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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Kräuter
Cernunnos Offline

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Beiträge: 58

26.11.2006 22:19
Wurzeln antworten

Hallo liebes Rabenvolk.

Angesichts der Jahreszeit die zwar mit vergleichbaren Temperaturen eines Frühlings wenig mit Spätherbst oder Winter gemein hat, möcht ich endlich einmal geben wenn ich schon hier bin.

WURZELN

Im Spätherbst beginnen sich die Lebenssäfte aus den Pflanzen zurückzuziehen. Nachdem das Chlorophyll aus den Blättern in den Speicherorganen der Pflanzen eingelagert wird, um im nächsten Jahr für das neuerliche Wachstum zur Verfügung zu stehen, bildet sich zwischen Spross und Blatt eine Korkschicht. Dadurch ist das Blatt von der Nährstoffversorgung abgeschnitten und die Blätter fallen vom Baum. Auch die heilenden Wirkstoffe ziehen sich aus den oberirdischen Pflanzenteilen in die Wurzeln zurück. Es beginnt daher nun die beste Zeit, um Wurzeln für heilkräftige Tees zu ernten.

Wurzeln, Vermittler des Lebens
Wurzeln umschließen wie ein dichtes Netz die ganze Erde. Sie nähren und hüten das Leben. Dieses geheimnisvolle Reich hat die Menschen seit Jahren so beeindruckt, dass sie das Bild der Wurzel auf alle wichtigen Bereiche des Lebens übertrugen. Nicht nur die Pflanzen, auch wir Menschen sind tief verwurzelt: in der Heimat, in der Sprache, in der Religion und in der Vergangenheit. Wir sind nicht nur in einer Muttersprache verwurzelt, sogar die einzelnen Wörter haben ihre Wurzeln, wofür es eine eigene Wissenschaft, die Etymologie gibt, die ständig auf der Suche nach den "Wurzeln" ist. Wir versuchen, die Wurzeln der Liebe zu finden, doch manchmal möchte man das Übel mit der Wurzel ausrotten. Selbst in einer so logischen Wissenschaft wie der Mathematik werden Wurzeln gezogen und gleich ob wir auswandern oder uns neue geistige Wurzeln eröffnen, schlagen wir neue Wurzeln. Es ist seltsam, dass für alle tiefen Verbindungen im Leben das Bild der Wurzeln beschworen wird.

Heilkräftige Wurzeln
Bei einer Reihe von Heilpflanzen sind die wichtigen Wirkstoffe in den Wurzeln zu finden. Wenn die oberirdischen Pflanzenteile abzusterben beginnen, das heißt vertrocknet sind, beginnt die beste Zeit, diese Wurzeln zu ernten. Das erfordert etwas Arbeit, da diese Wurzeln ausgegraben werden müssen. Um die Pflanzen zur Weiterkultur zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Manche, wie der Eibisch, entwickeln am oberen Teil der Wurzeln Schösslinge, die über den Winter in Sand eingeschlagen und im Frühjahr gepflanzt werden können. Von anderen Wurzeln, vor allem Rhizomen (Wurzelstöcken) kann man einige der Wurzelausläufer zur Vermehrung nutzen.
Wurzeln sollte man besser nicht ernten, wenn es vorher geregnet hat, da sie dann schwer zu reinigen sind. Der beste Zeitpunkt ist am späten Nachmittag, da dann die Konzentration der Wirkstoffe in der Wurzel am höchsten ist. Wenn es sich mit den Witterungsbedingungen vereinbaren lässt , wäre ein Zeitpunkt während des absteigenden (nicht abnehmend!!!!!!) Mondes am besten. Nach dem Ausgraben werden die Wurzeln unter fließendem Wasser gespült und eventuell mit einer Bürste gereinigt. Dann je nach Wurzelform zerkleinern: Pfahlwurzeln in Scheiben schneiden, Rhizome halbieren.

Trocknen der Wurzeln
Entweder werden die Wurzeln an einem Faden aufgefädelt und in einem warmen Raum getrocknet oder man legt sie auf einen Gitterrost und trocknet sie im Rohr des Backofens bei niederster Stufe. Das Trocknen dauert je nach Wurzel unterschiedlich lang, schleimstoffhaltige Wurzeln wie Eibisch und Beinwell brauchen etwas länger. Trocken sind sie, wenn sich die Wurzelstücke brechen lassen. In trockenen Gläsern aufbewahren und beschriften!

Therapeutische Wurzelkräfte
Dass Wurzeln, bildlich gesprochen, uns helfen können, besser verwurzelt zu bleiben, geht aus unserem Sprachschatz hervor. In der Anthroposophischen Medizin spricht man den Wurzelkräften besondere Wirkung zu. Es braucht gar nicht viel Vorstellungskraft, dass man ein Wurzelsystem mit dem Nervensystem vergleichen kann. Daher verwendet man in dieser Medizin die Wurzeln von Pflanzen in erster Linie zur Stärkung des ???Nerven-Sinnessystems“. Der kommende Winter ist die Zeit des Rückzugs aus der körperlichen Aktivität und die Zeit für geistige Vertiefungen. Wurzelkräfte, gleich ob von Heilpflanzen oder Wurzelgemüse, können uns vielleicht helfen, die kalte Jahreszeit zu nutzen, neue Ideen für unsere Lebensplanung zu entwickeln.

Wurzeln als Arznei

Alant (Inula helenium)
Aus einer kräftigen, tiefreichenden Wurzel treibt der Alant einen hohen Stängel mit vielen gelben Korbblüten, die wie kleine Sonnenblumen aussehen. Aus Zentralasien stammend hat diese Pflanze über die Klostermedizin Eingang in die Bauerngärten gefunden. Der Alant ist eine überaus interessante Heilpflanze. Ätherische Öle, also die Stoffe, die Pflanzen duften lassen, werden quasi als Schutz gegen sengende Sonnenstrahlen von den Pflanzen gebildet und finden sich daher vor allem in Blättern und Blüten. Beim Alant finden sich die ätherischen Öle in der Wurzel, er ist also imstande, die Sonnenkraft bis in die Wurzeln zu leiten.
Anwendung: Die ätherischen Öle sind stark antibakteriell und krampflösend. In Kombination mit den tonisierenden Bitterstoffen ist Alantwurzeltee besonders älteren Menschen zu empfehlen, die unterchronischen Bronchialkatarrhen leiden. Unterstützend kann er auch bei Asthmabronchitis eingesetzt werden. Als Kontraindikation muss eine Allergie gegen Korbblütler genannt werden.

Baldrian (Valeriana officinalis)
Die Wurzel des Baldrians hat eine besondere Form- am Rhizom hängen unzählige lange, dünne Wurzeln, die den Baldrian stark im Boden verankern. Der Baldrian hilft daher den Menschen , die Gefahr laufen, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Die Wissenschaft bezweifelte lange die von der Volksmedizin beschriebene Heilwirkung des Baldrian bei Schlaflosigkeit und nervösen Unruhezuständen. Durch die Entdeckung der Valepotriate konnten die alten Erkenntnisse aber bestätigt werden – Baldrian wirkt anregend, wenn man erschöpft ist und entspannend, wenn man überreizt ist.
Anwendung: Nervös bedingte Einschlafstörungen, Unruhezustände, Gedankenflucht, entspannt auch vor Prüfungen. Anwendung ab besten in Form der Baldriantinktur.

Beinwell (Symphytum officinale)
Der Name stellt schon die Heilwirkung vor – Beinwell kann Knochen ???wallen“ lassen, das heißt, er hat bei Knochenbrüchen eine anregende Wirkung auf die Kallusbildung. Vor der Anwendung der Wurzel als Tee ist abzuraten, da man – in geringsten Spuren – leberschädigende pyrrolizidine Alkaloide fand. Diese Stoffe waren auch der Grund, warum man den Beinwell aus den Arzneibüchern strich. Die Anwendung als Salbe ist nach dem deutschen Arzneimittelgesetz wieder erlaubt, in österreichischen Apotheken kann man dank EU-Regeln Beinwellsalben von deutschen Herstellern beziehen.
Anwendung: Zum Ausheilen bei Zerrungen, Stauchungen, Prellungen, bei Sehnenscheidenentzündungen, zur Knochenstärkung bei Knochenbrüchen nur in homöopathischer Form.
Salbenzubereitung: Wurzeln graben, reinigen, zerkleinern, in Olivenöl ansetzen, drei Wochen ausseihen lassen, abfiltern. Den Ölauszug im Wasserbad erhitzen, im Verhältnis 3:1 Bienenwachs dazu geben, verrühren und in Salbentiegel abfüllen.

Eibisch (Althaea officinalis)
Weichsamtige Blätter und zartrosa Blüten, so zeigt der Eibisch seine lindernde reizmildernde Wirkung. Es sind Schleimstoffe, die sich schützend über gereizte Schleimhäute legen, die der Eibisch enthält. Gleich, ob im Anfangsstadium von Erkältungserkrankungen im Rachenbereich oder bei durch Gastritis gereizter Magenschleimhaut, der Eibisch legt sich wie ein Wundfilm über die Schleimhäute. Die Eibischwurzel ist also ein richtiger Tee für feuchtkalte Wintertage, den man immer dann einsetzt, wenn man merkt, dass es im Hals zu kratzen beginnt.
Anwendung: Reizzustände im Atemwegsbereich und im Magen, Sodbrennen.
Teezubereitung: 2 TL mit ¼ l kaltem Wasser übergießen, mindestens 2 Stunden ziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur erwärmen.

Engelwurz (Angelica archangelica)
Ein gewöhnlicher Engel genügte nicht, um die Heilkraft dieser mächtigen Pflanze zu beschreiben. Archangelos heißt auf griechisch "der Erzengel" und der Sage nach brachte der Erzengel Raphael diese Pflanze den Menschen, als die Pest wütete und die ärztliche Kunst den "schwarzen Tod" gegenüber versagte. Die Pest ist zwar heutzutage besiegt, doch kann es nicht schaden, an die Engelwurz zu denken, wenn neue Epidemien auf uns zukommen könnten. Primär wirkt der Tee aus der Wurzel als aromatische Bitterstoffdroge verdauungsfördernd. Die anregende Wirkung der Bitterstoffe hilft aber auch bei jeglichen Schwächezuständen, vor allem wenn sie altersbedingt sind. Bei Übermüdung durch beruflichen Stress vermittelt die Engelwurz Ausdauer und Standfestigkeit. Das ätherische Öl hat eine starke antibakterielle und abwehrstärkende Wirkung. Engelwurz hilft daher schon vorbeugend in Zeiten, wo Infektionen wie Erkältungen oder Grippe drohen.
Anwendung: Zur Magenstärkung, bei Infektionskrankheiten, tonisierend bei Burn- Out- Syndrom und nervenstärkend. Man kann Engelwurz als Tee anwenden, aber auch in Alkohol ansetzen und einen netten Likör daraus herstellen.
Kräuterlikör, dem französischen Chartreuse nachempfunden: Zitronenmelisse, Engelwurzstücke, Thymian, Pfefferminze, Ysop, Zimt und Kardamom in 40% Alkohol ansetzen, 3 Wochen stehen lassen. Dann 1:1 mit Zuckerwasser mischen, abfiltern und abfüllen.

Klette (Arcticum lappa)
Das lateinische Wort Arcticum stammt vom griechischen arcos = Bär. Wer erinnert sich nicht an die Blütenstände mit den Widerhäkchen an den Hüllblättern, die so herrlich an den Kleidern haften und nur unter Opfer eines Büschels von Haaren zu entfernen sind, wenn sie dorthin gelangen. Diese Blütenstände erinnern mit etwas Fantasie an das zottelige Fell von Bären. Klettenwurzeltee hilft "dünnhäutigen" Menschen, "dickfellig" wie ein Bär zu werden. Er hilft vor allem bei Neurodermitis, wenn jeder seelische Konflikt über die Haut ausgetragen wird. Schon Hildegard von Bingen empfahl die Klette gegen grindige Hauterkrankungen und in der traditionellen Chinesischen Medizin wendet man die Tinktur aus den Samen gegen Schuppenflechte an. In der heimischen Volksmedizin gelten Klettenwurzeln als Haarwuchs anregend, was auf Grund der stoffwechselanregenden und hautstärkenden Wirkung durchaus möglich sein kann.
Anwendung: Stoffwechsel anregend, bei Hauterkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte, überhaupt bei trockener, schuppiger Haut, auch im Kopfbereich, gegen Haarausfall.
Der Tee ist nicht sehr angenehm schmeckend, es gibt in der Apotheke Klette auch in Form von Kapseln.
Klettenwurzelöl: Die frischen, gereinigten Wurzeln in ein Gefäß geben und mit Öl (am besten Traubenkernöl) übergießen, 3 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, dann abfiltern. Vor dem Haare waschen auf den Haarboden das Öl auftragen, 1 Stunde einwirken lassen, dann die Haare waschen.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Für den Tee wird die Wurzel verwendet, die jetzt geerntet werden kann. Löwenzahn ist stark harntreibend, weshalb er in Frankreich "piss-en-lit" (auf steirisch "“Bettsoacher") genannt wird. Gleichzeitig regt er auch Leber und Bauchspeicheldrüse an und wirkt gallenflüssigkeitanregend. Der Löwenzahn ist eine der Pflanzen, deren Stoffwechsel aktivierende Wirkung so stark ist, dass man den Tee überall dort einsetzen sollte, wo der Stoffwechsel zu entgleisen droht.
Anwendung: Unterstützend bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht, Diabetes und zur Durchspülung der Niere.

Wegwarte (Cichorium intybus)
Die Wegwarte erfreut uns mit ihren wunderschönen blauen Blüten, die aus den Tränen einer Prinzessin entstanden sein sollen, die am Wegesrand auf ihren Geliebten wartete, bis in den November hinein. Dennoch kann man jetzt ihre Wurzeln ernten. Der bittere Tee regt die Funktion von Leber, Galle und Milz an. Somit ist die Wegwarte nicht nur Stoffwechsel fördernd, sondern mobilisiert auch die Darmtätigkeit. Menschen mit einer schwachen Verdauung und Neigung zu Verstopfung sollten immer wieder den Tee trinken oder nach dem Essen ein Gläschen Wegwartenweins trinken. Aus den Blüten der Wegwarte wird das Bachblütenmittel Chicory hergestellt, das die brauchen, die alles, was sie lieben, festhalten wollen, also zum Beispiel gluckenhafte Mütter. Verstopfung ist psychosomatisch auch eine Form von "Nicht- hergeben wollens". Da kann die Wegwarte helfen, loszulassen.
Anwendung: Verdauungsstörungen, Verstopfung, unterstützend bei Rheuma und Diabetes.
Wegwartenwein: 1 l guter Rotwein, 1 Handvoll Wegwartenwurzeln, 1 Zimtstange, 2 EL Orangenschalen (ungespritzt). Alle zutaten vermischen und in einem Schraubglas 3 Wochen stehen lassen, dann abfiltern und in eine dunkle Weinflasche abfüllen.

Wurzeln in der Küche

Feine Wurzelgemüse für die Winterküche
Die meisten Wurzelgemüse stammen von heute noch weit verbreitet wild wachsenden Pflanzen, wie der Wiesenkarotte ab. Im laufe einer langen Entwicklung wurden sie zu Gartengemüse herangezüchtet und sind heute aus der Küche nicht wegzudenken. Trotz der äußeren Veränderung durch die Züchtung enthalten sie noch immer heilende und stärkende Wirkstoffe.

Karotten sind auf Grund ihres hohen Carotin- Gehaltes, das im menschlichen Organismus zu Vitamin A umgewandelt wird, ein wahres Augen- und Haut- Gemüse. Sie besseren die Sehkraft und helfen gegen Nachtblindheit. Trockene, schuppige Haut wird elastischer und normale Haut wird vorbeugend geschützt. Die Wirkstoffe schützen auch die Schleimhäute und Menschen, die unter Mundtrockenheit leiden, sollten fleißig Karotten essen. Ebenso ist regelmäßiger Karottenkonsum Rauchern zu empfehlen, da die Carotinoide, die orangen Farbstoffe, als sehr potente Krebshemmer gelten.

Kren (Meerrettich) gilt als Penicillin des Gartens. Nur in den Monaten, in deren Namen ein R vorkommt, solle man Kren essen, hieß es früher. Natürlich hatte das damit zu tun, dass die Krenwurzeln erst im Herbst geerntet wurden, weil sie dann besonders saftig und dick sind und für die Verwendung im Winter in Sand gelagert wurden. Heute gibt es saftigen Kren das ganze Jahr hindurch zu kaufen. Dennoch kann man empfehlen, vor allem in den Monaten mit R Kren zu essen, da seine Schärfe unsere Harnwege desinfizieren hilft. Unverletzter Kren strömt so gut wie kein Aroma aus. Das Prinzip, das unsere Augen tränen und die Nase rinnen lässt, entsteht erst beim Reiben. Da wird nämlich aus dem Senfölglykosid Sinigrin das stechend scharfe Allylisothyocyanat. Dieser Stoff wirkt antibakteriell und durchblutungsfördernd. Kren hilft daher bei Erkältungserkrankungen, Schnupfen und auch gegen Durchfall. In erster Linie hat er aber eine vorbeugende Wirkung gegen Harnwegsinfekte, da die bakterienhemmenden Senföle im Dünndarm resorbiert und über die Harnwege ausgeschieden werden. Tafelspitz mit Apfelkren- das ist doch eine angenehme Prophylaxe gegen Harnwegsinfekte!!

Rote Rüben enthalten ebenfalls heilkräftige Farbstoffe, nämlich das purpurrote Betanin, das zu den Anthocyanen zählt und bakterienhemmend, immunstärkend und tumorvorbeugend wirkt. Die leberschützende Wirkung ist einem anderen Wirkstoff, dem Betain zuzuordnen, das die Entgiftung der Leber unterstützt und gemeinsam mit Cholin Fetteinlagerungen in der Leber vorbeugt. Außerdem wird durch diese Wirkstoffe auch der Cholesterinspiegel reguliert.

Schwarzwurzel wird auch Winterspargel genannt und regt vor allem die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen und da vor allem die Bauchspeicheldrüse an. Schwarzwurzeln sind dank des Inhaltsstoffes Inulin ein gut verträgliches Gemüse für Diabetiker, fördern die Entgiftung über die Leber und wirken leicht harntreibend. Durch ihren hohen Gehalt an B- Vitaminen, Phosphor und Eisen bringen sie das Gehirn in Hochform und verhelfen zu besserer Konzentration und Gedächtnis.

Sellerieknollen wirken stark harntreibend und regen dadurch den Stoffwechsel an. Somit sind sie als Gemüse bei Bluthochdruck, Rheuma und Fettsucht zu empfehlen. Die immer wieder behauptete Manneskraft stärkende Wirkung- zu Bismarcks Zeiten war er an Buffets für Offiziere als Stehsalat besonders beliebt, ist vermutlich auch nur dieser harntreibenden Wirkung zuzuschreiben.

Topinambur ist eine Sonnenblumenart und die Knollen sehen aus wie mittelgroße Kartoffeln, weiß-gelb-rötlich gefärbt und schmecken süßlich. Salatfans essen sie roh geraspelt. Man kann sie aber auch kochen oder backen. Dank ihres hohen Inulingehaltes können sie für Diabetiker zum Kartoffelersatz werden, darüber hinaus gelten sie als Appetitzügler, da das Inulin in der Leber zu einer Stärke umgewandelt wird, die den Hunger dämpfen soll. Außerdem regt das Inulin die Bauchspeicheldrüse an.


Viele Grüße
Cernunnos

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

26.11.2006 23:39
#2 RE: Wurzeln antworten

Hallo Cernunnos,

warst du aber fleissig

Mal sehen, ob ich es schaffe, zwei Bilder hochzuladen. Auf dem einen sind Meerrettich (das hohe, weißblühende etwas im Hintergrund, Sumpfkresse (die gelben Blüten links daneben) und Knoblauchsrauke (imn Vordergrund, weiß) zu sehen.

Auf dem anderen Bild wieder Sumpfkresse, das blau blühende ist Beinwell und im Vordergrund Pfefferminze.

Grüne Grüße
Brigid

********************

Wer Schmetterlinge liebt, muss mit Raupen leben können.

Angefügte Bilder:
Beinweill.jpg   Meerrettich.jpg  
Cernunnos Offline

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Beiträge: 58

27.11.2006 13:26
#3 RE: Wurzeln antworten

Hallo Brigid,

vielen Dank für Dein Lob.
Ich erwider es an Dich denn die Bilder sind wirklich sehr schön. Dankeschön.
Du fotografierst viel?
Es wäre ja toll wenn Du in Deinem Fundus nahezu jeden Kräutertext bebildern könntest.
Animiert von Deinen Fotos werde ich mich bemühen in diesen Tagen die Zeit zu finden etwas über den Beinwell zu schreiben.
Nach einer dreiwöchigen Selbstbehandlung meine momentane Lieblingsheilpflanze, ein wahres Wundermittel.
Liebe Grüße
Cernunnos

Brigid ( gelöscht )
Beiträge:

29.11.2006 00:07
#4 RE: Wurzeln antworten

Hallo Cernunnos,

das mit den Kräuterbildern müsste ich dann im Verlauf des nächsten Jahres wohl nachholen, meistens fotografiere ich nämlich als Gedächtnisstütze für Geschichten und Märchen. Sicher habe ich aber noch ein paar Kräuter, auch nochmal ein Bild vom Beinwell, der ja in mehreren Farben blüht, hier weiß, helllila und dunkellila. Diese Bilder habe ich ca. 10 m neben einer vierspurigen Ausfallstraße aus der Stadt aufgenommen, Familie Reh steht hier oft um zu äsen, verständlich, bei dem Menü.



Grüne Grüße
Brigid

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Angefügte Bilder:
Beinwell.jpg  
Cernunnos Offline

Besucher

Beiträge: 58

29.11.2006 22:54
#5 RE: Wurzeln antworten

Hallo Brigid,
erneut ein wirklich schönes Bild auf dem man den Beinwell sofort so erkennt wie ich ihn liebe. Dankeschön.
Hast du fotografieren gelernt? Gdächtnisstütze? Dem kann ich nicht ganz folgen. Auf jeden Fall aber wäre ein Nachholen im nächsten Jahr eine blendend gute Idee.
Hoffnung säht dieses Menü in direkter Nähe zu einer solchen Straße. Wieder einmal staune ich ob der Kunst der Natur.
Viele Grüße Cernunnos

(Eine komplette Familie Reh?)

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