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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 612 mal aufgerufen
 Mitleserforum
Cernunnos ( Gast )
Beiträge:

01.11.2006 16:19
Der Heilige Hain antworten

Sehr verehrte Raben.
Der Heilige Hain lautet ein Thread von Ihnen. Ohne Schreibrecht ist es mir nur hier vergönnt mich dazu in Kürze zu äußern.
Auf gewisse Weise kann man den Thing und den Hain vergleichen. Eine Siedlung ist es nicht, der Platz der Druiden wohl.
Sollten mir die Schreibrechte zugehen kann ich mich dazu gern erklärender mitteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Cernunnos

Ansuz Offline

Hausmeister


Beiträge: 5.160

01.11.2006 18:28
#2 RE: Der Heilige Hain antworten

Hallo Cernunnos,

Wilkommen bei den Raben, nun mit Schreibrechten

Auf eine schöne Zeit
Ansuz




"Man erlangt die Erleuchtung nicht, indem man sich das Licht vergegenwärtigt, sondern indem man die Dunkelheit erforscht." (CG Jung)

Cernunnos Offline

Besucher

Beiträge: 58

02.11.2006 13:03
#3 RE: Der Heilige Hain antworten

Hallo Ansuz,
ich bedanke mich für die erteilten Schreibrechte und den freundlichen Willkommensgruß. Mein Dank an Euch!
Auf eine schöne Zeit
Cernunnos

Cernunnos Offline

Besucher

Beiträge: 58

03.11.2006 21:41
#4 RE: Der Heilige Hain antworten

Der Heilige Hain. Druiden, Magier, Heiler der Kelten leben wie die Hirsche im Wald. In Heiligen Hainen (Nemetona), der Natur. Da lebten sie Askese, opferten und machten Rituale. Übernommen wurde das später von den Christen und den Autoren wie Tolstoy. Merlin lebte in der Artussage ebenso verborgen, umgeben von Hasel und anderen neben einem Quell und ernährte sich von Wurzeln und seine Freunde waren Wolf und Eber, den Hirsch hat er geritten.
Der ist vermutlich erfunden aber dennoch Sinnbild vom Druiden an sich. Ein Druide lebte in der Abgeschiedenheit des Waldes, im Heiligen Hain. Der Geist des Waldes selbst, Cernunnos, und die Waldgöttin inspirierten sie und lehren ihre Seele.
Zwanzig Jahre, so Caesar (Römer hin, Römer her) verbrachten die Anwärter zur Ausbildung im Wald. In den ersten 7 Jahren lernten sie Reime und Überlieferungen und das Leben, wurden zu Barden, Sängern und Geschichtenerzählern, in den kommenden 7 lernten sie die Fähigkeiten eines Sehers, in den darauffolgenden vervollkommneten sie diese und wurden zum vollamtlichen Druiden. Neudeutsch. Sie waren Meister der Zeit und des Wissens um Wurzeln, Pflanzen, Baum, Mensch und die Schöpfung. Sie sahen zurück und nach vorne. Die Abgeschiedenheit barg Orte, die ihnen heilig waren, die ihnen eigen waren und nur zu besondern Zwecken auch von anderen genutzt wurden: Der Heilige Hain.
Jeder Wald trug seinen eigenen Namen, die heiligen Wälder wurden nach Göttinen benannt. So der Schwarzwald, die Ardennen und die Pfalz. Weitere andere. Unter den Römern wurden einige von ihnen gebrochen. Die Kirche erledigte den Rest.
Um Heiliger Hain zu werden, bedurfte der Ort gewisser Pflanzen, Bäume vor allem. Eine Eiche war unabkömmlich. Auch Hasel, Holunder und andere Sträucher, die heiligen Bäume, Häuptlingsbäume waren gefordert. Eine energetische Stimmung wie auch eine energiegeladene mußte bestehen.
Hier trifft man auf die Gleichheit zu den Germanen. In der Oper „Norma“ von Bellini trifft man auf den Heiligen Hain der Kelten. Sogar das Alte Testament kennt den Heiligen Hain, reißt ihn allerdings (wen möge es erstaunen) ab. „Wälder waren Tempel“ gesteht sogar ein Römer nämlich Plinius.
Hain bedeutet Wald, geht zurück auf „hagan“: Dorngestrauch, Einfriedung. Das Wort heilig ist gemeingemeranisch und wird von haila=Zauber oder von Heil=gesund abgeleitet.
Der Heilige Hain ist somit ein gesunder, heilender und göttlicher Ort. Ein Tempel der Natur. Der Wald. Der Heilige Hain geschaffen von den Waldmenschen, laut Tacitus. Letztlich aber ein Bewußtseinszustand, eine Frage, wie man den eigentliche Wald und Baum wahrzunehmen weiß. Das was dem Volke nahe war, wurde als solches bestimmt. Um einen Heiligen Hain zu schaffen bedarf es der Bäume, des Innehaltens und des vernehmens der Heiligkeit – unchristlicher Weise.
Gern dazu mehr. Doch mehr Zeit bleibt mir jetzt nicht.
Viele Grüße Cernunnos


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