diese Ängste waren verbunden. Gebe die Stücke in die Räuchermischung, mache es mir bequem und höre der Musik zu.

Ich danke meinen toten Freunden, meiner Oma und weiteren Verwandten und lade sie auf einen Schluck Rotwein ein. Schalte ab, bekomme das Gefühl, ich stehe auf einer Steppe, Wind bläst. Tiere tauchen auf, besondere Krafttiere, auch das auf der Karte ist dabei.

Als die Musik zu Ende ist, beende ich auch diese Zeremonie, lösche die Kerzen und gehe zur Nachtrunde mit dem Hund raus. Immer noch ist es warm, wärmer, als es hier oft im Sommer ist. Der Hund reißt mir die Leine aus der Hand, was er noch nie gemacht hat, um eine schwarze Katze zu jagen. Spüre, dass ein Freund Hilfe braucht und finde ihn durchs Internet geistern. Ich schreibe ihm noch einen langen Brief und lege mich schlafen.

Drei Träume gegen Morgen ... und müde Traurigkeit heute. Es ist kalt geworden hier. Über dem Kraftfeld gehen Graupelschauer nieder und auf dem Heimweg treffe ich Druid Dhubh, die Amsel, die aber nicht ganz schwarz ist, sondern viele weiße Flecken hat. Eigenartig und zu meiner Stimmung passend. Was sie mir wohl sagen wollte?


Grüne Grüße
Brigid

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Wer Schmetterlinge liebt, muss mit Raupen leben können.

 Sprung  

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